Im Friseurhandwerk dreht sich alles um das Kopfhaar des Kunden.
Ob eine neue Frisur oder ein getrimmter Bart, Friseure setzen die Anmerkungen und Wünsche der Kunden um. Sie färben Haare oder legen Dauerwellen.
Bei der Frage nach der korrekten Schreibweise des Haarstylisten schwanken viele Menschen zwischen "Friseur" und "Frisör". Beides ist richtig.
Die korrekte Schreibweise ist "Friseur". "Frisör" ist jedoch auch akzeptabel.
Aber wie schreibt man dieses Wort richtig - Frisör oder Friseur? Diese Frage stellen sich ganz viele Menschen, die Deutsch sprechen.
In den letzten Jahren hat sich die deutsche Rechtschreibung bzw. der Wortschatz enorm verändert.
Das "ß" wurde in viele Wörtern durch das doppelte "s" ersetzt, englische Begriffe nehmen immer mehr Platz ein und veraltete Wörter werden gestrichen.
Das führt zu viel Verwirrung, was noch wie geschrieben werden kann.
Grundsätzlich stammt das Wort aus dem Französischen von dem Verb "friser" ab und wird "Friseur" geschrieben, auch wenn in Frankreich das ursprüngliche Wort schon lange durch den Begriff "Coiffeur" ersetzt wurde.
Da das "eur" in dem Wort "Friseur" wie ein "ö" ausgesprochen wird, hat sich in der deutschen Sprache auch die Schreibweise "Frisör" etabliert.
Jedoch wird die Schreibweise "Friseur" der Variante mit "ö" vorgezogen.
Das liegt daran, dass viele Menschen die Option mit "eur" als edler und weniger plump ansehen, da sie dem französischen Ursprung näher kommt als das eindeutig deutsche Wort "Frisör".
Sowohl "Friseur" als auch "Frisör" sind korrekte Schreibweisen, typischer ist aber die erste Variante.
Friseur und Frisör geht beides, die empfohlene Variante ist Friseur oder - auch für die weibliche Form - Friseurin.
Frisör und Frisörin sind dabei als empfohlene Schreibweisen vorzuziehen.
Was gar nicht geht, weil es oft als abwertend wahrgenommen wird: Friseuse und Frisöse, also besser vermeiden.
Bevor du erfährst, ob „Frisör“ oder „Friseur“ richtig ist, lass uns erstmal die Etymologie dieses Wortes anschauen.
Das bedeutet, wir wollen herausfinden, ob das ein deutsches Wort ist und wenn nicht, aus welcher Sprache es kommt.
Wie du es möglicherweise bereits erkannt hast, kommt „Frisör“ oder „Friseur“ nicht aus dem Deutschen, sondern aus dem Französischen!
Und zwar stammt dieses Wort vom französischen Verb friser, das „das Haar ordnen“ oder auch „kräuseln“ (Locken machen) bedeutet.
Das Wort „Frisör“ oder „Friseur“ gibt es im Deutschen seit dem 17. Jahrhundert - es ist also ein relativ junges Wort.
Während diese Berufsbezeichnung ein fester Bestandteil des deutschen Wortschatzes ist, im Französischen hingegen wird dieses Wort so gut wie gar nicht mehr verwendet - es ist fast ausgestorben.
Jedoch nicht immer hießen Menschen, die sich um die Haare kümmerten, Frisöre oder Friseure.
Die ältesten Bezeichnungen dieses Berufs sind Frisierer, Haarschneider, Haarkräusler.
Nun, wie schreibt man das Wort richtig - „Frisör“ oder „Friseur“?
Beide Schreibweisen sind richtig!
Überrascht?
Der Grund dafür ist, dass es sich bei /ö/ und /eu/ um denselben Laut handelt - du weißt ja, dass Umlaute im Deutschen aus zwei Vokalen zusammengesetzt werden.
