Im Leben treten Krankheiten nicht einfach genetisch bedingt oder durch Zufall generiert auf - selbst genetische Veranlagungen sind kein unausweichliches Schicksal. Eine Krankheit ist immer eine Folge eines bestimmten Gedankenmusters. An dieser Stelle kommt die Psychosomatik ins Spiel.
Die Psychosomatik sieht den Körper als Darstellungs- oder Verwirklichungsebene des Bewusstseins und damit aller Prozesse und Veränderungen, die im Bewusstsein ablaufen. Gerät daher ein Mensch in seinem Bewusstsein ins Ungleichgewicht, so wird dies in seinem Körper als Symptom sichtbar und erlebbar.
Die heutzutage schulmedizinisch übliche Einteilung in somatische, psychosomatische, psychische und geistige Krankheiten verhindert das tiefere Verständnis der Krankheit. Die „neue“ Psychosomatik betrachtet jede Krankheit als psychosomatisch und wendet so ihren Blick auf alle Symptome und lässt keine Ausnahmen zu.
Die Krankheit beginnt, wenn wir merken, dass sich ein Symptom manifestiert hat. Das Symptom ist das Stichwort, denn es gilt ihm Achtung zu schenken.
Viele bewusste Menschen wissen, dass die Krankheit etwas bedeutet, aber mehr auch nicht. Der erste Schritt, um die eigene Situation besser zu verstehen ist, erst einmal in sich zu gehen, sich der Situation gewahr zu werden und sich selbst zu konsultieren.
Es ist so wichtig, sich daran zu erinnern, dass wir eigenverantwortlich leben und ganz und gar nicht hilflos sind. In solchen Situationen gilt es, unsere Intuition zu nutzen: Wir horchen ins uns hinein, ohne den verkrampften Verstand, egal ob meditierend oder nicht, und nehmen unsere innere Stimme wahr, sprich: den sechsten Sinn. Der 6. Sinn ist die Kommunikation unserer Seele, welche uns zeigen möchte, wie wir unser Leben in Liebe leben können. Beginnen wir diese Liebe wieder zu spüren, indem wir ihr zu hören, fühlen wir uns wieder geborgen und können beginnen, authentisch das zu leben was uns glücklich macht, ganz und gar frei von äußeren Einflüssen.
Die Seele kommuniziert über den sechsten Sinn mit Gefühlen, Bildern und plötzlichen Eindrücken. Es gilt also diesen intuitiven Eindrücken mehr Gehör zu schenken. Eigene Deutungen sind immer besser als fremde Meinungen. Und auch wenn sie nicht ganz stimmen, lassen sie sich ganz wunderbar durch bereits vorhandene Deutungen ergänzen.
Die betroffene Region im weitesten Sinne ist bei Haarausfall der Kopf. Der Kopf wird oft als Symbol von Vernunft und Denken interpretiert (heller, brillanter Kopf, einen kühlen Kopf bewahren). Der Kopf ist Form des Selbstausdrucks und manchmal der Arroganz (hoch erhobenen Hauptes einherschreiten).
Die Aufgabe der Haare ist es also Stärke, Schönheit und Glanz zu vermitteln, den eigenen Freiheitsanspruch zu vertreten und Macht, Stärke und würde zu demonstrieren.
Weiter gehen wir zu den Haaren. Die Haare, im genauen die Haupthaare (zu unterscheiden von Körper- und Barthaaren) haben ihre symbolische Bedeutung in der Freiheit, Vitalität und Unbekümmertheit (alte graue Zöpfe abschneiden, sich keine grauen Haare wachsen lassen) und stehen für urwüchsige, ungebändigte Kraft. Auch symbolisieren sie Macht, so. ließen sich die Hippies die Haare willentlich lang wachsen (sodass sie die Ohren verstecken, das Organ des Gehorchens) und Soldaten ist es, wie früher auch Sklaven, nicht gestattet die Haare lang zu tragen.
Die Kopfhaltung eines Menschen verrät, ob dieser „geradeheraus“ ist, der leicht geneigte Kopf verrät den sich einschmeichelnden, um Nachsicht und Milde Bittenden.
