Anfangsverschlimmerung bei der Anwendung von Regaine gegen Haarausfall

Es ist völlig normal, Haare zu verlieren. Sie unterliegen einem natürlichen Wachstumszyklus und werden von Zeit zu Zeit durch neue Haare ersetzt. Dafür müssen die alten Haare weichen und ausfallen. Werden die Haare jedoch immer dünner oder es kommt sogar zu kahlen Stellen, spricht man von Haarausfall. Hierfür gibt es zahlreiche Ursachen. Wichtig ist, vor der Behandlung die Ursache ausfindig zu machen und gegebenenfalls durch einen Hautarzt abklären zu lassen, denn nur dann kann die richtige Behandlung erfolgen. Je eher diese stattfindet, umso besser ist der Behandlungserfolg.

Oft ist Haarausfall erblich bedingt. Man spricht dann vom sogenannten „androgenen Haarausfall“. Vor allem Männer leiden häufig unter dieser Form der Alopezie. Gekennzeichnet ist sie durch immer größer werdende Geheimratsecken und lichter werdende Haare am Hinterkopf. Oft zeigen sich die ersten Symptome schon im Jugendalter. Junge Männer leiden daher sehr häufig unter ihrem Haarausfall.

Haarausfall kann aber auch hormonell bedingt sein. Vor allem in den Wechseljahren oder während der Schwangerschaft leiden viele Frauen vermehrt unter dünner werdendem Haar. Auch die Einnahme der Anti-Baby-Pille kann Haarausfall begünstigen. Haarverlust kann aber ebenso Begleitsymptom einer Stoffwechselerkrankung wie zum Beispiel einer Schilddrüsenerkrankung oder aber auch als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten. Ein weiterer Grund sind Erkrankungen der Kopfhaut wie Psoriasis oder eine Pilzerkrankung. Auch hier können die Haarwurzeln in Mitleidenschaft gezogen werden und die Haare schließlich ausfallen.

Eine spezielle Sonderform des Haarausfalls ist der sogenannte „kreisrunde Haarausfall“, bei dem am gesamten Körper etwa münzgroße kahle Stellen auftreten. Grund hierfür ist ein übersteigertes Immunsystem. Diese Form muss unbedingt ärztlich betreut und behandelt werden.

Es kann aber in vielen Fällen auch einfach ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel die Ursache sein. So kann ein Eisen- oder Zinkmangel oft zu verstärktem Haarausfall führen. Auch Stress kann die Haare strapazieren. Wird das Haar durch solche Gründe insgesamt einfach dünner, spricht man von diffusem Haarausfall. Werden dem Körper die eventuell fehlenden Vitamine und Aminosäuren zugeführt, kann es noch zwei bis drei Monate dauern, bis erste Erfolge zu sehen sind, weil der Teil der Haare, die sich in der Telogenphase befinden trotzdem noch ausfällt und erst die neu wachsenden Haare von dem erhöhten Vitaminangebot profitieren können.

Haare durchlaufen drei verschiedene Wachstumsphasen. Die Phase, in der sich die meisten Haare befinden, nämlich circa 80 bis 90 Prozent, ist die sogenannte Anagenphase, auch Wachstumsphase genannt. Sie dauert ungefähr zwei bis sechs Jahre und wird von der Katagenphase, der Übergangsphase, abgelöst. In dieser Phase wird das Haarwachstum eingestellt und es löst sich langsam von der Haarwurzel. Etwa 1 Prozent der Haare befindet sich in dieser Phase.

Zum Schluss folgt die Telogenphase, in der sich das neue Haar schon unter dem alten befindet und es nach und nach hinausschiebt, bis es schließlich ausfällt. Diese Phase dauert ungefähr drei Monate und circa 15 Prozet der Haare befinden sich in dieser Phase.

