Sanfter Stufenschnitt: Eine Anleitung für zu Hause

Keine Lust mehr auf platte Haare, die schlaff und leblos herunterhängen? Entscheide dich für die richtige Frisur! Der passende Schnitt hilft, deine Mähne doppelt so füllig erscheinen zu lassen. Wichtig dabei: Stufen! Kürzere Partien schaffen mehr Bewegung und Griffigkeit. Hier findest du eine detaillierte Anleitung, wie du feine Haare selber schneiden kannst, um mehr Volumen und Schwung in deine Mähne zu bringen.

Vorbereitung ist alles

Erstmal vorweg: Wer feine Haare selber schneiden will sollte das nie in Hetze oder bei akutem Zeitdruck machen. Die Haare selbst schneiden ist eine aufregende Sache, für die du ausreichend Zeit einplanen solltest. Mal eben kurz einen eigenen Haarschnitt wagen - das geht nicht gut. Beschäftige dich also zuerst ausführlich mit der Technik und nimm dir einen Abend dafür Zeit. Mit Ruhe wird der Schnitt garantiert besser!

Das richtige Werkzeug

Ganz wichtig ist außerdem, dass du dir eine gute Friseurschere zulegst. Diese professionellen Varianten sind sehr viel schärfer (und bleiben länger scharf), als Bastel- oder Küchenscheren. Bitte nur mit einer echten Profi-Schere schneiden, sonst riskierst du durch stumpfe Klingen Haarbruch und Spliss. Sei beim Umgang etwas vorsichtig - eine schärfere Klinge bietet natürlich auch ein größeres Verletzungsrisiko. Also immer schön langsam arbeiten! Neben einer richtig guten Schere brauchst du noch einen einfachen flachen Kamm.

Professionelle Friseurschere und Kamm sind unerlässlich.

Techniken für sanfte Stufen

Du hast eher Lust auf sanfte Stufen und Front Layers (Stufen im vorderen Bereich)? Auch dafür gibt es die perfekte Technik für zuhause. Hier werden drei Techniken vorgestellt, mit denen man garantiert mehr Volumen und Schwung in die Mähne bekommt.

1. Die Zopf Technik für stark durchgestuftes Haar

Lust auf eine durch und durch gestufte Mähne? Dann solltest du unbedingt die Zopf Technik ausprobieren. Die Haare werden auf dem Rücken in einer schönen V-Form fallen. Die Strähnen werden sowohl an der Vorderseite, als auch am Oberkopf stufig geschnitten. Und das mit einer wirklich einfachen Strategie.

  1. Die Haare sollten trocken oder leicht feucht sein. Bürste sie gut durch und binde dir dann einen sehr hohen Pferdeschwanz - etwa auf Höhe des Haaransatzes. Das sieht zwar etwas komisch aus, aber keine Sorge. So wird der Haarschnitt besonders gut.
  2. Da du feine Haare hast, musst du den Zopf nicht weiter unterteilen. Bei dickeren Haaren würde es Sinn machen, kleine Strähnen abzuteilen und unten mit Haargummis zu versehen. Der Schnitt wird ordentlicher, wenn man mehrere Haargummis benutzt, weil dann die Strähnen alle vernünftig gestreckt sind Teste einfach, ob du das Zopfende problemlos mit einer Hand halten kannst - dann braucht es keine weitere Unterteilung!
  3. Greif dir jetzt deine Schere und kürze das Zopfende um ein bis zwei Zentimeter. Wichtig: Schneide die Haare ganz gerade ab.
  4. Und das wars! Wenn du das Zopfgummi jetzt entfernst und die Haare durchbürstest, werden sie in wunderschönen Stufen fallen.

Butterfly haircut.. kann mir jemand alle Scheren wegnehmen?

2. Front Layers Technik für sanfte Stufen

Diesmal startest du am besten mit handtuchtrockenen Haaren. Du beginnst erst mit dem Durchstufen der vorderen Strähnen. Die neue Länge gilt dann als Guide für die restliche Mähne.

  1. Teile dir als erstes eine Art Dreieck am Haaransatz ab. Finde dafür den höchsten Punkt deiner Augenbrauen und denke dir eine imaginäre Linie nach oben. Dort starten die beiden Eckpunkte des Dreiecks. Der dritte Eckpunkt sollte sich in der Mitte des Kopfes befinden und etwa ein fingerbreit vom Haaransatz entfernt.
  2. Mit einem Kamm teilst du die Haare in diesem Dreieck ab und fasst sie dann in einer Hand zusammen. Kämme die Strähnen durch und kürze sie um ein bis zwei Zentimeter. Wichtig ist wieder, die Haare gerade abzuschneiden.
  3. So - jetzt ist schon mal die Vorderpartie schön durchgestuft. Nun ziehst du die vorderen und dahinterliegenden Strähnen mit dem Kamm senkrecht nach vorne. Du siehst direkt, dass die vorderen Strähnen kürzer ausfallen.
  4. Schneide die restlichen Haare auf dieser Höhe ab. Arbeite dich weiter vor, bis alle Haarenden auf diese Länge gekürzt wurden.

3. Oberkopf Technik für mehr Volumen am Ansatz

Du kämpfst vor allem mit einem platten Ansatz? Dann kann es helfen, die Haare lediglich am Oberkopf durchzustufen. Dadurch fallen sie lockerer, was deine Mähne fülliger wirken lässt. Diese Technik ist vor allem für sehr dünne mittellange Haare geeignet. Sie vertragen nämlich nicht so viele Stufen.

