Schuppenbildung und psychische Ursachen: Ein umfassender Überblick

Haut und Psyche stehen in einer wechselseitigen Beziehung. Psychische und körperliche Erkrankungen gehen oft Hand in Hand. Besonders sichtbar ist diese wechselseitige Beziehung an der Haut. Eine seelische Erkrankung kann Hautprobleme begünstigen und Hauterkrankungen können psychische Störungen auslösen.

Das Fachgebiet der Psychodermatologie beschäftigt sich mit den Faktoren, die das Hautbild beeinflussen. Es basiert auf der Annahme, dass biologische, psychologische und soziale Faktoren - alle zusammen - an der Entstehung und dem Verlauf von Krankheiten beteiligt sind. Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass die Haut und das Nervensystem eng miteinander verbunden sind. Daraus folgern Expertinnen und Experten, dass Stress und Emotionen die Haut direkt beeinflussen können.

In einem Fachartikel, der Ende 2020 im Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft erschienen ist, heißt es, der Stress könne das Immunsystem beeinflussen und dadurch Hautkrankheiten verschlimmern. Dies geschehe durch komplexe Wechselwirkungen zwischen Nerven, Hormonen und Immunzellen. Da Haut an vielen Stellen für alle sichtbar ist, lassen sich Hauterkrankungen meist schlecht verbergen. Das kann zur Stigmatisierung führen und zusätzliches Leid verursachen - neben den Beschwerden, die die Erkrankung mit sich bringt.

So zeigen Studien, dass etwa jede vierte Person mit Hautkrankheiten auch unter Depressionen, Angst oder anderen psychischen Problemen leidet. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass die sichtbare Natur der Hautkrankheiten und die damit verbundenen erlebten oder gefühlten Diskriminierung und Ausgrenzung diese psychischen Probleme verstärken.

Chronischer Stress als Risikofaktor für Hauterkrankungen

Bei den meisten Hautkrankheiten sind psychische Belastungen zwar nicht die einzige Ursache. Sie können jedoch einen maßgeblichen Teil dazu beitragen. Wer beispielsweise unter einer depressiven Verstimmung leidet, seit längerer Zeit chronisch erschöpft ist oder seelischen Belastungen ausgesetzt ist, hat ein signifikant höheres Risiko, eine Hautkrankheit zu entwickeln. Das belegen zahlreiche Studien.

Fachleute sprechen von sogenannten psychosomatischen Dermatosen, also Hautkrankheiten, die durch die Psyche beeinflusst werden.

Neurodermitis

Neurodermitis ist eine chronische, nicht ansteckende Hauterkrankung. Typische Anzeichen sind Hautausschlag und starkes Jucken. Eine Neurodermitis kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Vor allem der Juckreiz ist belastend. Er kann den Schlaf und die Konzentrationsfähigkeit stören. Vielen Betroffenen sind ihre sichtbaren Ausschläge zudem unangenehm.

Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass circa 20 bis 25 Prozent aller Patientinnen und Patienten mit Neurodermitis eine psychosomatische Komponente aufweisen. Psychische Faktoren wie belastende oder lebensverändernde Ereignisse, sozialer Stress oder Interaktionsprobleme können Symptome auslösen sowie den Juckreiz und die Schwere der Neurodermitis verschlimmern.

Psoriasis (Schuppenflechte)

Auch bei Psoriasis, umgangssprachlich Schuppenflechte genannt, spielen soziale und psychische Probleme eine große Rolle. Die Psoriasis ist eine entzündliche, nicht ansteckende Erkrankung. Die chronische Erkrankung macht sich vor allem durch rötliche, schuppende Hautveränderungen bemerkbar, die jucken können. Psoriasis tritt meistens in Schüben auf, die durch psychischen Stress ausgelöst werden können.

Oft geht Psoriasis durch die Krankheit an sich sowie die damit verbundenen alltäglichen Beeinträchtigungen und psychischen wie sozialen Problemen mit einer verminderten Lebensqualität einher. Auch Schamgefühl, geringes Selbstwertgefühl, Stigmatisierung bis hin zu psychischen Erkrankungen, wie einer Depression, sind bei Psoriasis-Patient:innen keine Seltenheit.

