Ein Geräteschuppen im Garten bietet dir Stauraum für Gartengeräte, Gartenmöbel oder Gartendekoration. Wer seinen Schuppen selbst baut, hat jedoch mehr Gestaltungsmöglichkeiten.
Damit im Geräteschuppen jederzeit Ordnung herrscht und es nicht zu einem chaotischen Durcheinander kommt, teilst du den Innenraum am besten in Kategorien ein. Lege fest, wo Platz für Gartengeräte, Spielsachen oder Außendekoration ist. Mit Regalen schaffst du eine sinnvolle Einteilung und nutzt den Platz in die Höhe optimal aus. Durchsichtige Aufbewahrungsboxen, die du beschriftest, erleichtern dir das Sortieren von Kleinteilen.
An einer Werkzeugwand oder in einem Werkzeugkasten findet dein Werkzeug am besten Platz. Mehr Ideen, wie du Werkzeug und Gartengeräte im Garten organisierst, findest du in unserem Ratgeber.
Ob du eine Baugenehmigung für deinen Geräteschuppen benötigst, hängt von der Größe und dem Standort ab. Von Bundesland zu Bundesland unterscheiden sich die Vorgaben allerdings. Informiere dich vor der Planung und dem Bau deines Geräteschuppens oder Gartenhauses über die Gesetze in deinem Bundesland. Auch bezüglich des Abstandes zur Grundstücksgrenze gibt es festgelegte Vorschriften. Die Bundesländer geben hier ebenfalls unterschiedliche Mindestanforderungen vor.
Je nach Nutzung beziehungsweise Ausstattung ist es in Ausnahmefällen möglich, ein Gerätehaus direkt an der Grundstücksgrenze zu errichten. Hierbei gilt es, die nötigen Vorkehrungen zum Brandschutz zu treffen. Andernfalls kannst du in der Regel mit einem Mindestabstand von 3 m zum Nachbargrundstück rechnen.
Die "Größe des umbauten Raumes" ist nicht das einzige Kriterium für eine Genehmigung. Auch die Nutzung und der geplante Standort des Gartenhauses spielen eine Rolle. Auch für ein Gartenhaus mit eigentlich passender Größe kann durchaus eine Genehmigung nötig sein, wenn es etwa im städtischen Außenbereich stehen soll.
Eine Genehmigung kostet etwa 50 Euro, das Antragsformular gibt es im Internet zum Ausdrucken.
Üblicherweise brauchen Sie für eine Baugenehmigung:
Im Folgenden findest du eine Übersicht der gesetzlichen Vorgaben, die in den einzelnen Bundesländern gelten:
| Bundesland | Baugenehmigung notwendig? |
|---|---|
| Baden-Württemberg | Baugebiet: bei über 40 m³ Rauminhalt Außenbereich: bei über 20 m³ Rauminhalt |
| Bayern | Baugebiet: bei über 75 m³ Rauminhalt Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Berlin | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Brandenburg | Baugebiet: bei über 75 m³ Rauminhalt Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Bremen | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt Außenbereich: bei über 6 m³ Rauminhalt |
| Hamburg | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Hessen | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Mecklenburg-Vorpommern | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Niedersachsen | Baugebiet: bei über 40 m³ Rauminhalt Außenbereich: bei über 20 m³ Rauminhalt |
| Nordrhein-Westfalen | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt Außenbereich: nur für Land- und Forstwirtschaft erlaubt |
| Rheinland-Pfalz | Baugebiet: bei über 50 m³ Rauminhalt Außenbereich: bei über 10 m³ Rauminhalt |
| Saarland | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Sachsen | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Sachsen-Anhalt | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Schleswig-Holstein | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt Außenbereich: bei über 10 m³ Rauminhalt |
| Thüringen | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
In der folgenden Anleitung erfährst du Schritt für Schritt, wie du einen Schuppen in der Größe 2,5 m × 1,7 m × 2,2 m (Länge × Breite × Höhe) selber baust. Um einen geräumigen Geräteschuppen aus Holz mit den Maßen 3,3 m (Länge) x 1,7 m (Breite) x 2,2 m (Höhe) selbst zu bauen, gehen Sie am besten wie nachfolgend beschrieben vor.