Der Vokal /ö/ wird eben aus /e/ und/u/ zusammengesetzt: ö=eu.
Deshalb ist sowohl die Schreibweise „Friseur“ als auch “Frisör“ richtig und man kann sich aussuchen, welche Version man am liebsten verwenden möchte.
Wichtig ist, dass man in einem Text zwischen zwei Schreibweisen nicht wechselt, sondern bei derselben Version bleibt.
Duden schlägt zwar beide Varianten vor, die Version „Friseur“ wird von diesem Wörterbuch jedoch bevorzugt.
Beide Schreibweisen sind richtig!
Friseur wird jedoch häufiger gebraucht als Frisör.
Es gibt viele ähnliche Wörter mit verschiedenen Bedeutungen und häufig werden diese Wörter verwechselt, aber vor allem „Frisur“ und „Frisör“ oder „Friseur“.
Lass uns erstmal den Unterschied zwischen den beiden Wörtern klären.
Frisur ist das, was du auf dem Kopf hast - der Haarschnitt oder gestyltes Haar.
Dieses Wort wird mit /u/ geschrieben.
Eins muss noch erwähnt werden.
Bis jetzt haben wir vom Begriff „Friseur“ gesprochen.
Wie du es wahrscheinlich bereits mitbekommen hast, wird im Deutschen heutzutage immer häufiger zwischen weiblicher und männlicher Wortform unterschieden.
Das Wort „Frisör“ (oder „Friseur“) ist dabei die männliche Form - das bedeutet, mit diesem Wort werden Männer bezeichnet, die in diesem Beruf tätig sind.
Die weibliche Form lautet „Frisörin“ - mit der Endung -in am Ende des Wortes.
Fragst du dich gerade, ob man Friseurin oder Frisörin schreibt?
Auch in diesem Fall sind die beiden Schreibweisen absolut richtig!
Was für die männliche Form gilt, gilt auch für die weibliche.
Die Schreibung "Friseur" ist korrekt und "Frisör" ebenfalls.
Früher bezeichnete man weibliche Friseure als "Friseusen".
Der Begriff "Friseuse" ist inzwischen jedoch veraltet und wird von einigen ebenfalls als abwertend empfunden.
Stattdessen benutzt man deshalb das Wort "Friseurin".
Es ist nicht zulässig "Frieseur" mit einem extra "e" zu schreiben.
Diese Umschreibung leitet sich von dem Wort "Friese" ab, was ein umgangssprachlicher Begriff für eine Frisur ist.
Im Mündlichen stellt die "Friese" kein Problem dar, auch wenn die Bezeichnung nicht in das gehobene Deutsch fällt.
Eine neue Berufsbezeichnung für den "Friseur" oder die "Friseurin" ist der Begriff "Haarstylist" oder "Haarstylistin".
Das klingt sehr professionell und erfahren.
Als Friseur oder Friseurin solltest du Kreativität und Geschicklichkeit mitbringen.
Des Weiteren hilft es einen klaren Sinn für Ästhetik und geübte Auge-Hand-Koordination umzusetzen.
Voraussetzungen gibt es für einen Friseur verschiedenste.
Ein absolutes Muss für diesen Job ist natürlich eine entsprechende Ausbildung zum Friseur und auch bestimmte Kompetenzen müssen oder sollten nicht fehlen.
Die Ausbildung einer Friseurin dauert in der Regel drei Jahre.
Es besteht die Möglichkeit einen Antrag auf Verlängerung oder Verkürzung der Ausbildung zu stellen.
Die genaue Berufsbezeichnung für Friseure nennt sich „Fachkraft für die Pflege des Kopfhaares und die Gestaltung der Frisur“.
Wenn man vom Normalfall ausgeht, die Friseurausbildung also nicht verkürzt wird, beendet man die duale Ausbildung nach dem dritten Ausbildungsjahr mit der Gesellenprüfung.
