Sahra Wagenknecht ist eine bekannte Persönlichkeit in der deutschen Politik. Viele kennen sie, weil sie eine Frau ist und ein bestimmtes Aussehen hat. Doch hinter dieser Projektionsfläche verbirgt sich mehr.
Wie Politiker in Interviews oder Reden wirken, hängt maßgeblich von ihrer nonverbalen Kommunikation ab - Mimik, Körpersprache und Stimme spielen eine entscheidende Rolle. Die Worte sind selbstverständlich auch wichtig. Mimik und Körpersprache können jedoch nur Hinweise auf den Zustand einer Person geben, niemals Beweise.
Die emotionale Beteiligung drückt aus, wie intensiv die Gefühle hinter den gesprochenen Worten einer Person sind. Dieser Punkt wirkt sich darauf aus, ob wir das Gefühl haben, ein Mensch steht hinter dem, was er sagt.
Zweitens zieht Wagenknecht in der Mimik hauptsächlich die Augenbrauen zusammen, um ihren Worten mehr Kraft und Bestimmtheit zu verleihen. Hin und wieder hat sie aber auch ihre Augenbrauen-Innenseiten hochgezogen. Das Hochziehen der Augenbrauen-Innenseiten drückt Betroffenheit aus.
Die Mimik, insbesondere die Bewegung der Augenbrauen, spielt eine wichtige Rolle in der nonverbalen Kommunikation. Zusammengezogene Augenbrauen können Ärger oder Entschlossenheit signalisieren, während hochgezogene Augenbrauen Überraschung oder Betroffenheit ausdrücken können. Wagenknecht nutzt diese Elemente gezielt, um ihre Botschaften zu verstärken.
Die "Nachdenkseiten" wandelten sich vom linken Medium zur Plattform mit Putin-Narrativen. Markus Linden: Zunächst einmal sind selbsternannte Alternativmedien, also Medien abseits der herkömmlichen Medienlandschaft, nichts Verwerfliches. Aber diese Szene hat sich in Deutschland spezifisch in Opposition zu den etablierten Medien gebildet.
Die Alternativmedien sehen in ihnen ein Konglomerat zur Sicherung der Macht einer politischen Elite. Die Gefahr von Alternativmedien besteht mithin darin, dass sie immer wieder darauf angewiesen sind, diesen Gegner als vermeintliche Elite an die Wand zu malen. Die Nachdenkseiten vertreten ohne Zweifel eine prorussische Agenda.
Das wird verpackt, indem man kritisch gegenüber dem Westen ist und kaum über russische Kriegsverbrechen berichtet. Auf den Nachdenkseiten gibt es keinen Pluralismus, sondern eine strikte Agenda. Es geht immer gegen den Westen und die USA. Das ist das Axiom, an dem sich die Seiten ausrichten.
Im Gegensatz zu anderen Alternativportalen wie KenFM, das heute apolut heißt, Compact Online oder Auf1, die dezidiert Verschwörungstheorien verbreiten, geschieht das bei den Nachdenkseiten nicht so offensichtlich. Die Seiten bemühen sich, keine offensichtlichen Fake News zu verbreiten. Stattdessen arbeiten sie mit der Methodik des Fragestellens.
Linden: Die Nachdenkseiten sind ein klares Propagandainstrument des BSW, wobei die Verbindungen nicht so direkt sind. Oskar Lafontaine schreibt zwar regelmäßig für die Seiten, aber er ist kein direkter Akteur des BSW. Man versucht, diese Verbindungen nicht zu eng werden zu lassen. Es gibt aber immer wieder Gastbeiträge oder wohlwollende Interviews vom BSW auf den Seiten.
Das Portal und auch die Berliner Zeitung bilden ein mediales Vorfeld für das BSW, wo sie Agenda und Narrative setzen. Die Seiten sagen zwar, dass sie nichts mit der AfD zu tun haben, gleichzeitig teilen sie viele Punkte. Das zentrale Thema der AfD, die Migrationspolitik, bespielen die Seiten aber überhaupt nicht. Das Portal konzentriert sich vollkommen auf die Außenpolitik und betont hier die AfD-Parallelen.
Renate Schmidt: Ich halte Frauen nicht generell für die besseren Menschen und habe nur den Eindruck, dass sie bisher weniger Gelegenheiten gehabt haben, Fehler zu machen, und ich glaube nicht, dass sich jetzt so viel ändert dadurch, dass dort eine Frau ist.
Vielleicht können Frauen ein Stückchen besser zuhören, vielleicht sind Frauen weniger hierarchisch organisiert als Männer, aber das sind eher Vorurteile als Urteile. Ich glaube nicht, dass sich durch Frauen generell etwas in die eine oder andere Richtung ändert. Es gibt sehr negative Beispiele von Frauen, die in Regierungsverantwortung waren, und es gibt auch positive Beispiele.
Aber auch heute noch ist es so, dass bei Frauen immer über ihr Aussehen diskutiert wird. Keiner hat sich über die buschigen Augenbrauen von Theo Waigel irgendwie aufgeregt oder über die schlecht sitzenden Anzüge von Helmut Kohl. Frauen haben immer darauf zu achten, wie sie aussehen und was sie für eine Frisur haben.
Ich bin halt nun mal eine Frau und ich bin es gerne und ich würde jeder anderen Politikerin raten, zu ihrem Frausein zu stehen. Das ist schließlich keine Schande. An solchen Stellen habe ich mich damals dann schon angepasst und man musste auch in der Sprache versuchen, sich männlichen Vorstellungen ein Stückchen anzupassen.
tags: #Sahra #Wagenknecht #Augenbrauen #Analyse
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