Experten-Tipp: Sie können Ihren Geräteschuppen auch in den Maßen 2,50 m x 1,70 m x 2,20 m bauen. Dazu nehmen einfach 10 senkrechte Gerüstbalken à 10 cm x 10 cm x 220 cm und 19 waagerechte Gerüstbalken à 10 cm x 10 cm x 70 cm.
Bevor Sie mit dem Bau des Geräteschuppens anfangen, sollten Sie ein solides Fundament ausarbeiten. Nachdem das Fundament gegossen ist, sollten Sie die Pfosten noch vor der Aushärtung setzen. Für den Holzschuppen benötigen Sie 12 senkrechte Pfosten in Balkenschuhen mit den Maßen 10 cm x 10 cm x 220 cm.
Sofern der Beton mit den gesetzten Pfeilern ausgehärtet ist (nach etwa 2 Tagen ist eine Anfangsfestigkeit nach DIN EN 197-1 und DIN EN 14216 erreicht), können Sie die 23 Querpfosten mit den Maßen 10 cm x 10 cm x 70 cm anbringen. 12 Pfeiler setzen Sie waagerecht an die Oberkante. Die restlichen 11 Pfeiler verschrauben Sie in einer Höhe von 50 cm, lassen aber einen Pfeilerabstand für die Tür aus.
Für die Anbringung der waagrechten Balken eignen sich zwei bis vier Metallwinkel pro Pfeiler, die verschraubt werden (1 an der Oberseite; 1 an der Unterseite des Pfeilers; für mehr Stabilität können auch an den Seiten noch 2 Winkel angebracht werden).
Um Staunässe auf dem Dach zu vermeiden, sollte das Dach leicht abschüssig sein. So kann Regenwasser abfließen. Dafür sollten Sie unterschiedlich hohe Bretter verwenden. Beginnen Sie zunächst mit der Verschraubung des Brettes mit den Maßen 330 cm Länge und 12 cm Höhe auf die hintere Pfeilerreihe.
Achten Sie darauf, dass das letzte Brett mit der Höhe von 4 cm bündig an der ausgelassenen Tür abschließt. Nun folgt die Anbringung der Grobspanplatte auf die fixierten Bretter. Für die Wandverkleidung können Sie Bretter Ihrer Wahl mit einer Höhe von 12,5 cm und einer Stärke von 1,5 cm so zuschneiden, dass diese entweder über die gesamte Wand reichen oder von Balken zu Balken.
Es dürfen sich keine Zwischenräume zwischen den einzelnen Brettern befinden. Für die Tür des Geräteschuppens legen Sie einzelne Bretter mit den Maßen 70 cm x 170 cm aneinander und fixieren Sie sie mit zwei bis drei waagerechten Balken an der Rückseite. Sie können für einen besseren Halt die Bretter vor dem rückseitigen Fixieren auch verleimen.
An zwei der waagerechten Bretter verschrauben Sie nun zwei Ladenbänder. In entsprechender Höhe fixieren Sie anschließend die dazugehörigen Kloben an Ihrem Geräteschuppen. Ist der Geräteschuppen aus Holz fertig, kann dieser eingeräumt werden.
Das Konzept des Gartenhauses aus alten Fenstern ist denkbar einfach: Man nagelt wetterfeste Grobspanplatten (OSB-Platten) - also aus langen, groben Holzspänen gepresste und verleimte Holzplatten - an vier stabile Eckpfosten. Die Öffnungen für die Fenster und die Tür sägen Sie erst im Nachhinein in die Holzplatten.
