Schuppen mit Unterstand selber bauen: Eine umfassende Bauanleitung

Kennst du das Gefühl, wenn Gartenutensilien, Räder oder Brennholz einfach keinen trockenen Platz finden? Ein Schuppen mit Unterstand kann hier Abhilfe schaffen und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bieten. Ob als Holzunterstand, Fahrradgarage, Motoroller-Stellplatz, Überdachung für deine Chill-Lounge, Gartengeräteparkplatz oder als geschützter Platz für Mülltonnen - dieser Schuppen ist ein echtes Multitalent.

Ein selbstgebauter Brennholzunterstand schützt das Holz vor Witterungseinflüssen.

Warum einen Schuppen mit Unterstand selber bauen?

Eine beliebte Lösung zur Aufbewahrung von Gartenutensilien ist ein Schuppen. Mit etwas Geschick und Know-how lässt sich ein geräumiger Holzschuppen selber bauen, den Sie an Ihre Wünsche und Bedürfnisse anpassen können.

  • Ordnung im Garten: Ein Geräteschuppen bringt Ordnung in den Garten. Überschüssige Blumenerde, leere Pflanzenkübel und andere Utensilien brauchen ihren Platz.
  • Schutz für Gartengeräte: Für die einwandfreie Funktionalität von Gartengeräten wie Rasenmähern, Freischneidern oder Heckenscheren ist ein trockener Ablageort wichtig, denn er schützt sie vor Kälte, Feuchtigkeit und Schmutz.
  • Individuelle Anpassung: Weil jedes Gartenhaus anderen Begebenheiten und Ansprüchen genüge tragen muss, ist es am besten, wenn Sie Ihr Gartenhaus selber bauen.
  • Kostengünstige Alternative: Bausätze für Gartenhäuser sind oft teuer und können nicht angepasst werden. Wählen Sie den passenden Bauplan und verwirklichen Sie Ihr DIY-Projekt mit unseren hochwertigen Plänen.

Zimmerermeister zeigt, wie man Unterstand selbst baut I mit Nerdy Timber

Planung und Vorbereitung

Standortwahl

Suchen Sie für den Geräteschuppen einen Standort aus, der mit einer Schubkarre oder großen Geräten leicht zugänglich ist. Wählen Sie am besten eine ebene Grundfläche mit einem Boden, der nicht zu feucht oder matschig ist.

  • Ist der Aufstellort gut erreichbar?
  • Fällt der Geräteschuppen arg ins Auge?
  • Wird der Geräteschuppen aus Holz von großen Bäumen verschattet?

Materialauswahl

Nadelhölzer wie Douglasie, Fichte oder Lärche eignen sich hervorragend, um einen Gartenschuppen selbst zu bauen. Lassen Sie feuchtes Bauholz vollständig liegend trocknen, bevor Sie damit den Geräteschuppen selber bauen.

Wir entschieden uns für das Lärchenholz, das auch ungestrichen eine gute Wetterresistenz aufweist. Für die maßhaltigen Bauteile wie die Bodenbalken verwendeten wir Leimholz.

Als Beplankung kommen OSB-Platten zum Einsatz, deren ausgerichtete Grobspäne ("oriented strand board", Platte mit ausgerichteten Spänen) sie vor allem in Plattenebene wesentlich belastbarer und stabiler macht als Spanplatten. Außerdem sind OSB-Platten wasserfest und weisen einen geringen Anteil unbedenklichen Leims auf.

Ein Brennholzunterstand eignet sich dafür besonders gut. Bei diesem Brennholzunterstand handelt es sich um eine einfache Konstruktion mit einem Dach aus OSB-Platten und Dachpappe zum Schutz vor Witterungseinflüssen sowie Baustahlmatten für die Seitenwände und die Rückwand.

Baugenehmigung

Auch für die Bebauung privater Grundstücke gelten baurechtliche Vorschriften. Demnach kann auch ein Geräteschuppen aus Holz einer Baugenehmigung unterliegen. Diese Vorschriften unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland.

