Viele Menschen suchen nach effektiven Methoden, um lästige Körperhaare dauerhaft loszuwerden. Epilieren und Rasieren sind gängige Methoden, haben aber Nachteile wie kurzzeitige Ergebnisse, Schmerzen oder Verletzungsgefahr. IPL-Geräte versprechen hier eine schmerzfreie und langanhaltende Lösung. In diesem Artikel werden die Erfahrungen mit der Philips Laser Haarentfernung, insbesondere mit den IPL-Geräten der "Lumea"-Reihe, beleuchtet.
IPL steht für Intense Pulsed Light. Bei dieser Methode werden sanfte Lichtimpulse an die Haut abgegeben und von der Haarwurzel absorbiert. Je heller die Haut und je dunkler die Haarwurzel, desto besser wird das Licht absorbiert. Die Lichtimpulse regen die Haarfollikel an, in die Ruhephase überzugehen. Die IPL-Anwendung ist allerdings nur effektiv, wenn sich das Haar in der Wachstumsphase befindet. Daher muss die Behandlung für ein gutes Ergebnis in regelmäßigen Zeitabständen wiederholt werden.
Wir haben 18 IPL-Haarentfernungsgeräte getestet, um diese Versprechen zu überprüfen. Dabei waren Modelle bekannter Hersteller sowie einige günstige No-Name-Produkte.
Für eine erfolgreiche IPL-Behandlung ist es wichtig, die Vor- und Nachbereitung der Haut nicht zu vernachlässigen:
IPL-Haarentfernungsgeräte können an den meisten gängigen Stellen am Körper angewendet werden, wie Beinen, Gesicht (unterhalb der Wangenknochen), Achseln, Intimbereich, Brust oder Rücken. Wichtig ist aber immer: Die IPL-Geräte dürfen nur auf gesunder, unverletzter Haut angewendet werden.
Personen mit bestimmten Kontraindikationen wie einer Schwangerschaft, einem Herzschrittmacher oder der Einnahme lichtsensibilisierender Medikamente sollten ebenfalls auf die Anwendung verzichten. Obendrein sollten Leberflecke, Muttermale, Sommersprossen und andere Pigmentflecken bei der IPL-Anwendung unbedingt ausgespart oder abgedeckt werden.
Generell darf die Anwendung nicht zu häufig erfolgen, denn zu kurze Abstände zwischen den Sitzungen können die Haut unnötig reizen und zu Nebenwirkungen führen. Ein weiterer zentraler Punkt ist der Schutz vor Sonnenlicht: Die Haut sollte vor und nach der Behandlung keiner intensiven Sonnenexposition ausgesetzt werden, da sie durch das IPL lichtempfindlicher wird.
Bei IPL-Geräten dringen die kurzen Lichtimpulse in die Haarfollikel ein, wo das Licht vom Pigment im Haar in Wärme umgewandelt wird. Diese Wärme versetzt den Haarfollikel in den Ruhezustand. Wendet man das IPL-Gerät nach dem angegebenen Behandlungsplan über mehrere Wochen hinweg an, werden so Haarwuchs und Haardichte verringert. Die IPL-Behandlung sorgt also für ein temporäres Ergebnis, das über wiederholte Behandlungen immer wieder aufgefrischt werden muss.
Im Gegensatz dazu verwenden Lasergeräte statt intensiver Lichtblitze gebündelte Laserstrahlen. Auch hier wird Licht über das Pigment im Haarfollikel in Wärme umgewandelt. Aufgrund der höheren Energie des Lasers werden die Haarfollikel hier aber nicht nur in den Ruhezustand versetzt, sondern dauerhaft zerstört. Die Laserbehandlung ermöglicht also eine permanente Haarentfernung.
Dafür wird bei der IPL-Behandlung das Licht breiter gestreut, als das bei einem Laser der Fall ist, sodass eine größere Fläche gleichzeitig behandelt werden kann.
Hier ist ein Überblick über einige der getesteten IPL-Geräte:
Das Philips Lumea IPL 9900 Series BRP958/00 überzeugt mit vier vielseitigen Aufsätzen für Körper, Gesicht und Bikinizone. Die Bedienung ist dank durchdachtem Design und fünf Intensitätsstufen angenehm flexibel. Besonders praktisch: Die KI-gestützte App bietet individuelle Behandlungspläne und Anwendungstipps.
Das Gerät liegt gut in der Hand, ist jedoch etwas schwer. Die Akku-Funktion ermöglicht eine kabellose Nutzung. Der SmartSkin-Sensor analysiert den Hautton und schlägt die optimale Lichtintensität vor. Im Test zeigte sich, dass die Anwendung angenehm ist und die Haut nicht gereizt reagiert.