Jede Psoriasis (Schuppenflechte) äußert sich individuell und jede:r Betroffene geht damit anders um - so ist auch der Einfluss auf die Lebensqualität von Person zu Person verschieden. Bei vielen ist die Lebensqualität allerdings durch die Krankheit an sich sowie die damit einhergehenden alltäglichen Beeinträchtigungen und psychischen wie sozialen Probleme vermindert.

Laut einer Studie ist der Einfluss der Psoriasis auf die Lebensqualität der Betroffenen teils ebenso ausgeprägt wie der von anderen chronischen und zum Teil lebensbedrohlichen Krankheiten wie Diabetes, Krebs oder Herzerkrankungen.

Für das Ausmaß der verringerten Lebensqualität spielen verschiedene Faktoren eine Rolle u. a. das Alter, das Geschlecht, der Schweregrad der Psoriasis, die betroffenen Körperareale, Beeinträchtigungen (etwa beim Laufen durch den Befall der Fußsohlen), Symptome wie Juckreiz, die Begleiterkrankungen, die psychische Belastung und die Sichtbarkeit der betroffenen Hautstellen. Treten die Plaques etwa im Gesicht oder an den Händen auf, ist das für viele schlimmer als beispielsweise am Bauch, wo die Hautveränderungen gut zu verbergen sind.

Ferner sind der persönliche Umgang mit der eigenen Krankheit sowie die Reaktionen des sozialen Umfelds entscheidende Faktoren. Viele Betroffene haben mit Stigmatisierung zu kämpfen.

Im alltäglichen Leben fühlt sich ein Großteil der Betroffenen durch ihre Psoriasis beeinflusst.

Die chronischen Beschwerden, die für andere sichtbaren Plaques und generell der Alltag mit Psoriasis können die Psyche belasten. Dabei ist der Leidensdruck individuell. Einige Betroffene versuchen, ihre Krankheit zu verstecken, ziehen sich sozial zurück, werden depressiv, trinken übermäßig viel Alkohol oder entwickeln eine Angststörung oder andere psychische Erkrankung.

Teils geraten die Betroffenen in einen Teufelskreis, da psychischer Stress (sowie auch Alkohol und eine Depression an sich) die Psoriasis verstärken bzw. zu einem neuen Schub führen kann. Die verstärkten Psoriasis-Beschwerden erhöhen dann wiederum die psychische Belastung.

Wichtig ist daher, Anzeichen einer Depression oder einer anderen psychischen Erkrankung frühzeitig wahrzunehmen, ernst zu nehmen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, sodass der Teufelskreis gar nicht erst in Gang kommt bzw. Heutzutage stehen Betroffenen hierfür eine ganze Reihe von verschiedenen Behandlungsoptionen zur Verfügung, die je nach den individuellen Bedürfnissen oft auch kombiniert werden können.

Die Depression zählt zu den häufigsten Begleiterkrankungen der Psoriasis. Laut einer Analyse verschiedener Studien haben 28 % der Betroffenen depressive Symptome und rund 16 % eine Depression.

Forscher:innen vermuten, dass neben der psychischen Belastung auch die chronischen Entzündungsprozesse bei Menschen mit Psoriasis eine Depression fördern.

Psoriasis geht bei einem Teil der Betroffenen u. a. einher mit:

  • psychischen Problemen
  • sozialen Problemen
  • verringerter Lebensqualität

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Entspannungstechniken als Hilfe bei Hautproblemen

Um den Teufelskreis aus psychischen Belastungen und Hautproblemen zu durchbrechen, raten Expertinnen und Experten für psychosomatische Medizin und Psychotherapie dazu, sich präventiv vor zu viel Stress und negativen Gedanken zu schützen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben mehrfach gezeigt, dass sich eine Verminderung des Stresspegels sowohl bei chronischen als auch bei akuten Problemen positiv auf die Hautgesundheit auswirken kann.

Nach Meinung von Fachleuten können Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung den Stress und psychische Belastungen reduzieren. Außerdem unterstützen Programme, die medizinische Informationen mit psychologischen Modulen kombinieren, Patientinnen und Patienten dabei, besser mit ihrer Krankheit umzugehen.

