Lidl Damenrasierer im Test: Ein umfassender Überblick

Mit den steigenden Frühlingstemperaturen wächst auch der Wunsch nach glatten, haarfreien Beinen. Doch welcher Damenrasierer ist der beste? Stiftung Warentest hat nun 20 Modelle geprüft, um Ihnen die Wahl beim nächsten Rasierer-Kauf zu erleichtern.

Was macht einen guten Damenrasierer aus?

Glatte Beine ohne Irritationen oder Schnitte - das ist der Anspruch an einen guten Damenrasierer. Stiftung Warentest ließ 20 Modelle von 50 Frauen aller Altersklassen prüfen. Neben den Beinen wurde auch die Rasur an den Achseln und der Bikinizone bewertet.

Testergebnisse im Überblick

Die Testergebnisse sind äußerst zufriedenstellend: Insgesamt 17 der 20 getesteten Nassrasierer schnitten mit der Note "Gut" ab. Drei der Modelle, drei Einwegrasierer, schafften lediglich ein "Befriedigend". Besonders die Systemrasierer mit Wechselklinge konnten im Test überzeugen.

Zwar schnitten auch bei den Einwegrasierern drei "gut" ab, der beste dieser Modelle konnte aber gerademal mit dem schlechtesten Wechselrasierer mithalten. Das liegt auch daran, dass sich die Systemrasierer mit ihren flexiblen Schwingköpfen besser an die Rundungen der Beine anpassen, so Warentest. Ein weiteres Plus der System-Modelle: Es entsteht schlicht weniger Müll.

Den ersten Platz teilten sich gleich sechs Modelle mit der Gesamtnote "gut" (1,6). Die beste Rasur gibt es mit dem Gillette Venus Smooth. Als einziges Modell im Test rasierte er "sehr gut", auch beim Punkt Hautschonung und der Handhabung patzte er nicht. Der Preis für den Rasierer liegt laut Warentest bei etwa 5,45 Euro, ein Viererpack Klingen gibt es für 7,85 Euro.

Die günstigen Testsieger vom Discounter sind leider nicht mehr zu bekommen. Die baugleichen Modelle von Aldi Nord, Aldi Süd und Rossmann kommen auf dieselbe Gesamtnote wie der Gillette, sind mit einem Klingenpreis von 1,50 Euro aber spürbar günstiger.

Wer sich lieber mit einem Einwegmodell rasiert, sollte sich den Isama Damen Einwegrasierer von Rossmann anschauen. Er ist in allen Punkten in der Wertung nah an den Testsiegern, die Gesamtnote ist "gut" (1,8). Der Preis ist mit 75 Cent pro Rasierer deutlich unter dem einer Ersatzklinge.

Die Rasur mit Männer-Rasierern will Stiftung Warentest übrigens nicht verteufeln. Zwar passten sich die Damenrasierer besser an die Körperkonturen an. Wenn aber das etwas höhere Gewicht und der kantige Bau der Herren-Systemmodelle bevorzugt wird, tun auch die ihren Dienst. Die Einwegrasierer seien ohnehin ohne Geschlechterunterschiede quasi baugleich.

Die besten Damenrasierer Test (2022)

Wie Stiftung Warentest geprüft hat

Stiftung Warentest nahm 20 Modelle genau unter die Lupe und bewertete das Rasieren an sich, die Hautschonung sowie die Handhabung.

Bewertungskategorien

Die Modelle wurden im Oktober und November 2019 gekauft. Insgesamt 50 Frauen im Alter von 16 bis 58 Jahren probierten die verschiedenen Rasierer aus, darunter sowohl Einweg- als auch Systemrasierer mit Wechselklingen. Die Testerinnen rasierten mit den Testmodellen ihre Achseln, die Bikinizone und die Beine.

Da insgesamt sechs Rasierer mit der Note 1,6 ausgezeichnet wurden und einige weitere Modelle mit den Noten 1,7 oder 1,8 wirklich nur ganz knapp dahinter liegen, ist es schwer, einen Testsieger zu küren.

Mit den Rasierergebnissen waren die Testerinnen sehr zufrieden (Note 1,6 für den Bereich "Rasieren"):

  • Beine: gut
  • Achseln und Bikinizone: gut
  • Rasierkomfort: sehr gut

In der Kategorie "Hautfreundlichkeit" überzeugte der Nassrasierer sogar so sehr, dass es für diesen Testbereich ein "sehr gut" (1,5) gab. Die Testerinnen stellten fest, dass dieses Modell "besonders mühelos über die Haut" gleitet. Der Klingenblock ist schwenkbar, sodass man problemlos an jede Stelle kommt. Es ist mit ca. 23 g das leichteste Modell und fällt unter anderem durch seine eher kleinen abgerundeten Schwingköpfe auf.

