Schauma Shampoo: Inhaltsstoffe im Wandel und ihre Auswirkungen

Schauma ist eine bekannte Marke im Bereich der Haarpflege, die seit vielen Jahren auf dem Markt ist. Im Laufe der Zeit haben sich die Inhaltsstoffe der Schauma Shampoos verändert, was bei einigen Verbrauchern Fragen aufwirft. Dieser Artikel beleuchtet die Thematik und untersucht die möglichen Auswirkungen auf die Verkaufszahlen.

Veränderungen der Inhaltsstoffe: Ein Überblick

Viele Shampoos, darunter auch Schauma, haben in der Vergangenheit Silikone enthalten. Silikone haben den Vorteil, dass sie das Haar leichter kämmbar machen, ihm Glanz verleihen und es glatter erscheinen lassen. Allerdings legen sie sich wie ein Film auf Haar und Kopfhaut und können diese langfristig versiegeln. Dies kann dazu führen, dass die Kopfhaut nicht mehr richtig atmen kann und Schadstoffe nicht mehr ausscheiden kann.

Kritische Inhaltsstoffe in Shampoos

  • Silikone: Verursachen Build-up Effekt, versiegeln Haar und Kopfhaut.
  • Sulfate (SLS/SLES): Aggressive Tenside, die austrocknen und irritieren können.
  • Parabene: Stehen im Verdacht, hormonell zu wirken.
  • PEGs: Können die Haut durchlässiger für Schadstoffe machen.
  • Synthetische Farbstoffe: Einige stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.
  • Synthetische Duftstoffe: Können allergische Reaktionen auslösen.
  • Formaldehyde: Gelten als stark hautirritierend und krebserregend.

Aufgrund dieser Erkenntnisse verzichten immer mehr Hersteller auf Silikone in ihren Shampoos. Auch Schauma hat einige Produkte auf den Markt gebracht, die als "silikonfrei" beworben werden. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf die wachsende Nachfrage der Konsumenten nach Produkten mit unbedenklicheren Inhaltsstoffen.

Die Rolle von Mikroplastik und synthetischen Polymeren

Ein weiteres wichtiges Thema im Zusammenhang mit Shampoo-Inhaltsstoffen ist Mikroplastik. Als „Mikroplastik“ werden alle festen Kunststoffpartikel mit einer Größe von weniger als 5 mm bezeichnet. Sie gehören zu der Gruppe der synthetischen Polymere. Synthetische Polymere aber können vielseitige Formen und Eigenschaften haben.

Flüssige, gel- oder wachsartige Polymere können über die Abwässer in die Umwelt gelangen, da sie durch Kläranlagen nicht immer vollständig gefiltert werden. Viele synthetische Polymere sind geladen und ziehen im Wasser nicht nur verschiedene Giftstoffe an, sondern werden auch von Wasserlebewesen aufgenommen oder lagern sich an ihre Kiemen. So gelangen sie durch den Verzehr von Meerestieren wieder in unseren Nahrungskreislauf. Klärschlämme werden teilweise auch auf Felder ausgebracht.

Auswirkungen auf die Umwelt

Viele dieser Stoffe sind in der Umwelt ebenso schwer abbaubar, wie feste Plastikpartikel. Die Einschätzung der Abbaubarkeit basiert u.a. auf:

  • Microplastics in wastewater treatment plants: Detection, occurrence and removal. Sun et al., 2019.
  • cosmetic products. Duis et al., 2021.
  • Why is high persistence alone a major cause of concern? Cousins et al., 2019.

Es ist wichtig, dass Verbraucher sich über die Inhaltsstoffe ihrer Shampoos informieren und Produkte wählen, die möglichst wenig umweltschädliche Stoffe enthalten.

Verkaufszahlen: Beeinflussen Inhaltsstoffe die Kaufentscheidung?

Die Frage, ob veränderte Inhaltsstoffe die Verkaufszahlen von Schauma Shampoos beeinflussen, ist komplex. Es ist möglich, dass einige Konsumenten aufgrund der Umstellung auf silikonfreie oder mikroplastikreduzierte Formulierungen von der Marke abspringen. Gleichzeitig ist es aber auch wahrscheinlich, dass neue Kunden hinzugewonnen werden, die Wert auf diese Eigenschaften legen.

Es ist wichtig zu bedenken, dass ein Großteil der Bevölkerung kein Problem mit bestimmten Inhaltsstoffen hat oder einfach nicht daran glaubt, dass diese schädlich sind. Werbung spielt hierbei eine große Rolle: Sie kann das Bewusstsein für bestimmte Themen schärfen und die Kaufentscheidung beeinflussen.

Die Strategie, Inhaltsstoffe zu verwenden, die die Haare zunächst besser aussehen lassen, ist aus Herstellersicht durchaus überlegt. Wenn ein Shampoo zunächst gut funktioniert, die Haare aber nach einiger Zeit schlechter werden, suchen die Kunden die Ursache möglicherweise nicht im Shampoo selbst. Stattdessen kaufen sie weitere Produkte der gleichen Marke, um das Problem zu beheben.

Silikonfreie Shampoos: Wirklich besser für Umwelt und Haare? | Marktcheck SWR

Alternativen und Empfehlungen

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auf Naturkosmetik-Shampoos zurückgreifen. Diese sind in der Regel frei von schädlichen Inhaltsstoffen wie Silikonen, Parabenen und synthetischen Duftstoffen. Es ist ratsam, die INCI-Liste (Liste der Inhaltsstoffe) vor dem Kauf zu überprüfen und auf bedenkliche Stoffe zu achten.

Der Hautschutzengel ist eine unabhängige Organisation, die Kosmetikprodukte auf ihre Inhaltsstoffe prüft und Empfehlungen ausspricht. Auf der Webseite des Hautschutzengels können Verbraucher sich über die Inhaltsstoffe von Shampoos informieren und Produkte finden, die ihren Bedürfnissen entsprechen.

Palmöl in Shampoos

Ein weiterer Aspekt, der bei der Wahl von Shampoos berücksichtigt werden sollte, ist der Einsatz von Palmöl. Palmöl wird in vielen Kosmetikprodukten verwendet, da es kostengünstig und vielseitig einsetzbar ist. Allerdings führt der Anbau von Palmöl in Indonesien und Malaysia zur massiven Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten.

Aspekt Information
Palmöl in Kosmetika Oft versteckt hinter Begriffen wie Sodium Palmate oder Elais Guineensis.
Umweltauswirkungen Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten, Freisetzung von Treibhausgasen.
Soziale Konflikte Verlust von Land und Lebensgrundlagen für die einheimische Bevölkerung.
Nachhaltiges Palmöl Palmöl, dessen Produktion nicht zu Regenwaldzerstörung und sozialen Konflikten führt.

Verbraucher können einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten, indem sie Produkte wählen, die kein Palmöl oder nachhaltig produziertes Palmöl enthalten. Es ist ratsam, Hersteller aktiv aufzufordern, kein Palmöl aus Regenwald- und Torflandzerstörung mehr zu verwenden.

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