Wenn es dir psychisch nicht gut geht, hole dir Hilfe. Sprich deinen Arzt oder deine Ärztin darauf an. Du kannst dich auch ohne Überweisung an eine Psychotherapeutin bzw. einen Psychotherapeuten wenden. Bei der Suche nach einem Psychotherapieplatz unterstützt dich dein Arzt bzw. deine Ärztin, deine Krankenkasse sowie die Kassenärztliche Vereinigung (Terminservicestelle unter der Telefonnummer 116 117 oder unter www.kbv.de). Schaffst du es psychisch nicht, dich darum zu kümmern, bitte eine:n Angehörige:n, Freund:in oder gute:n Bekannte:n, dich zu unterstützen. Wenn du dich in einer akuten psychischen Krise befindest, solltest du unbedingt gleich Hilfe in Anspruch nehmen. Die anonyme Telefonseelsorge ist kostenfrei unter 0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222 zu jeder Uhrzeit erreichbar. In Notfällen, z. B. Stress im Job oder an der Uni, Ärger mit der Partnerin oder dem Partner, Zeitdruck, …

Stress in Pflegeberufen und seine Auswirkungen auf die Haut

In der Pflege ist der Stresspegel schon seit Jahren zu hoch. Der Beruf ist nicht nur besonders anspruchsvoll, er verlangt den Pflegekräften auch viel ab. Das liegt an den Arbeitsbedingungen, etwa wechselnden Schichtdiensten, fehlenden Erholungsphasen und hoher Arbeitslast. Der chronische Stress macht sich in den steigenden Fehltagen bemerkbar.

So zeigt eine aktuelle Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten des AOK-Bundesverbandes, dass Angehörige von Pflegeberufen im Jahr 2023 durchschnittlich 31 Tage je AOK-Mitglied krank waren und damit fünf Tage mehr als 2021. Im gleichen Zeitraum fehlten alle AOK-versicherten Berufstätigen durchschnittlich 24 Tage je Mitglied. Das sind vier Tage mehr im Vergleich zu 2021.

Im Durchschnitt fiel jede der etwa 700.000 Pflegekräfte, die bei der AOK versichert sind, knapp sieben Tage wegen psychischer Probleme aus. Bei allen anderen Berufen waren es knapp vier Tage.

Auswertungen des AOK-Bundesverbandes zufolge stieg 2023 die Anzahl der Fehltage in der Pflege aufgrund depressiver Episoden auf durchschnittlich 231 Tage je 100-Mitglieder. Sie lag damit 100 Tage über dem Durchschnitt aller AOK-versicherten Beschäftigten. Erkrankungen im Zusammenhang mit der Diagnose Burnout verursachten bei Pflegekräften im vergangenen Jahr im Schnitt 32 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 AOK-Mitglieder, fast doppelt soviel wie in anderen Berufen mit 18 Tagen. Auch bei psychosomatischen Störungen lag die Anzahl der durchschnittlichen Ausfalltage je AOK-Mitglied in der Pflege 2023 mit 74 Tagen um zwei Drittel höher als bei allen AOK-versicherten Beschäftigten (44 Tage).

Eine deutschlandweite Studie aus dem Jahr 2016 ergab, dass der Hauptauslöser für Stress der Job beziehungsweise die Ausbildung ist, gefolgt von hohen Ansprüchen an sich selbst. „Wir wissen aus Befragungen und zahlreichen Untersuchungen, dass der Pflegeberuf viele Stressoren mit sich bringt. Dazu zählen eine hohe Arbeitslast, die Schichtarbeit, aber auch Konflikte und Aggressionen. Alle diese Faktoren erhöhen das Stressempfinden und das Burnout-Risiko für Beschäftigte in Pflegeberufen. Das zeigt sich auch in den Zahlen zur Arbeitsunfähigkeit mit der Diagnose „Burnout“. Der Stress wirkt sich auch negativ auf die Arbeitszufriedenheit und die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben aus“, sagt Petra Homberg, Expertin für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) im AOK-Bundesverband.

