Bichon Frisé Frisuren: Alles, was Sie über den perfekten Schnitt wissen müssen

Der Bichon Frisé, auch bekannt als Bichon à poil Frisé, ist ein kleiner, kräftiger Hund mit einem eleganten Äußeren. Mit seinen schwarz umrandeten kleinen runden Knopfaugen, deren Farbe von Braun bis Schwarz reicht, ist der Blick des Vierbeiners besonders ausdrucksstark. Ihre tiefschwarzen Augen und Nasen bilden einen starken Kontrast zu ihrem schneeweißen Fell.

Ihre Rute wird wie eine fedrige Fahne in einem Bogen über dem Rücken getragen. Ihr seidiges Fell mit korkenzieherartigen Haaren unterscheidet sie äußerlich von ihren Verwandten, den Maltesern, und lässt sie ein wenig wie Wattebäusche aussehen.

Geschichte des Bichon Frisé

Der Bichon Frisé wurde im 15. Jahrhundert von Französischen Seglern auf die Kanarische Insel gebracht, aber besonders nach Teneriffa, wo auch der Name Bichon Ténériffe herkommt.

Es wird vermutet, dass der Bichon Frisé aus einer Kreuzung zwischen dem Malteser und einem anderen kleinen Hund, dem Barbet hervorgegangen ist. Ersterer ist ein Hund mediterranen Ursprungs, der seit der römischen Antike bekannt ist. Der seit dem 14. Jahrhundert im Mittelmeerraum bekannte Bichon Frisé soll ursprünglich aus Spanien, genauer gesagt von den Kanarischen Inseln stammen. Aus diesem Grund erhielt er auch seinen Namen Teneriffahündchen, benannt nach der größten Insel des Archipels.

Dort wurde er dann an Spanische und Italienische Herrschaften verkauft. Französische Eroberer haben den Bichon als Plündergut nach Frankreich zurück gebracht, wo sich die hochherrschaftlichen Damen sofort für den Bichon zu begeistern wussten. Die Adligen Damen gaben dem Bichon die ganze Aufmerksamkeit. Sie drehten ihm Locken ins Fell, schmückten ihn und parfümierten ihn, sodass er überall im Mittelpunktstand stand.

Da sein Aussehen an das eines Barbets erinnerte, nannte man ihn „Barbichon”, ein Spitzname, der im Laufe der Zeit schließlich zu „Bichon” verkürzt wurde. Innerhalb weniger Jahre wurde er zum bevorzugten Begleithund der französischen Oberschicht sowie der französischen Könige - von Franz I. Den Höhepunkt erlebte der Bichon Frisé unter der Regierung von Henry III (1574- 1589).

Dann schafften sie den Namen Bichon Ténériffe ab und nannten ihn nur Bichon à poil Frisé, was so viel bedeutet wie, Bichon-verhätschelter Frisé -gelockter. Plötzlich entdeckten auch Fahrendes Volk diese Rasse. Durch ihre Intelligenz und Lernfähigkeit mussten sie Kunststücke vorführen. Das brachte den Haltern eine Menge Geld ein, ihnen selber aber nicht, sie verlotterten.

Aufgrund der Französischen Revolution wurde sein adeliges Image jedoch schwer in Mitleidenschaft gezogen. Er büßte im Laufe der darauffolgenden Jahrzehnte an Popularität ein und erlangte erst wieder im 19. Jahrhundert unter Napoleon III. die Gunst der Aristokratie.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war dieser kleine verspielte Hund eine Zeitlang vom Aussterben bedroht. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges erschütterte die Gesellschaft in ihren Grundmauern und ließ fast alle Tierzuchten vom Erdboden verschwinden. Das Überleben dieser Rasse ist größtenteils einem belgischen Züchter zu verdanken, der sich stark für deren Erhalt engagierte. Und 1933, das Jahr, in dem Frankreich den Bichon Frisé offiziell als Rasse anerkannte, zeigte sich der durchschlagende Erfolg seiner Bemühungen.

Der Bichon gehört zur FCI-Gruppe 9, die Gesellschafts- und Begleithunde umfasst. Diese Hunde sind für ihr freundliches Wesen, ihre Menschenbezogenheit und ihre Rolle als treue Begleiter bekannt. Auch der Cavalier King Charles Spaniel gehört zu dieser Gruppe.

Charakter und Eigenschaften

Der Bichon Frisé ist dafür bekannt, für jedes Alter der ideale Weggefährte zu sein. Der Vierbeiner ist lebhaft und sehr verspielt, fröhlich, spaßig und stets voller Tatendrang. Er liebt es, mit Kindern oder anderen Tieren zu spielen und schmust für sein Leben gerne. Dieser kleine schelmische Hund zeichnet sich jedoch auch durch seinen ruhigen und folgsamen Charakter sowie durch seine freundliche und anhängliche Natur aus.

Er ist äußerst umgänglich, passt sich leicht seiner Umgebung an und fühlt sich mit seiner Familie ebenso wohl wie unter fremden Menschen. Er ist neugierig, scheut keine Veränderungen und verträgt das Autofahren in der Regel sehr gut. Da er so gesellig ist, eignet sich der Bichon Frisé ideal als Begleithund, kann jedoch Einsamkeit nur schwer ertragen. Er ist seinen Besitzern treu ergeben und braucht den Kontakt zur Familie - egal, ob diese aus Menschen oder aus Tieren besteht.

Wenn er zu lange allein gelassen wird, kann dies dazu führen, dass er seine Lebensfreude verliert. Dieser schelmische Weggefährte ist intelligent und hat ein ausgezeichnetes Gedächtnis. Jeder Versuch, ihn in einen Wachhund oder Jagdhund verwandeln zu wollen, wäre zwecklos, denn dies ist nicht seine Welt. Der Bichon Frisé ist und bleibt ein Gesellschaftshund: Zwar kann er auf ungebetene Besucher aufmerksam machen, doch könnte er niemals ein Haus bewachen. Im Gegenzug passt er sich leicht an sein Lebensumfeld an. Er kann in einer kleinen Wohnung genauso glücklich werden wie in einem großen Haus mit Garten.

Dieses Tier zeichnet sich durch einen gutartigen Charakter und ein tadelloses Sozialverhalten aus. Er lässt sich auch ohne Erfahrung mühelos erziehen. Wenn Sie dabei Sanftmut und zugleich die notwendige Strenge walten lassen, wird er in allen Lebenslagen ein gutes Benehmen an den Tag legen! Sie werden ihn überall dorthin mitnehmen können, wo Hunde zugelassen sind.

Trotz seines folgsamen Wesens muss der Bichon Frisé, wie alle anderen Hunde auch, erzogen werden. Der Bichon Frisé ist der perfekte Gesellschaftshund. Er ist sowohl für erfahrene Hundehalter als auch als erster Hund für Anfänger jeden Alters geeignet. Er lässt sich ideal in einer Wohnung oder in einem Haus mit oder ohne Garten halten. Das einzige, was er wirklich braucht, ist Nähe: Um ihn glücklich zu machen, müssen Sie es einrichten können, so oft wie möglich bei ihm zu sein. Liebe und Zärtlichkeit - das ist es, was der ideale Hundebesitzer diesem Hund bieten können muss, ohne dabei die täglichen Spaziergänge und Spiele zu vergessen.

Der Bichon Frisé ist kein bisschen aggressiv und liebt die Gesellschaft von Kindern, mit denen er sich von seiner besonders verspielten Seite zeigt. Wenn Sie bereits andere Haustiere haben, ist dies kein Problem. Denn der Bichon Frisé passt sich in der Regel mühelos an diese an, sogar an Katzen. Ist dies der Fall, sollten Sie die Tiere sanft und schrittweise miteinander vertraut machen.

Die geringe Größe des Bichon Frisé hindert diesen Hund nicht daran, eine überbordende Energie an den Tag zu legen. Zwar ist er nicht besonders sportlich, dafür aber verspielt und dynamisch: ein täglicher Spaziergang sowie spielerische Aktivitäten im Innenbereich reichen aus, um seine Energien zu kanalisieren. Bei Gelegenheit sollten Sie mit ihm einen Agility-Parcours ausprobieren. Der Bichon Frisé ist ganz verrückt danach und stellt sich auch sehr geschickt an.

Versorgen Sie ihn mit Hundespielzeug, damit er sich auch drinnen austoben kann, insbesondere, wenn er in einer Wohnung gehalten wird. Gut zu wissen: Der Bichon Frisé hat eine kleine Schnauze. Daher scheint es auf den ersten Blick sinnvoll, ihm ganz kleines Spielzeug zum Beißen und Kauen anzubieten. Doch empfehlenswert ist genau das Gegenteil: Wählen Sie unbedingt großes und solides Spielzeug, damit er sich nicht daran verschluckt, wie zum Beispiel widerstandsfähige Plastiktiere oder sogar einen Ball!

Fellpflege und Frisuren

Ein signifikantes Merkmal dieser Hunderasse ist sein lockiges Fell, dem er auch seinen Namen zu verdanken hat. Es ist dünn, 7 bis 10 cm lang, seidig und in „Korkenzieherlocken” strukturiert. Obwohl sein Haarkleid in Farben schimmern kann, die von Cremefarben bis Grau oder Apricot reichen, ist sein Fell in der Regel reinweiß. Daher sieht er aus wie ein kleines, wolkenähnliches Kuscheltier! Auch seine Hängeohren sind mit dem gelockten Haar besetzt, ebenso wie die gebogene, aber nicht eingerollte Rute.

Da das Fell bis zu sieben bis zehn Zentimeter lang wird muss der Bichon alle acht Wochen zum Hundefriseur. Dazu gehört Kämmen, Bürsten und Trimmen, damit das Fell nicht verfilzt. Man sollte seinen Bichon schon von Welpenalter dran gewöhnen, damit es später nicht zu Schwierigkeiten kommt.

Die gute Nachricht: Der Bichon Frisé verliert fast keine Haare. Es kommt nicht zum Fellwechsel, sodass nur die abgestorbenen Haare aus dem Fell abgesondert werden. Hierdurch wird den Besitzern das Saubermachen weitgehend erleichtert. Seine Haare können sich verheddern und müssen daher regelmäßig durchgebürstet werden.

Wie bei vielen anderen kleinen Hunden neigen auch die Tränenkanäle des Bichon Frisé zu Verstopfung. Daher müssen seine Augen einmal die Woche mit einer Kochsalzlösung gereinigt werden. Wischen Sie die Augen vorsichtig ab, falls Tränen austreten. Als vorbeugende Maßnahme wird ebenfalls empfohlen, bereits im frühen Alter einmal wöchentlich seine Zähne zu putzen. Zu guter Letzt müssen auch die Ohren des Bichon Frisé gepflegt werden: Durch eine regelmäßige Reinigung können Infektionen vermieden werden und auch die Haare an den Ohren sollten getrimmt werden. Ansonsten können, wie bei vielen anderen kleinen Hunden auch, die Gehörgänge verstopfen.

Regelmäßiges Zähneputzen hilft, dieses Problem zu bekämpfen und die Bildung von Zahnbelag einzugrenzen. Gut zu wissen: Die Zahnsteinentfernung wird von der Tierkrankenversicherung SantéVet ab dem 3. Allergien bzw. Allergien 120 €/Monat bzw. d.h. Sie haben etwas von kleine Schneeflocken, wenn sie durch die Gegend laufen, sind dabei aber nicht zerbrechlich. Im Gegenteil, der Bichon Frisé ist ein robuster Hund von 30 cm, der für jeden Spaß und Abenteuer zu haben ist.

