Anleitung zum Rasieren der Beine für Radfahrer

Es ist eine Frage, die immer wieder für Diskussionen sorgt: Sollten Männer ihre Beine rasieren, ja oder nein? Während lange Zeit glatte Beine als "unmännlich" galten, greifen mittlerweile immer mehr Männer zum Rasierer, um den Pelz auf ihren Beinen zu entfernen. Aber warum rasieren sich immer mehr Männer die Beine? Und wie gelingt die perfekte Rasur ohne Hautirritationen?

In diesem Artikel räumen wir mit Mythen auf, liefern fundiertes Hintergrundwissen und präsentieren dir unschlagbare Tipps, damit deine Beine radsporttauglich glatt werden. Entdecke, warum die Rasur weit mehr als nur Kosmetik ist und wie sie deine Performance auf dem Rad verbessern kann.

Wir klären auf, ob es nur darum geht, gut auszusehen oder ob eine ordentliche Beinrasur noch andere Gründe hat.

Warum rasieren sich Radfahrer die Beine?

Die Beine zu rasieren, ist unter Männern im Radsport längst gang und gäbe. Aber auch immer mehr Fußballstars wie Cristiano Ronaldo setzen auf haarlose Beine.

Hier sind einige Gründe, warum eine Beinrasur sinnvoll ist:

  1. Hygiene: Wenn sich Männer die Beinhaare nicht kürzen, sammelt sich dort Schweiß und Schmutz. Ob auf dem Fußballplatz oder dem Rennrad: Staub und Insekten kleben in den Haaren. Wer seine Beine rasiert hat, kann diese "Schicht" wesentlich leichter abwaschen.
  2. Wundversorgung: Schnitte und Schürfwunden lassen sich ohne störende Behaarung leichter desinfizieren. Bei einem Sturz fallen Hautschäden wesentlich geringer aus. Dazu lassen sich Wunden besser reinigen, der Heilungsprozess verläuft zügiger.
  3. Kühlung: Gerade im Sommer wird im Radsport geschwitzt, was die Poren hergeben. Je nach Beinpelz kann sich die Hitze deutlicher stauen. Bei rasierten Waden verdunstet der Schweiß auf der Haut dagegen schneller, der Fahrtwind kann die Beine besser kühlen und somit zu einem besseren Fahrgefühl beitragen.
  4. Massagen: Wer so oft auf der Liege eines Physiotherapeuten landet wie die Profis, weiß, dass Massageöle Körperhaare nur unnötig verkleben. Viel angenehmer: die Massage nach dem Radmarathon ohne störende Haare. Außerdem werden Haarwurzelentzündungen so effektiv vermieden.
  5. Ästhetik: Bei nackten Waden zeichnet sich die Beinmuskulatur deutlicher ab, was für die meisten Radsportler als ästhetisch angesehen wird. Psychologisch nicht ganz unwichtig, denn wenn du mit einem guten Selbstwertgefühl/Selbstvertrauen startest, kann sich das unbewusst auch auf dein Leistungsvermögen auswirken.
  6. Aerodynamik: Einst heiß diskutiert, nachdem Specialized vor Jahren einmal rasierte und unrasierte Waden in den Windkanal schickte, um herauszufinden, was eine Rasur ausmachen kann. Das damalige Ergebnis: bei einem simulierten Zeitfahren über 40 Kilometern lag die durchschnittliche Ersparnis bei sagenhaften 50 Sekunden, oder anders ausgedrückt: bis zu 15 Watt! Ob das wirklich so in der Realität übertragbar ist, sei dahingestellt.

Mit rasierten Beinen spart man also Flüssigkeit/Trinkmenge und kann härter und länger belasten. Dies gilt für alle härteren Belastungen mit Schweißproduktion an den Beinen - nicht nur für das Radfahren.

Wie 30 Minuten FAHRRAD am Tag DEINEN KÖRPER VERÄNDERN...

Machen rasierte Beine schneller?

Dieser Frage sind die Jungs von Specialized nachgegangen und haben dafür im hauseigenen Windkanal getestet. Die Ergebnisse beziehen sich aufs Rennradfahren, aber 70 Sekunden Zeitgewinn auf 40 Kilometer sprechen eine klare Sprache - und das nur, weil man keinen Pelz am Bein hat. Schaut Euch das Video selbst an. Was man davon hält, muss jeder selbst für sich entscheiden.

Anleitung zur Beinrasur

Hast du die Grundsatzfrage „Sollte man sich als Mann die Beine rasieren?“ für dich nun bejaht, dann legen wir dir hiermit unsere Anleitung zur Beinrasur (sowie diverse andere Körperbehaarung) ans Herz.

Die richtige Vorbereitung

Für ein noch glatteres Ergebnis: Brause deine Beine vor der Rasur mit warmem Wasser ab. Die Haut sollte vor der Rasur sauber und frei von Schmutz und Fett sein. Eingeweichte Haare lassen sich außerdem besser rasieren, und auch die Haut ist dann weicher. So verringert sich die Gefahr, sich zu schneiden und es bilden sich weniger Pickel.

