Hautpilzerkrankungen gehören zu den häufigsten Hauterkrankungen bei Pferden.
Pilze sind in der Natur allgegenwärtig und spielen eine entscheidende Rolle im Ökosystem. Sie kommen nicht nur im Wald, sondern auch bei Tieren und Menschen vor, oft in eher unerfreulicher Form als Pilzerkrankung. Lange Zeit zählten Pilze zu den Pflanzen, inzwischen gelten sie als Lebewesen, die eine Zwischenstellung zwischen Pflanzen und Tieren einnehmen. Ihre Vermehrung funktioniert über das Abspalten von Teilchen, den Sporen. Diese Sporen sind sehr widerstandsfähig und können lange Zeit überdauern. Zu den bekanntesten Pilzarten gehören die Schimmelpilze, Hefepilze und Fadenpilze.
Manche Pilze sind vollkommen natürlich auf der Haut oder im Organismus vorzufinden. Allerdings trifft dies nicht auf jede Art von Pilz zu und auch bei den Symbiose Partnern kann ein übermäßiger Befall zu Problemen führen.
Wie bereits erwähnt, vermehren sich Pilze über Sporen. Diese können mit dem Futter oder über die Luft, aber auch durch direkten Kontakt übertragen werden. Im Falle von Hautpilzen ist es der direkte Kontakt zu anderen befallenen Tieren oder der indirekte Kontakt über Gegenstände auf denen sich die Sporen befinden. Auch der Mensch kann den Pilz übertragen und selbst daran erkranken. Allerdings sind sichtbare Symptome nicht für die Übertragung notwendig.
Gerade die Atemorgane wie Lunge oder Luftsäcke können betroffen sein, wenn Sporen eingeatmet werden. Systemmykosen treten auf, wenn schadhafte Sporen von dem Pferd aufgenommen werden. Mykotoxine spielen vor allem bei mangelnder Futterqualität und einem Schimmelpilzbefall eine Rolle. Je nach Art des Giftes werden unterschiedliche Bereiche geschädigt und es sind verschiedene Symptome zu erkennen.
Ob der Pilz sich als Symbiose Partner oder als Parasit entpuppt, hängt von einem empfindlichen Gleichgewicht ab. Bei einem gesunden Pferd findet man immer eine gewisse Anzahl an Pilzen auf der Haut und im Verdauungstrakt. Wird dieses empfindliche Gleichgewicht gestört und verliert die Haut die natürliche Resistenz gegen Pilzsporen und andere Erreger, kommt es zum Ausbruch von Krankheiten.
Im Falle von Hautpilzen die Dermatomykose. Als Hauterkrankung löst die Dermatomykose Veränderungen an der Haut und den Haaren aus. Zu Anfang können dies unauffälligere Symptome wie kleine Knoten unter der Haut und struppige Haarstellen sein. An diesen Stellen entstehen mit der Zeit Schuppen, Krusten und kahle Haarstellen. Häufig betroffene Bereiche sind Hals, Kopf und die Sattel- und Gurtlage, aber auch der gesamte Rumpf und die Kruppe können betroffen sein. Der am häufigsten auftretende Hautpilz ist der Trichophyton equinum. Typisch sind Hautpilze während des Fellwechsels.
Um einen Pilzbefall zuverlässig zu diagnostizieren, ist der Tierarzt notwendig. Dieser prüft die Symptome eingehend und nimmt eine Hautprobe.
Neben Hautpilz können auch andere Faktoren Juckreiz und Schuppenbildung beim Pferd verursachen:
Juckreiz beim Pferd zeigt sich nicht immer sofort und wird von vielen Pferdebesitzern erst bemerkt, wenn bereits deutliche Hautveränderungen vorhanden sind. Pferde mit Juckreiz zeigen häufig auffälliges Verhalten wie intensives Scheuern an Stallwänden, Zaunpfosten oder Bäumen, besonders im Bereich von Mähne und Schweif. Das Haar wirkt dadurch stumpf, brüchig oder ausgerissen. Viele Pferde beißen oder knabbern zudem an Bauch, Flanken oder Beinen, um den Juckreiz zu lindern, und wirken insgesamt unruhig. Sie wälzen sich häufiger oder schlagen vermehrt mit dem Schweif.
