Viele Gartenbesitzer sind besorgt, wenn sie Raupen in ihrem Garten entdecken. Doch nicht alle Raupen sind schädlich. Um festzustellen, ob eine Raupe giftig oder schädlich ist, muss man sie zunächst einmal bestimmen. Dieser Artikel hilft Ihnen, die häufigsten Arten von Raupen mit Stacheln und Haaren zu identifizieren und zu verstehen, welche Maßnahmen gegebenenfalls erforderlich sind.
Allein in Deutschland gibt es rund 3.700 unterschiedliche Arten von Schmetterlingen (Lepidoptera). Neben ihrer Schönheit faszinieren die Insekten vor allem durch die verschiedenen Entwicklungsstadien, die sie durchlaufen. Aus so manch unansehnlicher Raupe wird später ein bildhübscher Schmetterling.
Um eine Raupe zu bestimmen, sollten Sie auf folgende Merkmale achten:
Auch wann die Raupen sich zeigen, ist charakteristisch - wobei Verschiebungen durch den Klimawandel möglich sind. Die meisten grünen Raupen finden sich zwischen März und Oktober im heimischen Garten, je nach Art treten sie in einer oder mehreren Generationen auf.
Je nachdem, was „Ihre“ grüne Raupe im Garten frisst, nimmt sie Pflanzengifte in sich auf - das ist zum Beispiel beim Buchsbaumzünsler oder bei einigen Weißlingen der Fall. Dadurch schützen sich die Larven vor Fraßfeinden. Unter „giftige Raupe“ verstehen viele Menschen aber auch Raupen, deren Behaarung gefährliche allergische Reaktionen auslösen kann, so wie beim Eichenprozessionsspinner - obwohl hier in Wirklichkeit nicht die grüne Raupe selbst giftig ist.
Insgesamt sind grüne Raupen selten für Menschen giftig oder gefährlich. Auf eine giftige Raupe können z. B. die Farben Blau, Rot oder Schwarz als Warnfarben hinweisen, außerdem eine sehr dichte, lange Behaarung (Allergiegefahr), die Bildung umfangreicher Gespinste und großer Raupen-Ansammlungen.
Eine Raupe mit „Stachel“ ist nicht zwangsläufig giftig. Der Stachel ist nämlich gar kein Stachel, sondern ein sogenanntes Analhorn - ein typisches Merkmal zum Beispiel von Schwärmern, mit dem die Raupe aber nicht stechen kann.
Im Folgenden stellen wir Ihnen einige besonders wichtige und häufige grüne Raupen vor: mit Stachel, ohne Stachel, mit und ohne Haare, in unterschiedlichen Größen - und Sie erfahren, was die grünen Raupen fressen. Zum besseren Bestimmen haben wir die Raupen nach Größe sortiert. Beginnen wir mit den kleinen grünen Raupen.
Aus den Raupen entwickeln sich die unterschiedlichsten Schmetterlinge. Hier eine Übersicht einiger Beispiele:
| Raupe | Schmetterling |
|---|---|
| Schwalbenschwanz | |
| Kleiner Kohlweißling | |
| Zitronenfalter | |
| Tagpfauenauge |
Ohne Raupen gibt es keine Schmetterlinge und keine Nachtfalter! Die meisten Raupen richten keine großen Schäden an. Sorgen Sie für gute Nistmöglichkeiten für Singvögel. Schützen Sie gefährdete Pflanzen durch regelmäßiges Absammeln und die Verwendung von Leimringen.
Wichtige Feinde der Raupen sind Schlupfwespen und Sandwespen. Schlupfwespen legen ihre Eier in die Raupenkörper, die dadurch absterben. Sandwespen lähmen Schmetterlingsraupen mit einem Gift und fressen sie nach und nach auf.
Am schonendsten ist es, die grünen Raupen bei Befall rechtzeitig abzusammeln. Fördern Sie auch Nützlinge und Fraßfeinde der schädlichen Arten, zum Beispiel, indem Sie Meisen und Schlupfwespen im Garten ein Zuhause bieten. Umweltschonend ist auch das Absprühen der grünen Raupen mit einem starken Wasserstrahl.
Lediglich der Buchsbaumzünsler widersteht leider den meisten sanften Methoden - hier kann der Hochdruckreiniger oder ein starker Rückschnitt die rettende Maßnahme sein. Da Insektizide gegen den Zünsler nur begrenzt wirksam und nicht von Dauer sind, ist von ihrem Einsatz eher abzuraten.
Tipp: Bei grünen Raupen am Buchsbaum - dem gefährlichen Buchsbaumzünsler - sollen Sie überlegen, statt des Buchsbaums resistente Alternativpflanzen zu setzen. Besonders bewährt hat sich der Zwergrhododendron Bloombux, der in Aussehen, Schnittverträglichkeit und Pflegeleichtigkeit dem Buchsbaum nicht nur gleichkommt, sondern sogar übertrifft.
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