Augenbrauen Muskeln Entspannen: Übungen für ein Frisches Aussehen

Körper und Seele in Balance - was für klassisches Yoga gilt, ist auch auf Gesichtsyoga übertragbar: Fließende Bewegungen und der Wechsel von Anspannung und Entspannung sollen Muskeln nachhaltig lockern. Gesichtsyoga verspricht zahlreiche Vorteile für das eigene Wohlbefinden und die innere Schönheit. Ein entspanntes Gesicht wirkt freundlicher, offener und frischer und bestimmt häufig auch über den ersten Eindruck, den wir bei einem Zusammentreffen hinterlassen.

Viele Menschen ziehen die Augenbrauen beim Sprechen oder Nachdenken automatisch zusammen. Stirnrunzeln, Augenblinzeln und Naserümpfen geschehen meist unbewusst. Mit der Zeit können diese Bewegungen Spuren in unseren Gesichtern hinterlassen. Hier erfährst du, wie du deine Augenbrauenmuskeln entspannen und somit dein Aussehen verbessern kannst.

Was ist Gesichtsyoga?

Gesichtsyoga - auch Face-Yoga genannt - soll die Gesichtsmuskeln trainieren, Falten, hängenden Mundwinkeln, Doppelkinn und Puffy-Eyes entgegenwirken. Face-Yoga ist nichts anderes als Krafttraining für die Gesichtsmuskulatur. Mit zunehmendem Alter nutzen die meisten Menschen allerdings nicht mehr die gesamte Gesichtsmuskulatur oder sie haben Schwierigkeiten, einzelne Muskeln gezielt zu bewegen. In der Folge werden umliegende große Muskeln - wie beispielsweise der Stirnheber - zur Hilfe genommen, was aber die horizontale Faltenbildung auf der Stirn verstärkt.

Durch ein regelmäßiges Workout gelang es der Begründerin des Face Yogas, die beanspruchte Muskulatur gezielt zu stärken und die Haut ohne äußere Eingriffe zu straffen. In Sachbuch-Bestsellern wie "The Ultimate Guide to the Face Yoga Method" hat die Japanerin ihr Erfolgsrezept für schöne Haut dokumentiert.

Warum Gesichtsyoga?

Sport trainiert den Körper, strafft und baut Stress ab. Wieso sollten wir das Gesicht da vernachlässigen? Beim Gesichtsyoga können Muskeln im Gesicht gezielt trainiert werden. Das kann bei Verspannungen helfen, zum Beispiel im Kiefer oder auf der Stirn. Straffere Muskeln helfen auch bei strafferer Haut: kleine Fältchen, hängende Augenlider oder Bäckchen können so geglättet werden. Da lohnt es sich, einige Minuten des Tages zu investieren und unsere Gesichtsyoga-Routine zu testen.

Gesichtsyoga kann zudem Mimik- und Nasolabialfalten optisch aufpolstern. Positive und sichtbare Effekte erzielen Sie am besten, wenn Sie Gesichtsyoga-Übungen mit einer gewissen Regelmäßigkeit ausüben. Hierfür empfehlen sich beispielsweise 10 Minuten täglich.

Face-Yoga soll auch Tränensäcke bekämpfen und ihnen vorbeugen können. Sie entstehen, wenn die Fettpölsterchen unter den Augen nach unten rutschen und die Wangenmuskulatur nicht kräftig genug ist, diese zu stützen. Um die Wangenmuskulatur zu trainieren, wird die Stirn festgehalten. Dann stellt man sich vor, jemand würde einen blenden.

Übungen zur Entspannung der Augenbrauenmuskulatur

Hier sind einige Übungen, die du leicht in deinen Alltag integrieren kannst, um die Muskeln rund um deine Augenbrauen zu entspannen:

Übung für die Augenpartie:

  1. Legen Sie Mittel- und Zeigefinger beidseitig an die Schläfen.
  2. Blinzeln Sie abwechselnd mit dem linken und dem rechten Auge für jeweils zehn Sekunden.
  3. Wiederholen Sie die Übung nach einer kurzen Pause mindestens fünfmal.

Übung für die Stirnpartie:

  1. Ziehen Sie die Augenbrauen so fest wie möglich zusammen und spannen Sie dabei die Stirn an.
  2. Durch das weite Öffnen der Augen und das Hochziehen der Augenbrauen entsteht eine wirksame Gegenbewegung.
  3. Wiederholen Sie die Übung fünfmal.

Übung gegen Zornesfalte:

  1. Wenn der Muskel zwischen unseren Augenbrauen verspannt ist, zieht er sich zusammen.
  2. Durch die Massage nach außen, kann er sich wieder entspannen.

