Dünner werdendes Haar oder ein schwaches Haarwachstum können für viele Frauen eine belastende Herausforderung darstellen. Eine effektive Lösung hierfür kann die PRP-Behandlung mit Eigenblut sein. Erhalten Sie hier Einblicke in die Verfahren, Kosten und Ergebnisse dieser modernen Technik.
Die PRP-Methode, kurz für Platelet-Rich Plasma (plättchenreiches Plasma), bezeichnet ein natürliches Verfahren, das mithilfe von körpereigenem, konzentriertem Blutplasma das Haarwachstum ankurbelt. Bei dieser Behandlung wird das körpereigene Plasma des Patienten verwendet, das reich an Wachstumsfaktoren und anderen regenerativen Bestandteilen ist. Durch die Injektion des PRP in die Kopfhaut sollen die natürlichen Wachstumsprozesse der Haarfollikel angeregt werden, mit dem Ziel, eine verstärkte Haarregeneration zu erreichen.
Die Eigenbluttherapie ist eine Behandlungsmethode, bei der körpereigenes Blut entnommen und als Plasma aufbereitet in den Körper zurückgegeben wird. Die Wirkung ist wissenschaftlich noch umstritten. Bei der Eigenbluttherapie sollen körpereigene Stoffe aus dem Blut verschiedene Selbstheilungsmechanismen stimulieren, um unterschiedliche Beschwerden wie Gelenkschmerzen zu lindern.
Es gibt verschiedene Arten von Eigenbluttherapien - allen gemeinsam ist, dass Blut aus der Vene entnommen wird und im Labor die festen roten Blutzellen abgetrennt werden, sodass die gewünschten Blutbestandteile im flüssigen Plasma vorliegen. Das wird anschließend in den Körper zurückgespritzt. Je nach Behandlungsziel erfolgt die Injektion in oder unter die Haut, in einen Muskel, eine Sehne oder in ein Gelenk. Beim gängigsten Verfahren wird sogenanntes "plättchenreiches Plasma" (PRP) hergestellt, eine Form ist das analog konditionierte Plasma (ACP).
Blut besteht bis zu 55 Prozent aus Plasma. Das Plasma transportiert die roten und weißen Blutkörperchen sowie die Blutplättchen. Dazu kommen verschiedene Botenstoffe sowie Wachstums- und Gerinnungsfaktoren. Mit einer Zentrifuge lassen sich die verschiedenen Inhaltsstoffe des Bluts voneinander trennen. Dabei setzen sich unten die schweren Bestandteile ab, die roten Blutzellen. Oben verbleibt das flüssige Plasma mit seinen Botenstoffen und Wachstumsfaktoren. Blutplättchen und Plasma zusammen ergeben das sogenannte plättchenreiche Plasma.
Blutplättchen sind in der Lage, bei einer Verletzung die Wunde zu verkleben und sie starten die Wundheilung, indem andere Zellen herbeigerufen werden. Dieser Heilungseffekt soll bei der Eigenbluttherapie mit Plasma in Regionen einsetzen, die zwar keine frische Verletzung haben, aber Heilung bedürfen, wie zum Beispiel bei Sehnenentzündungen oder Gelenkbeschwerden. Über 300 Botenstoffe und Wachstumsfaktoren können aus aktivierten Thrombozyten freigesetzt werden.
PRP steigert im angewendeten Gewebe die Zellproduktion und erzeugt einen Wiederbelebungseffekt. Ihre körpereigenen Blutplättchen haben eine regenerierende Wirkung. Denn in den Thrombozyten ist eine hohe Konzentration von unterschiedlichen Zytokinen und Wachstumsfaktoren enthalten, wie:
Die Wirkung dieser Faktoren ist sowohl indirekt als auch direkt gewebs-reaktiv.
Plättchenreiches Plasma wird durch spezielle Zentrifugation Ihres eigenen Blutes gewonnen. Es ist reich an körpereigenen Wachstumsfaktoren und Blutzellen und wird mittels feinster Nadeln in die Haut und Unterhaut injiziert.
