Die Kopfhaut ist ein oft vernachlässigter Bereich unserer Hautpflege, obwohl sie täglich Strapazen ausgesetzt ist. Juckreiz, Entzündungen und Schuppungen können die Folge sein. Schorf auf der Kopfhaut kann sehr unangenehm sein und oft ein Zeichen für eine zugrunde liegende Erkrankung wie seborrhoische Dermatitis sein. In diesem Artikel werden wir die Anwendung von Salicylsäure zur Behandlung von Kopfhautproblemen wie Schorf, Schuppen und Haarausfall untersuchen.
Schorf und Schuppen werden oft synonym verwendet, sind aber nicht dasselbe. Bei Schuppen handelt es sich um trockene oder fettige Hautpartikel, die sich leicht von der Kopfhaut lösen. Schorf hingegen ist eine festere, zusammenhängende Kruste, die sich auf der Kopfhaut bildet. Anders als Schuppen haftet Schorf stark an der Haut und kann beim Entfernen kleine Wunden hinterlassen. Zudem geht Schorf häufig mit Juckreiz, Rötungen und manchmal sogar nässenden Stellen einher.
Hinter Schorf auf der Kopfhaut steckt häufig eine seborrhoische Dermatitis. Diese chronisch-entzündliche Hauterkrankung tritt besonders an Stellen mit vielen Talgdrüsen auf - vor allem auf der Kopfhaut, im Gesicht und hinter den Ohren. Die Entzündungen an der Kopfhaut können die Haarwurzeln schwächen und die Haarfollikel in ihrer Funktion stören. Besonders, wenn sich der Schorf direkt an den Haarwurzeln bildet, können die Haare abbrechen oder ausfallen.
Nicht nur wenn es um Gesichtspflege geht, ist Salicylsäure ein echter Alleskönner - auch im Bereich der Haarpflege gewinnt die Formel aktuell einen immer höheren Stellenwert in der Schönheitsindustrie. Salicylsäure ist ein chemisches Derivat von Salicin, einem natürlichen Inhaltsstoff, der in der Rinde von Weidenbäumen gefunden wird. Wird er in die Haarpflege integriert, entfalten sich zahlreiche positive Effekte, die zu einer besonders gründlichen Reinigung der Kopfhaut und gesunden Haaren beitragen können. So kann es die Kopfhaut regelmäßig und ohne zusätzlichen Aufwand von toten Zellen befreien und die Poren verkleinern.
Salicylsäure ist besonders deshalb so beliebt, weil es sich unglaublich leicht in die Haarpflege integrieren lässt. Mit Salicylsäure Shampoo können Sie das Produkt ganz einfach in Ihre alltägliche Haarpflege integrieren. Sie kann die Kopfhaut besonders gründlich reinigen und dabei die Funktion der Talgdrüsen regulieren. Sie befreien die Kopfhaut von Rückständen, die andere Shampoos oder Stylingprodukte eventuell hinterlassen haben. Sie entfaltet auf der Kopfhaut einen Peeling-Effekt: trockene oder abgestorbene Hautschüppchen werden bei der Haarpflege abgetragen.
Bei topischer Applikation haben Salicylsäure-Präparate keratolytische und antiinflammatorische Wirkungen. Salicylsäure kann topisch zur Linderung leichter, beginnender Akne, zur Lösung von Schuppen und Krusten bei Kopfhauterkrankungen wie Psoriasis, Dermatitis seborrhoides capitis, Pityriasis sicca sowie bei Hühneraugen und Hornschwielen eingesetzt werden.
Salicylsäure wirkt bei topischer Anwendung keratolytisch und antientzündlich sowie schwach antimikrobiell gegen grampositive und gramnegative Bakterien, pathogene Hefen, Dermatophyten und Schimmelpilze. Die keratolytische Wirkung beruht auf der direkten Einwirkung auf die interzellulären Kittsubstanzen bzw. die Desmosomen und bewirkt eine Auflösung des Zusammenhaltes zwischen den Hornschichtzellen.
Salicylsäure penetriert in Abhängigkeit von der Grundlage und penetrationsbeeinflussenden Faktoren (z.B. Hautzustand) rasch in die Haut. Die perkutane Resorption ist u.a. erhöht bei psoriatischer Erythrodermie bzw. Dermatosen, die mit entzündlichen oder erosiven Veränderungen der Haut einhergehen. Die systemische Metabolisierung von Salicylsäure erfolgt durch Konjugation mit Glycin zu Salicylursäure, mit Glucuronsäure an der phenolischen OH-Gruppe zu Etherglucuronid und an der COOH-Gruppe zu Esterglucuronid bzw. durch Hydroxylierung zu Gentisinsäure bzw. Dihydroxybenzoesäure. Die Ausscheidung erfolgt überwiegend renal. Die Halbwertszeit von Salicylsäure liegt bei normalen Dosen zwischen 2 - 3 Stunden.
