Weich, geschmeidig, haarlos - so fühlt sich die Haut nach einer Intimrasur an. Der Trend zur haarlosen Vulva ist nicht neu: Schon im alten Ägypten war die Intimrasur für Frauen wie auch für Männer beliebt. Manche finden eine rasierte Haut einfach schöner und fühlen sich attraktiver damit.
Auch im Sommer, wenn am Badeanzug nichts herausschauen soll, bietet sich eine Intimrasur im Bikinibereich an. Dennoch bleibt die Tendenz bei Intimfrisuren seit Jahren vermehrt bei “unten ohne”.
Trotz trendiger Haarentfernungsmethoden wie Sugaring, Lasern und Waxing greifen die meisten Frauen noch immer zum Rasierer. Laut einer in der “Gesellschaft für Konsumforschung” veröffentlichten Studie bevorzugen 70 Prozent der Damen eine Nassrasur. Grund genug, um die Rasur mal genauer unter die Lupe zu nehmen: Was sind die Vor- und Nachteile der Intimrasur und wie geht die Haarentfernung ohne eingewachsene Haare oder gar Furunkel?
Sensible Haut kann allerdings schnell irritiert auf eine Rasur reagieren. Das liegt zum einen daran, dass häufiges und schnelles Rasieren die empfindliche Partie strapaziert. Damit deine Intimrasur so schonend wie möglich ist, sind drei Punkte besonders wichtig.
Zunächst brauchen Haut und Haar eine gute Vorbereitung durch ein Bad oder Pflegeprodukte wie Rasierschaum oder -gel. Sie machen unter anderem die Härchen weich, wodurch sie leichter gekappt werden. Eine behutsame Rasur-Technik, bei der du nur einmal über dieselbe Stelle fährst, schont deine Haut. Das klappt am besten mit scharfen Klingen. Direkt im Anschluss, aber auch an den Tagen danach, gönnst du dem frisch rasierten Bereich eine regenerierende Pflege.
Grundsätzlich ist aber ein natürlich gehaltener Intimbereich ebenso hygienisch wie ein unbehaarter.
Mit den richtigen Produkten und Tools geht die Rasur einfach von der Hand und hinterlässt eine geschmeidige Haut ohne Spannungsgefühle, Rasurpickel und Irritationen.
Alles, was du dazu brauchst, sind drei Produkte:
Welchen Rasierer du nimmst, hängt von deinen Vorlieben ab. Einen Nassrasierer kannst du einfach unter der Dusche oder in der Badewanne benutzen. Wichtig hierbei ist eine scharfe Klinge. Wechsle sie deshalb alle zwei bis drei Wochen. Eine stumpfe Klinge reißt eher an den Härchen, anstatt sie sauber zu kappen. Das ziept und strapaziert die Haut.
Bist du mit dem Nassrasierer fertig, spülst du ihn gründlich mit heißem Wasser ab und entfernst Haarreste und Rückstände. Verstaue die Klinge dann an einem trockenen Ort.
Einen elektrischen Rasierer nutzt du üblicherweise im Trockenen. Manche Modelle können aber auch nass verwendet werden. Ganz gleich, ob trocken oder nass: Mit einem elektrischen Rasierer kannst du je nach Aufsatz die Haare in deinem Intimbereich auch nur trimmen, anstatt sie komplett zu rasieren.
Da der Nassrasierer direkt auf der Haut aufliegt, sind Rasuren mit ihm besonders gründlich. Bei einem Elektro-Rasierer trennt ein dünnes, perforiertes Metallblatt die Schneidmesser von der Haut. Dadurch liegt er nicht direkt auf und die Härchen werden etwas weiter oben gekappt. Im Intimbereich soll ein Rasierer mit Schwingkopf die beste Wahl sein, da er sich jeder Kontur - und ist sie noch so schwer zu erreichen - ohne zu viel Druck anpassen kann. Das minimiert nicht nur das Verletzungsrisiko, sondern sorgt für ein sauberes Ergebnis.
Hast du dich für einen Nassrasierer entschieden, trägst du vor der Rasur noch einen Rasierschaum oder ein -gel auf. Es macht die Härchen weicher und lässt die Klinge sanft über deine Haut gleiten. Dadurch schützt du sie vor möglichen Schnitten und erzielst ein glatteres Ergebnis. Alternativ kannst du auch zu Rasiercremes oder -seifen greifen.
Nach der Rasur pflegst du die Haut mit einem milden Aftershave, das für den Intimbereich geeignet ist. Diese Körperstelle ist besonders empfindlich und braucht daher eine extra sanfte Pflege. Deswegen nutzt du am besten ein Aftershave ohne Duftstoffe.
Inhaltsstoffe wie Propolis oder Panthenol beruhige n die durch das Rasieren strapazierte Haut und wirken zudem anti-inflammatorisch. Das heißt, sie wirken Entzündungen und Pickeln aktiv entgegen. Phospholipide stabilisiere n die Hautbarriere und helfen dabei, die oberste Hautschicht zu regenerieren.
Du hast den Rasierer deiner Wahl? Dann kann es auch schon losgehen. Wichtig: Nimm dir Zeit! Hast du Zeitdruck, hetzt du dich und die Gefahr von Schnitten und späteren Rasurpickeln steigt.
Wasche zunächst deinen Intimbereich, sodass mögliche Schweiß- oder Lotionrückstände vollständig abgewaschen sind. Das macht sowohl Haut als auch Haar weicher und erleichtert die Rasur. Nutzt du einen elektrischen Rasierer, trocknest du den Bereich gut ab.
Nimm nun eine Stellung ein, die für dich bequem ist. Das kann im Stehen, aber auch im Sitzen sein. Probiere einfach aus, welche Position du angenehm findest.
Setze den Rasierer an und gehe dann von oben nach unten vor. Dabei streichst du den Rasierer ohne Druck in Haarwuchsrichtung. Dadurch beugst du Rötungen und Rasierpickeln im Intimbereich vor. Alternativ rasierst du gegen die Wuchsrichtung. Das hinterlässt ein glatteres Ergebnis, strapaziert die Haut aber auch mehr.
Hast du einen Nassrasierer, wäschst du diesen nach jedem Strich aus. So stellst du sicher, dass er scharf bleibt und gründlich rasiert.
Hast du alle gewünschten Haare entfernt, spülst du die Haut kalt ab. Das kalte Wasser lässt die Haut zusammenziehen und verhindert so, dass Bakterien in die Haut eindringen und für Entzündungen sorgen. Außerdem kühlt und beruhigt es deine Haut. Im Anschluss tupfst du sie sanft trocken.
Tipp: Für eine extra schonende Rasur kombinierst du elektrischen und Nassrasierer. Dazu fängst du mit dem Elektro-Rasierer an und stutzt die Härchen auf ein bis zwei Millimeter Länge. Die gekürzten Haare rasiert du nass nach.
Nach der Rasur gönnst du deiner Haut eine Portion Pflege. Creme sie mit einer milden Aftershave-Lotion ein. Sie spendet Feuchtigkeit und beruhigt gereizte Hautpartien.
Neben der Rasur gibt es noch einige andere Methoden, die für den Intimbereich infrage kommen:
| Methode | Beschreibung | Dauer der Glätte |
|---|---|---|
| Waxing | Warmes Wachs wird aufgetragen und ruckartig abgezogen. | Bis zu vier Wochen |
| Sugaring | Zuckerpaste wird aufgetragen und abgezogen. | Bis zu vier Wochen |
| Epilieren | Haare werden mit einem Epilierer samt Wurzel entfernt. | Bis zu vier Wochen |
Wer zu Irritationen neigt, der sollte seinen Intimbereich nach der Rasur unbedingt pflegen. Erster Schritt: Die Reste von Rasierschaum oder Rasiergel direkt nach der Rasur mit kaltem Wasser abspülen, damit sich die Poren wieder schließen und Bakterien keine Chance haben, über Schnittwunden in den Körper einzudringe. Alternativ kann man auch Eiswürfel zum Kühlen verwenden.
Spezielle Pflege, z.B. Aloe-vera-Gel, das idealerweise im Kühlschrank aufbewahrt wird, sorgt nach der Intimrasur dafür, dass sich die strapazierte Haut beruhigt, keine Schwellungen oder Rötungen entstehen und die enthaarten Stellen geschmeidig bleiben. Auf parfümierte Cremes oder andere Produkte zur Intimpflege solltest du nach der Rasur unbedingt verzichten, um Irritationen zu vermeiden.
Ansonsten bieten sich für eine Rasur ohne rote Punkte und Schnittverletzungen im Intimbereich auch Hausmittel wie Kartoffelmehl oder Kokosmehl an, die anschließend auf die rasierte Haut gegeben werden. Von Teebaumöl - wie es öfter im Internet empfohlen wird - sollte man in der Intimzone auf jeden Fall absehen. Es reizt die empfindliche Haut der Schamlippen zu sehr.
Wer nach der Rasur unter eingewachsenen Haaren leidet, der kann ebenfalls selbst nachhelfen. Zur Erklärung: Das eingewachsene Haar kann nicht durch die Hautoberfläche austreten, weil abgestorbene Hautschüppchen den Ausgang versperren. Daher wächst es unter der Haut eingekringelt weiter und bleibt sogar sichtbar.
Man sollte also versuchen, das Haar wieder zu befreien. Gegen eingewachsene Haare helfen daher insbesondere Peelingcremes. Hautärzt:innen raten zur Intimpflege aus der Apotheke, wie etwa von Cerapeel. Ein regelmäßiges Peeling (der äußeren Schamlippen!) ist auch eine gute Möglichkeit, um eingewachsenen Haaren und daraus entstehenden Entzündungen (z.B. Wundrose) vorzubeugen.
Die Haut hingegen mit einer Nadel oder einem Messer zu öffnen, ist dagegen keine gute Idee. Um Furunkel & Co. zu vermeiden, solltest du die Finger davon lassen. Tritt ein Furunkel oder Ekzem auf, nimm bitte Kontakt zu deinem Arzt bzw. deiner Ärztin auf.
Nach der Rasur solltest du nicht direkt Unterwäsche anziehen, sondern die Haut an der Luft regenerieren lassen. Das geht am besten nachts. Tagsüber helfen lockere, luftig geschnittene Pantys aus Baumwolle gegen Reizungen.
Kontraproduktiv sind synthetische Wäsche mit reibender Spitze oder auch Bademode. Am besten einen Tag vorher rasieren!
Wie oft sollte man rasieren? Das hängt stark vom Wachstum deiner Härchen ab. Merke dir: Sobald ein kleiner Haaransatz sichtbar ist, sollte man wieder rasieren.
Meist bilden sich bei der Trockenrasur schon am nächsten Tag die ersten Stoppeln, während bei der Nassrasur oft zwei Tage zwischen den Anwendungen liegen können. Gleich wieder rasieren gilt natürlich nicht, wenn sich schon Pusteln gebildet haben. Dann solltest du die Haut zunächst abheilen lassen und dann mit den richtigen Rasierregeln einen neuen Versuch starten.
Wenn schon Rasierpickel entstanden sind, am besten auf wundheilende Produkte wie Zinksalbe setzen, dann klingen die Entzündungen schneller wieder ab.
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