Haarausfall bei Männern: Die Rolle männlicher Hormone

Haarausfall ist ein verbreitetes Problem, das Menschen auf der ganzen Welt beschäftigt. Auffällig ist dabei jedoch, dass Haarausfall Männer deutlich öfter betrifft als Frauen. Die Ursachen dafür liegen unter anderem in der genetischen Prädisposition und dem Hormonspiegel.

Lange Zeit stand vor allem Testosteron im Verdacht, als Ursache für Haarausfall bei Männern verantwortlich zu sein. Doch was ist an dieser Annahme wirklich dran? Inwiefern kann Testosteron Haarausfall verursachen? Und was können Sie tun, wenn Sie von Haarausfall durch Testosteron betroffen sind?

Ursachen von Haarausfall bei Männern

Es gibt viele verschiedene Arten von Haarausfall, jede mit ihrer eigenen Ursache. Erblich bedingter Haarausfall, die sogenannte androgenetische Alopezie, ist eine der häufigsten Arten von Haarausfall bei Männern, von der etwa 50 % der Männer im Alter von 50 Jahren betroffen sind.

Testosteron ist ein Hormon, das für viele Funktionen im männlichen Körper und die Entwicklung männlicher Merkmale wie Gesichts- und Körperbehaarung, Muskelmasse und eine tiefe Stimme unerlässlich ist. Da der Hormonspiegel einen direkten Einfluss auf das Haarwachstum hat, hat sich viele Jahre lang die Annahme gehalten, dass Haarausfall Testosteron bzw. ein Ungleichgewicht im Testosteronspiegel als Ursache hat.

Dabei sollte sowohl Testosteronmangel Haarausfall begünstigen, aber auch zu viel Testosteron Haarausfall auslösen können, zum Beispiel durch die zusätzliche Einnahme von Anabolika im Fitnessbereich oder aber natürliche Schwankungen im Hormonspiegel durch Stress, Medikamente und Ernährung.

Testosteron und Haarausfall: Was sagt die Forschung?

In diesem Zuge wurde auch ein direkter Zusammenhang zwischen einem zu hohen Testosteronspiegel und Haarausfall gelegt. Klingt logisch? Ist aber nicht so! Mittlerweile haben Studien nämlich widerlegt, dass Männer mit einem höheren Testosteronspiegel zum Beispiel eher unter Glatzenbildung leiden als Männer mit einem niedrigeren Testosteronspiegel. Damit wurde der Mythos von Testosteron als Ursache zunächst einmal widerlegt.

Testosteron scheint mit den Ergebnissen der Studie nicht mehr als direkter Haarausfall zu gelten - ganz unschuldig ist es jedoch vermutlich nicht, denn nach jahrelanger Forschung wurde ein anderer Zusammenhang aufgedeckt: das Hormon DHT.

Haarausfall adé: Effektive Wege, um Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu fördern!

Die Rolle von Dihydrotestosteron (DHT)

Dihydrotestosteron, bekannt als DHT, ist ein Nebenprodukt von Testosteron und vor allem bei Männern stark vorhanden, aber auch Frauen haben geringe Mengen dieses Hormons. Es steht aktuell im Verdacht, Haarausfall bei Männern auszulösen oder zumindest zu begünstigen, da es sich an Rezeptoren in der Kopfhaut binden kann, wodurch sich die Haarfollikel verkleinern.

Dieser Prozess führt allmählich zu dünnerem, schwächerem Haar und kann sogar zu Haarverlust führen. Besonders mit zunehmendem Alter kann das Hormon deshalb zu lichterem Haar führen, erst recht wenn eine genetische Prädisposition für Haarausfall vorliegt.

Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall

Wie auch bei anderen Arten von Haarausfall gibt es auch in diesem Fall Mittel, die das Haarwachstum wieder stimulieren können. Empfehlenswert ist in dieser Situation vor allem die Haarwuchsstimulierende Serie von Neofollics, die in Form von Tablets eingenommen werden oder in Form von Shampoo und Lotion auf die Kopfhaut aufgetragen wird.