Die Fenster stammen aus einem alten Haus, das man energetisch saniert und dabei die alten Fenster ausgebaut hat - diese haben zwar schlechte Wärmewerte für ein Wohnhaus, sind für ein Gartenhaus aber perfekt. Um sich einen Überblick zu verschaffen, sortieren Sie die Fenster zunächst nach Größe und lagern Sie sie an einem sicheren Platz zwischen.
Wichtig: Die Scheiben und auch die Fenster selbst müssen intakt sein, sonst kommen Sie für das Gartenhaus nicht infrage.
Neben gängigem Werkzeug brauchen Sie dafür noch:
Die angegebenen Maße sind nur Richtwerte, die Sie an die Maße Ihrer Fenster und an die gewünschte Größe des Gartenhauses anpassen können. Wer noch Holzreste von anderen Bauprojekten hat, kann diese natürlich auch noch verwenden.
Grundsätzlich bestimmt die Größe eines Gartenhauses neben der Bodenart, wie massiv man das Fundament bauen muss. Ein Plattenfundament - also eine massive Betonplatte auf PE-Folie und einer Sandschicht - verläuft unter dem gesamten Grundriss und trägt sowohl große Gartenhäuser als auch kleinere Häuser auf weichem Boden.
Punktbelastungen jeglicher Art sind kein Problem, die Betonplatte verteilt das Gewicht des Hauses auf eine große Fläche und es steht stabil - so wie ein Schneeschuh das Gewicht des Wanderers im Tiefschnee auf eine große Fläche verteilt und er nicht einsinkt. Ideal für unser großes und recht schweres Gartenhaus.
Ein Nachteil ist: Der Bauaufwand ist sehr hoch und Sie brauchen viel Beton und Armierungsstahl. Grundsätzlich sollten Fundamente immer etwas größer als die Grundfläche des Gartenhauses sein, damit am Rand nichts abbricht oder das Haus gar übersteht.
Markieren Sie den geplanten Umriss des Hauses mit Pflöcken und befestigen Sie daran auch die Verschalungsbretter. Die Oberkante dieser Bretter muss exakt waagerecht ausgerichtet sein, daran orientiert sich das ganze Fundament. Ist es schief, steht das Gartenhaus nicht stabil.
Koffern Sie die Fläche innerhalb der Schalungsbretter bei Bedarf aus, sodass die Betonschicht vom Fundament 15 bis 20 Zentimeter dick wird. Füllen Sie gut zehn Zentimeter Bausand auf die Fläche und verdichten Sie ihn gut.
Legen Sie nun die Folie auf dem Sand aus. Diese verhindert, dass der noch flüssige Beton in den Boden sickert und dann womöglich instabil wird. Sie dient aber auch als Schutz gegen aufsteigende Bodenfeuchtigkeit.
Füllen Sie nun gut zehn Zentimeter Estrichbeton ein und legen Sie die Stahlmatten aus. Diese geben dem Fundament zusätzlich Stabilität. Anschließend füllen Sie das Fundament bis zur Oberkante der Bretter auf. Ziehen Sie den Beton mit einer Holzlatte oder einem Betonabzieher glatt. Feuchten Sie den Beton bei warmer Witterung ab und zu an, damit sich keine Risse bilden.
Stecken Sie die Streifenflachverbinder in den Beton, solange dieser noch dickflüssig ist. Die Verbinder fixieren die Grundbalken. Pro Wand brauchen Sie einen Verbinder, für die Wand mit der Tür zwei. Diese werden an den Wänden rechts und links neben der Tür postiert.
Anschließend baut man das Grundgerüst des Gartenhauses auf, das aus Grundbalken, Eckpfosten und Querbalken besteht. Montieren Sie die Grundbalken und schrauben Sie darauf mithilfe der Metallwinkel die vier Eckpfosten sowie zwei Pfosten für die Tür fest. Die Ecken der Grundbalken werden als sogenanntes "glattes Eckblatt" verlegt. Das ist eine druckfeste Verbindung, bei der man von beiden beteiligten Balken jeweils die Hälfte der Balkenstärke abträgt - einmal auf der Balkenunterseite, beim anderen auf der Oberseite. So bilden die Oberflächen beider Balken nach dem Zusammenfügen eine glatte Ebene.
