Schuppen nach Keratinbehandlung: Ursachen und Lösungen

Schuppen nach einer Keratinbehandlung können verschiedene Ursachen haben. Es ist wichtig, die zugrunde liegende Ursache zu identifizieren, um die richtige Behandlung zu finden. In diesem Artikel werden wir verschiedene Ursachen für Schuppenbildung und mögliche Lösungen untersuchen.

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Aktinische Keratose

Aktinische Keratose (aktinische Präkanzerose, Keratosis actinica, Sonnenschwiele, Sonnenwarze, Lichtwarze) ist eine durch chronische Lichtschädigung verursachte Veränderung der Haut. Typisch sind einzelne oder mehrere rote bis rotbraune Flecken, Knoten und Papeln, vor allem an Hautarealen, die der Sonne ausgesetzt sind (Stirn, Nase, Ohrmuscheln, Wangen und Handrücken).

Die Zahl der aktinischen Keratosen nimmt in Ländern wie Deutschland unter den hellen Hauttypen stark zu. Risikofaktoren sind v. a. starke Sonnen- bzw. UV-Strahlenbelastung sowie ein höheres Alter. Betroffen sind vor allem hellhäutige Personen und Menschen, die beruflich über eine lange Zeit der Sonne ausgesetzt sind wie beispielsweise Bauarbeiter oder Feldarbeiter.

Aktinische Keratose auf der Kopfhaut.

Die aktinische Keratose gilt als Frühform eines bösartigen Tumors (Carcinoma in situ) an. Durch das Sonnenlicht verändern sich immer mehr Stachelzellen (das sind die Hautzellen, die das schützende Keratin produzieren) und bilden atypische Formen. Wenn diese die Grenzschichten zwischen Ober- und Lederhaut durchbrechen, sind die Kriterien eines Spinalioms erfüllt.

Aktinische Keratosen finden sich v. a. an sonnenexponierten Stellen wie Gesicht und Kopfhaut. Seltener entwickeln sie sich am Dekolleté, im Nacken, am Handrücken oder den Streckseiten der Unterarme. Meist treten die Hautläsionen flächenhaft auf.

Für die Entstehung einer aktinischen Keratose spielen sowohl Auslöser als auch Risikofaktoren eine Rolle:

  • Hohe chronische Sonnenexposition, d. h. vor allem die Menge an angesammelten Sonnenstrahlen auf der Haut.
  • Hellhäutigkeit
  • Hohes Alter
  • Geschwächte körperliche Abwehr, z. B. durch Immunsuppression nach Organtransplantation
  • Vererbte Hauterkankungen

Die aktinische Diagnose ist in vielen Fällen eine Blickdiagnose. Bei unklaren Befunden entnimmt der Arzt mit einer Kürette eine Probe von verdächtigen Herden. In einigen Fällen, z. B. wenn der Herd sehr klein ist, kann auch eine Probeentnahme per Stanzbiopsie vorgenommen werden.

Für die Behandlung der aktinischen Keratose gibt es verschiedene Verfahren:

  • Kürettage: Nach Betäubung des Hautareals schabt der Arzt die Läsion mit feinen, ringförmigen Schneiden oder einem scharfen Löffel ab.
  • Kryochirurgie: Einzelne Läsionen betupft der Arzt mit einem in flüssigen Stickstoff getauchten Wattetupfer, flächige Läsionen werden mit einem speziellen Spray eingesprüht.
  • Lasertherapie mit CO2 oder Erbium-Yag-Laser
  • Diclofenac-Natrium-Gel (z. B. Solaraze®): Dieses Gel enthält das als Schmerzmittel wirksame Diclofenac in einer 3%igen Dosierung. Das Gel wird zweimal täglich über 60-90 Tage auf die Läsionen aufgetragen.
  • Imiquimod 5 % (z. B. Aldara®): Dieser Wirkstoff stimuliert die lokale, zellvermittelte Immunantwort und bewirkt vermutlich dadurch das Abheilen der Läsionen. Die Creme wird dreimal wöchentlich über 4 Wochen hinweg aufgetragen, die Behandlungsfläche darf bis 25 cm2 betragen.
  • 5-Fluorouracil-Creme 0,5%ig plus Salicylsäure 10 % (z. B. Actikerall®): Die Lösung mit dem Zytostatikum 5-Fluorouracil wird einmal täglich bis zum Abheilen der Läsionen aufgetragen (maximal 12 Wochen).