Deshalb sei es wichtig, nicht nur die Ressourcen und den Umgang mit Stress bei jeder einzelnen Person zu stärken, sondern auch die Belastungen im beruflichen Umfeld zu reduzieren. Mit kostenfreien Präventions- und Beratungsleistungen unterstützen die AOKs die Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser in Deutschland dabei, maßgeschneiderte Lösungen zu finden und versetzen sie in die Lage, Arbeit gesundheitsgerechter zu gestalten.

Petra Homberg weiß aus ihrer Erfahrung, dass Unternehmen ihre Belegschaften stärken können, indem sie für gesunde Rahmenbedingungen sorgen. Dazu können AOK-Angebote zur Betrieblichen Gesundheitsförderung beziehungsweise das Betriebliche Gesundheitsmanagement einen wirkungsvollen Beitrag leisten. Mit Beratung und einer Fülle an Analyseinstrumenten steht die AOK den Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern zur Seite, die wissen wollen, welche Ressourcen im Unternehmen sind und was Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter belastet und bewegt.

Bei der Arbeitssituationsanalyse geht es beispielsweise darum, Ressourcen aus Sicht der Beschäftigten zu identifizieren, Ursachen für Faktoren zu finden, die den Beschäftigten besonders zusetzen und diese anzugehen. Homberg zufolge kommen die besten und tragfähigsten Lösungen meistens von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst. Denn sie wüssten am besten, was hilfreich sei und die Situation nachhaltig verbessere.

Im AOK-Seminar „Fit für die Pflegeschicht“ erhalten Pflegekräfte umfangreiche Informationen und praxisnahe Tipps zu den Themen Schlaf, Stress, Bewegung und Ernährung. Sie helfen ihnen dabei, mit wechselnden Arbeitszeiten besser zurechtzukommen. Das Online-Training RESIST hilft beruflich Pflegenden, ihre psychische Widerstandskraft - ihre Resilienz - zu stärken. Resilienz bezeichnet die individuelle Fähigkeit, auch in schwierigen Lebenssituationen gesund und leistungsfähig zu bleiben. „Das Resilienz-Training richtet die Aufmerksamkeit eigene Stärken und auf die positiven Situationen im Leben, die gelingen und in denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stark und kompetent fühlen. Sie lernen dabei, was sie in schwierigen und stressigen Situationen unterstützen kann - und resilient macht“, erläutert die BGF-Expertin.

Wie wichtig Resilienz für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten ist, hat der Fehlzeiten-Report 2021 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) deutlich gemacht. Dem WIdO-Report zufolge berichten Menschen mit hoher individueller Resilienz deutlich seltener über emotionale und psychosomatische Beschwerden.

RESIST ist ein Baustein des Programms Care4Care, das die AOK gemeinsam mit renommierten Hochschulen für die Pflegebranche entwickelt hat. Die Trainings helfen unter anderem, das Selbstmitgefühl zu stärken, den Stress zu reduzieren, die Führungskultur zu verbessern oder die Arbeitsorganisation stärker an den Bedürfnissen der Mitarbeiter auszurichten. „Oft reichen schon einfache Maßnahmen aus, um Stress in der Pflege zu bewältigen und damit die Gesundheit, Zufriedenheit und Motivation von Beschäftigten in der Pflege zu erhalten und zu fördern. Ein Beispiel für eine solche Maßnahme sind regelmäßige Pausen und die Möglichkeit, sich auch während der Arbeitszeit ausreichend zu erholen“, ergänzt Homberg.

Tabelle: Fehltage und psychische Belastungen bei Pflegekräften (AOK-Daten 2023)

Diagnose Fehltage je 100 AOK-Mitglieder (Pflegekräfte) Fehltage je 100 AOK-Mitglieder (alle Berufe)
Depressive Episoden 231 131
Burnout 32 18
Psychosomatische Störungen 74 44

Weitere Faktoren, die Schuppenbildung beeinflussen können

80.000 bis 120.000 Haare hat ein Erwachsener im Durchschnitt auf dem Kopf. Diese unterliegen einem ständigen Kreislauf von Wachstum, Stillstand und Ausfallen. Dieser komplexe Zyklus kann Schwankungen unterliegen, deren Ursache nicht immer leicht zu identifizieren sind.

