Pflanzenhaarfarben und Kosmetik: Was Sie über Inhaltsstoffe wissen sollten

Im Jahr 2020, geprägt von der Corona-Pandemie, experimentierten viele Menschen zum ersten Mal mit Haarfärbepasten zu Hause. Dieser Trend führte zu einer dynamischen Entwicklung des Marktes für Haarfarben. Inzwischen sind große Kosmetikkonzerne mit echten Pflanzenhaarfarben in Drogeriemärkten präsent, während Reformhäuser immer mehr chemische Oxidationsfarben neben Naturkosmetik stellen.

Für Verbraucher ist es oft schwer, den Überblick zu behalten, da viele Produkte den Anschein erwecken, natürlich zu sein. Unser Test von 17 alternativen Haarfarben zeigt, dass natürliche Haarfarben für Verbraucher nicht immer einfach zu erkennen sind. In einigen Fällen enthalten die getesteten Produkte neben natürlichen Inhaltsstoffen auf pflanzlicher Basis auch potenziell allergieauslösende und hautreizende Problemstoffe.

Quelle: ÖKO-TEST

Der Unterschied zwischen Pflanzenhaarfarben und chemischen Haarfarben

Pflanzenhaarfarben setzen auf Farbstoffe aus zermahlenen Blättern, Blüten oder Wurzeln. Ganz anders funktioniert das Prinzip der chemischen Oxidationshaarfarben: Die zunächst farblosen Mittel dringen tief ins Haarinnere ein, wo Wasserstoffperoxid zunächst die natürlichen Melanin-Pigmente zerstört.

Das Problem mit Problemstoffen

Es gibt Haarfarben im Handel, die für Verbraucherinnen und Verbraucher aufgrund ihrer Aufmachung rein pflanzlich daher kommen, es allerdings nicht sind. Aromatische Amine gehören zu synthetischen Farbstoffvorstufen. Einige dieser Stoffe werden vom EU-Beratergremium für Verbrauchersicherheit (SCCS) als starke oder sogar extrem starke Kontaktallergene eingestuft.

Haben solche Stoffe erst eine Kontaktallergie mit schmerzhaften Rötungen, Schwellungen und Juckreiz ausgelöst, besteht die Allergie ein Leben lang. Bereits ein Selbsttest kann eine Allergie hervorrufen. Deshalb chemische Haarfarben auf keinen Fall vorab in der Armbeuge testen. Denn ob der Körper eine Allergie entwickelt, hängt auch von der Häufigkeit des Kontakts mit den Allergenen ab.

Allzu bunt treibt es eine Haarfarbe im Test. Unter ihren insgesamt sechs verschiedenen aromatischen Aminen befindet sich auch p-Aminophenol. Synthetische Polymere können über das Abwasser in die Umwelt gelangen.

Wie wir getestet haben

Wir haben 17 Pflanzen- und alternative Haarfarben in Brauntönen eingekauft: Kaffebraun, Aschbraun, Naturbraun, Maronenbraun und Kastanienbraun sowie Kakao und Chocolate brown. Darunter Marken und Produkte, die auf den Verpackungen Auslobungen tragen wie "100 % vegetal", "Wirkstoffe aus Bio-Anbau" oder "bis zu 80 % der Inhaltsstoffe sind natürlichen Ursprungs".

In den von uns beauftragten Laboren ließen wir nach bedenklichen oder umstrittenen Inhaltsstoffen fahnden. Darunter verschiedene aromatische Amine. Zudem suchten die Labore nach allergieauslösendem Resorcin und bedenklichen Duftstoffen wie etwa polyzyklischen Moschus-Verbindungen. Im Fokus standen zudem weitere problematische Substanzen wie halogenorganische Verbindungen und Diethylphthalat (DEP).

Abwertungskriterien:

  • Aromatische Amine, die nach CLP-Verordnung als CMR-Stoff eingestuft sind (hier: p-Aminophenol).
  • Aromatische Amine mit extremem und/oder starkem Sensibilisierungspotenzial.
  • PEG/ PEG-Derivate in einem Bestandteil des Produktes, der länger als 20 Minuten auf der Kopfhaut verbleibt.
  • Halogenorganische Verbindungen.
  • Mehr als 10 mg/kg polyzyklische Moschus-Verbindungen.
  • Deklarationspflichtige Duftstoffe, die Allergien auslösen können.

Farbergebnisse und Haltbarkeit

Das Farbspektrum für Pflanzenfarben ist inzwischen riesig und bietet zahlreiche Nuancen zwischen Blond, Rot, Braun und Schwarz. Regel dabei: Dunkler geht immer. Weil Pflanzenhaarfarben die ursprüngliche Haarfarbe wie eine Lasur überziehen, leisten sie keine hundertprozentige Abdeckung.