Geeignete Verfahren für die Behandlung flächenhafter Herde

  • Diclofenac-Natrium-Gel (z. B. Solaraze®): Diese Behandlung ist auch für großflächige Herde geeignet, da die Behandlungsfläche nicht begrenzt werden muss.
  • Imiquimod-Creme 3,75%ig (z. B. Zyclara®): Die Creme wird als Intervalltherapie über 2 x 2 Wochen mit einer zweiwöchigen Pause insgesamt 6 Wochen einmal täglich aufgetragen.
  • 5-Fluorouracil-Creme 5%ig (z. B. Efudix®): Die Creme wird zweimal täglich über bis zu 4 Wochen aufgetragen. Die Behandlungsfläche darf 500 cm2 betragen.
  • Ingenolmebutat-Gel (z. B. Picato®): Das Gel wird einmal täglich an drei aufeinanderfolgenden Tagen aufgetragen, wobei die Behandlungsfläche 25 cm2 nicht übersteigen soll.
  • Chemische Peelings: Durch Auftragen von Trichloressigsäure werden die oberen Hautschichten abgetragen.

Sowohl für einzelne Läsionen als auch für flächenhafte ist die fotodynamische Therapie geeignet. Dabei trägt man fotosensibilisierende Wirkstoffe wie 5-Aminolävulinsäure wie z. B. Ameluz® oder 5-Amino-4-oxopentansäure wie z. B. Alacare® oder Metvix® für 3-4 Stunden auf und bestrahlt das Gebiet danach mit Rotlicht für 10-20 Minuten.

Wichtige Präventionsmaßnahmen:

  • Sonnenschutz
  • Nicotinamid

Schuppenflechte (Psoriasis)

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronische Hauterkrankung, bei der es zu Entzündungen von Hautzellen kommt. Sie äußert sich durch Hautveränderungen und Juckreiz. Betrifft Schuppenflechte die Kopfhaut, kann sie zudem Haarausfall verursachen.

Die häufigste Form der Schuppenflechte ist die Psoriasis vulgaris (gewöhnliche Schuppenflechte). Bei mehr als der Hälfte der Patient*innen ist der Kopfbereich von den charakteristischen Hautveränderungen betroffen. Fachleute sprechen dann von Psoriasis capitis (Schuppenflechte des Kopfes). In sieben von hundert Fällen ist ausschließlich die Kopfhaut betroffen.

Schuppenflechte auf der Kopfhaut.

Schuppenflechte ist eine der häufigsten Hauterkrankungen in den westlichen Ländern. Zwei bis drei von hundert Menschen sind betroffen. Sie verläuft chronisch und schubweise; die Symptome können also abklingen, bei einem erneuten Schub aber wieder aufflammen.

Symptome von Schuppenflechte auf der Kopfhaut:

  • Scharf begrenzte, erhabene Rötungen der betroffenen Hautstellen
  • Silbrige Schuppen
  • Juckreiz

Bei zwei von drei Betroffenen tritt die sogenannte reversible psoriatische Alopezie auf: Die Haare sind im Bereich der Hautveränderungen weniger dicht, weil die Haarwurzeln in ihrer Funktion eingeschränkt sind oder sich ungewöhnlich viele von ihnen in der Ruhephase befinden.

Woher kommt Psoriasis am Kopf?

Tritt die Schuppenflechte erstmalig im Alter von 10 bis 25 Jahren auf, liegt der Erkrankung meist eine erbliche Veranlagung zugrunde. Bei später auftretender Psoriasis ist eine genetische Ursache weniger wahrscheinlich.

In beiden Fällen handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Von diesen Entzündungen sind besonders die Keratinozyten betroffen. Das sind Hautzellen, die Keratin bilden, eine wichtige Bausubstanz für Hornzellen. Diese werden für die Hautbarriere benötigt, die die Haut vor äußeren Einflüssen schützt.

Was hilft gegen Schuppenflechte auf der Kopfhaut?

Das Behandlungsziel bei Schuppenflechte auf der Kopfhaut ist, die bereits entstandenen Schuppen zu lösen und die Neubildung von weiteren zu verhindern. Die Therapie erfolgt zunächst lokal. Bei Bedarf ist aber auch die Einnahme von Medikamenten möglich.