Dr. med. Désiréé Hölscher: Kaum eine Struktur des menschlichen Organismus ist so empfindlich wie der Haarfollikel. Wir sind im dermatologischen Alltag tatsächlich häufig mit Fragen und Problemen rund um die Kopfhaut beschäftigt. Sie juckt, sie schuppt, sie spannt, es bilden sich Ablagerungen und Pickelchen oder die Haare gehen vermehrt aus. Die Patient:innen probieren zunächst meist eine Menge an Produkten und Hausmitteln selbst aus, bevor sie mit ihren Sorgen zu uns in das DERMATOLOGIKUM kommen. Tatsächlich entstehen Schuppen oft auf irritierter Kopfhaut und können so selbst die Ursache des Problems sein. Betroffene kratzen an den juckenden Stellen und verstärken so die Schuppenbildung noch zusätzlich.

Dr. med. Stress und Kopfhaut sind eng miteinander verbunden. Wenn wir überlastet sind, neigen wir dazu, vermehrt (oft komplett unbewusst) zu kratzen und so das Problem der irritierten Kopfhaut zu verstärken; es bilden sich immer neue Schuppen und weitere Entzündungen um den Haarfollikel. Allgemein gesprochen fühlen wir uns, wenn wir balanciert sind, in unserer Haut wohl. Das Gleiche gilt für unsere Kopfhaut. Daher ist ein wirklich mildes, pflegendes Shampoo ohne Sulfate und ohne Parabene wichtig. Unser Ziel ist es krankheitsauslösende Faktoren (Pilzbefall, bakterielle Besiedlung; Schuppenflechte) zu identifizieren und diese gezielt therapeutisch anzugehen (z.B. Eine gerötete und stark juckende Kopfhaut kann zeitlich befristet gut mit einer Kortisonlösung therapiert werden. Auch einige Shampoos enthalten bereits Inhaltsstoffe gegen Juckreiz, Schuppen. Diese können gezielt als präventive Maßnahme bei Vorbelastung verwendet werden.

Manche Patient:innen haben Schmerzen, wenn sie ihren Kopf auf Kissen legen. Es gibt eine sogenannte Trichodynie, das ist ein Haarwurzelschmerz, der bei Stress und extremer innerer Anspannung auftreten kann. Der perifollikuläre Bereich, d.h. die Region um das Haar herum, ist dann entzündlich verändert oder gereizt und führt zu hoher Empfindlichkeit und Schmerzen. Auslöser können jede Art von innerer und äußerer Belastung sein. Also von vermehrtem Stress und Anspannung über zu heißes und häufiges Waschen und Föhnen bis hin zu streng gebundenem Zopf. Abhilfe können also alle Entspannungsmaßnahmen schaffen. Meditation, Yoga, Atemübungen, Kopfhautmassagen mit natürlichen Ölen etc.

Konkrete Auslöser für Schuppenflechte

Zu den verschiedenen Ursachen der Schuppenflechte im Gesicht, am Ellenbogen und anderen Körperregionen zählen konkrete „Triggerfaktoren”, die ein Aufflackern der Psoriasis auslösen oder fördern, gehören:

  • Medikamente
  • Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • Kälte
  • Hitze
  • Sonne
  • Müdigkeit
  • Hautverletzungen wie Insektenstiche
  • Wunden
  • Schläge
  • Impfungen
  • Reizungen

Auch ganz bestimmte wiederkehrende Haltungen und Positionen können Auslöser der Schuppenflechte sein: Es ist z. B. wahrscheinlicher, dass ein Fliesenleger, der immer auf den Knien arbeitet, auch das für die Psoriasis typische Symptom an den Knien entwickelt. Stress ist in dieser endlosen Liste ein separates Thema, das wir im Folgenden eigenständig als Ursache betrachten.