An den Eckpfosten befestigen Sie mit den Winkeleisen die Querbalken, auf denen später das Gewicht des Daches liegt. Versehen Sie die Balken mit einer Nut in Stärke der Eckpfosten, damit die Verbindung stabiler wird. Auf die Querbalken kommen die Dachsparren aus den 6 x 12 Zentimeter starken Balken.
Schrauben Sie die OSB-Platten (Oriented Structural Board) mit langen Schrauben an den Eckpfosten und Querbalken fest. Danach sägen Sie die Öffnung für die Tür in die entsprechende Holzplatte. Dazu zeichnen Sie zunächst den Umriss mit Bleistift auf das Holz und sägen die Öffnung mit einer Stich- oder Säbelsäge aus.
Tipp: Wenn Sie die Ecken vorher mit einem Holzbohrer ausbohren, können Sie die Säge problemlos in dem Loch ansetzen. Für den Türrahmen werden das ausgesägte Loch sowie die beiden Türpfosten mit Holzlatten ausgekleidet. Anschließend können Sie die Tür bereits einsetzen.
Um die Öffnungen für die Fenster auszusägen, gehen Sie wie bei der Türe vor - zeichnen Sie die Umrisse auf und sägen Sie sie aus. Arbeiten Sie dabei sehr genau: Sind die Öffnungen zu groß, passen die Fenster später nicht. Außerdem sollten die Stege zwischen den Fenstern mindestens 15 Zentimeter breit sein, um ausreichende Stabilität zu garantieren.
Bauen Sie dann die Fenster ein und schrauben Sie anschließend die Dachlatten fest. Bei einem vier Meter breiten Dach können Sie diese in Abständen von etwa 57 Zentimetern verlegen, um zu vermeiden, dass die Wellplatten durchhängen.
Montieren Sie die durchsichtigen Wellplatten oder die Stegdoppelplatten auf den Dachlatten. Abstandshalter sorgen dafür, dass die Wellplatten beim Schrauben nicht zusammengedrückt werden. Durchsichtige Wellplatten als Dach sorgen dafür, dass das Gartenhaus lichtdurchflutet ist, und schützen es zugleich vor der Witterung.
Als Bedachungsmaterial gibt es auch Dachpappschindeln in Rot, Grün oder Schwarz, die langlebiger als Wellplatten sind, das Dach aber auch lichtundurchlässig machen. Außerdem können Sie diese nicht auf Dachlatten verlegen, sondern müssen Bretter mit Nut und Feder auf die Dachsparren schrauben, damit die Schindeln nicht durchhängen.
Um der Wand mehr Stabilität zu geben, montieren Sie zwischen den oberen und unteren Fenstern ein breites Brett, das anschließend auch als Fensterbank dienen kann. Zum Schluss streichen Sie das Gartenhaus in der gewünschten Farbe mit wetterfestem Lack. Vorher sollten Sie das Holz allerdings unbedingt anschleifen und grundieren, damit der Lack nicht frühzeitig abbröckelt.
Der Schuppen ist ca. 3,30m breit ca.
Wenn du einen Geräteschuppen nicht komplett selbst bauen möchtest, kannst du auch einen Bausatz mit Bauanleitung verwenden. Ein Bausatz enthält alle Einzelteile für das Gerätehaus, welches du anschließend selbst aufbaust. Darin erfährst du, wie der optimale Untergrund für das Gartenhaus aussieht, in welcher Reihenfolge du die einzelnen Teile zusammenbaust und welche Werkzeuge du dafür benötigst.
Da das aufgestellte Gartenhaus nicht mit Einschlaghülsen im Boden verankert ist, ist es außerdem wichtig, dass du es am Boden fixierst. Am besten funktioniert das mit Schrauben und Dübeln, wenn dein Gartenhaus auf einem Plattenfundament steht.
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