Shampoos gegen Schuppenflechte

Grundlage der Therapie von Psoriasis auf der Kopfhaut sind Shampoos, die beispielsweise schuppenlösend (keratolytisch) wirken. Sie enthalten Wirkstoffe wie:

  • Salicylsäure
  • Harnstoff (Urea)
  • Teer

Bei starkem Juckreiz können kortisonhaltige, aber alkoholfreie Präparate helfen. Die Lösungen oder auswaschbaren Cremes werden idealerweise abends angewendet. Um die Wirkung zu verstärken, kann ein Verband angelegt werden. Am nächsten Morgen waschen die Betroffenen das Präparat aus. Die Anwendungszeit beträgt zwei bis drei Wochen.

Zur Langzeitanwendung - auch nach einer Kortisontherapie - eignen sich Vitamin D-haltige Produkte wie Lösungen oder Salben, etwa Calcipotriol. Auf Dauer können sie ein- bis dreimal in der Woche angewendet werden.

Um die entzündlichen Prozesse in der Haut zu lindern und die Zellteilung zu verlangsamen, kann eine Lichttherapie mit UV-Strahlung eingesetzt werden. Zum Beispiel mit einem Lichtkamm, einem Gerät mit UV-Licht zur Behandlung der Kopfhaut, das wie eine Bürste eingesetzt werden kann.

Eine systemische Behandlung - also die Anwendung von Medikamenten, die auf den gesamten Organismus wirken - erfolgt bei Schuppenflechte in der Regel erst ab einem mittelschweren Verlauf.

Die Behandlung erfolgt dann mit:

  • Immunsuppressiva, die die Entzündungsreaktionen unterdrücken, indem sie die Aktivität des Immunsystems hemmen
  • Fumarsäureestern, die die Aktivität der Keratozyten herunterfahren und entzündliche Prozesse hemmen
  • Retinoiden, die Entzündungen und Zellteilungsprozesse hemmen

Bei rechtzeitigem Behandlungsbeginn und konsequenter Therapie ist die Prognose gut.

Psoriasis an der Kopfhaut vorbeugen:

Ein gesunder Lebenswandel kann das allgemeine Psoriasis-Risiko senken. Wichtig sind etwa Rauchverzicht, ein geringer Alkoholkonsum und das Vermeiden von Sonnenbränden.

Schorf auf der Kopfhaut

Ein Schorf auf dem Kopf ist eigentlich nichts anderes als ein Stück Haut, das viel trockener ist als die Haut um es herum. Er fühlt sich hart und rau an und kann in Größe und Farbe variieren. Dies kann die Folge von Schuppenflechte sein, einer Erkrankung, die durch starken Juckreiz gekennzeichnet ist. Roter Schorf wird meist durch eine allergische Reaktion auf Reizstoffe, trockene und abgestorbene Haut oder andere Hautkrankheiten verursacht.

Schuppen, oder seborrhoisches Ekzem, sind eine weitere häufige Ursache für Schorf auf der Kopfhaut. Dieser Schorf kann gelblich oder weiß sein und wird oft durch Juckreiz und schuppige Haut verursacht.

Das Kratzen an Schorf auf der Kopfhaut aufgrund von Juckreiz kann Haarausfall verursachen. Eine wiederholte Schädigung der Haarfollikel durch Kratzen kann den Haarausfall verschlimmern und sogar zu Infektionen führen, die den Juckreiz und den Haarausfall weiter verschlimmern können. Es ist daher wichtig, die Ursache des Schorfs zu beseitigen und das Kratzen der Kopfhaut zu vermeiden, um weitere Komplikationen zu verhindern.

Glücklicherweise gibt es Lösungen, um Schorf auf der Kopfhaut zu entfernen:

  • Peeling-Serum: Dieses Serum löst Schorf und Schuppen, so dass sie leichter zu entfernen sind.
  • Peeling-Shampoo: Das Shampoo enthält ein Peeling, das hilft, Krusten und Schuppen vom Kopf zu entfernen.

Weitere Ursachen und Lösungen für Kopfhautprobleme

Probleme mit juckender, trockener, fetter oder empfindlicher Kopfhaut sind weit verbreitet. Etwa ein Drittel der deutschen Bevölkerung klagt darüber, wobei die Beschwerden nach Intensität, Geschlecht und auch Alter variieren. Beschwerden der Kopfhaut sind nicht nur unangenehm oder von kosmetischem Interesse. Oft stecken auch medizinische Probleme dahinter, die durch einen Arzt behandelt werden müssen. Doch auch mit natürlicher und medizinischer Kosmetik, mit frei verkäuflichen Arzneimitteln sowie bewährten Hausmitteln kann prophylaktisch, bei leichten Beschwerden oder begleitend zur medizinischen Therapie Linderung erreicht werden.

