Schnur in Haare flechten – Eine detaillierte Anleitung

Wer in den 90ern ein Kind oder Teenager war, kennt sie garantiert: kunterbunte Haarsträhnen, die aus Garn geknüpft waren und den ganzen Sommer über gute Laune und Urlaubsstimmung verbreiteten. Nun kehrt der seinerzeit beliebte Sommertrend zurück! Als DIY-Projekt eignen sich die Haarsträhnen nicht nur für Erwachsene.

Die Kunst des Flechtens gehört wohl zu den ältesten Handwerkskünsten überhaupt. Dabei stützt sich diese Vermutung im Wesentlichen auf zwei Aspekte. Das Flechten an sich ist im Grunde nichts anderes als das gleichmäßige Ineinanderschlingen von mehreren Strängen aus biegsamen Material, im Gegensatz zum Weben werden die einzelnen Stränge, Strähnen oder Fäden dabei allerdings nicht rechtwinklig zugeführt. Benötigt werden mindestens zwei Stränge, die jeweils im Wechsel übereinander gelegt und auf diese Weise miteinander verschlungen werden.

Einer der großen Vorteile beim Flechten ist, dass es nicht unbedingt an bestimmte Materialien gebunden ist. Das bedeutet, man kann beispielweise Haare, Fäden, Garne oder Wolle flechten, Material kann aber genauso Bast, Weide, Rattan, Papier oder auch Teig sein.

Hier ist eine detaillierte Anleitung, wie Sie diese farbenfrohen Akzente selbst erstellen und in Ihr Haar integrieren können.

♥ mit Garn bunt umwickelte Haarsträhne ☮Urlaubshaarsträhne HAIRWRAP♥Sommerfrisur für Mädchen | maVie

Vorbereitung der Haarsträhne

Die Strähne kann unterschiedlich dick werden. Je mehr Fäden verwendet werden, desto größer wird der Durchmesser. Dabei können alle Fäden verschiedene Farben haben.

Steht fest, aus wie vielen Fäden und in welchen Farben die Haarsträhne geknüpft werden soll, werden die Fäden zugeschnitten. Bewährt hat sich aber, die Fäden einen Meter lang abzuschneiden. Einen Faden dabei gute fünf Zentimeter länger abschneiden. Diese paar Zentimeter brauchen wir gleich für die Anfangsschlinge. Beim Zuschneiden kommt es nicht auf den Millimeter an.

Die Strähne braucht eine Schlaufe, damit sie später im Haar befestigt werden kann. Dafür alle Fäden für die Strähne nebeneinander legen und den einen, etwas längeren Faden so positionieren, dass er fünf Zentimeter über die anderen Fäden hinausragt. Dann das Ende dieses Fadens nach unten klappen und auf die anderen Fäden legen. Jetzt einen Faden aus dem Bündel nehmen und alle anderen Fäden damit fest umwickeln. Mit diesem Faden bis zur gewünschten Länge des ersten Abschnitts weiterwickeln. Anschließend mit dem Faden einen kleinen Knoten knüpfen, um diesen Abschnitt zu fixieren.

Ab jetzt können verschiedene Muster geknüpft werden. Das geht am besten, wenn eine Sicherheitsnadel durch die Schlaufe geschoben und am Hosenbein, einem Kissen oder der Sofalehne befestigt wird.

Für alle Abschnitte gilt, dass der Faden, mit dem gearbeitet wird, möglichst fest und eng um die übrigen Fäden gewickelt wird. Außerdem am Ende jedes Abschnitts einen Knoten knüpfen.

Hier ist eine Übersicht verschiedener Muster, die Sie ausprobieren können:

MusterBeschreibung
EinfarbigEinen Faden auswählen und die anderen Fäden damit umwickeln.
Zweifarbige SpiraleZwei Fäden zusammennehmen und gemeinsam um die anderen Fäden herumführen.
ZweifarbigZwei Fäden auswählen. Nun die anderen Fäden zuerst mit einem Faden umwickeln. Den zweiten Faden zunächst lose hängen lassen. Dann den zweiten Faden nehmen und mit etwas größeren Abständen zwischen den Wicklungen um den einfarbigen Abschnitt herumführen.
ÜberkreuztDrei Fäden aus dem Bündel nehmen. Zuerst einen einfarbigen Abschnitt mit einem Faden wickeln. Danach die beiden anderen Fäden über Kreuz um den einfarbigen Abschnitt führen.
GeknotetEinen Faden nehmen, um die anderen Fäden herumführen und einen Knoten knüpfen. Das Ganze mehrfach wiederholen und die Knoten jeweils minimal versetzen.
GeflochtenDie Fäden in drei Gruppen einteilen und ganz normal wie bei einem Zopf flechten.

Um etwas Abwechslung in die Optik zu bringen, kann ein Abschnitt geknotet werden. Dazu einen Faden nehmen, um die anderen Fäden herumführen und einen Knoten knüpfen. Das Ganze mehrfach wiederholen und die Knoten jeweils minimal versetzen. So verlaufen die Knoten spiralförmig um die Strähne herum.

Außerdem ist sichergestellt, dass die Fäden dicht nebeneinandersitzen. Zwischendurch können die Fäden auch geflochten werden. Dazu die Fäden in drei Gruppen einteilen und ganz normal wie bei einem Zopf flechten.

Ist das Ende der Fäden erreicht oder die Strähne lang genug, einen Faden ein paar Runden um das Ende wickeln und mit einem Doppelknoten fixieren. Danach können überstehende Enden abgeschnitten werden.

Befestigung im Haar

Um das bunte Meisterwerk am Haar zu befestigen, gibt es zwei Möglichkeiten. Auf diese Weise kann die Strähne jederzeit wieder abgenommen werden. Die andere Möglichkeit ist, eine hauchdünne Haarsträhne zu nehmen und in drei Partien aufzuteilen. Eine Partie wird nun durch die Schlaufe der Wickelsträhne geführt. Anschließend die Haare einige Zentimeter weit flechten.

Grundsätzlich ist natürlich auch möglich, die Strähne direkt in die Haare zu knüpfen.

Und so werden die geknüpften Strähnen im Haar befestigt: Bereite eine sehr (sehr!) dünne Haarsträhne zum Flechten vor. Eine der drei Haarpartien führst du durch die Schlaufe der Wickelsträhne und flechtest ein gutes Stück.

Neben den beschriebenen Methoden gibt es auch kreative Variationen, wie die "Pippi Langstrumpf"-Frisur, bei der Draht in die Zöpfe eingeflochten wird, um sie abstehen zu lassen. Hierbei wird ein langer, stabiler Draht mit einer Länge von ca. 1,5-facher APL (Around-Pony-Length) mittig gescheitelt und dann über bzw. um die beiden äußeren Drahtsegmente die Englischen Zöpfe herumgeflochten.

Mit etwas Geduld und Kreativität können Sie einzigartige und farbenfrohe Akzente in Ihrem Haar setzen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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