Ein lästiger Rotstich im Haar kann unterschiedliche Ursachen haben. Wie stark er jedoch ausgeprägt ist, hängt hauptsächlich an den im Haar vorhandenen natürlichen Farbpigmenten. Statt dem frischen Salon-Look schleicht sich plötzlich ein lästiger Rotstich in die Mähne ein. Doch keine Sorge, es gibt viele Wege, um unerwünschte Rottöne loszuwerden oder zu kaschieren. Hier sind hilfreiche Tipps und Tricks, mit denen man den Rotstich nicht nur entfernen, sondern ihn von Anfang an vermeiden kann.
Einer der häufigsten Gründe für unerwünschte Rotpigmente sind eine inkorrekte Aufhellung der Haare. Aber auch natürliche Umwelteinflüsse wie etwa starkes Sonnenlicht oder Chlorwasser können den rötlichen Schimmer im Haar verursachen.
Dieter Bonnstädter, Star-Friseur & Visagist, erklärt: „Messing findet sich normalerweise in allen Haarpigmenten wieder. Grundsätzlich gilt jedoch: Je dunkler die natürliche Haarfarbe, desto mehr natürliche Rotpigmente sind im Haar verfügbar.“
Egal ob Blond, Braun oder auch Schwarz - jede Haarfarbe ist ein Mix aus verschiedenen Farbpigmenten mit unterliegenden Grundtönen. Bei blonden Haaren ist der Grundton meist Gelb, bei brünettem Haar zunehmend Orange und bei schwarzem Haar Rot. Werden die Haare dann chemisch behandelt, kommen diese Pigmente oftmals zum Vorschein und ändern die natürliche Farbe.
Grundsätzlich entsteht ein Rotstich vor allem bei einem Haaraufhellungs-Prozess. Um die dunklere Farbe aus den Haaren zu entziehen, werden starke Chemikalien wie etwa Wasserstoffperoxid verwendet. Während der Aufhellung wird die Schuppenschicht der Haare leicht geöffnet, um die natürlichen Farbpigmente zu bleichen. Das Problem: Häufig bleiben rote Pigmente zurück, da diese durch ihre besondere chemische Struktur am schwersten zu lösen sind.
Ein starker Rotschimmer im Haar lässt sich am sichersten durch den Gang zum Friseur entfernen. Der Profi kann in nur wenigen Blicken herausfinden, welche Ursache den Rotstich bewirkt hat und wie sich dieser am besten entfernen lässt.
Bei einem dezenten Rotstich kann man auf eine regelmäßige Tönungswäsche setzen. Die in der Tönung enthaltene demi-permanente Farbe kaschiert nicht nur unerwünschte Rottöne, sondern verleiht dem Haar auch einen schönen Glanz. Besonders wichtig ist, dass in der Tönung ein aschiger Unterton vorhanden ist. Das bedeutet, dass sich kühle, komplementäre Farbpigmente wie blau oder grün darin befinden, um perfekt gegen den Rotstich zu wirken.
Während rote Pigmente oftmals erhalten bleiben, setzen sich die natürlichen blauen Farbpartikel beim Färben und Waschen schnell ab. Das Resultat: ein rötlicher Schimmer. Um dem vorzubeugen, sollten mindestens einmal die Woche (oder alle zwei Wochen je nach Dringlichkeit) ein blaues Shampoo verwendet werden. Aber warum gerade Blau? Weil das blaue Shampoo bei brünettem Haar einen komplementären Kontrast bildet und so den Rotschimmer neutralisiert. Bei blondem Haar kann auch ein Lila-Silbershampoo helfen, um den rötlichen Schimmer zu entfernen.
Übrigens: Neben dem wöchentlichen Silbershampoo sollte auch beim normalen Haarewaschen immer darauf geachtet werden, ein spezielles Shampoo für gefärbte Haare zu verwenden. Vor allem solche ohne Sulfat wirken farbschützend und verhindern ein schnelles Verblassen.
Blondes Haar reagiert besonders empfindlich auf Umwelteinflüsse und chemische Prozesse - ein Rotstich fällt hier besonders schnell auf. Um den ungewünschten Rotton zu neutralisieren, empfiehlt sich die regelmäßige Nutzung eines hochwertigen Silbershampoos mit violetten oder blauen Pigmenten. Diese wirken gezielt gegen warme Töne und helfen, den kühlen, klaren Blondton wiederherzustellen. Für ein intensiveres Ergebnis kann zusätzlich eine Silberspülung oder ein abgestimmter Farbconditioner verwendet werden. Wichtig: Auf keinen Fall zu oft anwenden, da das Haar sonst einen Grauschleier bekommen kann. Lieber in regelmäßigen Abständen arbeiten und auf eine pflegende Haarroutine setzen, um das Blond schön frisch zu halten.
Braunes Haar neigt aufgrund seines natürlichen Pigmentprofils besonders häufig zu einem unerwünschten Rotschimmer - vor allem nach dem Färben oder Aufhellen. Um den Rotstich zu neutralisieren, ist ein Shampoo mit blauen Pigmenten die beste Wahl. Blau ist die Komplementärfarbe zu Rot und sorgt für einen optischen Ausgleich, der das Braun wieder satt und kühl erscheinen lässt. Bei hartnäckigem Rotstich kann auch eine professionelle Abmattierung beim Friseur sinnvoll sein. Hier wird mit gezielten Farbmolekülen gearbeitet, die den unerwünschten Ton dauerhaft neutralisieren - für ein gleichmäßiges, kühles Farbergebnis mit langem Halt.