Vorteile:
Nachteile:
Was für einige Nutzerinnen und Nutzer spannend sein könnte: die dazu passende App, die KI-gesteuert beim Behandeln unterstützen soll. Beim Testen konnten wir feststellen, dass die Extra-Funktion nett und hilfreich ist, aber kein nötiges Muss. Über die App kann etwa ein individueller Behandlungsplan erstellt werden. Dieser soll dabei helfen, ein perfektes Ergebnis zu erzielen, und natürlich dabei, keine Sitzungen zu verpassen. Wie gesagt: nett, aber nicht zwingend nötig.
Schön finden wir tatsächlich, dass wir uns in der App noch einmal vollumfänglich über den richtigen Einsatz von einem IPL-Gerät informieren können.
Wenn man sich einen Moment mit dem Lumea IPL 9900 Series befasst hat, lässt es sich gut bedienen. Auf den vier Aufsätzen sind kleine Zeichnungen, sodass wir direkt erkennen können, welcher in welchem Bereich zum Einsatz kommt. Insgesamt liegt das IPL-Gerät gut auf, und die Aufsätze erleichtern die Anwendung. Dennoch: Gerade in der Bikinizone ist es dann am Ende eben doch nicht so easy. Einfach, weil das Gerät selbst sehr groß und auch recht schwer ist.
Super finden wir, dass wir das Lumea IPL mit oder auch ohne Kabel nutzen können. Die Akku-Funktion macht das Handling noch unkomplizierter, weil wir uns so frei bewegen können. Wir haben ein gutes Gefühl bei der Anwendung. Der SmartSkin-Sensor analysiert per Knopfdruck den Hautton und schlägt entsprechend die optimale Lichtintensität vor. Wir haben uns am Ende an den Beinen auf Stufe drei eingeschossen - und sind damit absolut zufrieden. Das Gefühl ist angenehm, und unsere Haut reagiert nicht gereizt.
Wenn der Flasher durchgehend gedrückt wird, sendet er regelmäßig Lichtimpulse aus. Für das Handling vergeben wir einen Pluspunkt, weil der Knopf super angebracht ist und ganz einfach beim Anwenden auf der Haut betätigt werden kann.
Der Preis ist natürlich happig, das muss man sagen. Und tatsächlich haben wir IPL-Geräte im Test, die mehr Lichtimpulse abgeben können. Philips liegt hier bei 450.000.
Der Braun Silk-expert Pro 5 kommt in einem recht großen, edlen, rosafarbenen Koffer daher. Er bietet neben drei Aufsätzen auch drei verschiedene Modi für die Intensität und kann sowohl im manuellen als auch im Automatik-Modus genutzt werden.
Im Lieferumfang findet sich ein recht großer, heller Koffer, der Platz für das IPL-Gerät samt Zubehör bietet.
Das Silk-expert Pro 5 kann in drei verschiedenen Modi verwendet werden: extra sanft, sanft und Standard. Die je ausgewählte Stufe wird über drei Leuchten auf dem IPL-Gerät angezeigt.
Auch dieses IPL-Gerät lässt sich im manuellen oder im Automatik-Modus nutzen. So kann man die Blitztaste entweder mehrfach betätigen, sodass einzelne Lichtimpulse abgegeben werden.
Auch bei diesem IPL-Gerät mit seinen verschiedenen Energiestufen wird das Licht automatisch an den Hautton angepasst, der integrierte Sensor heißt hier SensoAdapt. Er liest den Hautton kontinuierlich und passt die Intensität der Lichtimpulse entsprechend an. Insgesamt gibt es für die Intensität zehn Stufen. Die jeweils eingestellte wird über einen Lichtstreifen seitlich am Gerät angezeigt.
Nach der zwölfwöchigen Erstbehandlung lässt sich bereits ein deutlich verminderter Haarwuchs feststellen. Um dieses Ergebnis zu halten oder den Haarwuchs noch weiter zu verringern, kann man dann in die Nachbehandlung übergehen.
Nicht nur optisch macht der Braun Silk-expert Pro 5 PL5347 in seinem edlen Aufbewahrungs-Case etwas her, die Bedienung ist dank SensoAdapt-Sensor auch denkbar einfach.
Mit einem gewaltigen Vorrat an Blitzen (eine ganze Million!) hat man mit dem IPL Hair Removal des koreanischen Herstellers Ulike lebenslang ausgesorgt. Das IPL-Gerät kommt in einer schlichten, aber schönen, mintgrünen Verpackung ohne viel Plastik an. Die Box mit grünem Leder lässt sich wunderbar als Reisebox verwenden und nimmt nicht allzu viel Platz weg.
Auch wenn die deutsche Übersetzung der ausführlichen und detaillierten Gebrauchsanleitung nicht allzu gut ist, lassen sich die darin enthaltenen Anweisungen problemlos umsetzen. Mit zum Lieferumfang gehören ein etwas unhandlicher Systemrasierer, eine Schutzbrille, die die Augen super schützt, sowie ein Netzteil mit Stromkabel.
Der Hair Removal selbst macht auf uns einen sehr hochwertigen, robusten und vor allem stabilen Eindruck, sodass er nicht gleich zerbricht, wenn er einmal auf den Boden fallen sollte. Als Material wurde hochwertiges Metall verwendet, und er weist keinerlei Gebrauchsspuren oder gar Kratzer auf.
Die Bedienung läuft wie von selbst. Angeboten werden fünf Intensitätsstufen, die alle angenehm sind und keine Schmerzen bei der Behandlung verursachen. Die beiden Knöpfe regulieren einmal das Ein- und Ausschalten sowie das Einstellen der gewünschten Intensitätsstufe und wiederum einmal, um den Lichtimpuls auszulösen.
Die Sicherheit ist dem koreanischen Hersteller ein wichtiges Anliegen, denn der Lichtimpuls kann erst dann ausgelöst werden, wenn das Gerät vollständig mit der Haut in Berührung kommt.
Es ziept dank der integrierten Saphire-Kühlfunktion selten während der Anwendung, sodass die Behandlung mit dem IPL-Gerät uns echte Freude bereitet.
Der Hersteller empfiehlt in den ersten ein bis zwei Wochen eine dreimal wöchentliche, in den nächsten drei bis fünf Wochen eine zweimal wöchentliche und nach fünf Wochen eine einmal halb- bis monatliche Anwendung. Nach den ersten vier Wochen zeigte die Behandlung erste Resultate: Das Haarwachstum verlangsamte sich deutlich.
Wir sind daher voller Hoffnung, dass Ulike Wort hält und die ersten Härchen sich bei Fortführung der Behandlung erst wieder in einem halben Jahr zeigen werden.
Zudem muss man sich mit einer ganzen Million Lichtimpulsen keinerlei Gedanken mehr machen, welches IPL-Gerät denn nachfolgt, sobald das aktuelle den Geist aufgibt.
Auch wenn das Ulike Hair Removal noch immer kein Schnäppchen ist, so ist es doch - vor allem auf lange Sicht - deutlich günstiger als unsere restlichen Empfehlungen und büßt dabei überhaupt nichts an Effektivität, sauberer Verarbeitung und spielerischer Bedienung ein.
Das Lovedock D-1126 hat uns noch viel weniger überzeugt als das Schwestermodell, und das hat gleich mehrere Gründe. Das D-1126 wurde billig verarbeitet und sieht schon beim Auspacken nicht besonders stabil und robust aus.
Mit im Gepäck hat er eine nicht besonders schicke und vor allem nahezu nutzlose Schutzbrille, die kaum verhindert, dass wir während der Anwendung geblendet werden - Zweck verfehlt!
Daneben hat Lovedock einen Systemrasierer sowie zwei Aufsätze beigelegt, die der Anwendung und der anschließenden Kühlung dienen.
Oben auf dem IPL-Gerät sitzt ein kleines Display, das durchgehend darüber informiert, wie viele Blitze aktuell noch verfügbar sind. Es gibt lediglich zwei Tasten. Die erste reguliert das An- und Ausschalten und die Einstellungen, die andere wiederum die Lichttaste, die zum Blitzen gedrückt wird. Insgesamt ist alles selbsterklärend und übersichtlich aufgebaut.
Die Bedienung selbst ist einfach, da der Hersteller die Funktionen und Knöpfe auf ein Minimum reduziert hat. Allerdings liegt das IPL-Gerät doch recht sperrig in der Hand und fügt sich trotz Rundungen nicht gut an die Hand an.
Während der Anwendung bleibt der Schmerz aus, die Hitze ist dennoch spürbar. Das Ergebnis bleibt vollkommen aus. Obwohl wir uns strikt an den Behandlungsplan halten, können wir nach zwölf Wochen noch immer keinen Unterschied feststellen.
Braun schickt mit dem Silk Expert Pro PL5140 ein IPL-Gerät ins Rennen, das sich sowohl für Männer als auch für Frauen eignet und gleich zehn Intensitätsstufen inklusive UV-Filter bietet. Es ähnelt seinem Schwestermodell sehr, stimmt aber in den wichtigsten Punkten nicht mit ihm überein. Die Blitztaste sitzt gut erreichbar mitten auf dem Gerät und lässt sich leicht bedienen. Integriert ist außerdem ein SensoAdapt...
Um ein umfassendes Bild von der Philips Laser Haarentfernung zu erhalten, wurden Nutzerinnen der Philips Lumea IPL nach ihren Erfahrungen und Tipps gefragt. Hier ein zusammengefasster Erfahrungsbericht:
Maja berichtet, dass es selten zu Reizungen oder Rötungen kommt. Falls die Haut nach einem Lichtimpuls etwas rot wird, empfiehlt sie, die Stelle nicht zu reiben und nicht erneut zu behandeln. Sie hatte bisher keine bleibenden Reizungen.
Es ist wichtig, die richtige Intensität einzustellen, um Hautreizungen zu vermeiden. Die SenseIQ-Technologie des Philips Lumea IPL Series 9900 misst den Hautton und empfiehlt die passende Lichteinstellung. Bei Tattoos oder Muttermalen ist Vorsicht geboten, und im Intimbereich sollte man zuerst niedrigere Intensitätsstufen ausprobieren.
Saskia findet den Aufwand lohnenswert. Früher musste sie ihre Beine jeden zweiten Tag rasieren. Jetzt hat sie deutlich weniger Haare an den Beinen und muss seltener zum Rasierer greifen.
Bereits nach drei Behandlungen kann das Haarwachstum zurückgehen. Bei Einhaltung des Behandlungsplans kann man mit einem langanhaltenden Ergebnis rechnen. Je länger die Philips Lumea IPL Series 9900 verwendet wird, desto größer können die Zeitabstände zwischen den Anwendungen sein.
Cassandra nutzt seit etwa acht Monaten IPL zuhause und hatte vorher keine Erfahrungen damit. Sie hat festgestellt, dass sie durch IPL eingewachsene Haare vermeiden kann. Früher hatte sie öfter Probleme damit in der Bikinizone, aber jetzt schon lange nicht mehr.
Eingewachsene Haare treten häufiger bei Rasur und Epilation auf. Bei der Haarentfernung mit IPL geschieht dies seltener, da das Haar nicht gekrümmt austritt und erneut in die Haut wachsen kann.
Tasha gibt zu, dass es anfangs etwas schwierig ist, die Beine komplett ohne Auslassungen mit IPL zu bearbeiten. Da die Anwendung ohnehin mehrfach durchgeführt werden muss, um sämtliche Haare zu erwischen, ist Geduld gefragt. Sie empfiehlt, nach einem festen Schema vorzugehen, um keine Stellen auszulassen.
Aylin nutzt Lumea seit einem Jahr für die Oberlippe und die Achseln und hat bislang keine negativen Erfahrungen gemacht. Unter den Achseln wachsen zwar immer noch dezent Haare nach, aber erstens nur in größeren Zeitabständen und zweitens sind diese Härchen viel weicher als zuvor. Sie sieht einen riesigen Unterschied zum Rasieren.
IPL kann langanhaltend Haare entfernen, aber nicht gänzlich verschwinden lassen. Durch die Lichtimpulse wird die Haarwurzel erwärmt, wodurch das Haar anschließend auf natürliche Weise ausfällt und bis zu 6 Monate lang nicht nachwächst. Allerdings ist das Haarfollikel damit nicht vollständig verödet, und die Haare können weiterhin wachsen, jedoch sehr verlangsamt.
Hier eine Zusammenfassung der Vor- und Nachteile der Haarentfernung mit IPL-Geräten:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Relativ schmerzlose Behandlung | Längere Behandlungsdauer je Sitzung (im Vergleich zum Rasieren) |
| Weniger bis keine Hautirritationen nach der Behandlung | Bei falscher Handhabung sind Verletzungen möglich |
| Kein lästiges Jucken beim Nachwachsen | Haarentfernung mit einem IPL-Gerät ist nicht für jede*n geeignet |
| Geringerer Haarwuchs nach mehreren Anwendungen | Erfordert mehrere Anwendungen für optimale Ergebnisse |
| Einfache Anwendung zu Hause | Funktioniert nicht bei allen Haut- und Haartypen |
Die Erfahrungen mit der Philips Laser Haarentfernung fallen überwiegend positiv aus. Viele Nutzer*innen loben die sichtbare Reduktion des Haarwuchses und berichten, dass sich die Nachbearbeitung mit Rasierer oder Epilierer deutlich verringert. Besonders geschätzt wird die Schmerzarmut im Vergleich zu herkömmlichen Epiliermethoden.
Die Ergebnisse hängen natürlich vom individuellen Haut- und Haartyp ab. Wer hellere Haut und dunklere Haare hat, erzielt die besten Resultate. Bei sehr hellen, roten oder grauen Haaren reduziert sich die Wirksamkeit, da hier der Melaningehalt zu gering ist.
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