Permanent Make-up spart Zeit beim morgendlichen Schminken und sorgt für einen dauerhaft frischen Look. Doch was tun, wenn Fehler unterlaufen sind oder das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist? Der Wunsch nach einer Entfernung oder Aufhellung des Permanent Make-ups kann groß sein.
Zwar ist Permanent Make-up ein Tattoo auf Zeit und verblasst nach etwa zwei bis fünf Jahren, aber wer nicht so lange warten möchte, kann auf verschiedene Methoden zur Entfernung oder Aufhellung zurückgreifen. Im Laufe der Jahre haben sich verschiedene Methoden entwickelt, die weltweit angewandt werden.
Die Gründe für den Wunsch einer Entfernung können vielfältig sein:
Manchmal kommen Kundinnen auch aufgrund ungleicher Augenbrauen oder zu dick gezeichneter Lippenkonturen zu Spezialisten. Auch unpassende Farben, die nicht zum Haut- und Haartyp passen, können ein Grund sein.
Bei dem Wunsch, sein Permanent Make-up zu entfernen, kommt schnell die Frage auf, ob man auf Hausmittel zurückgreifen kann. Die Antwort ist: Nein. Herkömmliche Cremes und die mehrmalige Behandlung mit Peelings helfen nicht weiter. Die Farbpigmente sitzen zu tief unter der Haut, um sie mit Hausmitteln zu entfernen.
Für die Entfernung sind daher speziell hergestellte Produkte oder bestimmte Techniken notwendig, die von Spezialisten mit der entsprechenden Expertise durchgeführt werden müssen. Eigenmächtige Versuche können die Haut unnötig strapazieren und sogar schädigen. Auch bei Microblading haben Hausmittel keine Chance.
Auch wenn es im Online-Handel und in Drogerien zahlreiche Produkte gibt, die damit werben, dass Du Dein Permanent Make-up selber entfernen kannst, solltest Du Dich für die Entfernung besser in die Hände eines Profis begeben. Die falsche Anwendung der jeweiligen Produkte kann gefährlich für Deine Haut werden und im schlimmsten Falle sogar Narben begünstigen.
Es gibt verschiedene Methoden, die je nach Körperstelle und Hauttyp in Frage kommen. Experten können dich diesbezüglich besser beraten und dir außerdem bei möglichen allergischen Reaktionen zur Seite stehen. Die jeweilige Methode, mit der Du Dein Permanent Make-up entfernen lassen willst, sollte zudem immer auf Deinen Hauttypen abgestimmt sein.
Hier ein Überblick über gängige Optionen:
Die Behandlung mit Fruchtsäure wird herkömmlich für die Entfernung von Pigmentflecken verwendet, kommt aber auch bei Permanent Make-up zum Einsatz. Dabei wird Glykolsäure - in diesem Fall die Fruchtsäure - auf die obere Hornschicht aufgetragen. Dadurch lösen sich alte Hautzellen, die Haut beginnt sich zu schälen und die Farbpigmente werden „herausgeschwemmt“. Anschließend bildet sich neue Haut. Es benötigt einige Sitzungen, bis Ergebnisse sichtbar werden.
Am verlässlichsten und schonendsten für die Haut ist die Entfernung mit Lasern. In mehreren Sitzungen werden die Farbpigmente des Permanent Make-ups mit Lichtimpulsen beschossen und anschließend vom Körper abtransportiert. Für besonders helle, grüne oder blaue Farbtöne ist diese Behandlungsmethode jedoch herausfordernd. Beim Lasern werden die Farbpigmente regelrecht zerschossen und zerkleinert. Diese Kleinstpartikel werden dann durch das Lymphsystem abtransportiert. Wenn es nicht gut gemacht wird, besteht die Gefahr der Narbenbildung.
Bei der Remover-Technik kommt eine Paste zum Einsatz, die auf Metalloxiden oder Säuren basiert. Ähnlich wie bei einer Tätowierung wird diese unter die Haut „gestochen“ und reagiert dort in einer chemischen Reaktion mit den Farbpigmenten. Daraufhin werden diese abgestoßen. Auch hier sind mehrere Behandlungen notwendig. Für die Anwendung an den Augen ist diese Methode nicht geeignet und gilt darüber hinaus ebenfalls nicht als hautfreundlich, weshalb die Methode vorrangig an kleinen Stellen zum Einsatz kommt. Zum Beispiel an den Lippenkonturen.
Bei der Camouflagierung oder auch Überpigmentierung werden Farbpigmente nicht entfernt, sondern abgedeckt. Zur Überpigmentierung werden Farbtöne verwendet, die dem Hautton ähneln. Anschließend werden diese durch die eigentliche Farbe überstochen und so Fehler ausgebessert. Mit Camouflage kann man die Farben besonders gut abdecken. Aber wir wissen vorher nie wie tief oder wie oberflächlich die vorherige Farbe pigmentiert wurde. Deswegen sollte man solche Camouflage-Arbeiten am besten nach ein oder zwei Jahren noch einmal vom Fachmann kontrollieren lassen.
Es gibt bestimmte Cremes, die eine Entfernung Deines Permanent Make-ups durch das Auftragen dieser auf das PMU-Areal versprechen. Informationen dazu, wie genau diese Methode funktioniert und warum Experten von dieser Methode abraten, findest Du hier.
| Methode | Beschreibung | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Fruchtsäure | Auftragen von Glykolsäure, um alte Hautzellen zu lösen und Farbpigmente auszuschwemmen. | Geeignet für Augenbrauen und Lippen. | Mehrere Sitzungen erforderlich. Nicht für Lidstrich geeignet. |
| Lasertherapie | Beschießen der Farbpigmente mit Lichtimpulsen, die vom Körper abtransportiert werden. | Verlässlich und schonend für die Haut. | Herausfordernd bei hellen, grünen oder blauen Farbtönen. |
| Remover-Technik | Einstechen einer Paste auf Metalloxid- oder Säurebasis, die mit den Farbpigmenten reagiert und diese abstößt. | Zuverlässige und schmerzarme Entfernung. | Nicht für die Anwendung an den Augen geeignet. Mehrere Behandlungen nötig. |
| Camouflagierung | Abdecken der Farbpigmente mit hauttonähnlichen Farben. | Schnelle Aufhellung der Farbpigmente, Retuschieren von Härchenzeichnungen oder Narben. | Keine vollständige Entfernung, sondern nur Abdeckung. |
Egal mit welcher Methode Dein PMU entfernt wurde, können Schwellungen und Rötungen an den entsprechenden Stellen auftreten. Lass Dich individuell von Deinem behandelnden Arzt zu der für Dich passenden Nachsorge beraten. Grundsätzlich solltest Du aber Folgendes beachten:
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