Das Entfernen von Körperbehaarung ist für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil der täglichen Körperpflege. Dabei stehen verschiedene Methoden zur Auswahl, von denen jede ihre eigenen Vor- und Nachteile hat. In diesem Artikel werden zwei der gängigsten Methoden verglichen: Rasierer und Enthaarungscremes.
Verschiedene Methoden zur Haarentfernung.
Frauen und Männer greifen meist zum Nassrasierer, um Körperhaare zu entfernen. Ein Rasierer kappt das Haar an der Hautoberfläche. Das ist praktisch, eine Rasur hält aber nicht lange an. Nach ein bis drei Tagen wachsen wieder Stoppeln nach. Nassrasierer schneiden die Haare ganz nah an der Hautoberfläche ab. Das sorgt für ein glatteres Ergebnis als bei einem Trockenrasierer.
Für die Nassrasur gibt es Einwegrasierer, Systemrasierer und Rasierhobel. Dank Wechselklingen lassen sich Hobel und Systemrasierer lange nutzen, Einwegrasierer landen dagegen nach wenigen Rasuren im Müll. Für die Trockenrasur ist nur ein Elektrorasierer geeignet.
Um die Haut auf die Rasur einzustellen, bietet es sich an, zunächst einmal in Wuchsrichtung zu rasieren und erst dann dagegen - vor allem im Intimbereich. Stumpfe Klingen sind eine häufige Ursache für Verletzungen, Hautrötungen oder juckenden Ausschlag nach dem Rasieren. Deshalb gilt: Klinge wechseln, sobald sie an der Haut zerrt oder nicht mehr gewohnt glatt rasiert. Auch verunreinigte Klingen können Schnittwunden verursachen.
Im Gegensatz zur gewöhnlichen Nassrasur liegen Enthaarungscremes einer chemischen Basis zugrunde - und versprechen somit eine schonende Entfernung unerwünschter Haare. Die darin enthaltenen Wirkstoffe reagieren mit der Haut. Zuerst wird der natürliche Säureschutzmantel durchbrochen, um die Poren zu öffnen. Anschließend greift die in Enthaarungscreme enthaltene Natronlauge (Thioglykolsäure) die Proteinstruktur, kurz Keratin genannt, die Haare an.
Übersetzt bedeutet das: Die Härchen lösen sich auf und bleiben als gelartige Masse auf der Haut zurück. Und genau diese können Sie zum Schluss mit einem Spatel ganz einfach abwischen. Die Anwendung ist einfach und unkompliziert: Sie tragen die Creme auf, lassen diese kurz einwirken und waschen sie samt der Härchen wieder ab.
Tragen Sie die Creme nur auf die Körperstelle auf, die Sie in dem Moment enthaaren wollen - vermeiden Sie eine großflächige Verteilung. Lassen Sie die Inhaltsstoffe nur so lange einwirken, wie es in dem Beipackzettel steht. Andernfalls kann Ihre Haut gereizt reagieren. Anschließend entfernen Sie die aufgelösten Haare mit dem mitgelieferten Spatel und spülen Ihre Haut mit warmem Wasser ab, sodass keine Cremerückstände darauf zurückbleiben. Um den Säureschutzmantel Ihrer Haut nach der Rasur zu aktivieren, sollten Sie die rasierten Körperstellen mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion eincremen.
Neben Rasierern und Enthaarungscremes gibt es noch weitere Methoden der Haarentfernung, die je nach Bedarf und Vorlieben in Frage kommen:
| Methode | Vorteile | Nachteile | Haltbarkeit |
|---|---|---|---|
| Rasieren | Schnell, einfach, günstig | Kurze Haltbarkeit, Hautirritationen, Schnittverletzungen | 1-3 Tage |
| Enthaarungscreme | Schmerzfrei, einfache Anwendung, geringes Verletzungsrisiko | Hautirritationen, allergische Reaktionen, unangenehmer Geruch | Bis zu 14 Tage |
| Epilieren | Längere Haltbarkeit, weniger Haarwuchs | Schmerzhaft, zeitaufwendig, Hautirritationen | Bis zu 4 Wochen |
| Waxing/Sugaring | Längere Haltbarkeit, weniger Haarwuchs | Schmerzhaft, zeitaufwendig, Hautirritationen, erfordert gewisse Haarlänge | Bis zu 4 Wochen |
| Laser/IPL | Dauerhafte Reduktion des Haarwuchses | Teuer, mehrere Sitzungen erforderlich, nicht für alle Haut- und Haartypen geeignet | Langfristig |
Vergleich verschiedener Methoden zur dauerhaften Haarentfernung.
Jede Form der Haarentfernung stresst die Haut. Sie braucht danach eine beruhigende Pflege, etwa durch milde, feuchtigkeitsspendende Lotionen. Von besonders fettreichen Cremes ist dagegen abzuraten - sie können die bakterielle Besiedlung der Haut verschlechtern. Denn beim Rasieren kommt es zu kleinsten Verletzungen auf der Haut, in denen sich Bakterien ansiedeln können.
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