Max Mutzke und seine markanten Augenbrauen: Eine Karriere zwischen ESC und eigenem Stil

Auch zwei Jahrzehnte später wird ESC-Star Max Mutzke noch immer mit Stefan Raab und dem TV-Casting assoziiert. Für die einen ist es der ganz große Durchbruch, für die anderen ein peinliches Erlebnis, auf das man nicht mehr angesprochen werden möchte. Trotz Erfolg im Musikgeschäft sieht Max Mutzke (43) seine Teilnahme beim Eurovision Song Contest (ESC) heute mit anderen Augen. Mit neuen Projekten will er zeigen, was ihn wirklich ausmacht.

Tausenden Fernsehzuschauern dürfte noch in Erinnerung geblieben sein, wie Max Mutzke (43) beim ESC 2004 „Can‘t wait until tonight, baby“ locker ins Mikrofon schmetterte.

Das Lied geschrieben, und auf der Bühne mit der Gitarre begleitet, hatte Entertainer Stefan Raab (57), über dessen Show-Comeback sein Rivale Oliver Pocher (46) lästerte. Raab entdeckte den damals 23-jährigen Mutzke im Rahmen seiner Talent-Show „SSDSGPS“ und machte ihn zum deutschen ESC-Kandidaten für Istanbul.

Schnell wurde der Schwarzwälder durch seine markanten Augenbrauen und seinen lockeren Stil bekannt. Schon die Maskenbildner in Stefan Raabs "TV Total", wo der Songwriter im Rahmen eines Castingprojektes 2004 entdeckt worden war, hätten ihn vergeblich gebeten, die Brauen zu zupfen. Heute sind es eher große Hüte, die zu seinem Markenzeichen geworden sind.

Noch immer macht Mutzke Musik, gerade hat er sein neues Album „XX“ veröffentlicht und geht auf mehrmonatige Tour anlässlich des 20-jährigen Bühnenbestehens - zumindest auf der großen Showbühne. Schon lange vor dem ESC war er musikalisch aktiv. Mit elf Jahren hatte er erste Auftritte auf kleinen Konzerten in seiner Heimat, später sang er in einer Funk-Band.

Max Mutzke über seine ESC-Bekanntheit

Max Mutzke im ESC-Bewerbungsgespräch | Eurovision Song Contest | NDR

Dass er heute, nach 20 Jahren, noch immer auf Stefan Raab angesprochen wird, überrascht den 43-Jährigen. „Das war das Langweiligste in meinem Leben“, sagt er im Brisant-Interview rückblickend. Das sei keinesfalls abwertend gemeint, so Mutzke. Sein Leben sei nur „so viel bunter und so viel mehr als das, was da war“.

So lautet auch der Titel seiner Biografie „So viel mehr - Meine Geschichte“, in der er zeigen will, wer er wirklich ist und welche Werte ihn ausmachen. Nachdem er 2004 beim ESC einen soliden achten Platz erreichte und sein Song auf Platz eins der deutschen Charts kletterte, blieb er weiterhin im Musikgeschäft. Er schrieb sogar Hits für andere Künstler. Obwohl Max Mutzke eine eigenständige Karriere über 20 Jahre hingelegt hat, wird er meist wegen seines ESC-Auftritts erkannt.

2019 gewann er die erste Staffel der ProSieben-Sendung „The Masked Singer“ und im Ersten moderierte er die Sendung „Lebenslieder“. 2024 wollte es Mutzke noch einmal wissen und trat mit einem englischsprachigen Lied im Vorausscheid für den ESC in Malmö an. Durchgesetzt hatte sich schließlich Konkurrent Isaak Guderian (29), der für Deutschland im Finale den zwölften Platz belegte.

In seinem Buch erzählt Max Mutzke von seiner teils schwierigen Kindheit. Seine Mutter sei schwer alkoholkrank gewesen und 2013 gestorben. Er engagiert sich deshalb in der Organisation NACOA, die sich um die Kinder von alkoholkranken Eltern kümmert.

