Schuppen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Sie können nicht nur ein ästhetisches Ärgernis sein, sondern auch Juckreiz und Irritationen der Kopfhaut verursachen. Eine effektive Lösung zur Bekämpfung von Schuppen sind Shampoos, die den Wirkstoff Climbazol enthalten. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Wirkung von Climbazol, die Anwendung von Shampoos mit diesem Wirkstoff und welche Alternativen es gibt.
Bei Schuppen handelt es sich um einen abschuppenden Prozess der Kopfhaut, dessen Hauptursache die übermäßige Vermehrung des Pilzes Malassezia furfur ist. Dieser Pilz zeichnet sich durch eine zu schnelle Erneuerung der Epidermiszellen aus, die aufgrund der erhöhten Erneuerungsrate vor dem Ablösen keine volle Reife erreichen können. Daher bilden sich weiße oder gräuliche Schuppen, die in größeren Verbänden lokalisiert oder häufiger über die gesamte Kopfhaut verteilt auftreten.
Climbazol ist ein Molekül mit einer deutlichen selektiven Antischuppenwirkung, das hochwirksam und zugleich sehr hautverträglich ist. Es ist ein Schlüsselelement in vielen Anti-Schuppen-Shampoos. Der Wirkstoff hemmt das Wachstum von Pilzen, insbesondere von Malassezia furfur, der als Hauptursache für Schuppen gilt. Durch die Reduzierung der Pilzpopulation wird die Schuppenbildung effektiv bekämpft.
Climbazol wirkt fungistatisch, was bedeutet, dass es das Pilzwachstum hemmt. Einige Studien deuten jedoch darauf hin, dass Climbazol unter bestimmten Bedingungen auch eine fungizide Wirkung haben kann, also Pilze abtötet.
Einige Shampoos enthalten zusätzlich zum Climbazol auch schuppenhemmende Thymianextrakte, die die Wirkung des Produkts zusätzlich verstärken.
Die Anwendung von Shampoos mit Climbazol ist denkbar einfach:
Es ist wichtig, das Shampoo gründlich einzumassieren und eventuell kurz einwirken zu lassen, damit der Wirkstoff seine volle Wirkung entfalten kann.
Ökotest ist nicht einverstanden, wenn Hersteller mit dem fungistatisch wirkenden Climbazol das Hefepilzwachstum in den Griff kriegen wollen. Denn Climbazol ist eine halogenorganische Verbindung und kann - wenn es vom Körper aufgenommen wird - das möglicherweise krebserregende Chlophenol abspalten. Zudem sind halogenorganische Verbindungen deswegen umstritten, da sie sich in der Umwelt anreichern. Die EU prüft Climbazol derzeit.
Ökotest wertete das Vorhandensein von Climbazol mit dem Abzug von zwei Noten (Bewertung Inhaltsstoffe). Unter anderem Beiersdorf setzt in Eucerin neben Piroctonolamin Climbazol als antimykotischen Wirkstoff ein. Zudem fand Ökotest im Beiersdorf-Produkt PEG/PEG-Derivate und Silikone, sodass Eucerin Dermo Capillaire Anti-Schuppen Creme Shampoo am Ende „mangelhaft“ erhielt.
Wer auf Climbazol verzichten möchte, kann auf Shampoos mit anderen Wirkstoffen zurückgreifen. Es gibt verträgliche Anti-Schuppen-Wirkstoffe Alternativen.
Viele natürliche Wirkstoffe bieten sich als Anti-Schuppen-Wirkstoffe an. Sie sind, vor allem in Kombinationen, bei Kopfschuppen-Befall in Erwägung zu ziehen.
Einige Beispiele für natürliche Alternativen sind:
Naturkosmetika verzichten auf synthetische antimykotische Wirkstoffe und nutzen stattdessen Pflanzenextrakte und -öle aus Brennnessel, Rosmarin, Wacholder, die leicht antimikrobiell wirken sollen und die Talgproduktion regulieren.
Auch Piroctonolamin ist eine gute Wahl - unter den synthetischen Wirkstoffen -, da Piroctonolamin das Pilzwachstum einschränke und dabei mild und verträglich sei.
Ökotest hat sich den Schuppen-Shampoo-Markt angeschaut und 50 Anti-Schuppen-Shampoos geprüft. Immerhin die Hälfte schnitt mit der Zensur „gut“ oder „sehr gut“ ab. Rund jedes vierte Produkt hält den Kriterien von Ökotest nicht stand.
Zu den Kriterien zählen:
Auf den ersten Plätzen mit „sehr gut“ finden sich vor allem als Naturkosmetik zertifizierte Produkte - wie Alverde oder Weleda Weizen Schuppen Shampoo. Neben unbedenklichen Inhaltsstoffen überzeugt Ökotest ein nachhaltiger Umweltansatz, wenn zum Beispiel bei Kunststoffverpackungen recyceltes Plastik (Rezyklate) verwendet wurde.
Was Sie beim Kauf beachten sollten:
Seit März 2022 ist Zinkpyrithion - jahrelang wichtigster Wirkstoff zur Schuppenbekämpfung - in der EU verboten. Die EU hat den Stoff als "vermutlich reproduktionstoxisch beim Menschen" eingestuft. Zinkpyrithion musste in unseren Augen auch deshalb aus Kosmetik verschwinden, weil es hautreizend ist und giftig für Wasserorganismen.
Tabelle: Ausgewählte Inhaltsstoffe und ihre Bewertung durch Ökotest
| Inhaltsstoff | Bewertung durch Ökotest | Hinweis |
|---|---|---|
| Climbazol | Abzug von zwei Noten | Halogenorganische Verbindung, steht in der Kritik |
| PEG/PEG-Derivate | Kritik seit Jahren | Machen die Haut durchlässiger für Fremdstoffe |
| Zinkpyrithion | Verboten in der EU seit 2022 | Hautreizend und giftig für Wasserorganismen |
| Piroctonolamin | Beste Wahl unter den synthetischen Wirkstoffen | Mild und verträglich, schränkt das Pilzwachstum ein |
Mit der richtigen Wahl des Shampoos und der Beachtung der Inhaltsstoffe können Sie Schuppen effektiv bekämpfen und Ihrer Kopfhaut etwas Gutes tun.
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