Professionelle Haarpflege mit Naturkosmetik: Ein umfassender Test

Glänzendes, voluminöses und seidig glattes Haar ist ein Wunsch vieler. Mit der richtigen Pflege kann dieser Traum realisiert oder zumindest ein Ergebnis erzielt werden, das dem sehr nahe kommt. Allerdings ist es nicht einfach, das richtige Produkt zu finden, da das Haar je nach Alter, Ernährung, Lebensumständen und Haarstruktur unterschiedliche Bedürfnisse hat.

Zudem achten immer mehr Verbraucher darauf, dass sie Produkte kaufen, die möglichst wenige schädliche Inhaltsstoffe enthalten. Insgesamt wurden 44 Shampoos getestet, um das beste für die meisten zu finden.

Testsieger und Empfehlungen

Einige Shampoos haben im Test besonders überzeugt:

  • Jean&Len Volumen Shampoo: Macht das Haar angenehm weich und leicht. Es kommt ohne Parabene, Silikone und Co. aus.
  • Khadi Aryuvedisches Elixier Shampoo Rose Repair: Regeneriert die Haare in der Tiefe. Im Test überzeugt das Endergebnis der Haarstruktur: weich, leicht und glänzend. Dafür kommen natürliche Inhaltsstoffe zum Einsatz.
  • Lavera Pflegeshampoo Family: Bietet tolle Pflege für Kinder und Erwachsene. Dafür kommen unter anderem Bio-Apfel und Bio-Quinoa zum Einsatz. Die gesamte Rezeptur ist biologisch abbaubar.
  • Swiss-O-Par Shampoo Teebaumöl: Wurde für gereizte Kopfhaut und gegen Schuppen entwickelt.
  • Anti-Juckreiz Shampoo von Salthouse: Setzt auf beruhigende und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Mineralien aus dem Toten Meer.

Wie funktioniert Shampoo?

Shampoo reinigt das Haar und befreit es von abgestorbenen Hautschüppchen, überschüssigem Fett und Kalkrückständen. Stylingprodukte wie Haarspray, Gel und Co. werden ebenso herausgespült wie Staub und andere Umwelteinflüsse. Um eine gründliche Reinigung zu garantieren, enthalten Shampoos Inhaltsstoffe, die die Haarfasern öffnen.

Tipps für die optimale Anwendung

Damit Ihr Shampoo optimal wirken kann, lohnt es sich, beim Haarewaschen ein paar Dinge zu beachten:

  • Schon vor dem Duschen können Sie Ihr Haar auf die bevorstehende Wäsche vorbereiten.
  • Viele verwenden beim Einschäumen der Haare zu viel Shampoo. Bereits eine haselnussgroße Menge ist ausreichend.
  • Stets nur der Ansatz und die Kopfhaut einseifen. Längen und Spitzen werden automatisch mit gewaschen, wenn das Shampoo ausgespült wird.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Haare gründlich auswaschen. Shampooreste können das Haar unnötig beschweren und für schnelles Nachfetten sorgen.

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Verschiedene Shampoo-Arten für unterschiedliche Bedürfnisse

Nicht jedes Shampoo funktioniert für jeden Haartyp. Hier ist ein kleiner Überblick über die verschiedenen Shampoo-Arten:

  • Anti-Frizz-Shampoo: Glättet die Haarstruktur sichtbar und sagt abstehenden Härchen den Kampf an.
  • Shampoo für lockige Haare: Bietet eine speziell auf die Struktur lockiger Haare zugeschnittene Pflege.
  • Anti-Schuppen-Shampoo: Konzentriert sich auf die Kopfhaut, um Schuppen zu bekämpfen.
  • Shampoo für koloriertes und dauergewelltes Haar: Stärkt das Haar mit Vitaminen und Pflanzenextrakten und hilft ihm, sich zu regenerieren.
  • Shampoo für strapaziertes Haar: Eignet sich auch sehr gut für besonders lange Haare, bei denen man oft mit ausgetrockneten, splissanfälligen Spitzen zu kämpfen hat.

Feste Shampoos und Haarseifen als umweltfreundliche Alternative

Immer mehr Menschen wechseln zu festem Shampoo oder Haarseifen, die einfach in einer umweltfreundlicheren Pappschachtel verpackt werden können. Festes Shampoo ist quasi flüssiges Shampoo, dem Wasser entzogen wurde. Eine Haarseife schäumt ebenso wie sein flüssiger Bruder und kann zudem mit den gleichen pflegenden Ergebnissen punkten.

Anwendung von Haarseife

Allerdings kommt es bei der Verseifung häufig zu Überfettung, was zu schweren und fettigen Haaren führen kann. Dem kann man mit einer sauren Rinse entgegenwirken, indem man zwei Esslöffel Apfelessig zu einem Liter Wasser hinzugibt.

Inhaltsstoffe im Fokus: Was ist drin im Shampoo?

Die Inhaltsstoffe sind auf die Haarstruktur und die Effekte, die das Shampoo erzielen soll, abgestimmt. Dennoch gibt es einige Inhaltsstoffe, die regelmäßig zu finden sind, wie Pflanzenextrakte, Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Öle.

