Ein erschreckender Blick auf die volle Haarbürste, schon wieder ein verstopfter Duschabfluss und immer wieder Haare auf dem Fußboden - plötzlich starker Haarausfall bei Frauen ist keine Seltenheit und ein ernstzunehmendes Problem für alle Betroffenen. Fast jede dritte Frau hat im Laufe ihres Lebens mit Haarausfall zu kämpfen. Der Leidensdruck ist groß.
Leichter Haarausfall ist ganz normal und tritt bei fast allen Menschen auf. Normalerweise verliert eine Frau ungefähr 100 Haare am Tag. Das klingt erst einmal viel, ist aber angesichts der bis zu 150.000 Haarfollikel auf der Kopfhaut völlig normal und ein ganz natürlicher Bestandteil eines jeden Haarzyklus. Wenn diese Anzahl jedoch deutlich überschritten wird, sich das Haar dünner anfühlt und vielleicht sogar kahle Stellen auftreten, dann leiden Sie wahrscheinlich unter plötzlich starkem Haarausfall.
Wenn nicht behandelt, kann starker Haarausfall gerade bei Frauen, die viel Wert legen auf volles, langes Haar, einen großen Leidensdruck nach sich ziehen. Glücklicherweise gibt es einige Hausmittel sowie klinisch getestete Möglichkeiten, um in Zeiten von starkem Haarausfall den Haarwuchs zu stimulieren.
Jeder Mensch verliert durch den regelmäßigen Haarwachstumszyklus pro Tag bis zu 150 Haare. Obwohl das nach viel klingt, fällt es meistens gar nicht auf, da wir bis zu 150.000 Haarfollikel auf dem Kopf haben. Wenn die Haare jedoch von einem Tag auf den anderen büschelweise ausfallen, spricht man von plötzlich starkem Haarausfall. Es entstehen kahle Stellen, die sich alles andere als angenehm anfühlen.
Starker Haarausfall an bestimmten Stellen wird in der Fachsprache “Alopezie” genannt. Den Vorgang des Haarausfalls bezeichnet man lateinisch als Effluvium.
Die Ursachen für den plötzlich starken Haarausfall einer Frau sind vielschichtig und nicht immer direkt eindeutig. Es ist eine Reaktion des Körpers auf eine Veränderung oder einen Mangel, der auch bei einem Besuch beim Hausarzt nicht immer sofort erkannt wird.
Ursachen von plötzlichem starken Haarausfall einer Frau sind oft bekannte Phänomene wie Stress oder die Wechseljahre, die zu einem geschwächten Immunsystem oder Schwankungen in der Hormonbalance führen. Die Auslöser für den plötzlich starken Haarausfall können verschieden sein. Frauen sind häufiger von plötzlichem Haarausfall betroffen als Männer.
Haare erneuern sich beim Menschen ständig. Sie hören nach einer bestimmten Zeit auf zu wachsen und fallen aus, neue Haare wachsen nach. Und auch lichteres Haar ist mit zunehmendem Alter keine Seltenheit. Dauert der Haarausfall mehrere Wochen und gehen täglich mehr als hundert Haare aus oder es entstehen haarfreie Stellen, liegt Haarausfall vor.
Die häufigste Ursache von plötzlich starkem Haarausfall sind die Wechseljahre. In den Wechseljahren (Menopause) finden im weiblichen Körper große Veränderungen statt, die starke Schwankungen des Hormonspiegels auslösen. Der Östrogenspiegel hat direkten Einfluss auf die Haarwurzel, sodass sich Schwankungen des Östrogenspiegels sowohl in den Wechseljahren als auch bei hormonellen Krankheiten schnell in Form von starkem Haarausfall äußern. Dementsprechend sind tatsächlich fast ein Drittel der Frauen von Haarausfall betroffen.
Haarausfall bei Frauen über 50 ist meist auf die Menopause zurückzuführen. Die Wechseljahre sind bei Frauen mit großen hormonellen Veränderungen verbunden, die die Haare vermehrt ausfallen lassen. Der Haarausfall in den Wechseljahren liegt einem fallenden Östrogenspiegel zugrunde. Die Haarwurzeln werden empfindlicher. Das Dihydrotestosteron (DHT) ist ein männliches Hormon, das dann die Oberhand gewinnt und dafür sorgt, dass die Haare zunehmend ausfallen.
In der Schwangerschaft produziert jede Frau zusätzliches Östrogen, was das Haarwachstum meist begünstigt. Der Östrogenspiegel fällt bei Frauen nach der Geburt eines Kindes und der Stillzeit. Deshalb kommt es zu vermehrtem Haarausfall nach der Schwangerschaft. Fast alle Frauen sind davon betroffen - manche bemerken nur ein paar Haare mehr in der Bürste und andere verlieren ganze Büschel.
Auch die Anti-Baby-Pille beeinflusst den Östrogenspiegel der Frau. Wird sie regelmäßig eingenommen, wird zusätzliches Östrogen und Gestagen zugeführt. Wird die Pille abgesetzt, fällt der Östrogenspiegel, was dazu führen kann, dass die Haare von der Wachstums- in die Ruhephase wechseln. Das ist der Grund für den vermehrten Haarausfall nach Absetzen der Pille.
Eine weitere verbreitete Ursache von plötzlich starkem Haarausfall ist Stress. Stress schwächt nicht nur das Immunsystem, sondern hemmt auch das Haarwachstum, wenn das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet wird und sich vermehrt Nervenfasern um die einzelnen Haarfollikel bilden.
