PCO-bedingter Haarausfall: Ursachen und Behandlung

Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine hormonelle Störung, die bei Frauen im gebärfähigen Alter auftritt. Es ist eine der häufigsten Ursachen für Fruchtbarkeitsprobleme. Charakteristisch für PCOS ist eine erhöhte Produktion von männlichen Hormonen (Androgenen) in den Eierstöcken, was zu einer Reihe von Symptomen führen kann, darunter unregelmäßige Menstruationszyklen, unerwünschter Haarwuchs (Hirsutismus), Akne und Gewichtszunahme.

Das PCO-Syndrom (Polyzystisches Ovarialsyndrom) ist eine häufige Hormonstörung, die bei etwa sechs bis 18 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter auftritt. Meist sind junge Frauen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr betroffen.

Die Haare auf dem Kopf fallen aus, dafür wachsen sie an unliebsamen Stellen, der Körper wird männlicher, Akne kommt hinzu, der Kinderwunsch bleibt unerfüllt: Das PCO-Syndrom, ist eine der häufigsten Ursachen von Unfruchtbarkeit. Man geht von einer Million betroffenen Frauen in Deutschland aus - zwischen fünf und zehn Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden an dieser Hormonerkrankung.

Das Polyzystische Ovarialsyndrom kann bei Frauen zu Symptomen wie Zyklusstörungen, Haarausfall und Unfruchtbarkeit führen. Die körperlichen Beschwerden haben häufig deutliche Auswirkungen auf die Psyche der Betroffenen.

Das PCO-Syndrom äußert sich durch ein vielfältiges Symptombild, das individuell stark variieren kann. Während manche Betroffene aufgrund des hormonellen Ungleichgewichts deutliche körperliche Veränderungen wahrnehmen, zeigen sich bei anderen nur schwach ausgeprägte Symptome.

Symptome: Typische Anzeichen des PCO-Syndroms sind Zyklusstörungen, verstärkte Körperbehaarung, Hautprobleme und Haarausfall. Auch der Eisprung bleibt oftmals aus.

Androgenetische Alopezie und DHT

Haarausfall, insbesondere in Form von androgenetischer Alopezie, ist eine häufige Folge von PCOS. Studien zeigen, dass bis zu 70% der Frauen mit PCOS von diesem Symptom betroffen sind. Dieser Haarausfall ist typischerweise diffusen Musters und betrifft hauptsächlich den Scheitelbereich, was zu einer sichtbaren Ausdünnung der Haare führt.

Ein wesentlicher Faktor im Zusammenhang zwischen PCOS und Haarausfall ist das Hormon Dihydrotestosteron (DHT). DHT entsteht durch die Umwandlung von Testosteron, einem männlichen Hormon, das in erhöhten Mengen bei Frauen mit PCOS produziert wird.

DHT spielt eine zentrale Rolle bei der androgenetischen Alopezie, da es die Haarfollikel schrumpfen lässt, was zu dünnerem Haar und schließlich zu Haarausfall führt. Frauen mit PCOS haben häufig erhöhte DHT-Spiegel, was den Haarausfall verstärken kann. Da DHT die Follikel empfindlicher macht und den Wachstumszyklus der Haare verkürzt, führt dies dazu, dass die Haare schneller ausfallen und dünner nachwachsen.

Nicht nur der erhöhte DHT-Spiegel kann beim Frauen mit PCOS Haarausfall verursachen. Auch der gestörte Hormonhaushalt beeinflusst den Körper sehr stark, sodass es zu einem übermäßigen Haarverlust kommen kann. Hormonell bedingten Haarausfall erkennt man an dem plötzlichen Haarausfall auf der gesamten Kopfhaut, auch Telogeneffluvium genannt.

Ursachen: Die genauen Ursachen von PCOS sind noch nicht vollständig verstanden. Es wird vermutet, dass ein gestörter Insulinstoffwechsel eine zentrale Rolle spielt. Genetische Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle - Mütter von Betroffenen sind häufig ebenfalls erkrankt.

Diagnose von PCOS

Bei Vorliegen von Zyklusunregelmäßigkeiten, Amenorrhoe und Androgenisierungserscheinungen, sollte bei den betroffenen Frauen ein Screening auf das PCO-Syndrom erfolgen", rät Dr. Für die Diagnose des PCO-Syndroms fragen wir verschiedene Symptome ab, entnehmen Blut und führen einen Ultraschall der Eierstöcke durch. Für die Diagnose PCOS müssen jedoch mindestens zwei der sogenannten Rotterdam-Kriterien erfüllt sein ", sagt Dr. Wichtig für die Diagnose ist auch, Erkrankungen auszuschließen, die ein ähnliches Krankheitsbild hervorrufen.