Einen dezenten Rotstich kann man auch problemlos Zuhause entfernen. Vor allem die folgenden, natürlichen Hausmittel sind empfehlenswert:
Eine einfache Lösung aus Apfelessig und Wasser kann schnell und einfach den Rotstich entfernen. Dafür einfach das Wasser aufkochen und etwas Essig hinzufügen. Sobald die Mischung abgekühlt ist, sollte sie gleichmäßig ins Haar einmassiert und nach zehn Minuten gründlich ausgespült werden. Extratipp: Für noch intensiveres Ergebnis kann die Essig-Wasser-Lösung durch zwei Esslöffel Stockrose-Kraut ergänzt werden.
Am besten abends vor dem Waschen etwas warmem Kokosöl auf die Haare auftragen und über Nacht einziehen lassen. Am nächsten Morgen dann eine Mixtur aus zwei Esslöffeln Apfelessig, einer Tasse Wasser und vier Tropfen lila Lebensmittelfarbe mischen und damit sanft die Haare ausspülen. Dieses Verfahren am besten alle zwei Wochen wiederholen, bis die gewünschten Ergebnisse erzielt sind.
Kamillen-Tee kann vor allem blonde Haare leicht aufhellen, während schwarzer Tee ein wunderbar einfaches Hausmittel gegen den unerwünschten Rotstich ist. Dafür einfach ein paar Beutel schwarzen Tee in warmem Wasser ziehen lassen. Die ausgekühlte Teelösung dann über das Haar gießen und rund eine halbe Stunde einwirken lassen. Zum Schluss sollten die Haare dann gründlich mit kaltem Wasser ausgespült werden.
Damit der Rotstich erst gar nicht die Oberhand gewinnt, kann man regelmäßig auf einige wichtige Dinge achten. Von Umwelteinflüssen bis hin zum richtigen Wasser, folgende Tipps können dem Rotstich vorbeugen:
Bei jedem Waschgang hinterlässt das Wasser eine große Menge an Mineralablagerungen im Haar, einschließlich Chlor und Eisen. Vor allem für gefärbtes Haar ist dies eine schlechte Nachricht, da die Chemikalien die Haarstruktur angreifen, was zu trockenen Haaren und einer verblassten Farbe führt. Das Resultat: ein lästiger Rotstich. Um dem vorzubeugen, kann ein Duschfilter helfen. Dieser reduziert die Mineralablagerungen und hilft somit, dass die Haarfarbe länger erhalten bleibt.
Auch Umwelteinflüsse können den Rotstich im Haar schnell beeinflussen. Direktes Sonnenlicht oder auch Chlorwasser aus dem Pool schädigen das Haar, und machen es stumpf. Das ist gleich doppelt ärgerlich, denn stumpfes Haar wird schnell brüchig, was wiederum dazu führt, dass die gefärbten Haare schnell verbleichen und die roten Partikel an Überhand gewinnen. Das Resultat: kaputtes Haar plus Rotstich!
Manchmal entspricht das erzielte Farbresultat nicht den eigenen Erwartungen, oder man hat nach einiger Zeit genug von der Haarfarbe. Hier sind einige zusätzliche Tipps, um unerwünschte Farben zu entfernen oder zu kaschieren:
Wenn Sie gerne Neues ausprobieren, haben Sie sich diese Frage vielleicht selbst schon einmal gestellt. Welche sich als besonders wirkungsvoll erweisen, gilt es in der praktischen Anwendung herauszufinden.
Das Entfärben der Haare mit den oben genannten Hausmitteln oder mit handelsüblichen Haarentfärbern zeigt nicht die gewünschte Wirkung? Begeben Sie sich am besten in professionelle Hände, um Ihre Wunschhaarfarbe zu erhalten.
Vermeintliche Haarfärbe-Fails können auf den zweiten Blick sogar ihr Gutes haben. Verschwenden Sie keine unnötigen Gedanken daran, wie perfekt Ihr Haar hätte aussehen können. Machen Sie stattdessen die Not zur Tugend und lassen Sie Ihren dunklen Haaransatz einfach stehen. Auch das selbstbewusste Bekenntnis zu grauen Haaren liegt absolut im Trend.
Um sich Ihrer Naturhaarfarbe wieder anzunähern, braucht es nicht unbedingt chemische Färbemethoden. Sollen die Haare dunkler werden, dann genügt meist eine schonende Tönung. Hier ein Überblick über die verschiedenen Methoden:
Jeden Tag waschen, jeden zweiten oder nur einmal die Woche - was ist am besten für die Haare? Sanft, aber gründlich: Hinter Mizellen Shampoos steckt eine besondere Technologie.
Wenn Sie gefärbte Haare aufhellen möchten, können Sie verschiedene Methoden anwenden. Hier sind einige Optionen:
Je nach Art der verwendeten Haarfarbe und dem Zustand Ihres Haares sind die beschriebenen Methoden unterschiedlich wirksam. Hier die besten Tipps für verschiedene Farbergebnisse:
Wer seine Haare nicht mit der Chemiekeule entfärben will, kann auf einige Hausmittel zurückgreifen:
Haarfarben lassen sich auch mit Shampoos entziehen. Als Richtlinie kann man sich die Komplementärfarben in Erinnerung rufen: Ein Silbershampoo hat viele violette Farbpigmente, die ziehen einen Gelbstich aus den Haaren. Rote Shampoos können gegen einen Grünstich helfen, blaue Shampoos wiederum können einen Rotstich ausgleichen.
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