In dieser Zeit geht es darum sowohl die theoretischen als auch die praktischen Aspekte des Friseurberufs zu erlernen.
Um eine einheitliche Ausbildungsqualität zu garantieren, gibt es einen Ausbildungsrahmenplan, der die Ausbildungsinhalte im Betrieb vorgibt und einen Rahmenlehrplan, der die Ausbildungsinhalte der Berufsschule festsetzt.
Die Aufgaben eines Friseurs sind vielfältig.
Sie waschen, pflegen, schneidern, färben und frisieren Haare.
Auszubildende arbeiten nicht sofort an lebenden Personen und schneiden deren Haare.
Sie erlernen den Friseurberuf zunächst durch das Schneiden von künstlichen Haaren einer Puppe.
Da es sich um eine duale Ausbildung zum Friseur handelt, erlernt man die Praxis im betrieblichen Rahmen und die theoretischen Grundlagen werden dir in der Berufsschule vermittelt.
Ob für bestimmte Anlässe oder einfach nur so, im Friseursalon herrscht durch viele Kunden oft Hochbetrieb.
Friseure shampoonieren die Haare der Kunden und tragen Pflegespülung oder Haarkuren auf.
Zusätzlich zum Haarschnitt kann der Kunde das Aussehen verändern, indem er die Haare färbt, tönt oder blondiert.
Auch einzelne Strähnen können gefärbt werden, um so modische Akzente zu setzen.
Neben dem Kopfhaar kann bei Bedarf auch der Bart oder die Augenbrauen gefärbt werden.
Für die weitere Pflege empfehlen Friseure die Anwendung entsprechender Pflegekuren.
Um eine Hochsteckfrisur zusammenzuhalten, benötigen Friseure oftmals Haarspray.
Als Arbeitskleidung ist in vielen Friseursalons schwarze Kleidung vorgeschrieben.
Ansonsten tragen Friseure Handschuhe, beispielsweise wenn sie Farbpaste auf das Kopfhaar aufbringen.
In der Funktion eines Friseurs kommst du mit Färbemittel, Haarpflegeprodukten und Shampoos in Berührung was Allergien oder Hautreizungen auslösen kann.
Des Weiteren arbeiten Friseure mit Geräten und Maschinen.
Sie bedienen Trockenhauben, Glätteisen und Lockenstäbe sowie elektrische Haarschneidemaschinen.
Ihr Werkzeug besteht aus verschiedenen Scheren, Kämmen und Spezialmessern.
Du kannst schon während deiner Friseurausbildung bestimmte Fort- und Weiterbildungen ablegen und dir so weitere Kompetenzen aneignen.
So kannst du zum Beispiel schon während deiner Ausbildung eine Zusatzqualifikation zum „Europaassistent/in“ abschließen.
Beruflich kannst du dich als Friseur in verschiedenste Richtungen weiterbilden und natürlich auch aufsteigen.
Da es sich um einen der „klassischen“ Handwerksberufe handelt, ist eine Berufsaussicht mit bestandener Gesellenprüfung der Abschluss zum Friseurmeister.
Während deiner Ausbildung werden dir die gesamten Aufgabenbereiche eines Friseurjobs vermittelt.
Als Friseur kannst du dich vielseitig entfalten und dich auf einen speziellen Zweig fokussieren.
Als Damen- oder Herrenfriseur schneidest und kreierst du verschiedenste Frisuren.
Als Perückenmacher fertigst du neben Perücken auch Toupets und Haarteile an.
Für die Umsetzung nimmst du die Kopfmaße des Kunden.
Im Bereich der Körperpflege fokussiert sich ein Friseur primär auf Haarstyling, kosmetische Behandlung und Hand- und Nagelpflege.
Friseure mit abgeschlossener Ausbildung können sich selbständig machen, indem sie einen eigenen Friseursalon eröffnen.