Neofollics wirkt, indem es die Wirkung von Testosteron auf die Haarfollikel blockiert. Dies stoppt das Schrumpfen der Follikel und führt schließlich zu neuem Haarwuchs. In klinischen Studien hat sich gezeigt, dass Neofollics bei der Behandlung von durch Testosteron verursachten Haarausfall wirksam ist.

Männer leiden vor allem in zunehmendem Alter verstärkt unter dünner, lichter werdendem Haar oder sogar einer Glatze, doch anders als lange vermutet, ist nicht das Hormon Testosteron verantwortlich für Haarausfall bei Männern. Stattdessen kann DHT als Nebenprodukt von Testosteron Haarwachstum und Haarverlust bei Männern beeinflussen.

Sollten Sie einen Zusammenhang vermuten und gegen Ihren Haarausfall vorgehen wollen, können klinisch getesteten Mittel dabei helfen, das Haarwachstum anzuregen und Haarausfall zu lindern bzw. Haartransplantation

Weitere Behandlungsoptionen

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über gängige Methoden, die häufig zur Anwendung kommen. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um allgemeine Informationen handelt, die keine ärztliche Beratung ersetzen.

  • Minoxidil (Rogaine): ist ein topisches Medikament, das das Haarwachstum stimulieren kann.
  • Haartransplantation: Bei fortgeschrittenem Haarausfall kann eine Haartransplantation eine dauerhafte und effektive Lösung darstellen.
  • Lasertherapie: Eine relativ neue Methode, die auf niederenergetische Laser setzt, um die Durchblutung der Kopfhaut zu verbessern und die Haarfollikel zu stimulieren.
  • Koffein-Shampoos: Haben in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit gewonnen, da ihnen nachgesagt wird, das Haarwachstum anzuregen.

Hormonell bedingter Haarausfall bei Frauen

Hormonell bedingter Haarausfall ist keine reine Männersache. Ursache hierfür sind die mit Hormonveränderungen einhergehenden Wechseljahre. Die natürliche Konzentration des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen nimmt während dieser Lebensphase ab, der Anteil des männlichen Sexualhormons Testosteron steigt zeitgleich an. Bei ungleichmäßigem Absinken und Ansteigen kann dies zur oben beschriebenen Reaktion führen.

Während der Schwangerschaft steigt der Östrogenspiegel deutlich an, was dazu führt, dass die Haare in der Wachstumsphase (Anagenphase) länger verweilen. Dies führt oft zu einer dichteren und volleren Haarpracht, da weniger Haare ausfallen. Viele Frauen berichten während der Schwangerschaft von kräftigerem Haar. Nach der Geburt sinkt der Hormonspiegel jedoch schnell ab, was oft zu verstärktem Haarausfall führt, bekannt als postpartaler Haarausfall. In dieser Phase fallen die Haare, die während der Schwangerschaft „geruht“ haben, aus, was zu einer vorübergehenden Ausdünnung des Haares führen kann.

Die Menopause markiert einen signifikanten Wendepunkt im Leben einer Frau, in dem der Hormonhaushalt drastisch umgestellt wird. Besonders betroffen ist das Verhältnis von Östrogen und Testosteron, den beiden Hauptgeschlechtshormonen. Während des reproduktiven Lebenszyklus sorgt Östrogen für eine gesunde Haarstruktur und fördert das Wachstum der Kopfhaare. Diese hormonellen Veränderungen führen oft zu einer Abnahme der Kopfhaardichte, was Frauen als dünner werdendes Haar wahrnehmen. Gleichzeitig kann es durch den höheren Einfluss von Testosteron zu einem verstärkten Wachstum von Haaren an unerwünschten Stellen kommen, wie im Gesicht (z. B. Kinnhaare), um die Brustwarzen oder am Bauch.

tags: #haarausfall #ursachen #mannliche #hormone

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen