Egal ob Dreitagebart oder tägliche Rasur: Gegen Haare im Gesicht gehen viele Männer mit Nassrasierern vor. Der Test zeigt: Gute Rasierer gibt es viele. Aber: Mehr Klingen sind nicht automatisch besser - weder für die Gründlichkeit der Rasur noch für die Haltbarkeit der Klingen. Und: Ersatzklingen gehen auf Dauer ins Geld.
Mithilfe der Testergebnisse der Stiftung Warentest finden Sie heraus, welcher Rasierer für Sie am besten passt.
Für den Test haben wir zwei Produktgruppen ausgewählt:
Einwegrasierer haben wir aus Gründen der Nachhaltigkeit nicht untersucht.
Verschiedene Arten von Rasierern: Systemrasierer und Rasierhobel.
Moderne Systemrasierer haben Griffe aus hartem und weichem Kunststoff, vereinzelt mit metallenen Elementen. Der austauschbare Kopf enthält je nach Modell drei bis sechs Klingen und einen Gleitstreifen, der für eine schonendere Rasur sorgen soll.
Alle Rasierhobel bestehen aus Metall. Sie haben einen geschlossenen Kamm und eignen sich daher auch für Einsteiger, weil die Rasierklinge mehr zurückgesetzt liegt als in einem offenen Kamm. Hobel sind zeitlos, sie setzen nicht auf Schnickschnack.
Ob Wechselkopf mit mehreren Schneiden oder klassische Rasierklinge: Ist die Klinge stumpf, muss sie ausgetauscht werden. Das kann teuer werden.
Die durchschnittliche Haltbarkeit der Rasierklingen im Test lag bei sieben bis 15 Rasuren. Die Kostenspanne bei Ersatzklingen ist riesig.
Für den Test haben sich insgesamt 160 Männer im Prüfinstitut oder zu Hause rasiert. Sie beurteilten entweder, wie gründlich die Modelle arbeiten, wie schonend sie zur Haut sind und wie gut sie sich handhaben lassen, oder sie verwendeten die Klingen so lange wie möglich, um ihre Langlebigkeit zu prüfen. Zusätzlich bewerten wir, wie die Rasierer verpackt sind und, ob die Anbieter Hinweise zur richtigen Müllentsorgung und -trennung geben.
Tipp: Sie wollen Ihren Bart lieber stutzen als rasieren? Dann ist unser Barttrimmer-Test vielleicht interessant für Sie.
Systemrasierer für Damen passen sich mit ihren abgerundeten Rasierköpfen besonders gut an Körperkonturen an. Das erleichtert die Rasur an Stellen wie Bikinizone und Achselhöhle. Dennoch bevorzugen manche die eher kantigen Systemrasierer für Männer - auch weil die meist schwerer sind als die Frauenmodelle.
Körperhaare - etwa an den Beinen - lassen sich auch mit dem Hobel rasieren.
Sie wechseln Ihre Rasierklingen alle paar Tage, weil sie stumpf werden? Dann verschwenden Sie viel Geld. Die tägliche Rasur geht richtig ins Geld - denn die Klinge Ihres Nassrasierers können Sie nicht ewig benutzen, sondern müssen sie nach ein paar Tagen entsorgen und eine neue aufstecken. Das erzählen Ihnen jedenfalls die Rasiererhersteller.
Aber es geht anders - wenn Sie das hier jeden Morgen vor der Rasur tun: Schieben Sie die Klinge ein paarmal schnell über Ihren Unterarm, entgegen der Rasurrichtung. Dadurch richten Sie winzige Metallsplitter auf, die sonst flach bleiben und die Klinge stumpf werden lassen. So können Sie monatelang ohne einen einzigen Wechsel weiterrasieren.
Ein weiterer Tipp: Nachdem Sie den Rasierer abgespült haben, lassen Sie ihn nicht mit den scharfen Klingenenden nach unten trocken, denn das fördert Rostbildung.
Glatte Beine, glatte Achseln und eine perfekt glatte Intimzone - der Wunsch von 80 Prozent der 18- bis 30-Jährigen. Bei den über 60-Jährigen strebt dies immerhin noch jede Fünfte an. Ein Grund für Stiftung Warentest sämtliche Lady-Nassrasierer zu testen.
Der schlechteste Rasierer im Test: Wirklich abzuraten ist vom "Lady Protector" von Wilkinson Sword. Anstatt zu schützen, wie es der Name glauben machen soll, hat er bei den Frauen nur Hautirritationen wie Pickel und Schnittwunden hinterlassen. Der "Isana Vabene I" von Rossmann hielt sich im Mittelfeld auf und kratzte ebenso wie der "Mystique" von dm auf der Haut.
Gut bis Mittelmaß: Bei den Günstigen hatte der "Balea Fantastique" von dm die Nase vorn. Das Rossmann-Modell und der "Intuiton Naturals" rasierten recht gut. Durch den großen Rasierkopf waren sie an heiklen Stellen aber eher unpraktisch.
Die Besten: Die Werbemacher von Gillette wurden keiner Lüge überführt. Sie versprechen ein göttliches Ergbenis und halten diese Prophezeiung ebenso wie ihr Konkurenzprodunkt von Wilkinson. Diese Markenrasierer haben die Nase vorn, wenn es um eine perfekte Rasur geht. Besonders am Knie und an den Knöcheln können der "Venus Embrace" von Gillette und der "Venus Pro Skin Sensitive" von Wilkinson mit ihrem schwenkbaren und abgerundeten Kopf punkten.
Nassrasierer im Test - können Herrenrasierer und Einwegrasierer mithalten?
Auch wenn manche Damen immer noch auf den guten alten Herrenrasierer schwören, im Test haben sich diese als eher schwierig im Handling an pikanten Stellen erwiesen. Also trotz gutem Rasurergebnis ist der Griff zum Damenrasierer empfehlenswert. Auch Einwegrasierer sind besonders auf Reisen sehr beliebt. Diese Wegwerfartikel wurden von den Testerinnen ebenso unter die Achsel genommen.
Markenrasierer führen das Feld an. Die Nassrasierer von Gillette und Wilkinson geben das beste Bild ab. Empfehlenswert sind der Venus Embrace und der Venus Pro Skin Sensitive von Gillette für je 10,50 Euro. Ebenso freundlich zur Haut und gut im Ergebnis sind die beiden Angebote von Wilkinson: Der Sword Quatro for Woman für 7,40 Euro und der der Quattro for women Bikini Sensitive für 9,70 Euro bieten eine gute Rasur für einen annehmbaren Preis.
Nach dem Aufbringen eines Rasiergels oder- Schaumes den Rasierer in gleichmäßigen Streichbewegungen über die Haut führen und anschließend unter fließendem Wasser von abgeschnittenen Härchen befreien.
Zum Wechseln der Klinge das obere graue Schiebefeld klingenwärts bewegen und die Klinge wird sofort abgeworfen. Bitte greifen Sie die alte Klinge seitlich und nicht im Klingenbereich, um sie zu entsorgen. Die neue Klinge durch Andrücken des Halters im mittleren Klingenbereich fixieren.
| Rasierertyp | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Systemrasierer | Einfache Handhabung, gute Anpassung an Konturen | Hohe Kosten für Ersatzklingen |
| Rasierhobel | Geringere Kosten pro Klinge, nachhaltiger | Erfordert etwas Übung in der Handhabung |
| Einwegrasierer | Günstig, praktisch für Reisen | Weniger nachhaltig, oft weniger gründliche Rasur |
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