7 Fakten über Henna / Pflanzenhaarfarbe

Pflanzenpigmente haben aufgeholt, was ihre Dauerhaftigkeit angeht, und einige zählen sich inzwischen zu den permanenten Haarfarben. Ayluna schreibt uns, dass die Farbe etwa 15 bis 25 Haarwäschen überdauert.

Tipps für die Anwendung von Pflanzenhaarfarben

Quelle: Utopia

Gute Vorbereitung ist wichtig. Vor dem Färben Reste von silikonhaltigen Shampoos oder Spülungen mit einer Tiefenreinigung auswaschen. Ganz entscheidend ist die richtige und konstante Temperatur des Färbebreis: Richten Sie sich dabei akribisch nach den jeweiligen Angaben. Während des Auftragens die Farbe konstant auf Temperatur halten, am besten in einem Wasserbad. Solange sie einwirkt, die Haare mit Folie oder Handtuch warm und am besten auch feucht halten.

Die Haare sind trocken und haben einen Grünstich? Probieren sie es mit heiß föhnen. Im Laufe der ersten beiden Tage können sich die Farben auch noch entwickeln oder nachdunkeln und sollten deshalb nicht mit Shampoo gewaschen werden.

SANTE Naturkosmetik: Eine natürliche Alternative

SANTE Naturkosmetik ist eine besondere Form der Pflege mit sorgsam ausgewählten, natürlichen Wirk- und Aktivstoffen, wie Pflanzenölen und Extrakten aus kbA. Die Pflanzen-Haarfarben Pulver enthalten fein vermahlene Naturrohstoffe wie Rinden, Kräuter, Henna und Früchte. Sie färben das Haar lang anhaltend und pflegend. SANTE Pflanzen-Haarfarbe dringt nicht in Ihr Haar ein, sondern umhüllt es wie eine schützende Lasur, die sich mit Ihrer natürlichen Haarfarbe zu einem einmaligen Ergebnis verbindet.

Anwendungsempfehlungen von SANTE:

  • Wenn Sie keine Styling-Produkte oder filmbildende Produkte wie herkömmliche Pflegespülungen verwendet haben, kann die SANTE Pflanzen-Haarfarbe direkt auf das trockene und fettfreie Haar aufgetragen werden.
  • Zur optimalen Vorbereitung des Haares auf eine Färbung mit Pflanzenhaarfarben empfiehlt sich eine Wäsche mit SANTE Tonerde Shampoo Lava Power.
  • SANTE Pflanzen-Haarfarbe in eine hitzebeständige Schüssel geben und mit ca. 300ml kochendem Wasser zu einem cremigen Brei verrühren.
  • Tragen Sie die Pflanzen-Haarfarbe gleichmäßig Strähne für Strähne auf das gesamte Haar auf.
  • Decken Sie die Haare mit der beiliegenden Wärmehaube ab, und wickeln Sie ein Handtuch darum.
  • Die Einwirkzeit beträgt zwischen 15 Minuten und 2 Stunden.
  • Spülen Sie Ihr Haar gründlich aus und waschen Sie es nochmals, um alle Rückstände der Pflanzen-Haarfarbe zu entfernen.
  • Anstelle eines Shampoos empfehlen wir die SANTE Haarspülung Brilliant Care, die zusätzlichen Glanz gibt und die Haltbarkeit der Farbe verlängert.

Wichtige Hinweise:

  • Färben Sie unbedingt eine Probesträhne!
  • Je dunkler Ihre persönliche Haarfarbe ist, desto länger sollten Sie die Einwirkzeit wählen.
  • Pflanzen-Haarfarben wirken nicht aufhellend.

Arten von Kosmetischen Haarfarb-Produkten

Kosmetische Haarfarb-Produkte werden nach ihren Funktionsweisen unterteilt. Es gibt temporäre Färbemittel (Tönungsmittel), semipermanente Färbemittel (Haartönungen) und permanente Färbemittel (Oxidationshaarfarb-Produkte oder Blondierungen).

  • Temporäre Färbemittel zeichnen sich durch den Einsatz von direktziehenden Farbstoffen aus. Die Farbstoffe lagern sich an der Haaroberfläche an und sind ein bis zwei Haarwäschen haltbar.
  • Semipermanente Färbemittel verwenden ebenfalls Direktzieher. Die Haare werden ringförmig angefärbt, was für eine Haltbarkeit von acht bis zehn Haarwäschen sorgt.
  • Permanente Färbemittel nutzen farblose Vorstufen, die durch eine chemische Reaktion die eigentlichen Farbstoffe bilden. Das gesamte Haar wird durchgefärbt und die Farbe ist nicht auswaschbar.

tags: #Pflanzenhaarfarben #und #Kosmetik #Inhaltsstoffe

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen