Die Ausbildung zum Friseur/zur Friseurin ist ein vielseitiger und kreativer Beruf, der handwerkliches Geschick, Modebewusstsein und Freude am Umgang mit Menschen erfordert. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre (36 Monate), wobei unter bestimmten Voraussetzungen eine Verkürzung möglich ist. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, jedoch sollten Bewerber freundlich, kontaktfreudig sein und ein gepflegtes Auftreten haben.
Im Rahmen der Ausbildung ist die Erstellung einer Prüfungsmappe ein wichtiger Bestandteil. Dieser Artikel konzentriert sich auf den Teil 1 der Prüfungsmappe, insbesondere auf das Thema Dauerwelle, einschließlich Beschreibung und Aufbau.
Die überbetriebliche Ausbildung (ÜLU) spielt eine entscheidende Rolle in der Friseurausbildung. Sie dient dazu, die betriebliche Ausbildung zu ergänzen und sicherzustellen, dass alle Auszubildenden die relevanten Fertigkeiten ihres Ausbildungsberufes in der erforderlichen Tiefe einüben können. Die ÜLU verfolgt im Wesentlichen drei Ziele:
Die Kosten für die ÜLU-Kurse trägt der Ausbildungsbetrieb. Der Ausbildungsbetrieb ist gesetzlich verpflichtet, den Auszubildenden für die Teilnahme an den vorgeschriebenen ÜLU-Kursen freizustellen.
Zur Vorbereitung auf die Gesellenprüfung bietet die Friseur- und Kosmetik-Innung Köln spezielle Lehrgänge an. Diese Kurse sind in Basislehrgänge für Anfänger und Vorbereitungskurse für die gestreckte Gesellenprüfung Teil I und Teil II unterteilt.
Im Damenbereich gibt es einen speziellen Kurs (GP 1.3), in dem die Ausführung einer Basisfrisur am Prüfungs-Modell mit zwei Einlegetechniken nach Arbeitsplanung erlernt wird. Während der Trockenzeit des Prüfungs-Modell wird - ohne Einsatz von Chemikalien - am Übungskopf das Wickeln einer klassischen Dauerwelle (Basiswicklung) erlernt.
Zudem gibt es ein Prüfungscoaching (GP 1.4), in dem die Konzepte für die Basis-Damen- und -Herrenfrisur am Prüfungs-Modell vorgestellt werden. Unter Anleitung des Coaches werden sowohl die Gestaltung der Damenfrisur mit zwei Einlegetechniken als auch die Gestaltung der Herrenfrisur mit klassischer Föhntechnik (Scheiteltechnik oder Bombage) besprochen.
Die Gesellenprüfung Teil 1 besteht aus einer Kenntnisprüfung (Theorie) und einer Fertigkeitsprüfung (Praxis). Die Aufgaben beziehen sich auf praxisbezogene Fälle aus verschiedenen Gebieten, darunter:
Die Fertigkeitsprüfung umfasst die Ausführung einer Basisfriseurarbeit am Damenmodell mit dauerhafter Umformung und Einlegetechnik. Die folgenden Arbeiten müssen an einem Damenmodell durchgeführt werden:
Die klassische Frisur muss die Komponenten „Welle, Fläche und Locken“ enthalten. Zusätzlich muss ein Herrenhaarschnitt mit Basistechniken ausgeführt und eine Föhnfrisur am Modell gestaltet werden (mind. 2 cm Kürzung, Übergang im Nacken und an den Seiten).
Die Gesellenprüfung Teil 2 besteht ebenfalls aus einer Kenntnisprüfung (Theorie) und einer Fertigkeitsprüfung (Praxis). Die Theorie umfasst die Bereiche Friseurtechniken, Betriebsorganisation und Kundenmanagement sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
Die Fertigkeitsprüfung Teil 2 umfasst die Ausführung einer umfangreichen modischen Friseurarbeit an der Dame zu einem besonderen Anlass mit einem darauf abgestimmten Make-up. Dies beinhaltet:
Die Erstellung der Prüfungsmappe ist ein wichtiger Schritt zur Vorbereitung auf die Gesellenprüfung. Chefs/Chefinnen und Ausbilder:innen sollen den Auszubildenden dabei unterstützend zur Seite stehen. Es gibt auch spezielle Seminare und Kurse, die Hilfe bei der Erstellung der Prüfungsmappe anbieten. Hierbei können Modelle besprochen, Vorlagen erstellt, die Dauerwelle und Frisur geplant sowie Unterstützung bei der Schnittbeschreibung und Schnittgraphik geleistet werden.
Neben den fachlichen Kenntnissen sind auch gute Umgangsformen im Berufsleben wichtig. Auszubildende, die Kundenkontakt haben, tragen durch ein höfliches Benehmen, sicheres Auftreten und ein gepflegtes Äußeres zum guten Ruf einer Firma bei. In speziellen Seminaren lernen Auszubildende die Grundlagen guter Umgangsformen.
Der Start ins Berufsleben ist für viele Azubis mit Unsicherheiten verbunden. Seminare helfen, diese Unsicherheiten abzubauen und die Auszubildenden auf die Herausforderungen des Berufslebens vorzubereiten.
Nach der Ausbildung bestehen verschiedene Möglichkeiten der Weiterbildung, darunter:
Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen. Bei entsprechender Hochschulzugangsberechtigung bieten sich auch verschiedene Studiengänge an.
| Weiterbildung | Beschreibung |
|---|---|
| Friseurmeister/in | Ermöglicht die Gründung eines eigenen Betriebs oder die Übernahme von Führungsaufgaben. |
| Friseurkosmetiker/in | Spezialisierung auf kosmetische Behandlungen im Friseurbereich. |
| Maskenbildner/in | Arbeit im Theater, Film oder Fernsehen. |
| Betriebswirt/in - Handwerk | Kaufmännische Weiterbildung zur Führung eines Handwerksbetriebs. |
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