Weitere getestete Modelle

Neben den bereits genannten Modellen wurden auch Rasierer von Rossmann (Isana), dm (Balea), Wilkinson Sword, Nivea und Müller (Aveo) getestet. Echte Verlierer im Test gibt es nicht, die Ergebnisse liegen sehr nah zusammen, 1,6 bis 1,8 bei den Rasierern mit Wechselklinge, sowie 1,8 bis 2,7 bei den Einwegrasierern.

Insgesamt sind 17 Rasierer gut und 3 befriedigend. Das bedeutet aber auch, es gibt kein Spitzenmodell, dass die anderen schlecht aussehen lässt. Dafür haben wir eine riesige Auswahl an guten Nassrasierern, sowohl von Discountern als auch von Markenanbietern.

Systemrasierer vs. Einwegrasierer

Die Systemrasierer mit Wechselklingen begleiten uns über viele Jahre. Je nach Bedarf wird nur die Klinge getauscht. Das macht wenig Müll. Das Kontrastprogramm dazu sind Einwegrasierer. Die Klinge ist dabei fest mit dem Rasierer verbunden. Ist sie stumpf, wandert alles in den Müll und man greift zum nächsten Einwegmodell.

Auf diese Weise erzeugt man mehr Plastikmüll als nötig, ökologisch gesehen ist also die Wechselklinge besser. Doch es gibt noch andere Argumente für Systemrasierer: Sie bieten ergonomisch geformte Griffe sowie abgerundete Schwingköpfe. Das bedeutet, sie liegen beim Rasieren gut in der Hand und passen sich optimal an die Hautkonturen an. Einwegmodelle sind hier einfacher gehalten und erreichen nicht die Gründlichkeit der Wechselmodelle. Außerdem sind die Systemrasierer hautschonender.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Wechselklinge oder Einwegmodell, diese Entscheidung müssen Sie grundsätzlich treffen. Ansonsten gibt es nicht viele Stolperfallen, denn es gibt viele gute Modelle zu kaufen. Achten Sie beim Preis nicht nur auf die Anschaffung, sondern auch auf Kosten für Wechselklingen.

Einwegrasierer sparen Geld, machen aber auch mehr Müll und haben die oben genannten Nachteile bei Rasurergebnis und Hautschonung. Trotzdem gibt es gute Modelle. Bei den Systemrasierern mit Wechselklinge liegen Discounter und Marken gleich auf.

Tipps für die Nassrasur

  • Ein Nassrasierer braucht nasse Haut, ansonsten riskieren Sie Schnittwunden.
  • Verwenden Sie am besten Rasiergel, zur Not geht auch Duschgel.
  • Viel Druck brauchen die Klingen nicht, sie sollten geschmeidig über die Haut gleiten.
  • Haare und Schaum zwischendrin immer wieder ausspülen.
  • Ausklopfen sollten Sie vermeiden, denn das kann dazu führen, dass Klingen brechen.
  • Nach der Rasur die Haut unbedingt mit einer pflegenden Lotion eincremen, so vermeiden Sie Rasurbrand und nervige Pickel.

Alternativen zum Nassrasierer

Es gibt elektrische Damenrasierer, die auch die Haare an der Hautoberfläche schneiden. Sie können trocken und manchmal auch nass verwendet werden. Nach ein bis drei Tagen sind aber Stoppeln fühlbar. Eine weitere Alternative sind Enthaarungscremes.

Wer länger glatte Haut möchte, kann auf einen elektrischen Epilierer zurückgreifen. Ebenfalls für glatte Haut mehrere Wochen lang sorgt ein Waxing, z.B. mit Warmwachs- oder Kaltwachstreifen oder alternativ mit Zuckerpaste. Sie reißen die Haare an der Wurzel aus, was aber sehr schmerzhaft ist und nicht an allen Körperstellen empfehlenswert ist. Licht-Epilation können Sie am besten bei einem Profi durchführen lassen, doch auch für zu Hause gibt es inzwischen passende Geräte.

Fazit

Die Wahl des richtigen Damenrasierers hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen ab. Ob Sie sich für einen günstigen Discounter-Rasierer, ein Markenprodukt oder ein Einwegmodell entscheiden, wichtig ist, dass Sie sich wohlfühlen und ein gutes Ergebnis erzielen.

Die Stiftung Warentest hat gezeigt, dass es viele gute Optionen gibt, und dass auch günstige Rasierer eine gute Leistung erbringen können. Achten Sie auf die Testergebnisse, die Inhaltsstoffe und die Handhabung, um den besten Rasierer für sich zu finden.

Tabelle: Übersicht der getesteten Damenrasierer

Rasierer Typ Gesamtnote (Stiftung Warentest) Preis pro Rasierer (ca.) Preis pro Klinge (ca.)
Gillette Venus Smooth Systemrasierer 1,6 5,45 € 7,85 € (4er Pack)
Aldi (Ombia Razor) Systemrasierer 1,6 4,49 € 1,50 €
Rossmann (Isana Einweg) Einwegrasierer 1,8 0,75 € -

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