Die Bedeutung einer gesunden Kopfhaut

Eine gesunde Kopfhaut ist die Voraussetzung für schönes und gesundes Haar. Wenn die Kopfhaut aus der Balance gerät, kann es zu einer Vielzahl von Problemen kommen, darunter fettige und schuppige Kopfhaut. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und können von Umweltbedingungen bis hin zu genetischen Faktoren reichen.

Kopfhautprobleme können nicht nur körperliche, sondern auch psychologische Auswirkungen haben. Menschen mit Schuppen oder fettiger Kopfhaut können sich unwohl und unsicher fühlen und vermeiden möglicherweise soziale Interaktionen. Zudem können Kopfhautprobleme zu einem erhöhten Stressniveau führen, was zu einer Verschlechterung der Symptome beitragen kann. Es ist daher wichtig, Kopfhautprobleme nicht nur als körperliches Problem zu betrachten, sondern auch die psychologischen Auswirkungen zu berücksichtigen.

Um Kopfhautprobleme zu behandeln und vorzubeugen, ist eine gute Pflege unerlässlich. Verwenden Sie milde und schonende Shampoos, die speziell für Ihre Kopfhaut und Ihr Haar geeignet sind.

Wie eng Körper und Seele zusammenhängen, zeigt sich für Menschen mit Psoriasis in turbulenten Zeiten besonders deutlich. Der psychische Druck wächst und kann manchmal sogar den nächsten Krankheitsschub auslösen oder die Schuppenflechte erst so richtig auffällig zum Vorschein bringen. Was folgt ist häufig Antriebslosigkeit, Selbstzweifel und sozialer Rückzug.

Auch wenn der Lebensstil, die Erkrankung selbst, die äußeren Umstände oder die innere Einstellung die mentale Gesundheit beeinflussen können, gibt es inzwischen Hinweise darauf, dass die Ursache für Depressionen nicht nur in den jeweiligen Lebensumständen der Betroffenen liegt. Vielmehr spielen ebenso Prozesse innerhalb des Körpers eine große Rolle. Das vermuten zumindest seit Kurzem einige Expert*innen. Und ausgerechnet diese lassen sich nicht durch die geistige Haltung beeinflussen. Wohl aber, und darauf gibt es erste Hinweise aus der Wissenschaft, durch entsprechende Therapien.

Entzündungsprozesse im Körper sind typisch für Schuppenflechte. Das zeigt sich am offensichtlichsten durch schuppende und juckende Haut, jedoch kann die Entzündung auch weitere Begleiterkrankungen mit sich bringen. Eine davon kann die Depression sein.

Schaut man sich die Ergebnisse einer weltweit durchgeführten Erhebung über das Glücksempfinden von Menschen mit Psoriasis an, stellt man fest, dass Patient*innen relativ häufig von Belastungen berichten: 54% der Befragten gaben an, ein über dem allgemeinen Durchschnitt liegendes Maß an Stress und Ängsten zu erleben. In der Tat zeigt eine andere neue Studie, dass das Depressionsrisiko für Menschen mit Schuppenflechte mehr als zweifach erhöht ist, da das Entzündungsgeschehen die Entstehung einer Depression begünstigen könnte.

Es gibt sogar Hinweise darauf, dass es bei Psoriasis-Patient*innen, die mit Systemtherapien behandelt werden, seltener zu depressiven Symptomen kommt verglichen mit Patient*innen, die eine konventionelle Therapie erhalten. Zurückzuführen ist dies womöglich auf die direkte Wirkung der Medikamente auf den Entzündungsprozess bei Schuppenflechte, der Ähnlichkeiten mit bestimmten Prozessen aufweist, die auch bei Depressionen eine Rolle spielen. Natürlich ist es auch so, dass Betroffene durch die Verbesserung der Schuppenflechte-Beschwerden weniger häufig von Depressionen betroffen sind.

Wer weiß, dass es einen Zusammenhang zwischen Schuppenflechte und Depressionen gibt, dem fällt es leichter, auf erste Anzeichen einer beeinträchtigten mentalen Gesundheit zu achten. Betroffenen kann es auf jeden Fall helfen, mit Freunden und Familie über belastende Situationen und Gefühle zu sprechen oder sich Rat in einer Selbsthilfe-Gruppe zu suchen.

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