Oben hui, unten pfui? Im Vergleich zu einer sorgfältig gestylten Frisur oder einem gepflegten Bart, wird der Intimbereich manchmal vernachlässigt. Es gibt aber einen guten Grund, Deiner Intimbehaarung mehr Aufmerksamkeit zu schenken: Schamhaare wachsen schneller, sind gröber und hartnäckiger als andere Körperhaare. Dabei hat Mann die freie Wahl: Komplette Intimrasur, ja oder nein? Ob Du die Haare rund um Penis und Hoden trimmst oder eine Vollrasur bevorzugst - Dein Geschmack entscheidet!
Die Intimrasur hat bei Männern eine größere Verbreitung, als viele denken. Immerhin 50% aller Männer in Deutschland rasieren sich nicht nur im Gesicht, sondern auch im Intimbereich. Weitere 39% greifen zumindest für eine teilweise Zähmung ihrer Schamhaare zum Rasierer.
Auch Frauen widmen sich seit Jahrhunderten der Intimrasur. Schönheitsideale und Trends zur Haarentfernung ändern sich ständig. Die Intimrasur kann positiv zur persönlichen Körperhygiene beitragen. Leider sind Rasierpickel, Hautirritationen, eingewachsene Haare und Jucken häufige Begleiterscheinungen.
Hier sind die Vor- und Nachteile der Intimrasur im Überblick:
| Vorteile der Intimrasur | Nachteile der Intimrasur |
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Du möchtest das Abenteuer „unten ohne“ wagen? Hier ist eine detaillierte Anleitung:
Sei Dir bewusst: Du näherst Dich einem empfindlichen Bereich mit einem scharfen Gegenstand. Vor der Rasur solltest Du ein Bad nehmen oder duschen, um die Schamhaare weicher zu machen. Das Einweichen beugt schmerzhaftem Ziehen während der Rasur vor und reduziert das Risiko für Einkerbungen und Schnitte. Reinige Deine Haut vorab gründlich.
Bei der ersten Intimrasur sind die Haare wahrscheinlich ungleichmäßig. Kürze sie auf eine überschaubare Länge. Ein elektrischer Trimmer mit Schutzvorrichtung ist ideal. Nutze verschiedene Kammeinstellungen, um den Bereich auf einer gleichmäßigen Länge zu halten. Das Trimmen erfordert mehr Aufmerksamkeit als an anderen Stellen.
Der Intimbereich ist besonders empfindlich und braucht extra Schutz. Trage eine dicke Schicht Rasiergel oder -creme auf den gesamten Bereich auf. Das erhöht die Gleitfähigkeit des Rasierers, schützt vor Rasurbrand und beschleunigt die Erholung Deiner Haut.
Prüfe, ob Deine Rasierklingen frisch und sauber sind. Stumpfe Klingen verursachen Einkerbungen, Schnitte und Hautreizungen. Benutze einen guten Rasierer für Männer oder Frauen, je nach Bedarf. Ziehe die Haut in der Leistengegend mit den Fingern straff und führe kurze, vorsichtige Bewegungen mit dem Rasierer aus. Spüle die Klinge zwischen den Strichen ab. Nutze für den Intimbereich nicht den Rasierer, den Du für Deinen Bart verwendest.
Du hast Dich gerade an einer ungewohnten Stelle rasiert. Verwende nach der Rasur einen beruhigenden Balsam. Trage den Feuchtigkeitsbalsam auf die gesamte rasierte Stelle auf und spüle ihn dann mit kaltem Wasser ab, um die Poren wieder zu schließen.
Häufigkeit: Es gibt keine Regel dafür, wie oft Du Dich rasieren solltest. Halte die Haare so lang, dass sie sich angenehm anfühlen.
Vermeide Shampoo: Die Inhaltsstoffe von Shampoo können die Haut reizen.
Spüle die Reste von Rasierschaum oder -gel direkt nach der Rasur mit kaltem Wasser ab, damit sich die Poren wieder schließen und Bakterien keine Chance haben, über Schnittwunden in den Körper einzudringen. Alternativ kannst Du auch Eiswürfel zum Kühlen verwenden.
Spezielle Pflege, z.B. Aloe-vera-Gel, sorgt nach der Intimrasur dafür, dass sich die strapazierte Haut beruhigt, keine Schwellungen oder Rötungen entstehen und die enthaarten Stellen geschmeidig bleiben. Verzichte auf parfümierte Cremes oder andere Produkte zur Intimpflege nach der Rasur, um Irritationen zu vermeiden.
Ansonsten bieten sich für eine Rasur ohne rote Punkte und Schnittverletzungen im Intimbereich auch Hausmittel wie Kartoffelmehl oder Kokosmehl an, die anschließend auf die rasierte Haut gegeben werden. Von Teebaumöl - wie es öfter im Internet empfohlen wird - solltest Du in der Intimzone absehen, da es die empfindliche Haut der Schamlippen zu sehr reizt.
Ein eingewachsenes Haar kann nicht durch die Hautoberfläche austreten, weil abgestorbene Hautschüppchen den Ausgang versperren. Daher wächst es unter der Haut eingekringelt weiter und bleibt sogar sichtbar. Versuche, das Haar wieder zu befreien. Gegen eingewachsene Haare helfen Peelingcremes. Ein regelmäßiges Peeling (der äußeren Schamlippen!) ist eine gute Möglichkeit, um eingewachsenen Haaren und daraus entstehenden Entzündungen vorzubeugen. Die Haut mit einer Nadel oder einem Messer zu öffnen, ist keine gute Idee. Um Furunkel & Co. zu vermeiden, solltest Du die Finger davon lassen. Tritt ein Furunkel oder Ekzem auf, nimm bitte Kontakt zu Deinem Arzt bzw. Deiner Ärztin auf.
Ziehe nach der Rasur nicht direkt Unterwäsche an, sondern lasse die Haut an der Luft regenerieren. Das geht am besten nachts. Tagsüber helfen lockere, luftig geschnittene Pantys aus Baumwolle gegen Reizungen. Synthetische Wäsche mit reibender Spitze oder auch Bademode sind kontraproduktiv. Am besten einen Tag vorher rasieren!
Neben der Rasur gibt es noch andere Methoden zur Haarentfernung im Intimbereich:
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