Parallel zu diesen Verhaltensänderungen treten sichtbare Hautsymptome auf. Typisch betroffen sind Mähnenkamm, Schweifrübe und Bauchnaht - klassische Stellen beim Sommerekzem, Läuse- oder Wurmbefall.
Aufgrund des Kratzens und Scheuerns können auf der empfindlichen Pferdehaut zusätzliche Irritationen entstehen, Sekundärinfektionen können die Folge sein. Treten der Hinterbeine, sowie vereinzeltes Ausschlagen sind weitere Anzeichen dafür, dass ein Pferd unter quälendem Juckreiz leidet.
Bei einem Regenekzem ist ein Juckreiz eher selten. Stattdessen haben Pferde an den betroffenen Stellen Schmerzen und möchten dort nicht angefasst werden.
Normalerweise legt sich eine Pilzinfektion nach wenigen Monaten wieder von selbst. Problematisch daran ist, dass sich der Pilz in dieser Zeit rasant ausbreitet und andere Tiere angesteckt werden. Um die Dauer deutlich zu verkürzen und die Ansteckungsgefahr einzudämmen, empfiehlt sich eine gezielte Behandlung.
Die Behandlung von Juckreiz beim Pferd richtet sich immer nach der Ursache. Eine gezielte Diagnose ist entscheidend, um die passende Behandlung einzuleiten. Leichter Juckreiz mag zunächst harmlos wirken, doch ohne Ursachenklärung drohen chronische Hautprobleme. Die Abgrenzung zwischen Parasiten, Allergien, Stoffwechselproblemen und infektiösen Hauterkrankungen ist komplex. Daher ist eine professionelle Untersuchung unverzichtbar. Nur wenn die Ursache eindeutig festgestellt wird, kann eine gezielte und wirksame Behandlung erfolgen.
Die erste Maßnahme bei Hautpilz ist es, die weitere Verbreitung zu vermeiden. Dadurch werden nicht nur die anderen geschützt, auch das Wiederauftreten beim eigenen Pferd wird verhindert.
Die Hygienevorkehrungen sollten wie auch die Behandlung 1-2 Wochen länger erfolgen als Symptome erkennbar sind.
Zur äußeren Anwendung können spezielle Waschlotionen (Antimykotika) und synthetische Cremes eingesetzt werden. Diese werden lokal an den betroffenen Stellen aufgetragen. Wenn es das Wetter zulässt, kann die ersten Tage auch das ganze Pferd mit der Waschlotion gewaschen werden.
Die Anwendung erfolgt über mehrere Wochen. Die Behandlung sollte auch noch einige Zeit nach dem Abklingen der Symptome fortgesetzt werden, um einem erneuten Ausbruch vorzubeugen.
Auch Hausmittel werden oft bei leichteren Fällen eingesetzt. Ein typisches ist die wässrige Lösung mit Essig. Diese wird 1:2 bis 1:3 Essig zu Wasser angemischt und auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Essig sollte niemals in reiner Form auf die Haut von Pferden gelangen, da dieser stark reizend wirken kann. Weitere bekannte Hausmittel sind Teebaumöl und Lebermoosextrakt.
Direktes Sonnenlicht und Solarium wirken sich ebenfalls positiv auf die Bekämpfung von Pilzen aus. Diese mögen zwar ein feucht-warmes Millieu, doch direkte Hitze und Sonnenlicht vertragen sie weniger gut.
Eine Pilzimpfung dient in der Regel als Prophylaxe. Dabei wird eine Erkrankung durch Pilze nicht verhindert, der Krankheitsverlauf allerdings deutlich verbessert.
Auch bei bereits erkrankten Pferden kann eine Impfung erfolgen. Der Impfstoff führt zu einer sofortigen verstärkten Immunreaktion gegen die Hautpilze. Dadurch wird das Krankheitsgeschehen auch bei einem bereits erkrankten Pferd eingedämmt. Allerdings muss das Pferd, wie auch bei anderen Impfungen, neben der Pilzinfektion in einem guten Allgemeinzustand sein.
Nach der Grundimmunisierung hält der Impfschutz für 9-12 Monate. Am Tag der Impfung und zwei Tage danach sollte das Pferd geschont werden.
Neben der medizinischen Behandlung gegen Pilze kann ein Pferd bei einer Dermatomykose auch über die Fütterung unterstützt werden.
