Ein Friseurbesuch sollte ein entspannendes Erlebnis sein, doch leider können mangelnde Hygienepraktiken in Friseursalons und Barbershops zu unerwünschten Folgen führen. Eine davon ist die Infektion mit dem Fadenpilz Trichophyton tonsurans, der Kopfhautpilz (Tinea capitis) verursachen kann. Dieser Artikel beleuchtet die Anzeichen, Behandlungsmöglichkeiten und Präventionsmaßnahmen, um Sie vor dieser unangenehmen Infektion zu schützen.
Anfänglich treten Juckreiz und Rötungen an den betroffenen Stellen auf. Weiterhin können dann entzündete Areale teilweise schuppend bis hin zu kreisrunden kahlen Stellen auf Kopfhaut oder im Bartbereich zu erkennen sein. Sollte dies im zeitlichen Zusammenhang mit einem Besuch im Barbershop oder im Friseursalon stehen, so ist die Ursache rasch hautärztlich abzuklären.
Die häufigsten Anzeichen einer Infektion sind:
Diese Anzeichen treten meist nicht nur auf der Kopfhaut, sondern auch im Nacken auf. Auch der Bart kann vom Hautpilz betroffen sein. Wenn du die Infektion nicht oder nicht ausreichend behandelst, können die Erreger noch tiefer eindringen. In der Folge kommt es zu Hautveränderungen, eitrigen Abszessen, rundlichen Bläschen und einer Verdickung der Haut. Auch allgemeine Symptome wie Schmerzen, anschwellende Lymphknoten oder Fieber können auftreten. Außerdem kann es passieren, dass deine Haarwurzeln nachhaltig geschädigt werden, sodass keine Haare mehr nachwachsen können - schnelles Handeln ist bei Kopfhautpilz daher dringend ratsam.
Trichophyton tonsurans ist ein Hautpilz, der hauptsächlich von Mensch zu Mensch weitergegeben wird und sehr ansteckend ist. Er wird vor allem durch nahen und bereits sehr kurzen Kontakt übertragen. Häufige Infektionsquellen sind in diesem Zusammenhang Tätigkeiten, die kleinste Verletzungen an der Kopfhaut verursachen - wie zum Beispiel Rasuren.
Übertragen wird der Pilz neuerdings wohl insbesondere über unzureichend gereinigte Haarschneide-Geräte, wie Rasierer oder Trimmer. Die Sporen des Pilzes gelangen über winzige Verletzungen, die bei einer Rasur häufig sind, in den Körper. Auch durch engen Kontakt im sozialen Umfeld kann der Pilz übertragen werden. Wenn man Pech habe, reiche ein "Sekundenkontakt" aus, um sich mit dem Hautpilz zu infizieren.
Die Verbreitung des Pilzes ist nicht nur auf Friseure beschränkt, sondern breitet sich oft unbemerkt in der Bevölkerung aus. Der Pilz überlebt nicht nur auf Werkzeugen, sondern auch auf Oberflächen wie Handtüchern oder Umhängen, die zwischen Kunden nicht gewechselt werden. Da die Sporen nicht sichtbar sind und keine sofortigen Symptome verursachen, wird die Infektion oft erst erkannt, wenn es bereits zu Haarausfall oder Entzündungen gekommen ist.
Sind die Symptome eindeutig und es ist klar, dass es sich um einen Pilzbefall der Kopfhaut handelt, solltest du also unbedingt zeitig tätig werden. Da sich die Therapie, genauer gesagt das richtige Mittel gegen Kopfhautpilz, danach richtet, welcher Erreger verantwortlich ist, solltest du bei einer Infektion in jedem Fall zuerst eine ärztliche Praxis aufsuchen. Dort kann untersucht werden, um welche Pilzart es sich handelt.
Grundsätzlich erfolgt die Behandlung auf zwei Wegen:
Auf Hausmittel gegen Hautpilz solltest du verzichten, da du den Pilz damit nicht loswirst, stattdessen aber sogar deine Symptome verschlimmern kannst.
Um diese und andere Infektionen zu vermeiden und ein Weiterverbreiten der Pilzinfektion zu verhindern, sind passende Hygienemaßnahmen erforderlich: für das Umfeld der Kundschaft, für die Arbeitsmittel, vor allem für die Scher- und Schneidwerkzeuge, die mit der Klientel Kontakt haben, sowie für die verwendeten Wäscheartikel (Handtücher, Umhang usw.).
Besonders die Scher- und Schneidwerkzeuge müssen Sie nach jeder Kundin, jedem Kunden reinigen und mit geeigneten Mitteln und Verfahren desinfizieren:
Spülen Sie anschließend die Geräte mit klarem Wasser und trocknen Sie sie ab. Für die Scherköpfe empfiehlt sich die Pflege mit einem entsprechenden Scherkopf-Öl (im Friseurfachhandel erhältlich).
Um eine Infektion mit dem Hautpilz zu verhindern, rät Hautarzt Maronna, sich den Friseursalon oder den Barbershop genau anzuschauen. Die entscheidenden Fragen seien: Bleibt dem Personal dort genügend Zeit für die Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen, etwa das Desinfizieren der Stuhllehnen und insbesondere der Rasierer? Werden die Handtücher nach jedem Kunden gewechselt?
Hier sind einige Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um dein Infektionsrisiko zu minimieren:
Tübingen, Stuttgart, Nürnberg, Berlin, Köln und auch München nennt Maronna als "Hotspots", wo nach seiner Erfahrung bisher besonders viele Fälle von Infektionen mit dem Hautpilz Trichophyton tonsurans aufgetreten sind. Aber: "Inzwischen kann man davon ausgehen, dass es eine deutschlandweite Epidemie ist. [...] Teilweise wird sogar von einem europaweiten Phänomen gesprochen", sagt der Hautarzt.
Um die Ausbreitung von Kopfhautpilz durch Friseurbesuche einzudämmen, sind sowohl die Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen in Friseursalons und Barbershops als auch das Bewusstsein und die Eigenverantwortung der Kunden entscheidend. Achten Sie auf die genannten Symptome und suchen Sie bei Verdacht umgehend einen Arzt auf, um eine schnelle und effektive Behandlung zu gewährleisten.
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