Kindheit und musikalische Anfänge

Max, der mit zweitem Namen tatsächlich „Nepomuk“ heißt, kommt aus einer tendenziell musikalischen Familie - sein Vater spielt schon seit 40 Jahren Schlagzeug. Und als er seiner Mutter im zarten Alter von sechs Jahren ein Lied vorsang, merkten die Eltern, dass Max den Soul in der Stimme hat. „Der kann echt singen“, habe die Mutter zum Vater gesagt. Das sollte sich auch nicht mehr ändern - „Ich hatte einfach keinen Stimmbruch“, sagt der Casting-Star und kichert. „Ich habe nie so gekrächzt.“ Groß geworden ist er trotzdem - mit den Schallplatten seiner Eltern: Funk, Jazz und eben Soul.

Die Zeit nach dem ESC

Entdeckt in Stefan Raabs Castingshow, hat er Deutschland beim Grand Prix vertreten und landete auf Platz acht. Danach hat man ganz lange nichts mehr von ihm gehört. Jetzt gibt es eine neue Platte, „Schwarz auf Weiß“ heißt sie. In dem Video zu dem Lied sieht man Max, wie er nach einer Frau verrückt ist. Nein, so hat den jungen Mann aus Waldshut noch niemand gesehen, abgesehen von seiner Freundin vielleicht.

Musiker Max Mutzke würde für seine Karriere nicht einmal seine wuchtigen Augenbrauen opfern. Mutzke, der 2004 Deutschland mit "Can't Wait Until Tonight" beim Eurovision Song Contest in Istanbul vertrat, kennt aber auch in anderer Hinsicht Grenzen. Er würde nie Klatsch und Tratsch aus seinem Privatleben an die Öffentlichkeit tragen, um seinen Werbeeffekt zu optimieren. Und er werde nie in einer Jury sitzen, um andere Künstler zu bewerten. "Ich weiß, was das anrichten kann bei bestimmten Leuten, wenn man sie falsch bewertet", sagte Mutzke in dem Interview.

Max Mutzkes (40) Karriere bekam 2004 den großen Schub, als er bei Stefan Raabs (54) Show "Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star" ("SSDSGPS") gewann und Deutschland anschließend mit seinem Song "Can't Wait Until Tonight" beim Eurovision Song Contest vertrat. 17 Jahre später erinnert Mutzke sich pünktlich zum ESC-Finale 2021 am 22. Mai an seinen Auftritt zurück und verrät im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news, ob er noch einmal an dem Wettbewerb teilnehmen würde. Außerdem erzählt der Sänger, dessen neuer Song "Wunschlos süchtig" seit Freitag (21.) erhältlich ist, wie er heute über Stefan Raab denkt.

Erneute ESC-Teilnahme?

Will es noch mal wissen: Mit dem Song "Forever Strong" will der südbadische Singer-Songwriter Max Mutzke, 42, zum zweiten Mal zum ESC fahren. Rückkehr nach 20 Jahren. Der Sänger aus dem Schwarzwald will noch einmal zum Eurovision Song Contest.

Als ich vor genau 20 Jahren das erste Mal dabei war, habe ich den ESC überhaupt erst kennengelernt. Weil ich, musikalisch gesehen, aus einer ganz anderen Ecke komme. Ich bin sozusagen vom Schwarzwald, wo ich herkomme, ins Farbfernsehen gefallen. Ich fand die Veranstaltung sehr anstrengend, stressig, aber zugleich ein aufregendes Ereignis.

Ich war als Gast der Sendung von Barbara Schöneberger in der Pre- und Post-Show. Wir haben uns dazu den ganzen Grand Prix live angeschaut, waren drei Tage in Liverpool, und das hat mich unglaublich begeistert. Man könnte ja momentan glauben, wir würden in einer schrecklichen Welt leben, die Menschen könnten nicht mehr miteinander. Die größte Musikveranstaltung der Welt beweist allerdings genau das Gegenteil. Liverpool war voll mit Menschen aller Hautfarben, aller Couleur, und es war so schön zu sehen, wie jeder nur für die Musik da war. Wie friedvoll, mit welchem Respekt und größter Toleranz alle miteinander umgegangen sind.

tags: #max #mutzke #augenbrauen

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen