Leiden Sie unter Haarausfall oder Geheimratsecken? Shampoos und Tinkturen, die den Haarausfall stoppen sollen, gibt es zuhauf, aber die Werbeversprechen der Hersteller sind meist irreführend. Es gibt nur einen Wirkstoff, dessen Wirksamkeit durch jahrzehntelange Studien als wissenschaftlich gesichert gilt: Minoxidil. Hier klären wir die wichtigsten Fragen rund um Minoxidil für Sie.
Regaine Männer Schaum: Ein beliebtes Mittel gegen Haarausfall.
In den 60er-Jahren wurde Minoxidil ursprünglich als blutdrucksenkendes Medikament entwickelt und eingeführt. Dabei zeigte sich eine interessante Nebenwirkung: vermehrter Haarwuchs. Diese Eigenschaft machte sich die Pharma-Branche zunutze und brachte Lösungen und Schäume auf den Markt, die Menschen mit dünner werdendem Haar - sowohl Männern als auch Frauen - zweimal täglich anwenden können.
Studien belegen, dass dies in vielen Fällen, wenn auch nicht immer, erfolgreich ist. "Die Wirkung ist überzeugend: Bestehendes Haar wird gekräftigt, und das Wachstum neuer Haare wird angeregt", erklärt Dr. Hölscher. Kein Wunder also, dass Minoxidil-Produkte, die in Apotheken rezeptfrei erhältlich sind, heute zu den beliebtesten Mitteln gegen Haarausfall gehören.
Dass Minoxidil gegen Haarausfall wirkt, gilt mittlerweile als gesichert. Allerdings sind sich Wissenschaftler:innen noch uneinig, warum genau das so ist.
Am weitesten verbreitet ist die Theorie, dass Minoxidil die Blutgefäße der Kopfhaut erweitert und die Wurzeln so besser mit Nährstoffen versorgt werden können. Eine neuere Hypothese ist, dass Minoxidil ein spezifisches Enzym (ATP genannt) im Haarfollikel erhöht und dessen Wachstumsphase verlängert (wissenschaftlich Anagenphase genannt). Manche Forscher:innen nehmen auch an, dass Minoxidil Haarfollikel vergrößert, die zuvor durch Hormone geschrumpft sind.
Die Expertin erklärt: "Minoxidil ist bei männlich (und weiblich) bedingtem Haarausfall indiziert und kann ab dem 18. Lebensjahr zum Einsatz kommen. Generell sollte früh mit der Therapie begonnen werden, da bereits inaktive Haarwurzeln nur selten reaktiviert werden können." Laut Dr. Hölscher wirkt Minoxidil am besten bei mittiger Glatzenbildung. Der Hersteller lobt keine Wirksamkeit bei Geheimratsecken aus. Im Internet finden Sie aber viele positive Erfahrungsberichte von Männern, die sich über volleres Haar am vorderen Kopf freuen.
Vereinfachte Darstellung, wie erblich bedingter Haarverlust beginnt und fortschreitet.
Manche Männer verwenden Minoxidil auch, um das Wachstum der Barthaare zu beschleunigen. Die Nutzung erfolgt allerdings Off-Label. Wissenschaftliche Studien hierzu sind nicht vorhanden.
"Um einen Erfolg des Haarwuchses zu erkennen, sollte das Präparat mindestens 3 Monate, nach meiner persönlichen Einschätzung eher 6-9 Monate angewendet werden", betont die Dermatologin und Haarexpertin. Danach gilt: Dranbleiben, und zwar für immer.
Klingt paradox, aber: Bevor der Haarwuchs wieder einsetzt, kommt es zu einem verstärkten Haarausfall. Zum Trost: Dieses sogenannte Shedding zeigt, dass die Therapie anschlägt. "Alte Haare werden durch neue, kräftigere Haare ersetzt. Nach 8-10 Wochen ist das überstanden", beruhigt die Dermatologin.
"Wird Minoxidil abgesetzt, gehen sukzessiv die durch die Therapie reaktivierten Haare wieder aus", weiß Dr. Hölscher. Dranbleiben ist also die Devise.
Wie immer gilt: Wenn es eine Wirkung gibt, gibt es auch Nebenwirkungen. "Da das Präparat äußerlich angewandt wird und zudem frei verkäuflich ist, kommt es allerdings nur selten zu Nebenwirkungen. Darunter fallen Kopfschmerzen, Blutdruckproblemen und Kopfhautreizungen." Die Anwendung sollten Sie deshalb vorab idealerweise ärztlich absprechen. Gruselgeschichten über Potenzprobleme, wie man sie in manchen Foren liest, sind laut Dr. Hölscher übrigens Unfug und treten - wenn überhaupt - eher bei anderen Therapieformen wie beispielsweise Finasterid-Tabletten auf.
Klinische Studien:
Zweimal täglich überall dort, wo das Haar lichter wird. Warte nach dem Auftragen ein paar Minuten, ehe du dir die Haare stylst oder föhnst. Das Produkt sollte vorab vollständig einziehen. Die Anwendung solltest du wie das Zähneputzen fest in deinen Alltag integrieren. Vergisst du es einmal, ist es nicht tragisch. Zu oft sollte das aber nicht vorkommen. "Eine gewisse Regelmäßigkeit ist für den Therapieerfolg wichtig", so Dr. Hölscher.
Beides wirkt gleich gut. Unsere Expertin rät bei längerem Haar eher zur Lösung, weil der Schaum sonst in den Haaren kleben bleibt und seine Wirkung nicht auf der Kopfhaut entfalten kann. Tipp: Bei sensibler, schuppiger und juckender Kopfhaut sollen Schaum-Präparate verträglicher sein als Lösungen.
Ja. Marktführer ist der Markenhersteller Regaine. "Der Inhaltsstoff Minoxidil ist allerdings in allen auf dem Markt verfügbaren Präparaten gleich - somit ist der Effekt ähnlich", so Dr. med. Desiree Hölscher. Preise zu vergleichen, lohnt sich also.
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Sie leiden unter erblich bedingtem Haarausfall (androgenetischer Alopezie)? Dann sind Sie nicht allein... Ca. Dank dem Wirkstoff Minoxidil in 5 %-iger Konzentration kann Regaine® MÄNNER LÖSUNG erblich bedingtem Haarausfall entgegenwirken. Minoxidil erweitert die Blutgefäße und regt die Blut- und Nährstoffversorgung der Haare an.
Nach einer Behandlungszeit von ca. 2 - 6 Wochen mit Regaine® MÄNNER LÖSUNG kann es zu vermehrtem Ausfall von alten, nicht mehr aktiven Haaren kommen. Dies wird Shedding-Effekt bezeichnet. Bitte lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern. Dieser Effekt ist ein guter Hinweis dafür, dass alte, ruhende Haare durch neue, kräftigere Haare ersetzt werden. Der Shedding-Effekt geht nach wenigen Wochen wieder zurück.
Beginnt man die Behandlung rechtzeitig, kann Minoxidil bei Haarausfall etwas bringen. Ob und wie stark das Mittel allerdings wirkt, weiß man erst nach einigen Monaten. Und damit es nachhaltig die Haare erhält, muss man eisern morgens und abends die Kopfhaut mit dem Mittel behandeln.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Wirkstoff | Minoxidil |
| Anwendungsgebiete | Androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall) |
| Anwendung | 2x täglich auf die betroffenen Stellen |
| Nebenwirkungen | Kopfschmerzen, Hautreizungen, Blutdruckprobleme |
| Wirkungsdauer | Mindestens 3-6 Monate |
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