Der Schnurrbart ist wieder Trend: Seit Ende der 70er-Jahre verpönt, lassen es jetzt sogar Hollywoodstars wieder auf der Oberlippe sprießen.
Früher trugen ihn Künstler wie Salvador Dalí und Kultfigur Magnum, heute Promis wie Apache 207 oder Horst Lichter: Der Schnauzbart ist wieder in Mode. Die deutsche Geschichte ist voll von Mächtigen mit Oberlippenbart. Doch diese Männer von gestern dürften kaum der Grund sein, warum das kleine Bärtchen über dem Mund nach Jahren des Hypes um den Hipster-Vollbart derzeit wieder angesagt ist.
Verschiedene Schnurrbärte bekannter Persönlichkeiten.
Der Hipster-Vollbart breitete sich von Berlin-Mitte über ganz Deutschland parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung der Zehnerjahre aus. In der Pandemie franste die Behaarung unkontrolliert aus, danach leitete ein dichter 80er-Jahre-Schnauzer noch mal kurz die fetten Nachholjahre ein. Aber zuletzt dümpelte die allgemeine Konsumlaune dahin und auch die neue Bartmode zeigt sich deutlich ausgedünnt.
Im Jahr 2024 lassen sich vor allem junge Männer gerne Oberlippenflaum stehen und auch Popstars fallen damit auf. So etwa der amerikanische Nummer-eins-Hit-Popsänger Benson Boone (21, „Beautiful Things“) und die wilden Twens und Eurovision-Song-Contest-Favoriten Joost Klein aus den Niederlanden („Europapa“) und Baby Lasagna aus Kroatien („Rim Tim Tagi Dim“).
Bereits in den Achtziger Jahren stand der „Moustache“ hoch im Kurs, bis heute hat sich der Trend in Sachen Oberlippenbart aber gewandelt. Mit Stolz trugen ihn etwa „Magnum“-Serienstar Tom Selleck, Queen-Frontmann Freddie Mercury, Hollywood-Star Burt Reynolds oder „Schimanski“-Darsteller Götz George.
Ein Schnauzbart kann sehr verschieden wirken: von der sympathischen Serienfigur "Ted Lasso" (Jason Sudeikis) bis zum durchtriebenen Drogenbaron Pablo Escobar.
In jüngerer Zeit fielen etwa die Rapper Apache 207 und Lil Nas X mit Oberlippenbart auf, der DJ und Musikproduzent Purple Disco Machine, Dschungelcamp-Liebling Fabio Knez sowie Film- und Serienstars wie Paul Mescal, Jude Law, Ewan McGregor, Johnny Depp, Jacob Elordi und Florian David Fitz. Auch Stil-Ikone Harry Styles zeigte sich schon mal mit Schnauz.
In jüngeren Generationen gilt der sogenannte Schnurri jedoch keineswegs als cringe, sondern als sexy. Beliebt ist auch der Stubble Moustache (Stoppelbart/Dreitagebart mit Schnäuzer).
"Warum hat jeder Mann, der Ihnen ins Auge fällt, einen Schnurrbart?", fragte die "New York Times" schon letzten Sommer. Und sie führte aus: "Der Schnäuzer war einst Domäne von Pornostars, irgendwie unheimlichen Kerlen, Typen der Gegenkultur sowie des unmodernen Onkels." Nun sei er aber wieder eine angesehene Option für die Gesichtsbehaarung. Für diesen Trend gebe es mehrere Gründe, so die "NYT".
Schnäuzer sehe man hierzulande seit dem letzten Jahr öfter, sagt Antonio Weinitschke, Art Director beim Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks. "In Deutschland ist man immer etwas später dran." In Nordamerika boomten Oberlippenbartversuche schon während der Corona-Pandemie. Für das Revival nennt Weinitschke mehrere Gründe.
"In der Mode erleben wir gerade mal wieder ein wenig die 80er - frisurentechnisch, klamottenmäßig - etwa mit Schulterpolstern oder locker sitzenden Bundfaltenhosen.
Mode-Trends werden meist von jungen Leuten zum Leben erweckt. "Und in der Jugend trägt man halt diesen Oberlippenbart, weil das der erste Bartwuchs ist, den man bekommt", sagt Friseurmeister Weinitschke in Aachen. "Dann geht's vielleicht mit Mühe und Not ein bisschen am Kinn weiter." Dennoch machten auch Ältere die aktuelle Entwicklung mit, weil sie "in der Trendwelle mitschwimmen" wollten.
Nicht jede Schnäuzer-Form sei heutzutage angesagt: „Den Trend des breiten Oberlippenbarts sehe ich jetzt nicht so, es sind eher so schmalere, dezente - also nicht so Typ Tom Selleck.“
Hier sind einige der beliebtesten Schnurrbart-Formen:
Auf den ersten Blick ist ein Oberlippenbart leicht zu pflegen - dennoch sollte man einige Dinge beachten, bevor man sich einen „Moustache“ stehen lässt. Denn wie jeder Bartstil bedarf auch der Schnauzbart in all seinen Varianten spezielle Zuwendung und Pflege.
Diese Tipps gilt es zu beachten:
Um das Barthaar, das häufig trockener und härter als die übrigen Körperhaare ist, zu pflegen, empfiehlt es sich, Bartöl zu verwenden. So werden die Barthaare geschmeidig und sind gleichzeitig geschützt.
Fazit: Der Schnurrbart ist zurück und vielfältiger denn je. Ob als dezenter "Moustache" oder markanter "Walrossbart" - mit der richtigen Pflege und dem passenden Stil kann jeder Mann diesen Trend für sich entdecken.
tags: #schnurrbart #trend
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