Bichons können sich auch schnell an Tricks begeistern. Der Bichon ist sehr anpassungsfähig und menschenbezogen. Seine größte Leidenschaft ist das Kuscheln und Schmusen und dies könnte Stunden in allen Lagen geschehen. Der Bichon Frisé ist wachsam aber dabei kein „Kläffer´´. Er schlägt nur an, wenn ihm etwas Ungewöhnliches vor kommt. Er ist dabei aber nicht als Wachhund geeignet, sondern nur als Alarmanlage.

Hinweis: Sie können mit Ihrem vierbeinigen Freund einen Termin beim Hundesalon vereinbaren, ihn selbst pflegen und trimmen oder beides miteinander kombinieren. Doch wird ein regelmäßiger Schnitt beim Hundefriseur empfohlen. Auf diese Weise werden nicht nur Augen, Ohren und Pfoten von Haaren befreit, sondern auch sein Fell gründlich gepflegt.

Eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Kroketten wird empfohlen, die dazu beitragen, die Bildung von Zahnstein einzugrenzen. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten, um die Tagesrationen an das Aktivitätsniveau, das Alter und eventuelle Vorerkrankungen Ihres Haustiers anzupassen. In der Regel neigt der Bichon Frisé jedoch nicht zu Übergewicht.

Ist der Bichon Frisé allergikerfreundlich?

Vorsicht! Gelegentlich wird behauptet, dass der Bichon Frisé eine sogenannte hypoallergene Rasse ist. In Wirklichkeit ist jedoch keine Hunde- oder Katzenrasse tatsächlich hypoallergen. Manche Rassen sind aber dafür bekannt, bei Allergikern kaum bzw. weniger allergische Reaktionen auszulösen.

Wenn Sie nur leicht allergisch sind und vorhaben, sich einen Bichon Frisé anzuschaffen, wird empfohlen, zuvor einen Allergologen zu konsultieren.

Gesundheit

Obwohl er wie ein kleiner empfindlicher Schoßhund wirkt, ist die Rasse Bichon Frisé äußerst widerstandsfähig und verfügt über eine robuste Gesundheit. Trotz allem können diese Hunde jedoch von bestimmten Krankheitsbildern betroffen sein, wie beispielsweise Ekzemen, die mitunter auf allergische Hautreaktionen zurückzuführen sind. Dabei kann es sich um allergische Dermatitis oder Atopie handeln, die unter anderem mit dem Auftreten von Pickeln, Juckreiz, Rötungen und Schwellungen einhergehen können. Setzen Sie sich schnellstmöglich mit Ihrem Tierarzt in Verbindung, falls Sie bei Ihrem Hund derartige Symptome feststellen.

Der Bichon Frisé ist, wie alle kleinen Hunde, von Zahnsteinbildung betroffen, die Zahnfleischentzündungen, Abszesse oder Zahnlockerungen verursachen kann.

Diese Hunderasse kann von der Legg-Calvé-Perthes-Krankheit bzw. Morbus Perthes betroffen sein, die auch als aseptische Nekrose des Hüftkopfes bezeichnet wird. Auch die Patella-Luxation ist eine beim Bichon Frisé häufig zu beobachtende Erkrankung. Diese lässt sich jedoch durch einen chirurgischen Eingriff beheben.

Größe und Gewicht

Der Bichon Frisé ist ein kleiner Hund. Er wird bis zu 30 cm groß und wiegt rund 5 kg, mit einigen Zentimetern sowie 1 bis 2 kg Unterschied zwischen Hündinnen und Rüden. Dieser Unterschied ist jedoch kaum erkennbar.

Pflegeanleitung - Bichon Frisé als Haustier oder im Salon trimmen - Pro Groomer

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