Pferdefrisuren leicht gemacht: Anleitungen für Mähne, Schopf und Schweif

Nicht nur für besondere Anlässe oder Turniere, sondern auch im Alltag kann eine hübsch frisierte Mähne deinem Pferd einen eleganten Look verleihen. Ob du die Mähne einfach nur aus dem Weg haben möchtest, damit dein Pferd darunter nicht so schwitzt, oder eine aufwendige Turnierfrisur kreieren willst - hier findest du Anleitungen und Tipps für verschiedene Pferdefrisuren.

Mähne vorbereiten: Die Grundlage für jede Frisur

Bevor du mit dem Einflechten beginnst, solltest du die Mähne deines Pferdes entsprechend vorbereiten. Hier sind einige wichtige Punkte:

  • Länge: Die Mähne sollte nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz sein. Eine frisch geschnittene Mähne ist schwieriger einzuflechten.
  • Reinigung: Bürste die Mähne gründlich aus, um Knoten zu entfernen. Eventuell musst du die Mähne waschen, wenn der Ansatz zu schmutzig ist.
  • Unterteilung: Teile die Mähne in gleichmäßige Strähnen auf. Die Größe der Strähnen variiert je nach gewünschter Zopfform.
  • Griff: Ein Produkt wie der 5 STERNE FLECHT-GRIP von LEOVET kann helfen, die Mähne griffiger zu machen und abstehende Haare zu vermeiden.

Das Netz: Eine stabile und elegante Frisur

Das Netz ist eine Frisur, die sich mit jeder etwas längeren Mähne herstellen lässt. Da das Netz aus vielen Gummis besteht, ist die Frisur relativ stabil und eignet sich auch für schwierigere Fälle. Am besten sieht ein Netz aus, wenn die Mähne eine andere Farbe hat, als das Fell, zum Beispiel bei Braunen oder Haflingern.

Vorbereitung:

Um ein Netz zu machen, brauchst du eine Menge Mähnengummis (am besten passend zu Mähnenfarbe), einen Mähnenkamm und eine Bürste. Bei großen Pferden erleichtert ein Hocker zum draufstellen die Arbeit.

Als Erstes bürstest du die Mähne gründlich, so dass sich die Haare gut trennen lassen und glatt liegen. Eventuell musst du die Mähne waschen, wenn der Ansatz zu schmutzig ist.

Die Mähne abteilen:

Zuerst teilst du die Mähne mit Hilfe des Mähnenkamms in gleichmäßig breite Strähnen. Die Strähnen sollten nicht zu breit sein. Zwei Drittel oder sogar nur die Hälfte der Breite eines Verziehkamms sind ein guter Wert. Bei sehr dicken Mähnen müssen Sie Strähnen breiter sein, als bei einer feinen Mähne.

Jede der Strähnen wird mit einem Gummi zusammengebunden. Die Gummis sollten alle auf einer Höhe sitzen, zum Beispiel zwei Fingerbreit unterhalb des Mähnenkamms.

Die Rauten bilden:

Die einzelnen Strähnen werden dann jeweils halbiert und die zueinander zeigenden Hälften von benachbarten Strähnen zusammen gebunden. Dabei ist wieder wichtig, dass die Gummis auf einer Höhe sitzen, zum Beispiel drei Fingerbreit unter den letzten Gummis. Dieses Maß behalten Sie dann für die restlichen Arbeitsschritte bei.

Wichtig ist auch, dass die Gummis in der Mitte sitzen, da die entstehenden Rauten sonst schief werden.

Die beiden am Rand übrig bleibenden Strähnen werden einfach gerade nach unten gezogen und in der nächsten Reihe mit der vorletzten Strähne vereint.

Das Strähnen halbieren und zusammennehmen der benachbarte Hälften setzen Sie nun Reihe für Reihe fort, bis die Mähne zu Ende ist. Wird eine der Strähnen am Rand zu dünn oder zu kurz, wird diese nicht geteilt, sondern komplett mit der benachbarten Hälfte verbunden. So fällt dann eine Raute weg.

Tipps für ein elegantes Netz:

  • Gleich breite Strähnen
  • Gleichmäßige Abstände der Reihen
  • Gummis innerhalb einer Reihe alle auf einer Höhe
  • Gerade Rauten

Der Mozartzopf - ein Hingucker für lange Pferdemähne

Bauernzopf: Praktisch und schick für den Alltag

Gerade für Pferde, die im Sommer unter ihrer langen Mähne stark schwitzen, ist der Bauernzopf ideal und schnell geflochten. In diesem Beitrag erfährst du Step by Step, wie du die lange Mähne deines Pferdes zu einem hübschen Bauernzopf einflechten kannst. Der Zopf ähnelt dem klassischen französischen Zopf - mit einem kleinen Trick bei der Flecht-Technik, sieht er aber noch schicker aus und erhält eine “aufgesetzte” Optik.

Anleitung:

  1. Verwende vor dem Einflechten kein Mähnenspray, sondern feuchte die Mähne nur etwas mit Wasser an.
  2. Zuerst teilst du für einen gleichmäßigen Zopf drei in etwa gleich dicke Strähnen ab.
  3. Nun legst du die vordere äußere Strähne (die näher an den Pferdeohren ist) unter die mittlere Strähne.
  4. Danach legst du die hintere äußere Strähne unter die mittlere.
  5. Dann kommt wieder die vordere äußere Strähne und nun beginnst du immer einen neuen Abschnitt der Mähne zum hinteren äußeren Strähne dazuzunehmen.
  6. Mit dieser Technik flechtest du den gesamten Mähnenkamm entlang.
  7. Knapp vor dem Widerrist solltest du den Zopf einfach zu Ende flechten, ohne weitere Strähnen hinzunehmen.
  8. Am Ende wird alles mit einem Mähnengummi befestigt.

Turnierzöpfe: Elegant und professionell für den großen Auftritt

Springreiter verzichten gerne darauf, während Dressurreiter ohne sie niemals an den Start gehen sollten - die Turnierzöpfe. Die Mähne des Pferdes einzuflechten, hat im Reitsport lange Tradition. Durch eine eingeflochtene Mähne erscheint das Pferd elegant und gepflegt, außerdem ist die Oberlinie und die Halshaltung für Zuschauer und Richter besser erkennbar.

Verschiedene Arten von Turnierzöpfen:

  1. Klassische Zöpfe: Diese Zöpfe sind auf ländlichen Turnieren am häufigsten zu sehen. Die Zöpfe können von oben nach unten immer ein bisschen kleiner in ihrer Einteilung werden, so betonst du den Bogen des Pferdehalses schmeichelhaft. Nach dem Runterflechten der einzelnen Zöpfe klappst du jeden zwei mal ein und befestigst den Zopf mit einem Mähnengummi.
  2. Eingenähte Turnierzöpfe: Sie betonen den Hals, zaubern ihn vielleicht noch etwas runder und sind unheimlich elegant. Für diese Zöpfe brauchst du Mähnengummis, Nadel und das gewachste Einnähgarn von ANIMALON, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Bei diesen Zöpfen ist besonders wichtig, dass du den oberen Teil des Zopfes locker flechtest, und dann nach unten hin strammer wirst, um die schöne gewölbte Form zu erhalten, welche die Dressurreiter unter uns so lieben. Am besten ist es hier, wenn der zweite und der dritte Zopf am größten sind, danach kannst du langsam wieder kleiner in der Aufteilung werden.
  3. Zöpfe mit Haarnadeln: Sie sehen beinahe aus wie eingenäht, sind sie aber nicht. Du kannst dein Pferd mit herkömmlichen Haarnadeln einflechten und dabei tolle Ergebnisse erzielen! Es geht super schnell, in weniger als 15 Minuten hast du die Mähne gebändigt und bist ready für die #SHOWTIME. Du klappst die Zöpfe zweifach ein und steckst die Nadel von unten durch den Zopf. Achtung: So schön und einfach diese Form des Einflechtens ist, lasse die Haarnadeln niemals über Nacht in der Mähne.
  4. Rollzöpfe: Wer diese Form des Einflechtens beherrscht liebt sie, bei Vielen verursacht der Versuch von Rollzöpfen jedoch ganz schöne Knoten in den Fingern. Wohingegen Reiter beim Einnähen oft nur zwischen acht und elf Zöpfe flechten, heißt es bei den Rollzöpfen: je mehr, desto besser! Für diese Art des Einflechtens teilst du die Mähne in kleine, gleichgroße Strähnen ein und flechtest diese so fest wie möglich. Die Besonderheit beim einrollen dieser Zöpfe liegt darin, dass du ein Gummi am unteren Ende des Zopfes befestigst und den zopf an diesem Gummi so oft wie möglich einrollst.
  5. Unterteilte Zöpfe: Ebenfalls eine Form von Zöpfen, zu der die Springreiter gerne greifen. Sie dienen dazu, die Mähne des Pferdes ein wenig zu Bändigen und diese auf einer Seite des Halses zu platzieren.

Mit diesen Tipps und Tricks für #BADHAIRDAYS kann das nächste Turnier kommen!

Schopf und Schweif: Das i-Tüpfelchen für den perfekten Look

Nicht nur die Mähne, sondern auch der Pferdeschweif kann hübsch frisiert werden, wenn es aufs Turnier geht oder eine Veranstaltung ansteht. Auch Schopf und Schweif einflechten bietet wieder zahlreiche Möglichkeiten, kreativ zu gestalten und abzuwandeln. Wir würden uns freuen, wenn du deine Ideen mit uns teilst. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Schweif einflechten:

  1. Als Vorbereitung verliest du den Schweif deines Pferdes sorgfältig und kämmst ihn vorsichtig gut durch, um eventuelle Knötchen zu beseitigen. Da Schweifhaare nur sehr langsam nachwachsen, solltest du bei allen Pflegeschritten darauf achten, möglichst wenig Haare zu verlieren. Außerdem ist es hilfreich, auf Schweifsprays zu verzichten. Sie erleichtern zwar das Durchkämmen, aber die Haare werden glatt und die Frisur hält nicht lange.
  2. Im nächsten Schritt nimmst du eine Strähne aus der Schweifmitte hinzu.
  3. Nun fügst du zu den außen liegenden Strähnen jeweils eine neue Strähne des Schweifhaares von rechts und links hinzu und wiederholst diesen Flechtvorgang einige Male, bis du etwa ein Viertel des Schweifs eingeflochten hast. Achte darauf, die einzelnen Strähnen nicht zu straff zu ziehen. Da das Pferd durch eine Frisur nicht in seinen natürlichen Bewegungen eingeschränkt werden sollte, flicht man den Schweif lediglich im oberen Bereich ein.
  4. Um den Zopf zu beenden, nimmst du irgendwann keine neuen Haare mehr von den Seiten hinzu. Im letzten Schritt fixierst du das Ende des Zopfs mit einem oder zwei Mähnengummis. Er liegt nun dekorativ auf den nicht eingeflochtenen Haaren auf.

Ggf. Unterteile die Mähne in gleich breite Strähnen. Die Zöpfchen nach unten aufrollen und die Schnur mit einer stumpfen Nadel von unten nach oben durch den aufgerollten Zopf durchziehen.

Willst Du die gesamte Mähne als Netz flechten unterteilst du sie einfach komplett in gleichdicke Strähnen und fixierst diese am Ansatz mit einem Mähnengummi. Achte darauf, dass die Gummis in etwa auf gleicher Höhe liegen. Teile die einzelnen Strähnen unter dem Gummi in zwei Teile und verbinde die rechte Hälfte mit der linken Hälfte der Strähne daneben.

Die Mähne in gleichbreite Strähnen unterteilen und diese zu Zöpfchen flechten. Wenn alle Zöpfchen geflochten sind nimmst Du den ersten Zopf und verbindest ihn mit einem Mähnengummi mit dem übernächsten (dem dritten) Zopf. Den zweiten Zopf verbindest du mit dem fünften, den vierten mit dem siebten und so weiter. Dabei solltest Du darauf achten, dass Du den linken Zopf immer entweder unter, oder über den benachbarten Zopf legst.

Die beiden Zöpfe verbindest Du dann mit einem Mähnengummi am Ansatz über der dicken Strähne. Das machst Du solange, bis Du das obere Drittel des Schweifs geflochten hast.

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