Bei einem Pilzbefall kann das Immunsystem mittels Vitaminen und Mineralstoffen unterstützt werden. Futtermittel, die reich an Vitamin C, Vitamin E und Selen sind, helfen die Immunabwehr wieder aufzubauen. Auch Immunkräuter wie Schwarzkümmel, Hagebutte, Sonnenhut und Süßholzwurzel können hier helfen.
Um die Abwehrkräfte und Reparaturprozesse der Haut zu unterstützen, eignen sich Ergänzungsfuttermittel mit Zink. Zink unterstützt den Hautstoffwechsel und stärkt das Immunsystem. Anzeichen für Zinkmangel sind borkige Hautauflagen, Hautverdickungen, Haarausfall und eine Schwäche des Immunsystems.
Wird der Juckreiz durch Parasiten wie Milben, Läuse oder Haarlinge ausgelöst, sind antiparasitäre Mittel das Mittel der Wahl. Spot-On-Präparate, Shampoos oder Sprays können dabei helfen, den Befall einzudämmen. Wichtig ist, auch Kontaktpferde mit einzubeziehen und Putzzeug sowie Decken gründlich zu reinigen.
Um gereizte Haut zu beruhigen und die Regeneration zu fördern, eignen sich pflegende Lotionen, Salben oder Shampoos. Besonders bewährt haben sich Produkte mit kühlenden oder entzündungshemmenden Eigenschaften. Viele Pferdebesitzer setzen zusätzlich auf Hausmittel wie kalte Umschläge, Aloe-Vera-Gel oder das Abbrausen mit klarem Wasser nach dem Training, um Schweiß und Staub zu entfernen.
Liegt die Ursache in einer Stoffwechselstörung oder in einer unausgewogenen Fütterung, sollte der Ernährungsplan überprüft werden. Eine ausgewogene Versorgung mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen trägt wesentlich zur Hautgesundheit bei.
Am besten ist es, Juckreiz beim Pferd gar nicht erst entstehen zu lassen. Viele Ursachen lassen sich durch konsequente Pflege, gute Haltungsbedingungen und eine angepasste Fütterung vermeiden.
Achte auf eine optimale Versorgung deines Pferdes mit Vitaminen und Spurenelementen. Das eigene Zubehör sollte regelmäßig gewaschen werden, um eine starke Ausbreitung an Pilzsporen zu vermeiden. Jedes Pferd sollte seine eigenen Putzsachen besitzen. Halte das Immunsystem deines Pferdes fit. Futtermittel mit mangelnder Hygiene sollten vermieden werden. Bei empfindlichen Pferden sollte auch Vorsicht bei Heu- und Silage gelten.
Gründliches Putzen entfernt Staub, Schweiß und Hautschuppen, die die Haut reizen könnten. Besonders während des Fellwechsels sollte das Pferd regelmäßig gestriegelt und bei Bedarf mit mildem Shampoo gewaschen werden.
Eine saubere Stallumgebung mit regelmäßig gewechselter Einstreu, desinfizierten Putzutensilien und sauberen Decken beugt einem Befall vor. Besonders im Sommer ist der Schutz vor Gnitzen, Fliegen und anderen Insekten wichtig, um Sommerekzem und allergischen Juckreiz zu vermeiden. Fliegendecken, engmaschige Netze oder Insektenfallen helfen, die Belastung deutlich zu reduzieren.
Eine angepasste Fütterung mit allen wichtigen Nährstoffen unterstützt die Hautgesundheit. Spurenelemente wie Zink und Kupfer sowie essentielle Fettsäuren tragen dazu bei, die Hautbarriere zu stärken.
Vorbeugung bedeutet: Regelmäßige Pflege, saubere Haltungsbedingungen, Parasitenkontrolle und eine ausgewogene Ernährung.
Juckreiz beim Pferd tritt bei vielen Hauterkrankungen des Pferdes auf. Oft ist es sogar eines der Kardinalsymptome einer Erkrankung, zum Beispiel bei einem Befall mit Ektoparasiten. Viele Merkmale, wie wunde Hautstellen, Haarausfall und Entzündungen der Haut, sind auf den starken Juckreiz als Folgeerscheinung zurückzuführen. Allergische Erkrankungen wie zum Beispiel das Sommerekzem gehen ebenfalls mit Juckreiz einher.
