Plex Haarfarbe Rossmann Test: Alles über Blondierungen und Alternativen

Wer von heller, sommerlicher Haarpracht träumt, greift oft zu Blondierungen. Aber wie schädlich sind Blondierungen wirklich, und sollte man selbst Hand anlegen? Dieser Artikel beleuchtet die Risiken von Blondierungen, testet Produkte und stellt Alternativen wie Olaplex und Add-Plex vor.

Was ist in Blondierungen enthalten?

Eines haben alle Blondierungen gemein: Deutlich hellere Haare erreicht man nur mit chemischen Mitteln. Zum Aufhellen wird meist ein Cocktail aus Wasserstoffperoxid und Persulfaten verwendet, den der Verbraucher kurz vor der Anwendung mischt. Bis zu fünf Teile stecken in einer Packung.

So wirken die Stoffe

Wasserstoffperoxid baut Melanin ab und zerstört die natürlichen Farbpigmente des Haares. Persulfate verstärken die Aufhellung. Das Haar verwandelt sich so von hellbraun zu rot über orange und gelb zu blond. Bis zu neun Stufen heller versprechen die Anbieter von Blondierungen im Test.

Belastung für die Haare

Blondierungen dringen tief ins Haarinnere ein und verändern es, was das Haar strapaziert. Es wird rauer und spröder, die Widerstandsfähigkeit und Reißfestigkeit nehmen ab. Viele Friseure empfehlen daher, nur Kurzhaarige komplett zu blondieren oder auf blonde Strähnchen zu setzen und Pausen zwischen den Anwendungen einzulegen.

Aufheller vs. Blond-Colorationen

Aufheller und Blond-Colorationen arbeiten beide mit Wasserstoffperoxid, aber Colorationen enthalten zusätzlich Färbechemikalien. Diese Farbvorstufen dringen in die Haarstruktur ein und bilden dort größere Farbmoleküle. Auch wenn der Ansatz schnell rauswächst, sollten blonde Haare nicht zu häufig nachgefärbt werden.

Do it yourself?

Salonprodukte stehen den Blondierungen für zu Hause in Sachen Chemie in nichts nach. Tatsächlich ist der Wasserstoffperoxidanteil beim Friseur oft sogar höher. Wer sein Handwerk gelernt hat, kann Dinge in der Regel besser als der Laie. Grundsätzlich sind Blondierungen keine einfachen Kosmetika, die mehrteiligen Komponenten und die Dauer der Anwendungen bergen einige Schwierigkeiten.

Vorsicht beim Selberfärben: Die beiliegenden Handschuhe schützen vor Verfärbungen. Ob Blondierung oder Pflanzenhaarfarbe: Vorbereitung ist alles. Auch wenn Anbieter es auf der Verpackung empfehlen, ist es ratsam, vorab einen Allergietest zu machen. Haare blondieren oder färben fällt sehr viel leichter, wenn helfende Hände zur Stelle sind.

Tipps zum Haarefärben zu Hause

Beim eigenständigen Colorieren im heimischen Badezimmer kannst du eigentlich nicht viel verkehrt machen, solange du die beigelegte Anleitung befolgst. Aber gerade bei dunklen Haarfarben kann es zu einer ganz schönen Sauerei kommen und wir wissen: Haarfarbe bekommt man nicht mehr so leicht aus Textilien raus.

  • Handtücher und alte T-Shirts: Statte dich mit ausreichend Handtüchern aus, am besten mit alten, die gerne auch ein paar Flecken abkriegen dürfen. Gleiches gilt für deine Kleidung. Ich persönlich habe immer mein spezielles Färbe-Shirt parat, welches schon so einige Blondierungsspuren davongetragen hat. Lege zusätzlich eines der Handtücher um deine Schultern, um mögliche Farbspritzer damit aufzufangen.
  • Das Anrühren: In der Packungsbeilage der Drogerieprodukte ist eigentlich alles sicher erklärt, denn du musst vorerst natürlich die Farbe mit dem Entwickler verrühren. Willst du deine eigene Farbe mischen, erkundige dich vorher, zu welchem Anteil du beides zusammenbrauen solltest.
  • Allergien? Bevor du mit dem Colorieren loslegst, empfehle ich dir, die Farbe vorerst an einer kleinen Stelle, am besten hinterm Ohr, auszuprobieren. So siehst du, wie deine Haut auf die chemische Farbe reagiert und ob du sie eventuell nicht verträgst.
  • Haut vor Verfärbungen schützen: Das tust du am besten mit Vaseline oder einer anderen fetthaltigen Creme. Trage sie am Haaransatz auf, um unschöne Flecken zu umgehen. Anders als bei roter Haarfarbe ist es jedoch ziemlich leicht, schwarze Flecken wieder wegzukriegen. Einfach ein bisschen Mizellenwasser, Seife oder Öl auf ein Wattepad geben und die Haut damit sauber reiben.

