Viele Frauen wünschen sich einen haarfreien Genitalbereich und nutzen verschiedene Methoden wie Rasieren, Epilieren, Waxing oder Sugaring, um Schambehaarung zu entfernen. Doch oft entstehen nach der Haarentfernung unerwünschte Hautirritationen wie Juckreiz oder Pickel. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen für Pickel nach dem Epilieren im Intimbereich und bietet umfassende Informationen zur Vorbeugung und Behandlung.
Die Haut im Intimbereich ist besonders empfindlich und reagiert sensibel auf Reizungen. Mehrere Faktoren können zur Entstehung von Pickeln nach der Epilation beitragen:
Bei der Haarentfernung werden nicht nur die Schamhaare entfernt, sondern auch abgestorbene Hautschüppchen. Sind die Schamhaare zu lang oder zu kurz, können ebenfalls Hautreizungen entstehen.
Mit einigen einfachen Maßnahmen lassen sich Hautirritationen nach der Epilation oft vermeiden:
Eine circa 10-minütige Dusche oder ein Bad öffnet die Poren, sodass sich die Haare leichter entfernen lassen.
Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Pickel oder Hautreizungen auftreten, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung:
Auch wenn in dieser Zeit das Bedürfnis groß ist, dem Juckreiz nachzugeben, sollte Reibung und Kratzen vermieden werden.
Für die Intimpflege nach der Haarentfernung eignen sich Produkte, die gereizte und juckende Haut beruhigen. Feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe sind ideal, denn herkömmliche After Shave-Produkte enthalten oft Alkohol oder chemische Substanzen und sind für die empfindliche Intimregion viel zu aggressiv.
Spezielle Intimpflegecremes sind hingegen auf die Bedürfnisse der empfindlichen Intimzone ausgelegt. Produkte mit Hyaluronsäure spenden Feuchtigkeit und sorgen dank ihrer Wasserbindekapazität dafür, dass die Haut nicht austrocknet. Inhaltsstoffe wie Hafer oder Zanthalene® beruhigen die Haut und sind eine Wohltat für Rötungen und juckende Stellen.
| Methode | Dauer | Schmerz | Hautirritationen | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| Rasieren | Kurz | Gering | Häufig | Alle Bereiche |
| Epilieren | Mittel | Mittel bis Stark | Mittel | Beine, Achseln, Bikinizone |
| Waxing | Lang | Stark | Mittel | Alle Bereiche |
| Enthaarungscreme | Kurz | Gering | Mittel | Alle Bereiche |
| Laserbehandlung | Dauerhaft | Gering bis Mittel | Gering | Alle Bereiche |
Normalerweise klingen Rasurbrand und Pickel von allein wieder ab. Manchmal kann es aber sein, dass die Haut langfristig gereizt ist oder sich schmerzhafte Entzündungen der Haarfollikel bilden. Dann ist es wichtig, ärztlichen Rat einzuholen und die betroffenen Hautstellen mit professioneller Hilfe zu behandeln.
Sollte der Juckreiz besonders unangenehm werden und in Kombination mit einem weiß-krümeligen Ausfluss auftreten, kann es sich auch um Scheidenpilz handeln. Treten die Symptome erstmals auf, sollte der Frauenarzt oder die Frauenärztin aufgesucht werden.
Ein Hautarzt kann auch klären, ob es sich dabei um die chronische Form des Rasurbrands handelt, der sogenannten Pseudofolliculitis barbae. Sie betrifft vor allem Männer mit dunklem, stark gekräuseltem Haar. Haarentfernung kann die Entstehung dieser chronischen Entzündungsreaktion fördern.
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