Die positiven Wirkungen werden von Fachärzten auch von anderen Anwendungsformen berichtet:
Die PRP-Behandlung erfolgt in mehreren Schritten:
Mit Ausfallzeiten muss nicht gerechnet werden. Da es sich bei dem Plasma um eine körpereigene Substanz handelt, ist die Methode bestens verträglich. Lediglich leichte Rötungen und Schwellungen können unmittelbar nach der Anwendung auftreten. Um genetischen und entzündlichen Haarausfall dauerhaft zu stoppen, sind meist vier Sitzungen notwendig.
Nach der Behandlung ist es normalerweise notwendig, erstmal etwas Geduld aufzubringen, da die natürlichen Wachstumsprozesse der Haarfollikel Zeit benötigen, um ihre volle Wirkung zu entfalten. In der Regel können erste Anzeichen von verbessertem Haarwachstum schon nach einigen Wochen beobachtet werden. Das Haar kann dichter, kräftiger und gesünder aussehen. Die volle Wirkung der PRP-Behandlung kann jedoch über einen längeren Zeitraum auftreten, da der natürliche Haarzyklus und die Regeneration der Haarfollikel schrittweise stattfinden.
Aus der langjährigen Expertise in der Anwendung der PRP-Behandlung haben wir in unserer Praxis sehr gute Erfahrungen gemacht und die Patient*innen berichten über sichtbare und nachhaltige Besserung ihrer Haarstruktur. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen hat die PRP Methode einen positiven therapeutischen Effekt im Kampf gegen den Haarausfall und das auf schonende Art und ohne Nebenwirkungen.
Die PRP Methode kann auch als unterstützende Maßnahme nach einer Haartransplantation durchgeführt werden. Sie sorgt für nachhaltige Erfolge, da das während der PRP Behandlung injizierte Eigenblut das Anwachsen der Haarfollikel nach einer Eigenhaartransplantation verbessert. Durch die Anwendung der PRP Methode nach einer Transplantation wird außerdem die Durchblutung beschleunigt und optimiert. Aus diesem Grund wird die PRP Methode häufig entweder direkt im Anschluss an eine Haartransplantation angeboten oder auch mit einigen Wochen Abstand und durchgeführt.
Viele Betroffene teilen ihre PRP Behandlung Erfahrungsberichte online.
Zufriedene Patienten berichten:
"Ich hatte über Monate hinweg sehr starken Haarausfall und schon mehrere Ärzte konsultiert, ohne Ergebnis. Über Empfehlung bin ich zu Dr. Merkel gekommen, der die Mesotherapie empfahl und mir die Inhaltsstoffe und die Wirkweise ausführlich erklärte. Die Therapie erfolgt in den ersten 4 Wochen wöchentlich und danach einmal im Monat. Nach 2 Monaten ging der Haarausfall zurück und nach einem weiteren Monat normalisiert sich der Ausfall. Seit dem gehe ich einmal im Monat in die Praxis für die Injektion. Ich war und bin sehr erleichtert, da Haarausfall belastend ist und dankbar, dass diese Therapie funktioniert und ich Dr. Merkel vertraut habe. Ich möchte anderen Betroffenen Mut machen, sich an Dr. Merkel zu wenden."
"Vor Jahren kam ich auf Empfehlung zu Dr. Merkel - damals ging es vor allem um Haarausfall. Er empfahl mir eine PRP Behandlung und die Behandlung zeigte schon nach drei Monaten super Ergebnisse die bis heute anhalten. Davor war ich bei vielen Ärzten - mein Problem wurde nie ernst genommen. Mittlerweile mache ich die Therapie nur noch zweimal im Jahr und bin sehr zufrieden."
Die Kosten können von Patient zu Patient variieren, da sie von verschiedenen Faktoren abhängen. Diese Faktoren umfassen den Umfang der Behandlung, die individuellen Bedürfnisse des Patienten sowie die angestrebten Ergebnisse. Jeder Fall ist einzigartig und die Kosten werden sorgfältig auf Basis dieser individuellen Faktoren bestimmt.
Die Preise für eine PRP Haarwurzelbehandlung können abhängig von unterschiedlichen Faktoren variieren. Hierbei spielen beispielsweise die individuelle Beschaffenheit der Haare und die Kopfhaut eine Rolle für den Umfang und die Dauer einer individuellen Behandlung. Auch die Dauer des Behandlungszyklus variiert, aus diesem Grund ist der Gesamtpreis bis zu einer erfolgreich abgeschlossenen Therapie variabel.