Ein anhaltender hoher Stresspegel oder ein traumatisches Ereignis wie ein Unfall oder eine Operation können ebenfalls für plötzlich starken Haarausfall verantwortlich sein. Der Haarausfall durch Stress tritt oft mit einer zeitlichen Verzögerung von einigen Wochen ein und wird dann meist gar nicht mehr mit dem Ereignis in Verbindung gebracht. In Stresssituationen sollte man vor allem auf ausreichend Nährstoffzufuhr achten, damit der Haarverlust gestoppt wird.
Haarausfall tritt in unterschiedlichen Formen auf:
Bei der Untersuchung fragen Ärztin oder Arzt ausführlich nach der Vorgeschichte der Patientin, bisherigen Untersuchungen und Therapien sowie Symptomen. Dann werden die Haare unter der Lupe betrachtet und geprüft, ob sie brüchig sind. Ein Zupftest zeigt, ob sich die Haare schnell lösen. Anschließend wird die Haarwurzel untersucht. Ein sogenanntes Trichogramm zeigt, in welcher Wachstumsphase die Haare ausfallen. Weitere Erkenntnisse kann eine computergestützte Haaranalyse liefern.
Je früher die passende Behandlung eingeleitet wird, umso größer ist die Erfolgschance der Therapie. Zunächst muss aber die genaue Ursache des Haarausfalls gefunden sein, erst dann erstellt der Arzt einen individuellen Therapieplan. Ist ein bestimmtes Medikament für Haarausfall verantwortlich, kann möglicherweise ein alternatives Präparat ausprobiert werden.
Wie kann man Haarausfall bei Frauen stoppen? Besonders bei plötzlich starkem Haarausfall möchte man auf diese Frage schnell eine Antwort haben. Hier sind professionelle Haarpflegeprodukte gegen plötzlichen Haarausfall und noch mehr Tipps:
Es gibt zwei Wirkstoffe, die dem Haarausfall wirksam entgegensteuern können. Der Blutdrucksenker Minoxidil lässt bei erblich bedingtem Haarausfall in einigen Fällen neue, kräftigere Haare nachwachsen. Allerdings kann das Medikament Nebenwirkungen wie Kreislaufbeschwerden und Haarwuchs im Gesicht verursachen.
Viele Kundinnen finden in der Drogerie oder Apotheke kein Shampoo, mit welchem sie zu 100% zufrieden sind, da die Haare mit diesen Haarausfall Shampoos nicht so glänzen und duften wie nach der Verwendung von „normalen“ Shampoos.
Professionelle Haarpflege-Marken wie Kérastase, Nioxin oder Plantur 39 schaffen diesen Spagat zwischen Anti-Haarausfall-Wirkung und Wellness-Effekt bei ihren Shampoos.
Hier sind einige empfohlene Shampoos:
Als Hausmittel bei plötzlich starkem Haarausfall gelten pflanzliche Öle wie Arganöl oder Kokosöl, aber auch Aloe Vera, Kaffee, Bier, Brennessel und Apfelessig.
Natürlich kann man versuchen, aus den Lebensmitteln Haarkuren und Haarspülungen herzustellen, um plötzlichem Haarausfall entgegenzuwirken. Dazu zählen:
Ob Öle, Seren oder Pulver zum Einnehmen: Im Einzelhandel werben viele Produkte damit, Haarverlust "aktiv" zu bekämpfen - mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Bambus oder Basilikum. Expertinnen und Experten zweifeln jedoch an der Aussagekraft von oft kleinen und über einen kurzen Zeitraum durchgeführten Herstellerstudien.
Auch Nahrungsergänzungsmittel versprechen mitunter eine hohe Wirksamkeit bei Haarausfall, ihre Wirksamkeit ist oft jedoch nicht belegt. Die Produkte enthalten neben Vitaminen häufig auch Spurenelemente oder Extrakte, manchmal in sehr hohen Dosen. Diese sind per se nicht schädlich, jedoch kann der Körper beispielsweise zu viel Vitamin A - dessen Tagesbedarf einige der Vitaminkapseln vollständig decken - nicht ausscheiden.
Eine langfristig zu hohe Aufnahme von Vitamin A kann zu trockener Haut und Haarausfall führen. Grundsätzlich gilt: Wer sich ausgewogen und ausreichend ernährt, muss in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel gegen Haarausfall einnehmen.
Wenn der Haarausfall plötzlich verstärkt auftritt und über einen längeren Zeitraum nicht weggeht, sollte man zum Arzt gehen. Die erste Diagnosestellung übernimmt der Hautarzt. In schwerwiegenden Fällen kann der Arzt auch Medikamente wie Minoxidil oder Kortison verschreiben.
Starken Haarausfall erkennt man daran, dass plötzlich mehr als 100 Haare am Tag ausfallen, die sich im Kopfkissen, der Bürste oder dem Abfluss der Dusche befinden, oft noch bevor man die ersten kahlen Stellen am Kopf sieht. Zeit spielt bei der Diagnose eine wichtige Rolle, weil etliche Arten von Haarausfall irreversibel, also unumkehrbar sind. Das bedeutet, ausgefallene Haare können nicht mehr zurückgewonnen werden.
Plötzlicher, starker Haarausfall bei Frauen kann viele Ursachen haben, von hormonellen Veränderungen über Stress bis hin zu bestimmten Erkrankungen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um den Haarausfall zu stoppen oder zu verlangsamen. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, von Medikamenten über spezielle Shampoos bis hin zu Hausmitteln. Bei anhaltendem oder starkem Haarausfall sollte ein Arzt oder Experte konsultiert werden.
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