Immer mehr Menschen suchen nach natürlichen Alternativen zu herkömmlichen Shampoos, um der Beauty-Industrie den Rücken zu kehren und auf zweifelhafte Inhaltsstoffe wie Silikone und Mikroplastik zu verzichten. Ein Shampoo aus Roggenmehl bietet hier eine natürliche Alternative.
Roggenmehl ist eine der wenigen Mehlsorten, die zur Haarwäsche geeignet ist. Anders als beispielsweise Weizenmehl beinhaltet Roggenmehl kaum Gluten und verklebt daher nicht. Die Reinigungskraft kommt dabei vor allem durch die Stärke, die ein milder Emulgator ist und Wasser mit Fetten verbindet.
In diesem Artikel erfährst du, wieso Roggenmehl eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung in deinem Badezimmer sein könnte und wie gut sie sich für das Leben im Wohnmobil eignet.
Roggenmehl ist eine natürliche und kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Shampoos.
Es gibt viele gute Gründe, kein Shampoo zu benutzen. Viele Shampoos enthalten Silikone, die Haare und Kopfhaut schädigen und außerdem im Verdacht stehen, Allergien auszulösen. Aber auch andere Zusatzstoffe sind enthalten. Ich persönlich verzichte zudem aufgrund der Umweltverschmutzung auf Shampoo. Shampoo wird ziemlich ausnahmslos in Plastikflaschen verkauft.
Vorteile von Roggenmehl Shampoo:
Je nach Haarstruktur gibt es verschiedene Sorten, die tendenziell etwas besser geeignet sein sollen. Für feines und glattes Haar empfiehlt es sich auf Roggenmehl Typ 1150 zurückzugreifen. Bei dickerem, lockigem Haar bist du wahrscheinlich mit Roggenvollkornmehl besser bedient. Aber hier gilt, probiere dich durch unterschiedliche Sorten, auch gerne von verschiedenen Anbietern. Die Wirkung kann immer etwas unterschiedlich sein.
Roggenmehl enthält nur eine einzige Zutat, nämlich Roggen. Dieser wird in Deutschland angebaut, hat dadurch kurze Transportwege und ist sehr günstig. Die Verarbeitung beschränkt sich auf das Mahlen. Er wird in Papiertüten oder unverpackt verkauft. Diese tolle Ökobilanz können andere Shampoo-Alternativen nicht schlagen.
Roggenmehl bindet nämlich das Sebum. Sebum entsteht durch die Talgdrüsen auf der Kopfhaut und hat die Aufgabe, unsere Haare zu pflegen und zu schützen. Zu viel Sebum lässt unsere Haare jedoch fettig aussehen und das ist der Grund, wieso wir Haare regelmäßig waschen möchten.
Der pH-Wert von Roggen entspricht dem unserer Kopfhaut. Das sorgt dafür, dass beim Haarewaschen alles im Gleichgewicht bleibt und sich die Haare anschließend schön weich anfühlen. Durch die sanfte Reinigung wird die Talgproduktion verlangsamt, sodass man langfristig viel seltener Haare waschen muss.
Die Herstellung ist denkbar einfach. Du nimmst, je nach Haarlänge, ein paar Teelöffel Roggenmehl und fügst so viel Wasser hinzu, dass eine cremige, lumpenfreie und nicht zu feste Masse entsteht. Ich nehme meistens gute 3 TL Mehl und mische das so lange mit Wasser, bis es die Konsistenz von etwas dickflüssigerem Pfannkuchen-Teig hat.
Zutaten:
Zubereitung:
Anwendungsschritte:
Auftragen und Einmassieren des Roggenmehl Shampoos.
Ich habe festgestellt, dass wenn man von herkömmlichen Shampoos weg möchte und vielleicht sogar Richtung No-Poo tendiert, sprich gar kein Shampoo mehr nutzen möchte, ist regelmäßiges Bürsten das A und O. So wird der produzierte Talg gleichmäßig in den Haaren verteilt und verhindert einen schnell fettig aussehenden Haaransatz.
Viele Anwender berichten von weichen, voluminösen und glänzenden Haaren nach der Anwendung von Roggenmehl Shampoo. Es kann jedoch einige Zeit dauern, bis sich die Kopfhaut an die neue Pflege gewöhnt hat. In dieser Zeit können die Haare schneller fettig werden oder sich klebrig anfühlen.
Tipps für die Umstellung:
Meine Haarwasch-Routine auf Reisen
Roggenmehl ist für mich die beste Methode zum Haarewaschen - solange man eine reguläre Dusche zur Verfügung hat. Seit unserer Reise wasche ich mit Roggenmehl nur noch, wenn ich wirklich Zeit und Lust dafür habe oder wenn wir mal eine öffentliche Dusche finden. Ansonsten nutze ich ein festes Shampoo. Da ich meine Haare nur alle ein bis zwei Wochen waschen muss, hält das vermutlich noch ewig.
Bei hartem Wasser kann es offenbar zu schuppenähnlichen Rückständen nach dem Auswaschen führen, weil sich wahrscheinlich etwas im Roggenmehl mit dem Kalk im Wasser verbindet. Zum Abschluss gönne ich meinem durch das Färben doch wirklich strapaziertem Haar eine Spülung. Ich mache mir eine sogenannte saure Rinse aus Apfelessig (gibt es in Bioläden standardmäßig in Mehrweg-Pfandflaschen) und Wasser. Säure schließt die Schuppenschicht des Haares, wodurch das Haar sich weniger spröde anfühlt.
Das Haare waschen mit Roggenmehl ist eine sehr effektive und pflegende Alternative zum konventionellen Shampoo. Der zeitliche Mehraufwand, eine regelmäßige Anwendung und etwas Geduld lohnt sich. Es ist zwar zu Beginn etwas komisch, sich ‘Teig’ in die Haare einzumassieren und man braucht einige Versuche und entsprechend etwas Geduld, um die richtige Mischung für sich und seinen Haartyp zu finden - aber es klappt!
Probiere dich hier einfach durch. Und falls Roggenmehl für dich nicht funktioniert, versuch eine andere Alternative.
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