Häufig wird dazu geraten, eine Ekzemerdecke zu verwenden, denn diese verhindert sowohl eine neue Infektion, als auch das Kratzen und Scheuern des Pferdes. Allerdings hat auch eine Ekzemerdecke Nachteile, denn der Halt und der richtige Sitz der Decke muss täglich überprüft werden.
Besser ist es deshalb, die Ursache des Juckreizes zu bekämpfen. Diese sind zwar vielseitig, aber Pflegeprodukte lösen die Hautschuppen, die bei zahlreichen Hautkrankheiten entstehen, schonend ab. Dann können diese einfach ausgebürstet werden. Zahlreichen Parasiten und Milben, wie zum Beispiel Haarlingen, wird somit die Nahrungsgrundlage entzogen - der Juckreiz lässt nach. Die strapazierte Haut wird dabei außerdem wohltuend gepflegt und kann sich in Ruhe regenerieren, sodass auch das Fell wieder nachwachsen kann.
Juckreiz ist häufig ein Symptom für folgende Pferdekrankheiten:
Besonders im Spätsommer und Herbst, wenn die Mücken und Krabbeltierchen ihre fröhlichen Runden auf der Koppel fliegen und es am Abend gern einmal einen Regenschauer gibt, wirst Du es wahrscheinlich häufiger als sonst beobachten: Dein Pferd kratzt sich. Nimmst Du allerdings wahr, dass ein andauernder starker Juckreiz Dein Pferd plagt, es sich an Zäunen, Pfählen oder der Stallwand scheuert, sich beißt und bereits Verletzungen an der Haut entstehen, so wird kein einfacher Mückenstich dahinterstecken. Wenn Du selbst schon einmal einen Ausschlag hattest, weißt Du, dass der ständige Juckreiz Stress auslösen kann - auch beim Pferd. Um diesen Teufelskreis zu stoppen und Sekundärinfektionen vorzubeugen, solltest Du schnell die Ursache des Juckreizes beim Pferd herausfinden und sie behandeln.
Auch wenn Juckreiz für Pferde sehr unangenehm sein kann und er sich unbehandelt und je nach Ursache leider auch auf Menschen, andere Pferde und andere Tiere ausbreiten kann, lässt er sich mit der richtigen Diagnose und den entsprechenden Behandlungsverfahren meist gut in den Griff bekommen.
Parasiten bei Pferden gehören zu den häufigsten Auslösern für Juckreiz beim Pferd. Manche Milbenarten fühlen sich aber auch im Sommer sehr wohl. Dann kommt es zur sogenannten Sommerräude - hier sind die Symptome leicht mit dem Sommerekzem oder der Mauke zu verwechseln, insbesondere bei der am häufigsten vorkommenden Chorioptes-Räude, die, ebenso wie das Ekzem, meist an den Fesseln für Juckreiz beim Pferd sorgt.
Während es sich bei Milben um winzig kleine, teils unter der Haut lebende Parasiten handelt, lassen sich die Läuse und Haarlinge sowie deren Eier und Nissen mit dem bloßen Auge erkennen.
Die Behandlung von Milben, Haarlingen und Läusen ähnelt sich in recht vielen Punkten, da es sich zunächst um die Behandlung des Juckreizes beim Pferd sowie um die Beseitigung einer parasitenfreundlichen Umgebung handelt. Sowohl Milben als auch Haarlinge befallen häufig immungeschwächte, besonders alte, junge oder mangelernährte Tiere. Aus diesem Grund ist die artgerechte Haltung zur Vorbeugung von Parasiten das A & O.
Achte auf eine regelmäßige und intensive Fellpflege, das Kürzen von langem Fesselbehang, saubere Ställe ohne Ungeziefer sowie eine trockene Umgebung, um gegen Parasiten vorzubeugen und sie bei akutem Befall loszuwerden. Da auch der Mangel von Zink und Vitaminen ein Grund für den Befall und den Juckreiz beim Pferd sein kann, solltest Du zudem auf eine ideale Nährstoffzusammensetzung des Pferdefutters achtgeben.
Mauke tritt ähnlich wie das Sommerekzem und die Chorioptes-Milben an den Fesseln auf und äußert sich ebenfalls durch Juckreiz beim Pferd. Da es sich bei der Mauke nicht um einen parasitären Befall, sondern die Ausbreitung schädlicher Bakterien handelt, kommt die direkte Übertragung zwischen zwei Pferden nicht als Auslöser zum Tragen.