Verschiedene Arten von Haarausfall.
Auf der Symptomebene steht der Haarausfall für die Mauserung, der Betroffene muss für Vergangenes zahlen (Haare lassen, nicht ungeschoren davonkommen). Die Haare stehen außerdem für das Alte und Vergangene, für alte Strukturen. Das Alte will schwinden, es wächst zu wenig neues nach.
Auch steht Haarausfall für den Verlust von Macht, Einfluss und Freiheit, man fühlt sich nackt und roh wie in frühkindlichen Zeiten. Die Bearbeitung dessen besteht darin, alte Strukturen loszulassen, Neuem Platz zu machen und sich selbst einzugestehen, dass zu wenig Neues kommt.
Auch muss ich mich fragen, ob ich alte Schuld mit mir herumtrage, ob ich mir selbst etwas schuldig geblieben bin. Haarausfall ist eine Art von Selbstbestrafung - welche innere Anforderung stelle ich an mich? Kann ich ihr nachkommen, anstatt sie in Form von Haarverlust abzubüßen?
Ein Kranker wird stets gefragt: „Was fehlt Dir?“. Das ist ja doch sehr aufschlussreich, denn eine Krankheit bzw. ein Symptom bedeutet immer, dass etwas fehlt. Es fehlt an Bewusstsein und dafür hat man das Symptom.
Krankheit kennt nur das Ziel der Heil-Werdung - der Heil-ung. Heilung meint immer eine Annäherung an die Ganzheit des Bewusstseins, eine Integration jenes alles umfassende Eins, in dem die Gegensätze noch ununterschieden ruhen- fort von dem stets richtenden, alles aufspaltenden Verstand. Heilung meint, dass der Mensch heiler, also „ganzer“ geworden ist. Krankheit und Heilung sind also Begriffe, die sich auf das Bewusstsein beziehen. Das Symptom kann uns verraten, was uns auf diesem Wege zur „Heilung“ noch fehlt.
Haarausfall kann viele Ursachen haben.
Ruediger Dahlke nutzt hierzu in seinem Buch „Krankheit als Symbol - Handbuch der Psychosomatik“ folgenden sehr treffenden Vergleich: „Ein Auto besitzt verschiedene Kontrolllampen am Armaturenbrett, die nur dann aufleuchten, wenn irgendeine wichtige Funktion des Autos nicht mehr gesetzmäßig funktioniert. Leuchtet nun im konkreten Fall während einer Fahrt ein solches Lämpchen auf, so sind wir hierüber keineswegs erfreut. Wir fühlen uns von diesem Signal aufgefordert, unsere Fahrt abzubrechen. Trotz unserer verständlichen Beunruhigung wäre es aber dumm, auf das Lämpchen böse zu sein; schließlich informiert es uns über einen Vorgang, den wir sonst gar nicht so schnell wahrgenommen hätten, da er für uns in einem »unsichtbaren« Bereich liegt. So nehmen wir nun das Aufleuchten des Lämpchens als Anstoß, einen Automechaniker zu rufen mit dem Ziel, dass nach dessen Intervention das Lämpchen nicht mehr leuchtet und wir ruhig weiterfahren können. Doch wir wären sehr erbost, würde der Mechaniker dieses Ziel verwirklichen, indem er lediglich 20 die Birne des Lämpchens entfernt. Zwar brennt das Lämpchen nun nicht mehr - und das wollten wir eigentlich auch -, aber der Weg, der zu diesem Ergebnis führte, ist uns zu vordergründig. Wir halten es für sinnvoller, das Leuchten des Lämpchens überflüssig zu machen, anstatt es an seinem Leuchten zu hindern. Dazu allerdings müsste man den Blick vom Lämpchen lösen und auf dahinterliegende Bereiche richten, um herausfinden zu können, was eigentlich nicht in Ordnung ist.
Damit verliert das Symptom seine Bedeutung als Signal.
tags: #rudiger #dahlke #haarausfall #ursachen
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.