Salicylsäure 1%ige Lösung wird ein- bis zweimal täglich dünn auf die erkrankten Hautpartien aufgetragen. Bei Erwachsenen darf eine Tagesdosis von 2 g Salicylsäure und bei Kindern eine Tagesdosis von 0,2 g Salicylsäure nicht überschritten werden. Die Lösung ist mit dem Spatel zu entnehmen, auf die zu behandelnde Fläche aufzutragen und trocknen zu lassen. Zum Schutz der umliegenden Haut ist eine Abdeckung mit Zinkpaste oder Vaseline empfehlenswert. Hühneraugen und Hornschwielen lassen sich in der Regel nach 3 bis 4 Tagen nach einem warmen Fußbad entfernen.
Salicylsäure Lösung bzw. Für die Behandlung der gesamten Kopfhaut sind 1,0 g Salicylsäure ausreichend. Salicylsäure Lösung 10% wird mit Hilfe der Applikatorflasche direkt auf die trockene Kopfhaut aufgetragen und leicht einmassiert. Die Einwirkungszeit sollte mindestens 10 Minuten betragen, kann jedoch je nach Schweregrad der Schuppen- und Krustenbildung auf maximal 30 Minuten ausgedehnt werden. Nach der Einwirkungszeit wird die Lösung bzw. Die Anwendung sollte kurmäßig über einen Zeitraum von mindestens 3 bis 4 Wochen erfolgen. Bei sehr starken Schuppen und Krusten kann die Behandlung kurzfristig mit einer täglichen Anwendung eingeleitet werden. Die maximale tägliche Dosis von 2 g Salicylsäure darf nicht länger als 1 Woche angewendet werden.
Salicylsäure ist mit verschiedenen Wirk- und Hilfsstoffen inkompatibel und kann die Freisetzung von verschiedenen Wirkstoffen beeinträchtigen. Eine Therapie mit Salicylsäure Lösung bzw. Bei bestimmungsgemäßer Anwendung von Salicylsäure auf der Haut bzw. Kopfhaut darf während der Behandlung gestillt werden.
Psoriasis, die man auch Schuppenflechte nennt, kann sich an verschiedenen Bereichen des Körpers ausprägen. Etwa 1,5 bis 2 Prozent der Deutschen leiden an der Autoimmunerkrankung Psoriasis. Sehr häufig befinden sich die schuppenden Hautareale auf der behaarten Kopfhaut. Diese ist möglicherweise sogar der häufigste Manifestationsort der Psoriasis. Es gibt verschiedene Arten der Psoriasis. Die Form der Schuppenflechte, die sich zumindest zu 80 Prozent auf der Kopfhaut befindet, bezeichnet man als Psoriasis der Kopfhaut, das heißt in der Fachsprache Psoriasis capillitii oder Psoriasis capitis.
Psoriasis auf der Kopfhaut zu behandeln stellt eine besondere Herausforderung dar. Von den Medizinern wird die Psoriasis capitis generell als „schwierig zu behandeln“ eingeordnet. Sie bedarf in der Regel einer längeren Therapiedauer, bis hin zu mehreren Monaten. Die Haare behindern sowohl die Applikation der topischen Substanzen, als auch die Ablösung der Schuppen. Außerdem halten sie UV-Licht von der Haut ab, das sonst in Form der UV-Lichttherapie bei Psoriasis angewendet werden kann.
Psoriasis am Kopf zu behandeln erfordert einerseits die konsequente Behandlung der Entzündungsreaktion und andererseits die Normalisierung der Kopfhaut mit Reduzierung der Schuppen. Um die Schuppen aufzuweichen und zu lösen, kann abends beispielsweise 10prozentige Salicylsäure in Olivenöl gründlich in die Kopfhaut eingerieben werden. Über Nacht deckt man das Ganze mit einer Badekappe ab, um das Einwirken zu verbessern und die Bettwäsche zu schützen. Morgens wird dann alles mit einem Teershampoo ausgewaschen.
Auch bei Psoriasis am Kopf kann Salicylsäure angewendet. Jedoch können auch hier die hautreizenden Eigenschaften ein begrenzender Faktor sein. Diese Therapie darf auch nur unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden.
Auch wenn Salicylsäure in vielen Fällen positive Effekte auf die Kopfhaut hat, ist es wichtig, die chemische Verbindung in der richtigen Dosis und in der geeigneten Situation anzuwenden. Salicylsäure kann in hohen Konzentrationen möglicherweise Irritationen hervorrufen und bei empfindlicher Haut oder Schleimhäuten zu Reizungen führen. Wenn Ihr Shampoo Salicylsäure enthält, sollten Sie deshalb sicherstellen, dass es nicht in die Augen oder die Schleimhäute gelangt und es nach der Anwendung gründlich ausspülen.