Gerade im feuchten Milieu fühlen sich die Mauke-Bakterien sehr wohl, sodass sich die Erkrankung häufig im Herbst und Winter ausbreitet. Aber auch ein geschwächtes Immunsystem, eine falsche Ernährung oder gar psychische Faktoren wie Stress können die Mauke-Bildung und damit Juckreiz beim Pferd verursachen.
Um Symptome wie den Juckreiz vom Pferd loszuwerden und parasitäre Sekundärinfektionen der Wunden zu vermeiden, solltest Du den Tierarzt kontaktieren. Dieser wird Dein Pferd mit den richtigen Medikamenten behandeln, um die Bakterienflora an den betroffenen Stellen wiederherzustellen.
Parasitäre und bakterielle Auslöser vom Juckreiz beim Pferd haben wir bereits besprochen. Diese treten, anders als das Sommerekzem, meist während feucht-kalter Jahreszeiten wie dem auf.
Damit ein Pferd erst gar nicht zum sogenannten Ekzemer wird, solltest Du es gerade im Sommer gut beobachten und insbesondere am Bauch, der Mähne und am Schweifansatz auf Pusteln untersuchen. Wenn Juckreiz beim Pferd, nachdem es von einer Kriebelmücke gestochen wurde, ausgelöst wird, ist es meist schon zu spät, denn die juckenden Stellen werden durch das Scheuern und Jucken immer weiter beansprucht, bis es zu nässenden Wunden kommt, die anfällig für Bakterien und Sekundärinfektionen sind und z. B.
Um Sommerekzeme und Juckreiz beim Pferd zu verhindern, ist es am effektivsten, das Pferd im Sommer von den Stichen der Kriebelmücken und Gnitzer zu schützen. Hierzu können bestimmte Pflegeprodukte und Fliegensprays auf die Haut des Pferdes gegeben werden, welche dann mit einer Ekzemerdecke und einem Kopfschutz abgedeckt werden. Zudem sollten die Pferde am besten von den Stellen ferngehalten werden, an denen sich häufig viele Mücken befinden; dies ist z. B. in feuchten Sumpfgebieten, am Misthaufen oder zur Morgen- und Abenddämmerung der Fall.
Um die Sensibilisierung auf die Stiche und immer wiederkehrenden Juckreiz beim Pferd zu vermeiden, sollte im Sommer auf übermäßigen Stress für das Tier verzichtet werden.
Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass eine ausreichende Nährstoffversorgung mit Zink, Biotin und Vitamin A sowie den Aminosäuren Methionin, Tryptophan und Lysin gegeben ist. Hierbei ist darauf zu achten, dass Zn-Oxid schlechter verstoffwechselt wird als Zn-Chlorid, Zn-Sulfat oder Zn-Chelat.
Ein Blutbild kann helfen, die Versorgung mit Spurenelementen zu überprüfen.
Um einen gesunden Haut- und Fellstoffwechsel aufrecht zu erhalten, muss die bedarfsgerechte Zufuhr von essentiellen Mikronährstoffen gewährleistet sein.
Tabelle: Übersicht über mögliche Ursachen und Behandlungen von Juckreiz beim Pferd
| Ursache | Symptome | Behandlung | Vorbeugung |
|---|---|---|---|
| Parasiten (Milben, Läuse, Haarlinge) | Starker Juckreiz, Scheuern, Haarausfall | Antiparasitäre Mittel, Reinigung der Umgebung | Regelmäßige Fellpflege, saubere Stallumgebung |
| Sommerekzem | Juckreiz, Pusteln, Scheuerstellen an Mähne und Schweif | Ekzemerdecke, Insektenschutz, Cortison, Antihistaminika | Vermeidung von Mückenstichen, angepasste Weidezeiten |
| Mauke | Entzündung der Fesselbeuge, Krusten, Juckreiz | Reinigung, antibakterielle Salben, Milbenbehandlung | Trockene Einstreu, regelmäßiges Scheren des Fesselbehangs |
| Hautpilz | Kleine, kreisrunde, haarlose Stellen, Juckreiz | Antimykotika, Hausmittel, Pilzimpfung | Gute Stallhygiene, Stärkung des Immunsystems |
tags: #Pferd #Schuppen #Juckreiz #Ursachen #Behandlung
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