  • Zweck des Baus: Um einen Geräteschuppen ohne Baugenehmigung bauen zu dürfen, darf dieser nur zur Unterstellung von Gartengeräten genutzt werden.
  • Bebauungsplan: Der Geräteschuppen sollte nur innerhalb der erlaubten Baugrenzen stehen.
  • Grenzbebauung: Wird der Geräteschuppen an einer Grundstücksgrenze errichtet, sind ebenfalls weitere Bedingungen einzuhalten.

Um Streit mit den angrenzenden Nachbarn zu vermeiden, besprechen Sie mit ihnen die bevorstehenden Baumaßnahmen.

Materialliste und Werkzeug

Des Weiteren erleichtert eine detaillierte Materialienliste den Einkauf, so sparst Du sehr viel Zeit und kannst dich an dem Handwerk erfreuen. Mit einer unserer Bauanleitungen behältst Du stets den Überblick, kannst Dich auf das konzentrieren, was beim Handwerken Spaß macht und musst Dir keine Gedanken machen, ob die Planung einen Fehler aufweist.

Checkliste Werkzeug:

  • Akku-Schrauber
  • Erdbohrer
  • Fuchsschwanz
  • Kappsäge
  • Schaufel
  • Stichsäge
  • Wasserwaage
  • Winkelschleifer
  • Zwingen

Schritt-für-Schritt Bauanleitung

Die Bauanleitung sorgt so für einen sicheren und reibungslosen Ablauf, spart Dir die Planung wie auch den Ärger bei einer Fehlkonstruktion. Darüber hinaus sind die Bauanleitungen in eine logische und auf sich aufbauende Reihenfolge gegliedert, wobei jeder Abschnitt beschreibt, wie ein Teil zu fertigen ist.

Fundament und Boden

Bevor du damit beginnst, deinen Geräteschuppen aufzubauen, benötigst du ein solides Fundament. In der Regel reicht ein Punktfundament aus, bei dem das Gartenhaus von einer Schotterschicht mit einzelnen Betonplatten getragen wird. Alternativ und je nach Gegebenheiten des Gartens kannst du das Fundament auch aus Beton gießen.

Die Basis muss stimmen. Deshalb gilt es, sauber zu arbeiten.

1. 30 cm Boden abtragen.2. Kies. Jeweils mit dem Rüttler verfestigen.3. verlegt werden.4. mit dem Winkelschleifer anpassen.5. Fertig - die Platten liegen. Sand zwischen die Fugen fegen.

Ein solides Fundament ist die Basis für einen stabilen Geräteschuppen.

Bodenrahmen

Nun können die Balken für den Bodenrahmen in den Pfostenschuhen platziert und miteinander verschraubt werden.

  1. Querträger platziert werden muss.
  2. Sägen Sie die Überstände ab. und 4-x-40-mm-Schrauben.
  3. Kontrollieren Sie die rechten Winkel.
  4. Schrauben befestigt.

Wände

Längen Sie ... die Diagonalleisten ab. die Stellen mit Drahtstiften verbinden. Außenpfosten verschrauben. festschrauben. Wiederholen ... anschrauben. Überstände ablängen. innen an den Rahmen ... schrauben Sie sie in jeder Ecke fest.

Dank der vorgefertigten Zäune ist der Unterstand schnell von allen Seiten dicht gemacht.

Die Wände des Unterstands werden mit Baustahlmatten verkleidet.

Dach

Die vier Dachsparren ablängen. Sie je zwei Winkelverbinder an. Position. Holzstücke dienen als Abstandhalter. der Mitte mit Rahmen und Streben.

Beim Dach dauert es etwas länger.

  1. Dachpappe probeweise aus.
  2. Sie eine gerade Linie für die erste Reihe.
  3. Dachpappennägeln fest.
  4. Schicht verdeckt.
  5. Überstände abschneiden.
  6. lassen, damit das Wasser abtropfen kann.
  7. der Front mit 4-x-50-mm-Schrauben.

