Movember: Schnurrbart für den guten Zweck

Der Movember ist eine globale Bewegung, die sich dem Thema Männergesundheit widmet. Im Fokus stehen dabei die Aufklärung und Prävention von Prostatakrebs, Hodenkrebs, psychischen Erkrankungen und Suizid. Der Name "Movember" setzt sich aus den Wörtern "Moustache" (engl. für Schnurrbart) und "November" zusammen. Während des gesamten Monats lassen sich Männer einen Schnurrbart wachsen, um auf diese wichtigen Themen aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln.

Nachdem Oktober Rosa trug, um auf Brustkrebs aufmerksam zu machen und über das Thema in der Öffentlichkeit zu sensibilisieren, trägt der November einen Schnurrbart für einen guten Zweck.

Was ist Movember?

Alles begann 1999 in der Stadt Adelaide, Australien, aus einer Bierlaune heraus. Zwei Männer hatten die Idee, sich einen Schnurrbart wachsen zu lassen. Damit wollten sie auf Themen rund um die Männergesundheit aufmerksam machen. Sie verkauften T-Shirts, um der Initiative mehr Sichtbarkeit zu verleihen.

Im Konkreten ging es um Prostatakrebs. 2003 bekam die Bewegung richtigen Aufschwung. Zwei Freunde wurden von dieser Idee inspiriert, diese Bewegung zu gründen und weiter voranzubringen. Die erste Veranstaltung brachte 30 Männer zusammen. Die Aktion wiederholte sich jährlich, um dabei Geld zu sammeln, das an die Prostate Cancer Foundation of Australia (PCFA) ging.

Ihr Hauptziel: Sensibilisierung für psychische Gesundheit und Suizidprävention, Prostatakrebs und Hodenkrebs und Sammeln von Spenden, um Organisationen auf dem Bereich Prävention und Gesundheit zu unterstützen.

Seit ihrer Gründung hat die Stiftung weltweit mehr als 1.325 Projekte finanziert, die die Erforschung und Behandlung verschiedener Männerkrankheiten zu verbessern.

Im November lassen sich viele Männer einen Schnurrbart wachsen, um auf die gesundheitliche Vorsorge aufmerksam zu machen. Immer häufiger liest man von berühmten Persönlichkeiten, die an Prostata- oder Hodenkrebs erkrankt sind. Zudem sterben Männer im Durchschnitt jünger, leiden häufiger unter psychischen Problemen und begehen öfter Suizid als Frauen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass jährlich etwa 510.000 Männer durch Suizid ihr Leben verlieren - das entspricht einem Mann pro Minute.

Mit dem Schnurrbart als Symbol rufen Männer weltweit dazu auf, sich mit Themen wie Prostata- und Hodenkrebs, psychischen Erkrankungen und Suizidprävention auseinanderzusetzen.

Das Ziel ist es, das Bewusstsein in der Bevölkerung zu stärken und Männer zu ermutigen, auf Symptome zu achten und Beschwerden ernst zu nehmen. Denn: Oft wird medizinische Hilfe erst gesucht, wenn die Beschwerden nicht mehr ignoriert werden können. Regelmäßige Arztbesuche und Vorsorgeuntersuchungen sind das A und O, um bereits vorhandene Therapieoptionen nutzen zu können.

Allein in Deutschland werden jährlich etwa 70.000 Prostatakrebs-Neuerkrankungen diagnostiziert. Dabei zählt Prostatakrebs bei Männern in Deutschland als die häufigste Krebserkrankung. Doch bedauerlicherweise geht nur etwa jeder vierte biologische Mann in Deutschland zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung. Dabei kann der Prostata-Check-up (überlebens-)wichtig sein. Denn: Bei einer frühzeitigen Diagnose sind die Genesungschancen in der Regel sehr gut.

Neben Krebserkrankungen wie Hoden- oder Prostatakrebs wird der Fokus beim „Movember“ auch auf die psychische Gesundheit sowie Suizidprävention gelegt. Alles mit dem Ziel, auf unterhaltsame Weise ein umfassendes Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen.

Die radiochirurgische Praxis sowie deren Partnerpraxen, hier in Kiel urodock, bieten kompetente Beratungen sowie Behandlungen rund um Krebsbefunde an Hoden und der Prostata an. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt darüber hinaus, den ab dem 35. Lebensjahr alle drei Jahre möglichen Gesundheitscheck wahrzunehmen. Ab dem 45. Lebensjahr ist zudem eine jährliche Tastuntersuchung der Prostata und der Genitalien möglich.