Welche Symptome treten bei Kopfhautproblemen auf?

Häufig bemerken die Betroffenen als erstes ein Spannen, Jucken, Brennen der Haut oder Schuppen. Bei gereizter, trockener und fettiger Kopfhaut kann man generell zwischen äußeren und inneren Ursachen unterscheiden.

Ursachen von Kopfhautproblemen:

  • Falsche und aggressive Pflege
  • Genetische Veranlagung
  • Endokrine Insuffizienz
  • Alter
  • Negativer Stress
  • Hauterkrankungen
  • Hormonschwankungen
  • Kontaktallergien

Gegen sehr trockene Kopfhaut gibt es spezielle Shampoos z.B. Gegen fettiges Haar bieten u.a. Spezielle Lösungen, Haartoniken und Sprays sind u.a. Gegen Schuppen gibt es ein breites Angebot an Shampoos, die erste Hilfe bieten. Die bekanntesten Marken sind dabei von Alpecin, Vichy, Linola und Eucerin.

Es ist jedoch wichtig, diese speziellen Shampoos dosiert anzuwenden und auch nur über eine begrenzte Zeit. Danach sollten Sie erst einmal wieder auf milde Shampoos zurückzugreifen. Anti-Schuppen-Shampoos müssen etwas einwirken und gut ausgespült werden. Es sollten in der Zeit keine anderen pflegenden oder Stylingprodukte angewendet werden, da diese die Wirkung von Anti-Schuppen-Produkten zerstören können.

Auch pflanzliche Stoffe aus Eukalyptus, Rosmarin (z.B. als Rosmarinöl für Haut und Haare) oder Zitrusfrüchten können die Talgproduktion regulieren.

Beim Seborrhoischem Ekzem müssen stärkere Wirkstoffe herangezogen werden, denn hier geht es um eine chronische Erkrankung, die häufig genetisch bedingt ist und immer wiederkehren kann. Empfohlen werden Shampoos auf Ketoconazol-Basis, Miconazolnitrat-Shampoos oder Shampoos auf der Basis von Selendisulfid. Dabei ist ganz genau die Anwendungsempfehlung zu beachten. Es sollte die Anwendung im besten Fall mit einem Arzt besprochen werden.

Haarausfall

Von einem krankhaften Haarausfall spricht man dann, wenn mehr als 100 Haare täglich über einen längeren Zeitraum ausgehen. Beim Haare waschen können es sogar 300 Haare sein. Die häufigste Form ist der anlagebedingte erbliche Haarausfall (Androgenetische Alopezie). Obwohl die WHO ihn als Krankheit einordnet, ist es mehr ein natürlicher Prozess, der nach einem weiblichen und männlichen Muster naturgemäß, aber individuell in unterschiedlicher Intensität, abläuft.

Der diffuse Haarausfall (Telogenes Effluvium) ist stark mit dem Zustand der Kopfhaut verbunden. Aber auch Erkrankungen wie die der Schilddrüse oder der Leber, akute oder chronische Infekte; Umstellungen in der Ernährung; negative Stresssituationen; Eisenmangel; Operationen; bestimmte Medikamente wie u.a. Antirheumatika, Antidepressiva, bestimmte Bluthochdruckmittel, Blutverdünner, Fettsenker oder Schilddrüsenmedikamente und vieles mehr können wechselseitig mit der Kopfhaut agieren und Haarausfall auslösen.

Der Kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata) wird heute als vorübergehende Immunstörung interpretiert, die sich in der Hälfte der Fälle spontan zurückbildet.

Bei leichten Beschwerden mit der Kopfhaut - z. B. leicht rieselnde, kleine, trockene Schuppen oder leichtes Jucken, Brennen oder Spannen, vorübergehender leichter Haarausfall - können Sie diese bis zu etwa vier Wochen beobachten und selbst überlegen, ob es innere oder äußere Ursachen geben könnte, die sich beheben lassen.

Unterstützen können Sie dann die Heilungsprozesse mit natürlicher oder medizinischer Kosmetik aus Ihrer Apotheke, mit bestimmten frei verkäuflichen Arzneimitteln und mit bewährten Hausmitteln. Auch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten kann helfen.

Doch wenn die Beschwerden nach etwa vier Wochen nicht besser werden bzw. die unten genannten Symptome anhalten oder immer wieder auftreten, dann ist in jedem Fall der Besuch eines Arztes, Hausarzt bzw. Kinderarzt oder Dermatologe, anzuraten.

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