Gartenhaus und Geräteschuppen selber bauen: Anleitungen und Tipps

Ein Gartenhaus oder ein Geräteschuppen ist für viele Haus- und Gartenbesitzer ein Traum. Ob als Aufbewahrungsort für Gartengeräte, als Rückzugsort zur Entspannung oder als zusätzlicher Wohnraum - ein Gartenhaus kann vielfältig genutzt werden. Mit etwas Geschick und Know-how lässt sich ein geräumiger Holzschuppen selber bauen, den Sie an Ihre Wünsche und Bedürfnisse anpassen können.

Wenn es um Gartenhäuser geht, gibt es viele verschiedene Materialien, aus denen Sie wählen können. Holz ist eine beliebte Wahl, weil es erschwinglich und leicht zu verarbeiten ist. Aber nicht alle Hölzer sind gleich. Ein Faktor, den Sie bei der Auswahl eines Holzes für Ihr Gartenhaus berücksichtigen müssen, ist der Harzgehalt. Harz ist ein natürliches Schutzmittel gegen Regen und andere äussere Einflüsse, das das Holz vor Fäulnis und Verrottung schützt.

Der Harzgehalt von Holz ist jedoch von verschiedenen Faktoren abhängig, einschließlich der Art und dem Alter des Baumes, der geografischen Lage und der Umweltbedingungen. Einige Holzarten in Europa haben jedoch im Allgemeinen einen höheren Harzgehalt als andere:

  • Lärche: Die Lärche ist eine Holzart, die in den Bergregionen Europas verbreitet ist und einen hohen Harzgehalt aufweist.
  • Fichte: Die Fichte ist ebenfalls eine sehr häufige Holzart in Europa und hat einen mittleren bis hohen Harzgehalt.
  • Tanne: Die Tanne ist eine weitere Holzart mit einem hohen Harzgehalt, die in vielen Teilen Europas vorkommt.

Wir bauen nicht nur Geräteschuppen sondern auch Gartenhäuser nach Ihren individuellen Wünschen.

Planung und Vorbereitung

Bevor Sie mit dem Bau beginnen, ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Hier sind einige wichtige Aspekte, die Sie berücksichtigen sollten:

  • Zweck des Baus: Um einen Geräteschuppen ohne Baugenehmigung bauen zu dürfen, darf dieser nur zur Unterstellung von Gartengeräten genutzt werden.
  • Standortwahl: Suchen Sie für den Geräteschuppen einen Standort aus, der mit einer Schubkarre oder großen Geräten leicht zugänglich ist. Wählen Sie am besten eine ebene Grundfläche mit einem Boden, der nicht zu feucht oder matschig ist.
  • Größe und Design: Planen Sie das Gartenhaus so, dass es auch optisch gut in Ihren Garten passt. Zu überdimensioniert kann das Gesamtbild des Außenbereichs empfindlich stören. Planen und bauen Sie hingegen zu klein, stört das nicht nur optisch, es ist auch Platzverschwendung, weil an selber Stelle mehr Stauraum hätte geschaffen werden können.
  • Budget und Zeit: Zu jeder vernünftigen Vorbereitung gehören Kosten- und Zeitplan. Rechne dir sorgfältig alle benötigten Materialien für den Gartenhaus-Selbstbau zusammen. Vergiss nicht, das Fundament, die Farbe, aber auch die Einrichtung einzukalkulieren. Auch dem Faktor Zeit solltest du Beachtung schenken. Brauchst du eine Baugenehmigung, könnte sich das über Wochen hinziehen.
  • Rechtliche Vorkehrungen: Unbedingt sollte vor dem ersten Spatenstich das örtliche Bauamt aufgesucht werden. Am besten mit allen bereits vorhandenen Plänen, damit die Behörde ganz klar sagen kann, was geht und was nicht. Am Wichtigsten ist es aber, mit dem Nachbarn zu sprechen. Hat man dessen Einverständnis, wird es später kaum eine Klage gegen den Bau geben. Ein ganz anderes Thema ist die Errichtung eines Gartenhauses in einem Schrebergarten. Hier gelten nochmals deutlich andere behördliche Bestimmungen, abgesehen von den spezifischen Regelungen der jeweiligen Kleingartenanlage.
  • Bebauungsplan: Der Geräteschuppen sollte nur innerhalb der erlaubten Baugrenzen stehen.
  • Grenzbebauung: Wird der Geräteschuppen an einer Grundstücksgrenze errichtet, sind ebenfalls weitere Bedingungen einzuhalten. Um Streit mit den angrenzenden Nachbarn zu vermeiden, besprechen Sie mit ihnen die bevorstehenden Baumaßnahmen.