Um den Hormonstatus festzustellen und Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse und der Nebenniere auszuschließen, sind umfangreiche Blutuntersuchungen notwendig: auf männliche Hormone, weibliche (Zyklus-)Hormone und das Anti-Müller-Hormon, das bei Betroffenen häufig erhöht ist. Weil mit dem PCO-Syndrom tiefgreifendere Stoffwechselveränderungen verbunden sind, werden auch die Blutfettwerte bestimmt und gegebenenfalls ein Glukose-Toleranz-Test (oGTT) gemacht. Zudem ist eine Untersuchung der Schilddrüsenhormone angeraten, da etwa jede dritte Betroffene auch an einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse leidet, der sogenannten Hashimoto-Thyreoditis.

Behandlung von Haarausfall bei PCOS

Die Behandlung von Haarausfall bei PCOS erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die zugrunde liegende hormonelle Störung als auch den Haarausfall selbst adressiert.

Therapie: Neben der Einnahme von Medikamenten ist auch die Anpassung des Lebensstils wichtig.

Hormonelle Therapie

Die Regulation der Hormonspiegel ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung. Antiandrogene Medikamente wie Spironolacton können dabei helfen, die Wirkung der männlichen Hormone zu blockieren und den Haarausfall zu reduzieren. Auch die Einnahme von oralen Kontrazeptiva kann durch die Normalisierung des Hormonhaushalts zu einer Besserung führen.

Besteht kein Kinderwunsch, kann dagegen der Zyklus mithilfe der Antibabypille stabilisiert werden.

Redensyl-Behandlung

Redensyl ist eine innovative Wirkstoffkombination, die das Haarwachstum fördert, indem sie Stammzellen der Haarfollikel reaktiviert und den Haarzyklus verlängert. Es wirkt besonders effektiv bei PCOS-bedingtem Haarausfall, da es die Haarfollikel stärkt und den Haarausfall signifikant reduziert, ohne hormonelle Nebenwirkungen.

PRP-Therapie und Mesotherapie

Neben den klassischen Behandlungsansätzen bieten die PRP-Therapie (Platelet-Rich Plasma) und die Mesotherapie innovative und vielversprechende Möglichkeiten zur Behandlung von PCOS-bedingtem Haarausfall. Bei der PRP-Therapie wird aus dem eigenen Blut der Patientin ein Plasma-Konzentrat gewonnen, das reich an Wachstumsfaktoren ist. Dieses Konzentrat wird in die Kopfhaut injiziert, wo es die Durchblutung verbessert und die Regeneration der Haarfollikel stimuliert.

Die Mesotherapie hingegen nutzt eine Kombination aus Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren, die ebenfalls direkt in die Kopfhaut injiziert werden. Diese Mikronährstoffe unterstützen die Haarfollikel und verbessern die Versorgung der Haarwurzeln, was zu einer Stärkung der Haare und einer Reduzierung des Haarausfalls führt. Beide Methoden sind minimal-invasiv und haben sich als ergänzende Therapien besonders bei hormonell bedingtem Haarausfall bewährt.

Ernährung und Lebensstil

Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung können helfen, die Insulinresistenz zu verbessern und damit indirekt den Haarausfall zu mindern. Spezielle Nahrungsergänzungsmittel, wie Biotin und Zink, unterstützen zusätzlich die Haargesundheit.

Ein gesunder Lebensstil kann sich positiv auf die Symptome auswirken. So können gesunde Ernährung, körperliche Aktivität und ein aktives Gewichtsmanagement die Fruchtbarkeit, aber auch die Risiken für Diabetes oder Bluthochdruck positiv beeinflussen. Begleitend dazu sollte der Blutdruck einmal jährlich kontrolliert werden.

Gesunder Lebensstil: Achten Sie auf sich und versuchen Sie, Stress zu vermeiden. Hilfreich dabei können gutes Stressmanagement, Yoga und Spaziergänge in der Natur sein. Ausgewogene und gesunde Ernährung: Setzen Sie auf Vollkornprodukte, Gemüse, gute Eiweißquellen sowie eine ausreichende Trinkmenge. Auf Produkte mit Weißmehl oder Zucker sollten Sie weitgehend verzichten. Bewegung und Sport: Pro Woche sollten Sie bei leichter Intensität 150 bis 300 Minuten trainieren.