Übung für die Stirn:

  1. Der Stirnmuskel ist ein großer Muskel der oft unter Anspannung steht, durch sanfte streichende Bewegungen nach oben entspannt er sich wieder.
  2. So geht's: Knöchel vom Zeigefinger über das dritte Auge nach oben ausstreichen, in der Mitte bis nach außen Streichen.
  3. Das dritte Auge ist ein Akkrupessurpunkt.

Weitere Übungen:

  • Vorbereiten: Gesicht nach oben eincremen und Lymphe anregen. Dafür sanft am Hals nach unten ausstreichen und am Schlüsselbein leicht pulsieren.
  • Legt die Hände auf die Stirn. Mit einer langen und weichen Bewegung die Stirn von der Mitte nach außen ausstreichen. Spürt, wie die Stirn sich weitet und öffnet. Diese Übung eignet sich hervorragend für die kurze Pause im Büro! Ihr könnt es mehrmals am Tag wiederholen.

Eine weitere Übung trainiert den Augenringmuskel. Den benutzt man, um die Augen weit zu öffnen oder um das Blickfeld zu verengen - zum Beispiel beim Blick auf das Handy. Ist der Augenringmuskel allerdings zu schwach, kneifen dabei viele Menschen die Augen mithilfe diverser Muskeln eher zusammen und es entstehen Zornesfalten und Krähenfüße. Außerdem hilft der Augenringmuskel, das Augenlid oben zu halten. Hängt das Augenlid, wirkt das Gesicht müde. Außerdem kann ein hängendes Lid das Sichtfeld einschränken. Darum lohnt sich ein Training des Augenringmuskels. Für das Umschließen des Muskels jeweils Daumen und Zeigefinger um das Auge legen. Als würde man mit Daumen und Zeigefinger ein Fernrohr formen, drückt der jeweilige Zeigefinger gegen das Augenlid und die Augenbraue. Der Daumen stabilisiert unterhalb des Auges.

Zornesfalten zwischen den Augenbrauen: Über jede Augenbraue werden ein bis zwei Finger gelegt, um bei der Anspannung gleich Falten zu vermeiden. Dann werden die Augenbrauen zusammengezogen, die Anspannung wird sechs Sekunden lang gehalten. Danach mindestens zehn Sekunden Entspannung.

Augenfältchen wegtrainieren: Die Augenpartie ist oft sehr angespannt. Deshalb hilft anfangs eine Entspannungsübung: Die Augenbrauen werden am inneren Brauenrand zwischen Daumen und Zeigefinger genommen, hochgezogen und losgelassen. Dieses Zupfen beginnt am inneren Augenbrauenrand und wandert dann Stück für Stück weiter bis zum äußeren Rand. Danach mit Daumen und Zeigefinger eine Art Brille um die Augenpartie formen - der Daumen liegt dabei auf dem Jochbein, der Zeigefinger unter der Augenbraue. Dabei kann die Haut ganz sanft und leicht nach oben und unten gedehnt werden.

Massage der Kopf-Faszie

Die Muskeln, die für Zornesfaltenbildung verantwortlich sind -Augenbrauenrunzler und der schlanke Muskel - liegen ganz nah an einem großen Stirnmuskel - Augenbrauenheber. Diese zwei Teile sind mit der Kopf Faszie - Galea Aponeurotica verbunden. Ihr könnt Euch die Faszie wie einen Stoff vorstellen, dessen Faden in alle Richtungen gewebt sind.

Die Kopf-Faszie durchmassieren - was wäre ein Friseurbesuch ohne belebende Kopfmassage? Ist Euch aufgefallen wie leicht sich der Kopf nachher anfühlt? Startet die Übung mit offenem Haar, falls ihr längere Haare habt. Zuerst fährt mit den weichen Fingern durch die Haare und berührt ganz sanft die Kopfhaut. Jetzt mit den Fingerspitzen die Haut entlang des Haaransatzes in kreisenden Bewegungen massieren. Dann die Hände auf den Kopf auflegen und die Kopfhaut sanft in allen Richtungen verschieben.

Legt die Hände so auf, dass die mittlere Phalangen der Finger auf den Augenbrauen liegen. Die Finger sind lang und kleben aneinander, Schultern sind entspannt. Und jetzt versucht Ihr die Augenbrauen gegen den Druck zusammenzuziehen. Dadurch, dass die Finger die Haut festhalten, werden die Augenrunzler darunter gedehnt.