Materialauswahl

Nadelhölzer wie Douglasie, Fichte oder Lärche eignen sich hervorragend, um einen Gartenschuppen selbst zu bauen. Lassen Sie feuchtes Bauholz vollständig liegend trocknen, bevor Sie damit den Geräteschuppen selber bauen.

Holz: Balken, Kanthölzer, Bohlen, Bretter, Latten und Leisten - für unser Gartenhaus ist alles dabei. Wir entschieden uns für das Lärchenholz, das auch ungestrichen eine gute Wetterresistenz aufweist.

Als Beplankung kommen OSB-Platten zum Einsatz, deren ausgerichtete Grobspäne ("oriented strand board", Platte mit ausgerichteten Spänen) sie vor allem in Plattenebene wesentlich belastbarer und stabiler macht als Spanplatten. Außerdem sind OSB-Platten wasserfest und weisen einen geringen Anteil unbedenklichen Leims auf.

Bauanleitung: Schritt für Schritt zum eigenen Gartenhaus

Die einfachste Methode, ein Gartenhaus selber zu bauen sind Fertigbausätze. In diesen bekommst du das nötige Baumetrial fertig zusammengestellt. Alle notwendigen Holzteile sind bereits zugeschnitten und du setzt sie dann zusammen. Wenn du dich lieber selbst um den Zuschnitt kümmerst, kannst du auch ein Gartenhaus komplett selbst erstellen.

Schritt 1: Boden vorbereiten

Wer keine Erfahrung mit Holz und Konstruktion hat, sollte immer auf einen Fertig-Bausatz zurückgreifen. Der erste Bauschritt ist das Fundament. Abhängig von der Boden- und Geländebeschaffenheit sowie der Grundfläche des Hauses kann die Gründung mit einer Betonplatte, einem Streifenfundament oder auf Gehwegplatten erfolgen. Wichtig ist, dass die Pfosten gegen Feuchtigkeit abgesichert sind. Ein Streifen Teerpappe als Sperrschicht kann abdichten.

Um sicherzustellen, dass der Boden trocken bleibt, sollte der Rasen vorher entfernt, das Erdreich mit einer Kunststofffolie abgedeckt und schließlich für eine gute Belüftung des Raums zwischen Erdreich und Boden des Gartenhauses gesorgt werden.

Schritt 2: Holz vorbehandeln

Bei einem Gartenhaus-Bausatz sind die einzelnen Holzbohlen bereits zugeschnitten, in der Regel aber unbehandelt. Vor dem Aufbau des Gartenhauses empfiehlt es sich daher, die Bohlen mit einer Holzgrundierung zu behandeln, um sie vor Nässe und Fäulnis zu schützen. Halte unbedingt die vorgegebene Trocknungszeit ein, damit ein optimaler Schutz und eine schöne Optik gewährleistet sind.

Schritt 3: Fundamenthölzer anbringen

Beginne mit dem Aufbau deines Gartenhauses, indem du die sogenannten Fundamenthölzer verlegst. Lass dir entsprechende Hölzer in deinem Baumarkt zuschneiden, falls sie nicht im Bausatz enthalten sind. Um mögliche Unebenheiten im Fundament auszugleichen und zusätzlichen Abstand zur Pflasterfläche zu schaffen, ist es empfehlenswert, kleine Gummiplatten unter die Fundamenthölzer zu legen. So gelangt Regenwasser nicht direkt an das Holz der Unterkonstruktion.

Schritt 4: Wände errichten

Passende Konstruktion für das GartenhausFür die Konstruktion, also die Blockbohlen oder die Pfosten des Häuschens, eignet sich Fichte als preiswertes Holz. Bei der Außenbekleidung gibt es eine Palette an möglichen Holzarten - von Lärche über Kiefer bis zu Douglasie. Bei den Fertigbausätzen handelt es sich um Blockbohlenhäuser. Das funktioniert sehr einfach: Die Holzbretter werden ineinander gesteckt.

Verschrauben Sie alle Seitenwände miteinander, indem Sie sie mit Schrauben auf Stoß befestigen. Montieren Sie die Tür und Kippfenster in die Vorderwand des Geräteschuppens.

Hier sollten sich Heimwerker über den Zweck der Hütte bewusst werden. Mit 18 bis 19 Millimetern starken Nut- und Federbrettern kann man einen Geräteschuppen bauen. Dient das Häuschen als Rückzugsort, sollte auf dickere Wandstärken ab 40 Millimeter zurückgegriffen werden. Ein Problem bei Holzhäusern sind Setzungserscheinungen. Durch Temperaturschwankungen und das Eindringen von Feuchtigkeit schwindet das Material oder es quillt auf. Damit Tür und Fenster nicht irgendwann klemmen, sollten bei den Blockbohlen oben einige Zentimeter Luft gelassen werden. Ein großer Dachüberstand beschützt den Unterbau vor Witterungseinflüssen.