Ist die genaue Ursache für einen Haarausfall abgeklärt, kann entsprechend behandelt werden. Sinnvoll sind neben der Substitution der mangelnden Vitamine und Mineralstoffe auch Präparate, die verschiedene B Vitamine und Aminosäuren wie L-Arginin und L-Cystein enthalten. Diese helfen, die Haarwurzel zu aktivieren und die Haare kräftiger nachwachsen zu lassen. In vielen Nahrungsergänzungsmitteln für die Haare sind zudem auch Zink, Biotin, Folsäure und Silicium enthalten. Letzteres oft in Form von Hirseextrakt, das wohl bekannteste Produkt ist Priorin (Bayer). Diese Kombination hilft, das Haar wieder gesünder und stärker aussehen zu lassen und den Wachstumszyklus zu stabilisieren. Empfohlen werden auch Pure Encapsulations Haut, Haare, Nägel (Promedico), Anacaps Reactiv bei temporär bedingtem Haarausfall und Progessiv bei anlagebedingtem Haarausfall (Ducray) sowie Phyophanère (Alès) und Pantovigar (Merz). Neu ist auch Thiocyn (Thiocyanat) vom gleichnamigen Hersteller.

Bei hormonellbedingtem Haarausfall kann auch der Wirkstoff Alfatradiol helfen. Es handelt sich hierbei um ein Östrogen, das direkt an den Haarentstehungszellen angreift und sie zu einer gesteigerten Aktivität anregt. Alfatradiol hemmt außerdem das Enzym, welches das männliche Geschlechtshormon Testosteron in seine aktive Form umwandelt. Dieses hemmt nämlich das Haarwachstum und begünstigt den Haarausfall. Enthalten ist der Wirkstoff in Ell-Cranell (Galderma) und Pantostin (Merz).

Ein weiterer Wirkstoff, der in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, ist das generische Minoxidil. Es wurde ursprünglich als Medikament gegen Hypertonie eingesetzt. Während der Therapie fiel den Patienten ein vermehrter Haarwuchs auf und so wurde die Nebenwirkung zur Hauptwirkung gemacht. Minoxidil wird in Form von Schaum und Lösungen bei Haarausfall eingesetzt, bekannte Marken sind Regaine (J&J) und Bio-H-Tin (Dr. Pfleger). Der genaue Wirkmechanismus ist jedoch unklar. Man vermutet eine bessere Durchblutung der Haarwurzeln, die zu stärkerem Haarwachstum führt.

Minoxidil gegen Haarausfall | Wie wirksam ist es wirklich?

Die anfängliche Verschlimmerung (Shedding-Effekt) bei Regaine

Wichtig ist jedoch, die Kunden darauf hinzuweisen, dass es nach etwa vier bis acht Wochen zuerst zu einer Verschlimmerung des Haarausfalls kommen kann. Erst danach tritt eine Besserung ein. Richtige Ergebnisse können jedoch erst nach vier bis sechs Monaten erzielt werden. Daher müssen die Vor- und Nachteile der Behandlung sorgfältig abgewogen werden.

Generell gilt, wer unter Haarausfall leidet, muss Geduld mitbringen. Alle Therapieformen benötigen längere Zeit, bis positive Ergebnisse erzielt werden können und sichtbar werden.

Was ist der Shedding-Effekt?

Der temporäre Shedding Effekt kommt dadurch zustande, dass die Haare durch den Wirkstoff Minoxidil vermehrt zur gleichen Zeit (nach der verkürzten Ruhephase) in die Wachstumsphase übergehen, die alten Haare „herausgeschoben” werden und ausfallen. Neue Haare können dichter und dicker nachwachsen. Der Shedding Effekt ist somit ein positives, erstes Zeichen, dass die Therapie gut anschlägt. Es gibt keinen Grund zur Besorgnis.

Wie lange dauert der Shedding-Effekt?

Der Zeitpunkt des Beginns sowie die Dauer des Shedding-Effekts variieren bei Frauen und Männern und sind ganz individuell. In der Regel tritt Shedding 2 bis 6 Wochen nach Beginn der Behandlung mit dem Wirkstoff Minoxidil auf.

Regaine Verwendern, die den Shedding Effekt bei sich bemerken, ist geraten, die Anwendung mit Minoxidil wie gewohnt fortzusetzen statt sie zu diesem Zeitpunkt zu unterbrechen. Nach ca. 12 bis 16 Wochen kann erstmals ein verstärktes Nachwachsen neuer Haare beobachtet werden.