Falls eine Insulinresistenz nachgewiesen ist, kann begleitend zur Ernährungstherapie zumindest vorübergehend auch eine Therapie mit oralen Diabetes-Medikamenten wie Metformin angezeigt sein.

Bei Übergewicht bewirkt die Gewichtsabnahme allein oft eine deutliche Besserung. Eine Veränderung des Lebensstils und der Ernährungsgewohnheiten hilft, den gestörten Hormonhaushalt wieder zu regulieren. Denn wenn die Muskeln aktiv sind und insbesondere das hormonproduzierende Bauchfett schmilzt, reagieren die Zellen besser auf Insulin, der Blutzuckerspiegel sinkt - und damit auch die Produktion männlicher Hormone.

Fachleute empfehlen eine kohlenhydratarme Ernährung mit gesunden Getränken, wenig Zucker und möglichst wenigen hochverarbeiteten Kohlenhydraten. Zudem sollten Betroffene den Konsum von rotem Fleisch reduzieren und stattdessen deutlich mehr Gemüse und Obst essen.

Haartransplantation

In Fällen, in denen der Haarausfall durch PCOS besonders fortgeschritten ist und andere Behandlungsansätze nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann eine Haartransplantation eine effektive Lösung sein. Bei einer Haartransplantation werden gesunde Haarfollikel aus einem Bereich mit dichterem Haarwuchs, meist vom Hinterkopf, entnommen und in die betroffenen, ausgedünnten Bereiche transplantiert. Bei KÖ-HAIR bieten wir modernste Techniken wie die FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) an, die präzise und schonend arbeitet, um ein natürliches Ergebnis mit maximaler Dichte zu erzielen.

PCO-Syndrom: So hilft Pflanzenkost gegen das Hormon-Chaos | Die Ernährungs-Docs | ARD Gesund

Weitere Behandlungsansätze

Isoflavone haben eine ausgleichende Wirkung auf den Hormonhaushalt. So sorgen die Neofollics-Tabletten dafür, dass der Haarausfall sowohl auf DHT-Ebene als auch auf hormoneller Ebene gehemmt wird.Die Neofollics-Lotion bekämpft Haarausfall auf vielfältige Weise und wird deshalb bei zahlreichen Arten von Haarausfall eingesetzt. Es enthält neben einem DHT-Hemmer auch verschiedene Inhaltsstoffe, die das neue Haarwachstum anregen.

Während Haarausfall bei PCOS häufig vorkommt, kann die Krankheit gleichzeitig auch verstärkten, unerwünschten Haarwuchs im Gesicht und am Körper verursachen. Dies wird als Hirsutismus bezeichnet. Am Körper manifestiert sich der Haarwuchs meist im Gesicht, am Hals, an der Brust, am Bauch, am unteren Rücken, am Gesäß oder an den Oberschenkeln. Hirsutismus wird durch einen Anstieg bestimmter Hormone (Androgene) oder eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber diesen verursacht.

Behandlung von unerwünschtem Haarwuchs aufgrund von PCOS

Wollen Sie sichergehen, dass die unerwünschten Haare länger wegbleiben und nicht direkt nach der Rasur wieder sprießen? Dann können Sie in Erwägung ziehen, die Haare zu epilieren, wachsen oder lasern zu lassen. Doch es gibt auch weniger schmerzhafte Optionen. So können Sie zum Beispiel mit Keramene Ihren unerwünschten Haarwuchs loswerden.

Diese Creme von DS Laboratories versetzt die Haarfollikel in die Ruhephase und verhindert so, dass diese Haarfollikel neue Haare produzieren.

BehandlungsmethodeBeschreibungWirkung
Hormonelle TherapieEinnahme von Antiandrogenen oder oralen KontrazeptivaNormalisierung des Hormonhaushalts, Reduzierung der Wirkung männlicher Hormone
Redensyl-BehandlungAnwendung einer WirkstoffkombinationReaktivierung der Haarfollikel, Verlängerung des Haarzyklus
PRP-TherapieInjektion von Plasma-Konzentrat in die KopfhautVerbesserung der Durchblutung, Regeneration der Haarfollikel
MesotherapieInjektion von Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren in die KopfhautUnterstützung der Haarfollikel, Verbesserung der Versorgung der Haarwurzeln
Ernährung und LebensstilAusgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, NahrungsergänzungsmittelVerbesserung der Insulinresistenz, Unterstützung der Haargesundheit
HaartransplantationVerpflanzung gesunder Haarfollikel in betroffene BereicheErzielung eines natürlichen Ergebnisses mit maximaler Dichte

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