Bedenkliche Inhaltsstoffe

Ein Grund für schlechte Ergebnisse sind bedenkliche Färbestoffe, die zu schweren Allergien führen können. P-Aminophenol, ein CMR-Stoff (krebserzeugend, erbgutverändernd, fortpflanzungsgefährdend), wird besonders kritisch bewertet. Auch PEG/PEG-Derivate, Mikroplastik und allergieauslösende Duftstoffe wie Lyral und Hydroxycitronellal sind unerwünscht.

Alternativen zu Olaplex

Olaplex gilt als Non plus ultra, um Haarschäden zu reparieren und diesen vorzubeugen. Mittlerweile gibt es jedoch auch einige Olaplex Alternativen auf dem Markt, mit denen du geschädigtes Haar genauso gut pflegen kannst und die zum Teil auch noch deutlich günstiger sind.

Test: Haare mit Olaplex und Keraphlex reparieren

Die besten Olaplex-Alternativen im Überblick

Olaplex Alternativen sind Haarpflegeprodukte, die ähnliche Wirkversprechen wie das Original haben: Sie sollen geschädigtes Haar reparieren, Haarbruch reduzieren und die Haarstruktur stärken - vor allem nach chemischen Behandlungen wie Färben oder Blondieren.

Hier eine Übersicht der besten Olaplex Alternativen:

  1. Wella Fusion Bond: Salon-Qualität, macht das Haar widerstandsfähiger gegen Haarbruch.
  2. Revolution Plex: Budgetfreundliche Alternative mit großer Produktauswahl.
  3. Redken Acidic Bonding Concentrate: Ideal für sehr stark geschädigtes, gefärbtes Haar.
  4. L’Oréal Paris Elvital Bond Repair: Günstiger als Olaplex, für alle Arten von Haarschäden geeignet.
  5. K18 Leave-In Molecular Repair Hair Mask: Repariert das Haar auf molekularer Ebene.
  6. Schwarzkopf Fibreplex: Soll den Haarbruch während chemischer Behandlungen um bis zu 94 Prozent reduzieren.
  7. pH Plex: Schon während der chemischen Behandlung anwendbar, reduziert Haarbruch.
  8. Keraphlex: Günstiger als Olaplex.
  9. L'Oréal Professionnel Paris Absolut Repair Molecular Pflege: Baut die molekulare Haarstruktur wieder auf.
  10. Isana Professional Plex (Rossmann): Sehr günstig, in der Drogerie erhältlich.

Add-Plex von dm

Bei dm gibt es seit einiger Zeit Add-Plex. Für knappe vier Euro kriegt man hier zwei kleine Päckchen, bestehend aus Rebuilder und Booster. Vermischt mit einer Coloration oder Blondierung zum Haarefärben oder als normale Pflegekur ohne Farbe, sollen diese zwei Pflegestufen geschädigtem Haar neue Kraft und Glanz verleihen.

Anwendung: Die Kur soll ins saubere Haar massiert werden. Dann eine Plastik-Duschhaube aufziehen und alles mit einem Föhn anwärmen. Danach zwölf Minuten einwirken lassen, anschließend gut ausspülen und trocknen.

Eine echte Olaplex-Alternative ist Add-Plex für mich nicht. Dafür ist der Preis aber unschlagbar. Klar handelt es sich bei der Größe eher um eine Probepackung, so kann man das Ganze aber getrost einfach mal testen und schauen, wie die Haare darauf reagieren.

tags: #plex #haarfarbe #rossmann #test

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