Rasieren und Bartwuchs: Mythen und Fakten aufgedeckt

Im Zeitalter der Medien kursieren viele Informationen, doch nicht alle sind wahr. Besonders beim Thema Rasur gibt es zahlreiche Mythen, die oft für Verwirrung sorgen. Dieser Artikel räumt mit einigen dieser Mythen auf und stellt die Fakten klar.

Mythos 1: Haare wachsen schneller und dicker, wenn man sie öfter rasiert

Viele glauben, dass häufiges Rasieren das Haarwachstum beschleunigt und die Haare dicker macht. Doch das ist ein Irrtum. Jedes Haar durchlebt einen genetisch festgelegten Zyklus. Egal wie oft du dich rasierst, dein Barthaar wächst dadurch weder schneller, noch wird es dicker.

Warum nicht? Die Haarwurzel weiß nicht, was du mit dem Haar „draußen“ machst. Nach der Rasur kann es jedoch den Eindruck machen, dass die Haare dicker wachsen, da der Rasierer sie an der dicksten Stelle schneidet und aufraut. Dies ist jedoch nur ein optischer Effekt.

Mythos 2: Ein Bart kann auch auf bisher kahlen Stellen wachsen

Du möchtest die kahlen Stellen füllen? Es ist durchaus möglich, dass sich dein Bartwuchs im Laufe der Jahre unerwartet komplett ändert. Hormonschwankungen, vor allem solche des Testosterons, können den Wuchs beeinflussen. Viel Testosteron sorgt für Bartwuchs, allerdings nur, wenn du entsprechende Rezeptoren an deinen Haarwurzeln hast, an denen das viele Testosteron andocken kann.

Zum anderen kann es sein, dass deine Haarfollikel inaktiv sind, oder dass du einen Nährstoffmangel hast. Das lässt sich beheben. Wir empfehlen dir einen Gang zu Onkel Doc. Experimentiere nicht wahllos herum und verschwende Zeit, Geld und Nerven. Lasse den Arzt checken, was dir fehlt.

Fehlen Andockrezeptoren hilft allerdings nur das Anfreunden mit einem perfekt rasierten Gesicht. Sind sie vorhanden, fehlt aber Testosteron, so kann das verabreicht werden. Fehlen dir Nährstoffe, so können diese mit gesunder Ernährung und/oder Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt werden.

Wähle aus der Vielfalt das aus, das dir gibt, was laut Attest fehlt: Vitamine, wie zum Beispiel Biotin, Aminosäuren, wie unter anderen L-Arginin, Hormone wie eben Testosteron, Spurenelemente, wie Silicium, Zink oder Kupfer, Proteine, Mineralstoffe, also was auch immer. Was du dann noch brauchst, ist Geduld. Denn die Wirkstoffe brauchen Zeit. Gehe von ein paar Wochen bis Monaten aus.

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Mythos 3: Eine scharfe Rasierklinge führt zu Schnittverletzungen

Wer das glaubt, hat sich schon vor der Rasur geschnitten. Genau das Gegenteil ist nämlich der Fall. Die stumpfe Klinge ist gefährlicher. Weil sie nicht richtig schneidet, stattdessen rupft, versuchst du mit Druck nachzuhelfen und ziehst noch dazu viel zu oft über die Barthaare. Druck erhöht das Schnittrisiko und jeder unnötige Zug reizt die Haut zusätzlich.

Hart und scharf muss sie sein, deine Rasierklinge. Dann arbeitet sie effizient, dann gleitet sie kinderleicht über deine Barthaare, dann kappt sie es oftmals schon ausreichend gründlich mit dem ersten Zug.

Achte beim Kauf deshalb auf Qualität und Echtheit. Kostet etwas mehr und reißt vielleicht ein Loch in dein Portemonnaie. Aber mit „billig will ich“ schneidest du dich.

Mythos 4: Mehr Druck bringt ein besseres Rasurergebnis

Ganz ehrlich? Da können wir nur ganz heftig den Kopf schütteln. Weder zeitlicher Druck noch physischer Druck ist deiner Rasur dienlich und führt zu unnötigen Hautirritationen jeglicher Art.

Die richtige, leicht erlernbare Rasurtechnik ist dabei das A und O. Druck gehört zu dieser Technik auf keinen Fall. Druck erhöht das Risiko für Schnittverletzungen deutlich. Sobald du Druck ausüben musst, um deine Barthaare zu schneiden, solltest du die Rasierklinge wechseln. Ist sie stumpf, rupft sie, du musst x-mal über die Barthaare, bis sie einigermaßen ab sind. Schnitte und Hautreizungen sind dann vorprogrammiert.

Lasse also den Druck weg. Übe dich stattdessen in der Technik. Bewege dein Tool im 30 Grad Winkel in gleichmäßigen Zügen und immer erst mit dem Strich, dann eventuell noch quer oder gegen den Strich. Spanne dabei die Rasierzone mit der freien Hand oder mit lustigen Grimassen. Mache Spaß, statt Druck.

Weitere Mythen und Fakten rund um die Rasur

  • Mythos: Wenn man sich rasiert, verblasst die Bräune schneller. Fakt: Es ist schlicht unmöglich, die Bräune wegzurasieren. Vielmehr bräunt die Haut sogar schneller, wenn man sich regelmäßig rasiert, da dadurch die oberste Hautschicht mitsamt Hautschüppchen entfernt wird, die sonst die Bräune behindern.
  • Mythos: Rasiergel ist überflüssig, es geht auch mit Seife und Wasser. Fakt: Rasiergel trocknet die Haut weniger schnell aus als gewöhnliche Seife. Rasiergele legen außerdem einen Schutzfilm gegen Schnittverletzungen über die Haut.
  • Mythos: Wenn man es eilig hat, kann man ohne Wasser rasieren. Fakt: Nein! Wasser - und Rasiergel - sind für eine angenehme Rasur absolut wichtig. Nur so kann der Rasierer über die Haut gleiten.
  • Mythos: Wenn man sich gegen den Strich rasiert, wird die Rasur gründlicher. Fakt: Wenn man Haarfollikel schädigen will und auf Rasierbrand steht, dann bitte gerne. Ansonsten gilt, dass man sich am besten in Wuchsrichtung rasieren soll.

Interessante Fakten über Männer und ihre Rasurgewohnheiten

Hier eine Tabelle mit interessanten Fakten über Männer und ihre Rasurgewohnheiten:
Fakt Wert/Aussage
Anteil der Männer weltweit, die Bart tragen 55%
Anteil der Männer, die sich täglich rasieren 90%
Beginn des Bartwuchses bei Jungen Zwischen 14 und 18 Jahren
Durchschnittliche Anzahl der Barthaare im Gesicht eines Mannes 7000-15000
Tägliches Wachstum eines Gesichtshaares 0,4 mm
Zeit, die ein Mann statistisch gesehen mit dem Rasieren verbringt 3350 Stunden (ca. 139,5 Tage)

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