Auf keinen Fall sollten Patienten mit Schuppenflechte am Kopf eigenständige Therapieversuche durchführen, die nicht mit dem Hautarzt oder zumindest dem Hausarzt abgesprochen sind.
Sind Sie auf der Suche nach Shampoo mit Salicylsäure, weil Sie unter Haarausfall leiden, oder Sie die Vermutung haben, dass ein seborrhoisches Ekzem Kopfhaut Probleme verursacht? Dann gibt es wahrscheinlich einige Produkte, die besser für Sie geeignet sind als Salicylsäure Shampoo. Statt mit Salicylsäure Haarausfall und Kopfhauterkrankungen wie seborrhoische Dermatitis der Kopfhaut zu behandeln, empfehlen wir in diesen Situationen klinisch getestete Shampoos wie zum Beispiel die Pflegeprodukte von Neofollics. Das Neofollics Shampoo, der Neofollics Conditioner und die Neofollics Tabletten können nicht nur fettige Haare oder Schuppen behandeln, sondern auch bei Haarausfall sehr wirksam und effektiv sein.
Der Hautarzt in der Nähe unserer Apotheke verordnet in solchen Fällen häufig ein Kopföl und spricht eine Empfehlung für ein medizinisches Kopföl aus. Betrachten wir die Rezeptur etwas genauer:
Aufgetragen werden soll diese Zubereitung auf die behaarte Kopfhaut und über Nacht einwirken. Am nächsten Tag Haare waschen, entweder mit dem empfohlenen medizinischen Shampoo oder einem anderen milden Shampoo. Dieses sollte am besten parfümfrei sein, somit eignet sich nicht unbedingt Babyshampoo.
Die im Kopföl enthaltene Salicylsäure dient zum Ablösen hartnäckiger Schuppen und sorgt für eine glatte und ebenmäßige Kopfhaut. Dadurch finden sich weniger peinliche Hautschüppchen auf Kragen und Schultern. Außerdem wirkt sie antiphlogistisch (entzündungshemmend) und auch ein wenig fungizid (pilzabtötend).
Salicylsäure und Cortisone werden häufig in Kombinationen verordnet, da die Säure die Haut aufweicht und die Cortisone besser und effektiver in tiefere Hautschichten eindringen können.
Die Zubereitung des Kopföls erfolgt in zwei Schritten. Für den ersten benötigen wir einen Magnetrührer mit Heizfunktion und entsprechendem Rührfisch. Dann wird in ein ausreichend großes und tariertes Becherglas die Salicylsäure eingewogen und unter Erwärmen in Rizinusöl gelöst. Natürlich muss bei den pulvrigen Bestandteilen der Korrekturfaktor berücksichtigt werden.
Hat sich die Salicylsäure weitgehend gelöst, wird das Cortison dazugegeben und solange homogenisiert bis in dem dickflüssigen transparenten Öl keine Schwebeteilchen mehr zu finden sind. Währenddessen kann die Temperatur nach unten reguliert werden, damit der Ansatz bereits abkühlen kann. Ist die erste Phase etwas abgekühlt und alle Bestandteile sind gelöst, wird das Olivenöl hinzu gegeben. Das Endergebnis ist ein klares grünliches Ölgemisch mit charakteristischem Geruch nach Olivenöl.
Neben Salicylsäure gibt es auch andere Produkte, die zur Pflege der Kopfhaut eingesetzt werden können. Dazu gehören:
Schorf auf der Kopfhaut ist häufig ein Symptom der seborrhoischen Dermatitis und geht mit Juckreiz, Rötungen und hartnäckigen Schuppen einher. Spezielle Shampoos mit Wirkstoffen wie Selenium Disulfid und Salicylsäure helfen dabei, Schorf sanft zu lösen und das Hautgleichgewicht wiederherzustellen. Mit einer konsequenten Pflege und passenden Produkten kannst du die Symptome deutlich reduzieren und erneuten Schüben vorbeugen. Meistens spürst du schon nach wenigen Anwendungen eine merkliche Wirkung.
Salicylsäure ist ein vielseitiger Wirkstoff, der bei verschiedenen Kopfhautproblemen eingesetzt werden kann. Es ist jedoch wichtig, die richtige Dosierung zu beachten und bei Unsicherheiten einen Arzt oder Apotheker zu konsultieren.
| Merkmal | Shampoo A | Shampoo B | Shampoo C |
|---|---|---|---|
| Salicylsäure Konzentration | 1% | 2% | 3% |
| Weitere Wirkstoffe | Zinkpyrithion | Teebaumöl | Aloe Vera |
| Geeignet für | Leichte Schuppen | Mittlere Schuppen | Starke Schuppen und Psoriasis |
| Preis | €10 | €15 | €20 |
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