Die Aufteilung des Gehalts eines Friseurjobs kann in zwei unterschiedliche Phasen erfolgen: Das Gehalt während deiner Ausbildung zum Friseur und dann das Gehalt nach deiner Friseurausbildung.
Die folgenden beiden Unterpunkte erhalten jeweils kurze Beschreibungen und zeigen dir Gehaltsübersichten.
Deine Arbeitszeit während deiner Ausbildung wird vergütet.
In der Friseurbranche gibt es abhängig vom Bundesland verschiedene Tarifverträge, die dann landesweit die Gehälter von Friseurauszubildenden regeln.
Um ein weitverbreitetes Missverständnis zu klären: Auszubildende bekommen offiziell kein Gehalt - rechtlich gesehen handelt es sich um eine Ausbildungsvergütung.
Scheinbar nur eine kleine Formalität, aber diese Regelung verhindert zum Beispiel, dass das Mindestlohngesetz greift.
Mit steigender Berufserfahrung und zusätzlichen Qualifikationen erhöht sich das Gehalt eines Friseurs.
In diesen speziellen Verträgen wird deutlich definiert wie hoch die Stundenlöhne zu verschiedenen Zeitpunkten deiner Karriere sein müssen.
Auch weitere Aspekte eines Friseurberufslebens werden vom Tarifvertrag vorgeschrieben.
Aber jetzt wollen wir hier auch mal kurz ein paar wirkliche Zahlen zum Friseurgehalt vorbringen.
Wir bleiben auch hier beim Tarifvertrag aus Nordrhein-Westfalen, mit den aktuellsten Zahlen, die ab dem 01.10.2020 offiziell in Kraft treten.
Dank neuer Technologien kann der Friseur die Gesichter der Kunden mit einer Digitalkamera aufnehmen, am Computer die gewünschte Frisur aussuchen und nach Belieben bearbeiten.
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Um die richtige Friseur-Schreibweise schnell zu lernen, kann eine passende Übung helfen.
Für diese Übung kannst du dir aussuchen, welche Schreibweise - Friseur oder Frisör - du gerne verwenden möchtest.
Bist du bereits?
Friseur/Frisör oder Frisur?
Setze das richtige Wort ein.
Gestern Abend war ich bei einem sehr guten __________.
Das ist der beste ____________ in der Stadt.
Ich wollte gerne eine moderne _____________ haben.
Der ____________hat sich sehr viel Mühe gegeben und drei Stunden später hatte ich eine neue, frische ___________.
Leider zieht er bald um und ich kann ihn nicht mehr besuchen.
Gestern Abend war ich bei einem sehr guten Friseur/Frisör.
Das ist der beste Friseur/Frisör in der Stadt.
Ich wollte gerne eine moderne Frisur haben.
Der Friseur/Frisör hat sich sehr viel Mühe gegeben und drei Stunden später hatte ich eine neue, frische Frisur.
Leider zieht er bald um und ich kann ihn nicht mehr besuchen.
Ist Frisör oder Friseur richtig?
Beide Schreibweisen sind richtig.
Lass dich nicht entmutigen, wenn es länger dauert, die deutsche Sprache zu meistern.
Ein tolles Deutsch zu erreichen, ist ein fortlaufender Prozess, aber du kannst es schaffen!
| Phase | Inhalt |
|---|---|
| Zwischenprüfung | Mitte des 2. Ausbildungsjahres |
| Gesellenprüfung | Nach dem 3. Ausbildungsjahr |
Die folgende Tabelle zeigt dir die Spanne der Azubigehälter in Deutschland an. Diese Zahlen sind aus ganz Deutschland gesammelt.
Diese Umschreibung leitet sich von dem Wort "Friese" ab, was ein umgangssprachlicher Begriff für eine Frisur ist.
Im Mündlichen stellt die "Friese" kein Problem dar, auch wenn die Bezeichnung nicht in das gehobene Deutsch fällt.
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