Allerdings: Die erste Rasur ist die schwerste, wenn man doch eher dichteren Bewuchs hat. Wer das erste Mal seine Beine rasiert, sollte die Haare allerdings zunächst mit einem Haarschneider o.ä. stutzen. Sonst verstopft der Nassrasierer zu schnell, außerdem erfasst er lange Haare nicht so gut.

Mittlerweile gibt es in Sport-Läden einige Enthaarungs-Schäume - mit Verpackungs-Design, das auch dem Mann nicht peinlich sein muss. Zum Beispiel das Elite Ozone Hair Remover Spray. Das kostet aber pro Fläschchen satte elf Euro. Für die häufige Anwendung deutlich zu viel, denn: Die Flasche meist nach ein bis zweimal Anwenden schon leer.

Mein Tipp daher: Nach der Triathlon-Winterpause ohne Rasieren kann man sich ruhig mal ein Fläschchen davon leisten, um das Grobe herunterzubekommen. Man sprüht das Zeug flächendeckend auf, wartet zwölf Minuten und wäscht es dann ab - am besten mit einem Waschlappen, der entfernt das klebrige Zeug dann ganz gut. Für empfindlichere Naturen sei gesagt: Das Ganze geht schmerzfrei über die Bühne.

Die Rasur

Verwende Rasierschaum oder -gel! Dann kann der Rasierer besser gleiten. Den Schaum nach dem Auftragen kurz einwirken lassen und dann mit der Rasur beginnen.

Nutze am besten einen Rasierer mit integriertem Trimmer wie den Wilkinson Sword HYDRO 5 Groomer. Mit dem höhenverstellbaren Kammaufsatz trimmst du lange Haare zunächst, bevor du deine Beine komplett glatt rasierst.

Gegen den Strich rasieren, also die Klinge von unten nach oben ziehen, so werden die Härchen besser und weiter unten erwischt. Je mehr Klingen der Rasierer hat, desto weniger Züge sind notwendig, um wirklich alle Haare zu erwischen!

Leg den Rasierer vor der Rasur in warmes Wasser und spüle zwischendurch den Schaum immer wieder unter warmem Wasser ab. Die warmen Klingen schneiden besser als kalte.

Die Klingen müssen über das Bein gleiten. Sind sie scharf genug, erledigen Sie ihren Job auch ohne starken Anpressdruck. Mit zu hohem Druck steigt die Gefahr, sich zu schneiden.

Muskulöse Radfahrerbeine lassen sich leichter rasieren, wenn die Muskeln nicht angespannt sind, so ergeben sich glattere Flächen und der Rasierer kann besser über die Haut gleiten.

Besonders an Knien und Knöcheln ist Gefahr groß, sich zu schneiden. Knie deshalb am besten anwinkeln und besonders vorsichtig und mit wenig Druck rasieren. Besondere Vorsicht auch bei Narben, vorstehenden Muttermalen oder anderen Unebenheiten.

Außerdem solltest du möglichst nicht unter Zeitdruck rasieren, sondern geduldig sein. Zu schnell hat man sich sonst in der Eile geschnitten. Daher beispielsweise bei Rennen eher zwei Tage und nicht erst am Abend vorher rasieren. Blutige Beine am Start sind kein Ruhmesblatt.

Nach der Rasur

Tupfe deine Beine nach der Rasur trocken, anstatt wie wild mit dem Handtuch drauflos zu rubbeln.

Nach der Rasur die Haut und übrigen Schaum mit kaltem Wasser abspülen, das schließt die Poren und verhindert, dass sich kleine Verletzungen entzünden.

Nach dem Rasieren benötigen die Beine etwas Feuchtigkeit, trockene Haut kann jucken. Die Lotion (z. B. von Neutrogena oder Mixa) sollte möglichst keine Duftstoffe enthalten, diese können die frisch rasierte Haut reizen. Gleiches gilt für Aftershaves mit Alkohol.