Schritt 5: Dachkonstruktion

Bereiten Sie fünf Dachsparren aus den 60 x 40 mm Balken vor. Bringen Sie die Dachpappenstücke so an, dass sie sich überlappen. Dadurch wird verhindert, dass Wasser eindringt. Schrauben Sie die Stirnbretter an die Dachkante.

Schritt 6: Bodenbretter verlegen

Jetzt hast du es fast geschafft, das Gartenhaus zu bauen. Es fehlen noch die Bodenbretter, die auf den Fundamenthölzern verlegt werden. Achte besonders beim ersten Brett auf eine präzise Ausrichtung. Ist es schief, beeinflusst es schließlich auch die Lage der folgenden Bodenbretter. Nagle das erste Brett nach dem Ausrichten an die Fundamenthölzer und arbeite dich Brett für Brett voran. Sockelleisten sorgen für einen schönen Abschluss.

Schritt 7: Tür einbauen

Falls die Tür in deinem Gartenhaus-Bausatz noch nicht fertig montiert ist, musst du diese jetzt noch einbauen. Dazu montierst du zuerst den Türgriff an die Tür. Dann schraubst du außen an die Türöffnung rechts und links je eine Latte, die ein paar Zentimeter in die Öffnung ragt. Beim Aufstellen der Tür dienen sie als Anschläge, damit die Tür nicht nach außen kippt. Stelle die Tür in die Öffnung, kontrolliere die mittige Position und unterfüttere die erste untere Ecke mit Unterlegern. Dann schraubst du diese Ecke fest. Natürlich kannst du auch ein Fenster in dein Gartenhaus einbauen.

All das entscheidet über die Größe und Bauart deines Gartenhauses. Umgekehrt sprechen dein Budget und der zur Verfügung stehende Platz im Garten ein gehöriges Wörtchen bei der Planung mit.

Schritt 8: Innenausbau (optional)

Wenn Sie lediglich den Rasenmäher und andere Gartengeräte in Ihrem Gartenhaus verstauen möchten, können Sie diesen Schritt getrost überspringen.

Der Innenausbau des Gartenhauses ähnelt in vielerlei Hinsicht dem Innenausbau in herkömmlichen Wohnräumen.

Dachbegrünung (optional)

Die Dachbegrünung des Gartenhauses ist echte Schichtarbeit und bedarf Erfahrung. Hier finden Sie eine genauere Anleitung, wie man bei der Dachbegrünung vorgeht.

Veranda (optional)

Ob man nun tatsächlich eine Veranda benötigt, ist Geschmackssache und hängt von der Größe sowie dem vorgsehenen Verwendungszweck des Gartenhauses ab. Wie genau man vorgeht, wenn man eine Veranda für das Gartenhaus selber bauen möchte, erfahren Sie hier.

Stromversorgung

Oft wird der Stromanschluss bei der Gartenhaus-Planung vergessen. Für das Beleuchten des Innenraums ist ein Sonnenkollektor auf dem Dach eine prima und nachhaltige Lösung. Für einen Stromanschluss ist das Erdkabel vom Sicherungskasten des Wohnhauses die einfachste Lösung.

Sie haben es geschafft! Ein Geräteschuppen selber bauen kann ganz einfach sein. Ihr Gerätehaus ist bereit, um all Ihre Gartenutensilien unterzubringen. Der Aufwand hat sich gelohnt und jetzt haben alle Ihre Geräte einen festen Platz und können ordentlich gelagert werden. Sie werden sehen, dass Sie von dem extra Stauraum und der geordneten Aufbewahrung profitieren werden. Noch einfacher geht es nur, wenn Sie unser fixfertiges Gartenhaus im Online Shop bestellen.

Geschafft! Ihr selbstgebauter Geräteschuppen ist bereit zum Einrichten.

Ein Geräteschuppen bringt Ordnung in den Garten. Überschüssige Blumenerde, leere Pflanzenkübel und andere Utensilien brauchen ihren Platz. Hinzu kommt: Für die einwandfreie Funktionalität von Gartengeräten wie Rasenmähern, Freischneidern oder Heckenscheren ist ein trockener Ablageort wichtig, denn er schützt sie vor Kälte, Feuchtigkeit und Schmutz.

Je nach Einsatzzweck kann in die Nähe des Gartenhauses auch ein Futterautomat für Vögel gebaut werden, um die Tiere aus geeigneter Distanz beobachten zu können. Hier geht es zur Bauanleitung für den Vogelfutterautomaten.

So baust du dein Traum-Gartenhaus mit nur wenigen Werkzeugen! #gartenhaus

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