  1. Deine Haare sollten trocken oder nur noch leicht feucht sein. Bürste sie gut durch und teile dann eine Partie am Oberkopf ab. Sie sollte etwa zwei Finger über den Ohren beginnen.
  2. Binde dir aus diesen abgeteilten Haaren einen hohen Pferdeschwanz.
  3. Kämme das Ende vom Pferdeschwanz gut durch und kürze es dann um ein bis zwei Zentimeter. Die restlichen Haare bleiben gleichlang.
  4. Jetzt musst du das Haargummi nur noch entfernen und die Haare durchbürsten. Zack - sanfte Stufen umrahmen dein Gesicht!

Die richtige Haarpflege für mehr Volumen

Tipp: Passe deine Haarpflegeroutine an, um mehr Volumen zu erzielen. Das beginnt schon mit dem richtigen Shampoo! Es sollte das Haar auf keinen Fall beschweren. Ein gutes Volumen Shampoo enthält federleichte ätherische Öle und befreit deine Haare gründlich, aber sanft. Schwache Haarfollikel werden gestärkt und die Haare strotzen vor gesundem Volumen. Deine Mähne fällt dadurch voluminöser, griffiger und sieht glänzender aus. Wichtig ist, dass das Shampoo keine schädlichen Sulfate enthält, welche die Haarstruktur schwächen könnten. Dadurch ist dieses Volumen Shampoo auch sehr gut für strapaziertes, feines Haar geeignet.

Ein Volumen Shampoo kann helfen, das Haar nicht zu beschweren.

Der angesagte "Butterfly Haircut"

Lust auf einen voluminösen Look? Dann ist der virale "Butterfly Haircut" wie für dich gemacht. Stars wie Jennifer Lopez oder Margot Robbie lieben den aktuell angesagten "Butterfly Haircut". Kein Wunder, er verleiht langen Haaren mehr Volumen und kann je nach Styling die Illusion einer Kurzhaarfrisur schaffen. Durch die Kombination zwei absoluter Trend-Haarschnitte, den voluminösen Layers der 70er Jahre mit dem stufigen Rachel-Cut der 90er, feiert der Haarschnitt ein wahres Frisuren-Comeback.

Meist wird der Haarschnitt langem oder mittellangem Haar verpasst. Hier werden in die Längen nur sanfte Stufen eingearbeitet, während die gesichtsumspielenden Haarpartien extrem gekürzt werden. Die Stufe endet hier etwa auf Kinnhöhe und wird nach außen gestylt. So entsteht der Look von sehr langen, herausgewachsenen "Curtain Bangs", die das Gesicht wunderschön federleicht einrahmen und für viel Volumen sorgen. Die schwungvoll gestylten Stufen erinnern nun übrigens an die Flügel von Schmetterlingen - daher der Name!

Styling Tipps für den "Butterfly Haircut"

Der "Butterfly Haircut" lebt von seinem luftigen, federleichten Volumen und Schwung im Haar. Diesen kreierst du am besten mit einem ordentlichen Blowout. Dieses gelingt zum Beispiel ganz klassisch mit Föhn und Rundbürste, mit Lockenwicklern oder Styling-Tools, wie Warmluftbürsten oder dem absoluten Hype-Produkt, den Dyson Airwrap. Dementsprechend solltest du dir auch etwas Zeit beim Styling einplanen. Doch für den ikonischen Volumen-Look der 70er und 90er ist dieser Styling-Schritt unerlässlich.

Jennifer Aniston ist bekannt für ihren stufigen Haarschnitt.

Stufenschnitt: Was du beachten solltest

Jetzt weißt du, wie du feine Haare selber schneiden kannst. Solange du keine drastischen Veränderungen an deiner Haarlänge unternimmst, kann dabei wenig schiefgehen! Lass dir ruhig Zeit und sieh das Haareschneiden als Teil deines Wohlfühlprogrammes an. Dann kann es richtig Spaß machen!

Welche Gesichtsform passt zu einem Stufenschnitt?

Runden Gesichtern schmeicheln gestuft geschnittene Haare am besten. Wenn du dein etwas zu rundlich geratenes Gesicht etwas kaschieren möchtest, eignet sich der Stufenschnitt hervorragend. Wichtig ist, dass du die Haare nicht streng nach hinten stylst, sondern locker ins Gesicht fallen fällst. Tipp: Wenn du dein Haar mit sanften Locken trägst, wird dieser Effekt zusätzlich verstärkt. Da Frauen mit ovalen Gesichtern alles tragen können, ist auch für diese Gesichtsform der Stufenschnitt sehr gut geeignet.

Welche Haarstruktur ist die richtige für einen Stufenschnitt?

Viel wichtiger für den Erfolg eines Stufenschnitts ist weniger die Gesichtsform und mehr die Haarstruktur. Für dickes und schweres Haar ist ein Stufenschnitt ideal. Der Grund dafür ist, dass die Stufen das Haar ausdünnen und dadurch mehr Lebendigkeit verleihen. Bei sehr feinem Haar solltest du hingegen auf allzu starke Stufen verzichten. Hier eignen sich leichte Abstufungen besser, da diese mehr Volumen schaffen können, ohne das Haar zu sehr auszudünnen.

Styling-Helfer für kurze Stufenschnitte:

  • Haarspray
  • Volumenpuder
  • Texturspray

Styling-Helfer für lange Stufenschnitte:

  • Lockenstab
  • Rundbürste
  • Glätteisen

Vor- und Nachteile eines Stufenschnitts

Vorteile Nachteile
  • Mehr Volumen und Bewegung
  • Leichter zu stylen
  • Passt zu vielen Gesichtsformen
  • Kann bei feinem Haar zu dünn wirken
  • Regelmäßiges Nachschneiden erforderlich
  • Nicht für jeden Lebensstil geeignet

Mit den richtigen Techniken und etwas Übung kannst du dir zu Hause einen sanften Stufenschnitt verpassen, der deinem Haar mehr Volumen und Lebendigkeit verleiht. Viel Erfolg!

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