Der Shedding Effekt ist ein temporäres Phänomen und sollte nicht über längere Zeit hinweg auftreten.

Hinweise zur Anwendung von Regaine Männer Schaum

Regaine Männer Schaum ist ein Arzneimittel zur Behandlung von androgenetischer Alopezie. Der Schaum zur Anwendung auf der Kopfhaut verwendet den Wirkstoff Minoxidil, der dem fortschreitenden Verlauf von anlagebedingtem Haarausfall im Tonsurbereich entgegenwirkt. Um diese Wirkung zu entfalten, wird der Regaine Schaum regelmäßig aufgetragen. Der Wirkungseintritt sowie das Ausmaß der Wirksamkeit kann individuell variieren. Generell eignet sich Regaine Männer Schaum für Männer in einem Alter zwischen 21 und 49 Jahren. Nach etwa zwei bis vier Monaten sollte der Effekt vom Regaine Schaum sichtbar werden. Sofern nach vier Monaten keine Erfolge zu erkennen sind, sollte die Therapie abgebrochen werden.

Regaine Männer Schaum verwendet den Wirkstoff Minoxidil zur Behandlung von anlagebedingtem Haarverlust. Der Wirkstoff Minoxidil in Regaine verkürzt die Ruhephase des Haarzyklus, wodurch die Wachstumsphase schneller erreicht wird. Zwei bis sechs Wochen nach Behandlungsbeginn kann durch diesen Vorgang der Eindruck einer Verschlimmerung entstehen.

Der Regaine Männer Schaum wird zur Behandlung von anlagebedingtem Haarverlust, sogenannter androgenetischen Alopezie angewendet. Anlagebedingter Haarausfall beginnt mit der Ausbildung von Geheimratsecken und schreitet fortlaufend mit der Lichtung des Tonsurbereichs der Kopfhaut vor. Regaine Männer Schaum enthält 50 mg Minoxidil pro Gramm. Ein Gramm Regaine Schaum entspricht dem Volumen einer halben Schutzkappe. Es wird empfohlen, zweimal täglich 50 mg Minoxidil auf die Kopfhaut aufzutragen.

Wenden Sie morgens und abends jeweils eine halbe Schutzkappe auf den betroffenen Stellen im Tonsurbereich an. Unabhängig von der Größe der betroffenen Fläche sollten täglich 2 Gramm vom Regaine Männer Schaum aufgetragen werden. Die Anwendung von Regaine Männer Schaum sollte immer entsprechend der Anweisung des Arztes erfolgen. Wenn nicht anders verordnet, tragen Sie morgens und abends jeweils ein Gramm Regaine Schaum zur Anwendung auf der Kopfhaut auf. Haare und Kopfhaut müssen zur korrekten Anwendung trocken sein.

Bitte wenden Sie sich an einen Arzt, bevor Sie Regaine Männer Schaum anwenden. Wie jedes Arzneimittel kann auch Regaine Männer Schaum Nebenwirkungen verursachen. Weitere Informationen und Nebenwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage.

Weitere wichtige Hinweise:

  • Bisher sind keine Wechselwirkungen zwischen Regaine Männer Schaum und anderen Medikamenten bekannt.
  • Ein Blutdruckabfall durch Lagewechsel kann theoretisch durch die Aufnahme des Wirkstoffs Minoxidil verstärkt werden. Dies kann vor allem dann auftreten, wenn Sie gefäßerweiternde Arzneimittel einnehmen.
  • Zu den möglichen Nebenwirkungen von Regaine Schaum gehören Schwindel und ein niedriger Blutdruck.
  • Bewahren Sie Regaine Männer Schaum für Kinder unzugänglich und bei Temperaturen unter 25 °C auf. In dem Behälter befindet sich extrem entzündbares Aerosol.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen lediglich der Information und ersetzen keinesfalls die Untersuchung und Behandlung durch einen Arzt. Bitte beachten Sie, dass hierdurch weder Diagnosen gestellt noch Therapien eingeleitet werden können. Bei Fragen oder Bedenken bezüglich Ihres Haarausfalls sollten Sie sich immer an einen qualifizierten Arzt oder Apotheker wenden.

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