Der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (dgppn) zufolge, sind Stand April 2024 jährlich in Deutschland 27,8 Prozent der Menschen von einer psychischen Erkrankung betroffen - das sind rund 17,8 Millionen. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geben nur etwa halb so viele Männer wie Frauen an, sich psychisch belastet zu fühlen. Dem gegenüber steht allerdings ein anderer Fakt: Denn etwa drei Viertel der Suizide in Deutschland werden von Männern begangen.

Move for Movember

Mit einer weiteren Aktion der „Move for Movember“ wird verstärkt auf die psychischen Beschwerden, insbesondere Suizide aufmerksam gemacht. Dabei kann jeder ein Zeichen setzen.

Im gesamten Monat November können dafür 60 Kilometer zurückgelegt werden - egal ob Laufen, Gehen oder Radfahren. Diese 60 Kilometer stehen symbolisch für die 60 Männer, die weltweit jede Stunde durch Suizid sterben.

Egal ob durch Bewegung, Schnurrbart oder Spenden - jede Unterstützung hilft dabei, das Bewusstsein für die Männergesundheit zu stärken.

Das Thema Kommunikation wird bei der Movember-Kampagne großgeschrieben, denn nur wer über seine Beschwerden bzw. Erkrankung spricht, kann auch gezielt agieren.

Im Rahmen des internationalen Movembers sollen Spenden zur Krebsforschung und weiteren Projekten für die Männergesundheit gesammelt werden.

Ursprünglich ist die Movember-Bewegung aus einer Bierlaune heraus entstanden: Zwei Kumpels wollten den Schnurrbart zurück in Mode bringen und verknüpften die Idee mit einer gemeinnützigen Kampagne zum Thema Männergesundheit.

Im ersten Jahr ließen sich 30 australische „Mo Bros“ für den guten Zweck einen Oberlippenbart wachsen. Bis heute sind daraus weit über 6 Millionen Mo Bros auf der ganzen Welt geworden!

Das Ziel der Foundation ist, die Gesundheit von Männern nachhaltig positiv zu beeinflussen. Warum? Weil sie zu jung sterben - und weil man etwas dagegen tun kann und muss! Darum nutzen Mo Bros und Mo Sistas aus der ganzen Welt den November, um gemeinsam dem Thema Männergesundheit die notwendige Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Neben dem Sammeln von Spenden sollen (betroffene) Männer dazu motiviert werden, offener über die eigene Gesundheit zu sprechen - und vor allem häufiger. Mit den gesammelten Fundraising-Spenden unterstützt Movember zum Beispiel internationale Projekte und wissenschaftliche Studien. Anfangs ging es dabei in erster Linie um Hoden- und Prostatakrebs.

Der Schnurrbart ist unser Symbol für eine bessere Männergesundheit. Außerdem erregt er Aufmerksamkeit und regt wichtige Gespräche an. Also mach mit - zeig der Welt, dass du für gesündere Männer und eine gesündere Welt eintrittst.

Wie kann man mitmachen?

So kannst du in nur vier einfachen Schritten mitmachen:

  1. Anmelden: Melde dich online an oder lade dir die Movember-App herunter. Wähle anschließend „Schnurrbart wachsen lassen“ aus.
  2. Richte dein Profil ein: Wenn du angemeldet bist, wird dir dein Mo Space angezeigt. Dabei handelt es sich um dein öffentliches Profil, über das deine Unterstützer alles verfolgen können, was du für die Männergesundheit tust. Lege dein Spendenziel fest. Lass andere von deinem Beweggrund wissen. Lade ein Selfie hoch. Teile es anschließend überall.
  3. Mach dich bereit, deinen Schnurrbart wachsen zu lassen: Beginne den Movember glattrasiert. Und lass ihn dann wachsen. Der Schnurrbart ist ein mächtiges Symbol für gesündere Männer und eine gesündere Welt. Lass ihn faszinieren und in seinen Bann ziehen, damit du lebensrettende Gespräche über die Männergesundheit anregen kannst.
  4. Sammle Spenden: Lass die Welt wissen, was du tust und warum du es tust. Teile deinen Mo Space und bitte sowohl im echten Leben als auch auf Social Media um Spenden. Jede Spende macht einen Unterschied.

