Der belgische Popsänger Helmut Lotti hat nichts zu verbergen, weder seine Glatze noch seine Autismus-Diagnose. Selten antwortet ein Superstar so offenherzig und ehrlich auf persönliche Fragen wie Helmut Lotti.
Der belgische Sänger erklärt Stermann und Grissemann, was es für ihn bedeutet mit der Diagnose „Autismus“ zu leben, wie es dazu kam, dass er sein Toupet ablegte und was in seinen drei gescheiterten Ehen falsch gelaufen ist.
Helmut Lotti wurde am 22. Oktober geboren und begann seine Karriere als Popsänger. Die erste Single, Kom nu, erschien 1989 und erreichte die Spitze der Charts. Im Jahr 1995 veröffentlichte er mit Helmut Lotti goes Classic das bis dahin schnellst- und meistverkaufte Album Flanderns.
Bereits 1994 hatte Helmut Lotti auf Anfragen Konzerte mit einem 23-köpfigen Orchester gegeben, in denen er Interpretationen klassischer Stücke vortrug. Für seine Interpretation von Lucio Dallas Titel Caruso erhielt er bei einem Auftritt mehrere Minuten lang anhaltenden Beifall, sodass sein Manager Piet Roelen schließlich vorschlug, ein Album mit klassischen Liedern aufzunehmen.
Helmut Lotti Goes Classic wurde am 8. und 9. September 1995 in Antwerpen aufgenommen und erschien im selben Jahr. Das Album enthält 18 Interpretationen klassischer Melodien oder Arien. Aufgrund des großen Erfolges erschien 1996 das Album Helmut Lotti Goes Classic II und im nächsten Jahr Helmut Lotti goes Classic III.
Der erste internationale Erfolg nach Belgien und den Niederlanden war für Helmut Lotti bereits 1996 Südafrika. Nach zahlreichen Konzerttourneen folgte er daher dem Vorschlag seines Managers Piet Roelen, nach insgesamt fünf Klassik-Alben ein Album mit traditionellen Liedern Afrikas aufzunehmen.
Latino Classics wurde das erste Album Helmut Lottis, das im Jahr 2000 zeitgleich in Belgien und in Deutschland erschien. Im Jahr 2002 erfüllte sich Helmut Lotti mit dem Album My Tribute to the King einen lang gehegten Wunsch.
Auch mit seinem nächsten Album, Pop Classics in Symphony, blieb Helmut Lotti seinem Stil treu und interpretierte bekannte Pop- und Rock-Songs, so von Queen, Creedence Clearwater Revival, Barry Manilow und Barry Ryan, mit sinfonischer Begleitung. Nach der Interpretation afrikanischer und lateinamerikanischer Titel wandte sich Helmut Lotti auf seinem 2004 erschienenen Album russischen Volksliedern zu.
Im Anschluss an die Veröffentlichung von From Russia with Love kündigte Helmut Lotti im März 2005 eine längere kreative Pause an, die nicht zuletzt familiäre Gründe hatte.
Nach einer fast zweijährigen Pause veröffentlichte Helmut Lotti Ende 2006 das Doppel-Album The Crooners. Nach längerer musikalischer Pause erschien im Januar 2013 Lottis Album Mijn hart & mijn lief, auf dem er wie in seinen frühen Jahren Niederländisch singt.
Unter dem Motto Hellmut Lotti goes Metal trat Lotti beim Graspop Metal Meeting 2023 mit einer Begleitband auf und interpretierte verschiedene Klassiker des Hardrock und Metal, darunter Stücke von AC/DC, Guns n’ Roses, Ronnie James Dio und den Scorpions.
Im Jahr 1999 nahm Helmut Lotti mit Sandra Kim und Soulsister-Sänger Paul Michiels die Single Song for Kosovo auf, deren Erlös den Opfern des Kosovokrieges zugutekamen. Helmut Lotti ist seit 1996 als Botschafter des guten Willens des Kinderhilfswerks UNICEF tätig.
Helmut Lotti nahm zahlreiche Duette mit nationalen und internationalen Künstlern auf. Im Jahr 1997 trat Helmut Lotti gemeinsam mit Sarah Brightman, Plácido Domingo und Riccardo Cocciante unter der Begleitung der Wiener Symphoniker beim Weihnachtskonzert „Christmas in Vienna“ auf. Im Juli 1998 trat Helmut Lotti in München bei einem Konzert Eros Ramazzottis auf, wo beide den Titel „Musica E“ sangen.
Helmut Lotti wurde hauptsächlich durch seine Coverversionen mit Orchesterbegleitung bekannt. Helmut Lotti ist ein Künstler, der polarisiert. Seine Stimme wurde von Kritikern häufig als wenig tragfähig kritisiert und er selbst eher als eine Art „Pop-Tenor“ angesehen, was Helmut Lotti, der nie eine Gesangsausbildung absolvierte.
Typisch für die Interpretationen Helmut Lottis ist die Begleitung durch das „Golden Symphonic Orchestra“, das die Arrangements Wim Bohets’ musikalisch umsetzt. Gleichzeitig führt das gleiche Konzept für klassische Titel, Traditionals aus Afrika, Lateinamerika oder Russland zwar zu einem markanten Stil, aber auch zu einer Gleichförmigkeit der Titel, die dem Anspruch, immer wieder etwas Neues wagen zu wollen, nicht immer gerecht wird.
Der ganze Rummel um seine Person und sein Image als Schmusesänger ging Helmut Lotti irgendwann gegen den Strich. Als Helmut Lotti sich vor ein paar Jahren von der grossen Showbühne verabschiedete trug er nämlich noch eine flotte Tolle. Ein Toupet - wie sich herausstellte.
Dabei war es noch nicht einmal Helmuts Idee den leidigen «Topflappen» zu tragen, sondern die seines Managements. So gesehen präsentiert sich der belgische Superstar nun also haarlos aber ehrlich.
Lange Zeit hatte ihn seine Plattenfirma dazu gedrängt ein Toupet zu tragen. Doch dieses Versteckspiel gehört nun der Vergangenheit an. Nur noch ohne Haare.
Er sei musikalisch wieder der Alte - «nur ohne Haare», sagte der belgische Entertainer der in Düsseldorf erscheinenden «Rheinischen Post» (Samstag). «Ich fühlte mich nicht wohl mit dem Ding auf dem Kopf», sagte Lotti. «Ich hatte sogar Alpträume. Wirklich. Ich fand das sehr schlimm.
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