Viele Menschen betrachten eine Intimrasur heutzutage als selbstverständlich. Doch oft folgen darauf unerwünschte Begleiterscheinungen wie Rasierpickel und Entzündungen. Diese können nicht nur unschön aussehen, sondern auch schmerzhaft sein. Dieser Artikel erklärt, wie Rasierpickel entstehen, wie man ihnen vorbeugen kann und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
Jede Rasur stellt eine Belastung für die Haut dar. Rasierpickel sind Entzündungen, die durch Bakterien verursacht werden. Winzige Hautverletzungen, die beim Rasieren entstehen, ermöglichen es Mikroorganismen, unter die Haut zu gelangen. Besonders trockene Haut ist anfällig für Verletzungen bei der Rasur - sie neigt zu Rissen und ist weniger geschmeidig.
Weitere Faktoren, die Rasierpickel fördern, sind:
Auch die Schamregion ist nicht ausgeschlossen, dort bilden sich sogar besonders schnell Rasierpickel - Intimbereich und Bikinizone besitzen eine empfindliche Haut, die rasch zu Irritationen neigt. Zudem ist der Intimbereich mit seinem feucht-warmen Klima ein idealer Nährboden für Bakterien, die bei Hautverletzungen entsprechend zahlreich in die Haut eindringen können.
Beachten Sie folgende Hinweise, um nach der Intimrasur pickelfrei zu bleiben.
Sind trotz aller Sorgfalt nach dem Rasieren Pickel entstanden, sollten Sie die betroffenen Hautpartien zunächst mit Wasser oder Eiswürfeln kühlen. Diese Hausmittel reduzieren die Schwellungen und lindern Begleiterscheinungen wie Jucken und Brennen. Danach ist Pflege angezeigt - behandeln Sie die Rasierpickel mit einer feuchtigkeitsspendenden, nicht fettenden, hautberuhigenden Creme oder Lotion.
Versuchen Sie bitte nicht, entzündete Pickel auszudrücken. Damit reizen Sie die Haut noch mehr. Im schlimmsten Fall bildet sich ein Abszess, der langwierig behandelt werden muss. Wenn Sie regelmäßig unter eitrigen Rasierpickeln leiden, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren.
Furunkel sind sehr schmerzhaft und können in allen behaarten Hautregionen auftreten. Besonders unangenehm sind Furunkel im Intimbereich, da diese das Gehen, Stehen, Sitzen und den Toilettengang sehr erschweren können.
Als Furunkel wird eine Entzündung des Haarbalgs bezeichnet, die auch Gewebeschichten unter der Haut befällt, das sogenannte subkutane Gewebe. Die Entzündung wird durch Bakterien hervorgerufen, die in den meisten Fällen von der Gattung Staphylococcus aureus sind. Risikofaktoren sind vor allem ein geschwächtes Immunsystem - z. B. in der Schwangerschaft, bei Geschlechtskrankheiten, im Rahmen von bestehenden Immundefekten wie AIDS oder bei schwerwiegenden Grunderkrankungen wie etwa der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Die betroffene Stelle ist stark gerötet, überwärmt, geschwollen und sehr empfindlich. Frauen oder Männer mit Furunkeln im Intimbereich können unter Umständen vor Schmerzen weder laufen noch sitzen. Auch Beschwerden beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang können auftreten. Die Kleidung reibt ebenfalls oft unangenehm an dem Furunkel.
Ein Furunkel im Intimbereich gehört stets in ärztliche Behandlung. Größere, sehr stark entzündete Furunkel im Intimbereich werden durch einen Arzt chirurgisch gespalten, damit der Eiter abfließen kann. An einem Furunkel, egal ob sich dieser im Intimbereich oder an einer anderen Körperpartie befindet, darf der oder die Betroffene in keinem Fall selber hantieren.
Zur Vorbeugung von Furunkeln im Intimbereich gehört die Stärkung des Immunsystems. Bestehende Grunderkrankungen wie Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder andere sollten so gut wie möglich behandelt werden. Gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf sowie regelmäßige Bewegung bilden die Grundlage für ein gesundes Leben. Der Intimbereich sollte nur mit lauwarmen Wasser oder speziellen Waschlotionen für den Genitalbereich sauber gehalten werden.
Rasurbrand tritt häufig am Hals oder im Intimbereich auf und äußert sich durch Rötungen, Juckreiz und Ausschlag. In der Regel heilt die Hautirritation von allein wieder ab. Leichte Rötungen verschwinden meist schon innerhalb von zwei Stunden. Ein ausgewachsener Ausschlag bleibt dir dagegen mindestens zwei bis drei Tage erhalten. In dieser Zeit solltest du deinen Rasierer ruhen lassen, um die Haut nicht noch weiter zu reizen.
Wer zu Rasurbrand neigt und auf die Haarentfernung nicht verzichten möchte, kann auch andere Methoden ausprobieren.
Enthaarungscremes enthalten Stoffe, die die Hornsubstanz der Haare aufweichen, sodass sie sich leicht ablösen lassen. Es ist ratsam, die Creme zuvor an einer kleinen Stelle der Haut auf ihre Verträglichkeit zu testen.
Bei der Epilation wird das Haar samt Wurzel ausgerissen. Das funktioniert entweder mit Wachs oder mit elektrischen Epiliergeräten. Allerdings ist die Prozedur nur für Menschen geeignet, die nicht allzu schmerzempfindlich sind. Dafür bleibt Rasurbrand in der Regel aus.
Wer Haare an bestimmten Körperstellen dauerhaft entfernen möchte, kann auf die Behandlung mit einem Lasergerät setzen. Dabei wird das Haar bis in die Wurzel zerstört. Eine Laserbehandlung sollte allerdings nur von einem erfahrenen Dermatologen durchgeführt werden.
| Methode | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Rasur | Schnell, einfach, kostengünstig | Häufig Rasurbrand, kurzfristiges Ergebnis |
| Enthaarungscreme | Schmerzfrei, glatte Haut | Kann Hautreizungen verursachen, chemischer Geruch |
| Epilation | Langfristiges Ergebnis, glatte Haut | Schmerzhaft, kann zu eingewachsenen Haaren führen |
| Laserbehandlung | Dauerhafte Haarentfernung | Teuer, mehrere Sitzungen notwendig, Risiko von Nebenwirkungen |
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