Du möchtest dir dieses Jahr keinen Schnurrbart wachsen lassen? Kein Problem. Du hast viele Möglichkeiten:

  • Move For mental health: Jogge oder gehe über den Monat verteilt mindestens 60 km. Diese 60 km stehen für die 60 Männer, die wir weltweit in jeder Stunde durch Suizid verlieren.
  • Host a Mo-Ment: Veranstalte einen Mo-ment. Der Schnurrbart liebt Gesellschaft. Ob groß oder klein. Trifft dich also deine Lieblingsmenschen und habt zusammen Spaß für einen guten Zweck.
  • Mo Your Own Way: Du hast das Sagen. Du machst es auf deine Art. Du erweckst deine Vision vom Spendensammeln zum Leben. Wenn du denkst, dass es der Männergesundheit hilft, stehen wir zu 100 % hinter dir.

Mit dem Geld, das du sammelst, werden die dringendsten Probleme im Bereich der Männergesundheit angegangen.

Warum sich als Unternehmen bei Movember engagieren?

Durch die Teilnahme an Movember zeigt Ihr Unternehmen sein Engagement für die allgemeine Gesundheit, sowohl körperlich als auch psychisch. Durch die Teilnahme an einer gemeinsamen Sache wird ein größerer Zusammenhalt geschaffen, Gespräche und Debatten werden hervorgerufen und ein gemeinsames Ziel verfolgt.

Der Movember schafft neue Verbindungen zwischen Arbeitnehmern, die nicht viel in Beziehung stehen. Auch Themen finden Gehör, die sensibel sind, über die man nicht gerne spricht, die man gerne für sich behält. Ebenso kann es dazu beitragen, ein besseres Zugehörigkeitsgefühl innerhalb des Unternehmens zu entwickeln.

Durch dieses neue Engagement werden positive Werte vermittelt, da Sie als Unternehmen auf die körperliche und geistige Gesundheit setzen. Es ist wichtig, auf Arbeitsebene eine Balance zu schaffen.

Ermutigen Sie die Männer Ihre Teams, an einem Wettbewerb teilzunehmen, bei dem sie sich entweder einen Schnurrbart wachsen lassen oder einen falschen tragen. Aufgrund des Wettbewerbs kann eine freiwillige Spende organisiert werden. Jeder kann soviel geben, was er möchte.

Eine weitere Möglichkeit ist es auch, T-Shirts mit Ihrem Firmenlogo zu bedrucken , wobei der Schnurrbart der zentrale Mittelpunkt ist. Verteilen Sie diese unter Ihren Mitarbeitern und bewerben Sie diese Aktion in sozialen Netzwerken, um eine größere Wirkung zu erzielen.

Sie können den Monat November aber auch nutzen, um Spendenaktionen in den Mittelpunkt zu stellen. Das Geld wird der Movember-Stiftung gespendet. Darüber hinaus können Sie auch Online-Werbeaktionen durchführen, beispielsweise ein Produkt im November zum Verkauf anbieten, bei dem ein Teil gespendet wird.

Organisieren Sie Teamaktivitäten, die Ihren Mitarbeitern gefallen. Das können verschiedene Spiele und Wettbewerbe sein. Dabei werden Punkte gesammelt, die dann in Geld umgewandelt und gespendet werden.

Indem Sie sich für die körperliche und geistige Gesundheit von Männern einsetzen, fördern Sie eine gesunde und unterstützende Unternehmenskultur, stärken Ihr Markenimage und zeigen vor allem, dass jeder Beitrag zählt, um sich für das Wohlbefinden einzusetzen.

Wenn also der November vor der Tür steht, sollten Sie automatisch an einen Schnurrbart denken und kreative Aktionen umsetzen, um wichtige und sensible Themen rund um die Männergesundheit in den Fokus Ihrer internen und externen Kommunikation setzen. Nutzen Sie also den Movember und integrieren Ihre Mitarbeiter in den Aktionsmonat ein. Denn gemeinsam kann viel bewirkt werden.

Der Order of the Moustache (Orden des Schnurrbarts) ist der am wenigsten geheime Verein der Welt. Denn wir möchten, dass jeder weiß, dass wir für gesündere Männer und eine gesündere Welt stehen.

Der Movember ist unsere Zeit, um zusammenzustehen. Wir nehmen es mit psychischer Gesundheit, Suizid, Prostatakrebs und Hodenkrebs auf. Und dass du mitmachst, macht uns nur noch stärker. Der Schnurrbart ruft. Wirst du ihm antworten?

Movember ist eine Community von Rockstars, die Geld sammeln und einen Unterschied in Bezug auf psychische Gesundheit und Suizidprävention, Prostatakrebs und Hodenkrebs machen.

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