Gua Sha

Gua Sha kommt aus der traditionellen chinesischen Medizin. Dabei wird ein glatter Stein verwendet, der zum Beispiel aus Jade oder Rosenquarz sein kann. Damit streichen Sie sanft über die Haut. Diese Technik stimuliert die Lymphdrainage, reduziert so Schwellungen und sorgt für einen natürlichen Glow. Gleichzeitig wirkt die Massage beruhigend und entspannend. Beim Gua Sha tragen Sie Hautöl auf das gereinigte und eingecremte Gesicht auf, damit der Stein gut über die Haut gleiten kann. Gerade im Gesicht sollten Sie nicht zu viel drücken, sondern nur leicht ausstreichen. Dabei streichen Sie immer von der Gesichtsmitte nach außen, zum Beispiel von der Nase zum Ohr oder von der Stirnmitte über die Augenbraue zum Haaransatz.

Beide Methoden lassen sich gut in die tägliche Pflegeroutine integrieren und ergänzen sich ideal: Gesichtsyoga stärkt die Muskulatur von innen, Gua Sha unterstützt die Hautpflege von außen. So entsteht ein frisches und gesundes Hautbild - ganz ohne Chemie.

Weitere Tipps für ein Frisches Aussehen

  • Schlafposition ändern: Versuche, nicht auf der Seite zu schlafen, da dies die Haut quetschen und unerwünschte Falten und Schlupflider noch verstärken kann.
  • Mehr Trinken: Vielleicht ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass feinere Fältchen rund um die Augen, auf der Stirn oder im Mund- und Nasenbereich an manchen Tagen deutlicher sichtbar sind. Meistens ist der Grund dafür, dass Sie zu wenig Wasser getrunken haben.
  • Gewohnheiten ändern: Viele Menschen ziehen die Augenbrauen beim Sprechen oder Nachdenken automatisch zusammen.
  • UV-Schutz: Gegen vorzeitige Hautalterung ist vor allem vorbeugender UV-Schutz wichtig. Darum raten Hautärzte zu Pflegeprodukten mit Lichtschutzfaktor.
  • Gesunde Ernährung: Eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung hingegen kann dazu beitragen, dass die Haut länger jung bleibt.
  • Verzicht auf Schadstoffe: Auf Rauchen und auf Alkohol sollte man verzichten, denn beides beschleunigt ebenfalls die Hautalterung.

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Wissenschaftliche Erkenntnisse

Die positive und nachhaltige Wirkung regelmäßiger Gesichtsyoga-Übungen wurde noch nicht umfassend wissenschaftlich erforscht. Bislang gibt es nur wenige wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit von Face-Yoga. Positive Effekte beschreibt beispielsweise eine kleine Studie der Northwestern University Illinois, die im Fachmagazin "Jama Dermatology" veröffentlicht wurde. Über fünf Monate führten Studienteilnehmerinnen zwischen 40 und 65 Jahren verschiedene Face-Yoga-Übungen durch. Anschließend wurden Vorher-Nachher-Fotos von Dermatologen vergleichen. Das Ergebnis: Die Wangen der Frauen wurden als fülliger eingestuft und ihr Alter im Durchschnitt um drei Jahre jünger eingeschätzt.

Wesentliche und nachhaltige Effekte von Face-Yoga auf die Hautalterung sind bislang nicht belegt. Ein Versuch, damit Aussehen und Wohlbefinden zu steigern, schadet jedoch nicht. Denn Face-Yoga schult die Selbstwahrnehmung - und wie bei allen anderen Yoga-Übungen kann Face-Yoga helfen, ein bisschen Stress abzubauen.

Integration in den Alltag

Für alle, die nicht wissen, wann sie noch eine weitere Beautybehanldung in ihrem Alltag unterbringen sollen, hat Trainerin Alexandra Liefke einen Tipp: Übungen in kleinen Pausen machen, statt eine lange Trainingseinheit einzuplanen. Viele Gesichtsyogaübungen kann man beim Autofahren, Kaffee trinken oder abends im Bett machen.

Auch wenn bisher wenige Studien zur erwiesenen Wirksamkeit vorliegen, sind sicht- und spürbare Effekte nicht von der Hand zu weisen. Auf dem Weg zu einem bewussten Lebensstil kann Gesichtsyoga eine wertvolle Ergänzung sein. Die leichte Durchführbarkeit der Übungen und der geringe Zeitaufwand sprechen für die innovative Gesichtsgymnastik.

Tabelle: Gesichtsyoga Übungen und ihre Vorteile

Übung Ziel Anleitung
Augenpartie Entspannung der Augenmuskulatur Mittel- und Zeigefinger an die Schläfen legen, abwechselnd blinzeln.
Stirnpartie Glättung der Stirn Augenbrauen zusammenziehen und Stirn anspannen, Gegenbewegung durch weites Öffnen der Augen.
Zornesfalte Entspannung der Muskeln zwischen den Augenbrauen Muskeln nach außen massieren.
Kopf-Faszie Massage Lösung von Verspannungen im Kopfbereich Kopfhaut mit den Fingerspitzen in kreisenden Bewegungen massieren.

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