Kritische Inhaltsstoffe

Einige Inhaltsstoffe werden zunehmend kritisch gesehen:

  • Silikone: Sorgen für eine weiche und glänzende Oberfläche, beschweren aber feines Haar und sorgen für schnelles Nachfetten.
  • Parabene: Stehen im Verdacht, das Brustkrebsrisiko zu erhöhen und wirken hormonähnlich.
  • Sulfate: Weisen eine starke Reinigungskraft auf und schäumen.
  • Polyethyenglykol (PEG): Kann Rückstände des krebserregenden Stoffes Dioxan enthalten.
  • Mikroplastik: Gelangt nahezu ungehindert in die Natur, wo es gar nicht oder nur sehr, sehr langsam abgebaut wird.

Naturkosmetik-Shampoos: Die bessere Wahl?

Bio-Shampoos und Naturkosmetik-Shampoos kommen ohne bedenkliche Chemiecocktails aus. Sie nutzen stattdessen die Wirkung natürlicher Inhaltsstoffe und können dies durch Naturkosmetik-Siegel nachweisen. Inzwischen sind Bio-Shampoos nicht nur in Bioläden, sondern auch in Drogerien und den meisten Supermärkten zu finden.

Repair-Shampoos im Test

Stiftung Warentest hat 17 Repair-Shampoos getestet und festgestellt, dass es sich lohnt, in mittelpreisige Shampoos zu investieren. Die Testsieger konnten in den Kategorien Pflegeeigenschaften, Anwendung, Verpackung, Deklaration und Werbeaussagen überzeugen.

Wichtige Inhaltsstoffe in Repair-Shampoos

Wenn Ihr Haar durch Hitze, Färben oder chemische Behandlungen geschädigt ist, sollten Sie auf aufbauende, feuchtigkeitsspendende und reparierende Inhaltsstoffe setzen:

Inhaltsstoff Wirkung
Glycerin, Aloe Vera, Hyaluronsäure, Panthenol Feuchtigkeitsspendend
Hydrolysiertes Keratin, Seidenproteine, Weizen- oder Reisproteine Haaraufbauende Proteine & Keratin
Arganöl, Kokosöl, Jojobaöl, Sheabutter Natürliche Haaröle & Lipide
Biotin, Ceramide, Niacinamid Regenerierende & reparierende Inhaltsstoffe
Zink-PCA, Menthol oder Teebaumöl Kopfhautfreundliche Inhaltsstoffe

Expertenmeinung zu Repair-Shampoos

Experten sehen Repair-Shampoos kritisch, da sie geschädigte Haare nicht in einen Zustand wie neugewachsen bringen können. Dennoch verbessern die meisten zeitweise die Haareigenschaften.

Anti-Schuppen-Shampoos im Test

Im Test von Anti-Schuppen-Shampoos wurde neben der Anti-Schuppen-Wirkung auch die Pflege­wirkung und die Anwendung sowie Deklaration und Verpackung bewertet. Das Ergebnis ist erfreulich, da lästiges Rieseln gut behandelt werden kann, auch für wenig Geld.

Wirkstoffe in Anti-Schuppen-Shampoos

Anti-Schuppen-Shampoos enthalten Antimykotika, die bestimmte Mikro­organismen auf der Kopf­haut bekämpfen, wie etwa die Hefe Malassezia furfur. Zertifizierte Naturkosmetik­hersteller verzichten auf synthetisch hergestellte Antimykotika und setzen auf natürliche Substanzen.

Haarkuren im Test

Haarkuren sind reichhaltiger als Haarspülungen und liefern mehr Pflege in Form von nährenden Ölen, Keratin oder pflanzlichen Feuchtigkeitsspendern. Bei Haarkuren muss jeder Verbraucher für sich selber entscheiden, ob sie ein Produkt mit oder ohne Silikone verwenden möchten.

Anwendung von Haarkuren

Als Faustregel gilt: Nicht mehr als einmal wöchentlich, es sei denn, das Haar braucht aufgrund von äußeren Umständen mehr Pflege. Besondere Vorsicht gilt bei feinem Haar, da eine reichhaltige Haarkur die Haare sehr beschweren und platter machen kann.

Locken-Shampoos im Test

Lockenshampoo ist auf die Bedürfnisse von lockigem Haar ausgerichtet und kann es so optimal pflegen und seine Sprungkraft unterstützen. Welliges und lockiges Haar ist prinzipiell trocken und benötigt mehr Feuchtigkeit als glattes Haar.

Wichtige Inhaltsstoffe in Locken-Shampoos

Locken-Shampoos sollten pflegende Inhaltsstoffe haben und frei von Sulfaten, Silikonen und Parabenen sein.

  • Aprikosenkernöl: Pflegt und baut das Haar gesund wieder auf.
  • Ceramide: Stärken die Schuppenschicht der Haare und bringen sie zum Glänzen.
  • Jojobaöl: Sorgt für Kämmbarkeit und Geschmeidigkeit, ohne zu beschweren.
  • Keratin: Baut kaputte und kraftlose Haare wieder auf.
  • Aloe Vera: Spendet dem Haar Feuchtigkeit, ohne es zu beschweren.

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