Da es sich bei der PRP Methode um einen ästhetischen Eingriff handelt, gilt dieser als Privatleistung und wird in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Schwere Vorerkrankungen können hier natürlich eine Ausnahme darstellen.
Eine PRP Behandlung gegen den Haarausfall kostet zwischen 500 EUR und 1.000 EUR pro Sitzung. Die Nachhaltigkeit der PRP Behandlung hängt vom Haarausfall des Betroffenen ab.
In unserer Kostenstudie haben wir herausgefunden, dass nicht nur die Preise der Anbieter für PRP Behandlungen stark variieren, sondern auch die Qualitätsunterschiede erheblich sind. Daher sollte man sich umfassend informieren.
Preisbeispiel: Bei HAIRMEDIC in Dortmund kostet eine Sitzung 250,00 €. Die empfohlenen 5 Sessions erhalten Sie als Paket für nur 950,00 €, das sich über mehrere Wochen verteilen.
Wenn es darum geht, das volle Potenzial für dichtes und kräftiges Haar auszuschöpfen, kann die Kombination von PRP-Behandlung und Haartransplantation eine vielversprechende Lösung sein. Die Kombination dieser beiden Verfahren ermöglicht es, die Vorteile beider Ansätze zu nutzen. Während die Haartransplantation das äußere Erscheinungsbild verbessert, sorgt die PRP-Behandlung dafür, dass die Kopfhaut optimal vorbereitet ist, um die transplantierten Follikel aufzunehmen und zu fördern.
Zu Beginn sollte natürlich die Ursache des Haarausfalls abgeklärt werden, um eine optimal abgestimmte Therapieform zu finden. Grundsätzlich kann man mit der PRP Methode wenig falsch machen. Bei Patienten mit Krankheiten die das Blut betreffen oder durch Blut übertragen werden, sollte die PRP Methode grundsätzlich jedoch nicht angewandt werden. So sind beispielsweise bei Hepatitis und HIV Kontraindikationen gegeben. Ebenso wie bei chronischen Hauterkrankungen, Blutgerinnungsstörungen, Autoimmunerkrankungen, Krebs und Leberkrankheiten.
Laut Transfusionsgesetz darf Blut nur durch eine Ärztin oder einen Arzt oder von Fachpersonal unter ärztlicher Aufsicht entnommen werden. Die Injektionen können schmerzhaft sein, Schwindel und Übelkeit danach sind möglich. Als Nebenwirkung der Behandlung mit Eigenblut können allergische Reaktionen bis hin zum allergischen Schock (Anaphylaxie) auftreten. Insbesondere wiederholte Eigenbluttherapien können zur Bildung von Autoantikörpern führen. Bei gestörter Blutgerinnung können großflächige, blaue Flecken (Hämatome) entstehen.
Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zur PRP-Behandlung:
Vor der Behandlung sollte möglichst zehn Tage kein Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure eingenommen werden. Es könnte zudem ratsam sein, vor der Behandlung auf bestimmte Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel zu verzichten.
Wir empfehlen, für etwa 48 Stunden nach der PRP-Behandlung körperliche Anstrengungen und intensiven Sport zu vermeiden, um die bestmögliche Absorption des PRP zu gewährleisten.
Bereits am zweiten Tag nach der Behandlung können die Haare wieder wie gewohnt gewaschen werden.
Die Ergebnisse können von Person zu Person variieren, aber in der Regel können erste Anzeichen von verbessertem Haarwachstum nach einigen Wochen beobachtet werden. Das volle Ergebnis kann sich jedoch über mehrere Monate hinweg entwickeln.
Die Wirkung einer PRP-Behandlung ist nicht dauerhaft. Je nach individuellen Faktoren kann eine Auffrischungsbehandlung alle 6 bis 12 Monate empfohlen werden, um die Ergebnisse aufrechtzuerhalten.
Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die PRP-Behandlung für Haare bei Frauen, von den Grundlagen und dem Ablauf bis hin zu den Kosten, Ergebnissen und Erfahrungen. Wenn Sie unter Haarausfall leiden und nach einer natürlichen und effektiven Lösung suchen, könnte die PRP-Behandlung eine geeignete Option für Sie sein. Lassen Sie sich von einem erfahrenen Arzt beraten, um festzustellen, ob diese Behandlung für Sie in Frage kommt.
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