Holzschutz

Steht das Grundgerüst, können Sie dieses und die Dachsparren mindestens zweimal mit Holzschutzfarbe streichen.

Am besten streichen Sie ... Unterseite ebenfalls schwarz.

  • Witterungseinflüssen schützen.
  • Schutz gegen Bläuepilze.
  • bei hellen Anstrichen.
  • in elf Farben und in farblos an.
  • zwei bis drei Anstriche.

Weitere Tipps und Überlegungen

  • Größe planen: Zu überdimensioniert kann das Gesamtbild des Außenbereichs empfindlich stören. Planen und bauen Sie hingegen zu klein, stört das nicht nur optisch, es ist auch Platzverschwendung, weil an selber Stelle mehr Stauraum hätte geschaffen werden können.
  • Statische Bemessung: Die statische Bemessung der Holzquerschnitte ist bei den Sparren sehr wichtig. Diese müssen nämlich die (optionale) Dachbegrünung und auch das darin gespeicherte Wasser ohne wesentliche Durchbiegung tragen.
  • Dämmung: Voraussetzung für die vorgesehene Nutzung des Gartenhauses als Wohnraum ist eine funktionierende Dämmung. Wichtig ist es hier, dass diese Dämmung inklusive einer Dampfsperrfolie* das Haus lückenlos umhüllt.
  • Lagerung der Baumaterialien: Stellen Sie unbedingt sicher, dass alle Baumaterialien sicher und insbesondere trocken gelagert werden.

Ein selbstgebautes Gartenhaus kann vielfältig genutzt werden.

Kosten und Zeitaufwand

Die Materialkosten liegen bei 700 Euro.

Wie lange man für den Bau des Gartenhauses benötigt, hängt vor allem von der Größe ab.

Geschätzter Zeitaufwand: 2 - 3 Tage

Geschätzte Kosten: 500 - 1000 €

Organisation im Geräteschuppen

Damit im Geräteschuppen jederzeit Ordnung herrscht und es nicht zu einem chaotischen Durcheinander kommt, teilst du den Innenraum am besten in Kategorien ein. Lege fest, wo Platz für Gartengeräte, Spielsachen oder Außendekoration ist. Mit Regalen schaffst du eine sinnvolle Einteilung und nutzt den Platz in die Höhe optimal aus. Durchsichtige Aufbewahrungsboxen, die du beschriftest, erleichtern dir das Sortieren von Kleinteilen. An einer Werkzeugwand oder in einem Werkzeugkasten findet dein Werkzeug am besten Platz.

Genehmigungsfreie Gartenhausgrößen nach Bundesland

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der gesetzlichen Vorgaben, die in den einzelnen Bundesländern gelten:

Bundesland Baugenehmigung notwendig?
Baden-Württemberg Baugebiet: bei über 40 m³ Rauminhalt
Außenbereich: bei über 20 m³ Rauminhalt
Bayern Baugebiet: bei über 75 m³ Rauminhalt
Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung
Berlin Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche
Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung
Brandenburg Baugebiet: bei über 75 m³ Rauminhalt
Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung
Bremen Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt
Außenbereich: bei über 6 m³ Rauminhalt
Hamburg Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt
Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung
Hessen Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt
Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung
Mecklenburg-Vorpommern Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche
Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung
Niedersachsen Baugebiet: bei über 40 m³ Rauminhalt
Außenbereich: bei über 20 m³ Rauminhalt
Nordrhein-Westfalen Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt
Außenbereich: nur für Land- und Forstwirtschaft erlaubt
Rheinland-Pfalz Baugebiet: bei über 50 m³ Rauminhalt
Außenbereich: bei über 10 m³ Rauminhalt
Saarland Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche
Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung
Sachsen Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche
Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung
Sachsen-Anhalt Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche
Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung
Schleswig-Holstein Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt
Außenbereich: bei über 10 m³ Rauminhalt
Thüringen Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche
Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung

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