10 Top-Tipps zur perfekten Beinrasur

  1. Spezielle Körperrasierer verwenden: "Normale" Herren-Rasierer sind für das Gesicht ausgelegt, wo die Haut dicker und weniger empfindlich als an den Beinen ist. Für die Beine sollten Männer daher spezielle Körperrasierer verwenden, die es immer mehr auch für Männer gibt (z.B. Gilette Body). Aber auch Frauen-Rasierer (wie der Gilette Venus oder der Wilkinson Sword Silk) erfüllen ihren Zweck und sind mitunter sogar noch sanfter zur Haut, allerdings tendenziell auch etwas teurer. Ebenso gibt es Elektrorasierer, die sogar wasserfest sind und mit unter die Dusche genommen werden können, wie der Braun Series 5 Bodygroomer oder der Philips Bodygroom.
  2. Beim Nassrasieren Rasierschaum oder -gel verwenden: Damit die Nassrasur auch zuverlässig funktioniert, solltest du Rasierschaum oder -gel verwenden (z.B. Nivea Men Sensitive). Den Schaum nach dem Auftragen kurz einwirken lassen und dann mit der Rasur beginnen.
  3. Klingen regelmäßig wechseln: Werden die Klingen stumpf, können sie Hautirritationen hervorrufen. Außerdem lagern sich mit der Zeit Keime an den Klingen an, was Entzündungen verursachen kann. Deshalb auch Rasierer nie untereinander tauschen.
  4. Beine vorher mit warmem Wasser abduschen: Die Haut sollte vor der Rasur sauber und frei von Schmutz und Fett sein. Eingeweichte Haare lassen sich außerdem besser rasieren, und auch die Haut ist dann weicher. So verringert sich die Gefahr, sich zu schneiden und es bilden sich weniger Pickel.
  5. Gegen den Strich rasieren: Also die Klinge von unten nach oben ziehen, so werden die Härchen besser und weiter unten erwischt. Je mehr Klingen der Rasierer hat, desto weniger Züge sind notwendig, um wirklich alle Haare zu erwischen!
  6. Rasierer anwärmen: Leg den Rasierer vor der Rasur in warmes Wasser und spüle zwischendurch den Schaum immer wieder unter warmem Wasser ab. Die warmen Klingen schneiden besser als kalte.
  7. Wenig Druck und lockerlassen: Die Klingen müssen über das Bein gleiten. Sind sie scharf genug, erledigen Sie ihren Job auch ohne starken Anpressdruck. Mit zu hohem Druck steigt die Gefahr, sich zu schneiden. Muskulöse Radfahrerbeine lassen sich leichter rasieren, wenn die Muskeln nicht angespannt sind, so ergeben sich glattere Flächen und der Rasierer kann besser über die Haut gleiten.
  8. Gefahrenzonen beachten und Zeit lassen: Besonders an Knien und Knöcheln ist Gefahr groß, sich zu schneiden. Knie deshalb am besten anwinkeln und besonders vorsichtig und mit wenig Druck rasieren. Besondere Vorsicht auch bei Narben, vorstehenden Muttermalen oder anderen Unebenheiten. Außerdem solltest du möglichst nicht unter Zeitdruck rasieren, sondern geduldig sein. Zu schnell hat man sich sonst in der Eile geschnitten. Daher beispielsweise bei Rennen eher zwei Tage und nicht erst am Abend vorher rasieren. Blutige Beine am Start sind kein Ruhmesblatt.
  9. Kalt abspülen: Nach der Rasur die Haut und übrigen Schaum mit kaltem Wasser abspülen, das schließt die Poren und verhindert, dass sich kleine Verletzungen entzünden.
  10. Feuchtigkeits-Lotion auftragen!: Nach dem Rasieren benötigen die Beine etwas Feuchtigkeit, trockene Haut kann jucken. Die Lotion (z. B. von Neutrogena oder Mixa) sollte möglichst keine Duftstoffe enthalten, diese können die frisch rasierte Haut reizen. Gleiches gilt für Aftershaves mit Alkohol.

Alternativen zur Beinrasur

Dauerhaft glatte Beine, ohne ständig rasieren zu müssen, das wollen viele Radsportler und Radsportlerinnen. Aber bei nahezu allen Möglichkeiten der Haarentfernung gibt es den einen oder anderen Haken - und jede Haut reagiert individuell.

Hier sind drei Alternativen zum Beine rasieren:

  • Waxing/Sugaring: Beim Waxing/Wachsen oder beim Sugaring wird warmes Wachs oder eine Zuckerpaste auf die Beine aufgetragen. Anschließend wird die Wachsschicht ruckartig, bei der Zuckerpaste etwas weniger ruckartig, mitsamt der Behaarung von der Haut abgezogen.
  • Epiliergerät: Das Epilieren ist eine weitere Methode, die sich gut zu Hause durchführen lässt. Ein Epiliergerät ähnelt von außen einem klassischen Elektro-Rasierer. Aber statt Klingen gibt es hier eine Rolle aus Metallscheiben. Die Scheiben greifen die Haare und ziehen sie wie viele kleine Pinzetten heraus. Das kann unter Umständen ganz schön wehtun. Bis die Haare nachwachsen hat man erst mal Ruhe. Danach müssen sie aber wieder eine gewisse Länge erreichen bevor erneut epiliert werden kann.
  • IPL-/Laser-Behandlung: "Dauerhafter, aber auch teurer, sind Behandlungen per IPL, also mit Licht, oder gar mit Laser", sagt Brill.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Beinrasur ist für viele Radsportler mehr als nur ein ästhetisches Statement. Sie bietet praktische Vorteile in Bezug auf Hygiene, Wundversorgung, Kühlung und Massage. Mit der richtigen Vorbereitung, Technik und Nachsorge gelingt die perfekte Rasur ohne Hautirritationen. Wer eine dauerhafte Lösung sucht, kann auf Waxing, Epilieren oder Laserbehandlungen zurückgreifen.

Methode Vorteile Nachteile
Rasieren Schnell, einfach, kostengünstig Kurze Haltbarkeit, Hautirritationen möglich
Waxing/Sugaring Längere Haltbarkeit Schmerzhaft, erfordert gewisse Haarlänge
Epilieren Längere Haltbarkeit, für zu Hause geeignet Schmerzhaft
IPL/Laser Dauerhafte Haarentfernung Teuer

tags: #rennrad #beine #rasieren #anleitung

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen