Paula Kalenberg hat sich in der deutschen Schauspielszene einen Namen gemacht. Ihre beeindruckende Vita umfasst sowohl Kinofilme als auch Fernsehserien.
Zu ihren bekanntesten Filmen gehören "Die Wolke" und "Systemfehler - Wenn Inge tanzt", während sie in Serien wie "Letzte Spur Berlin" und "Wendland" ebenfalls überzeugte.
Bereits im Kindesalter stand für Paula fest, dass sie Schauspielerin werden möchte. Mit 14 Jahren hörte sie im Radio von einem Casting, meldete sich an und wurde sofort genommen. So sah man die junge Darstellerin bereits 2001 im Psychokrimi "Hanna - wo bist du?".
Im Jahr darauf entstand die Kölner Tatort-Episode "Bermuda", in der die nur 1,56 Meter kleine Schauspielerin eine junge Millionenerbin mit rotem Kussmund verkörperte, deren Mutter ermordet wurde.
Durch ihre Rolle der Luise Miller in der Theaterverfilmung von Schillers "Kabale und Liebe" kam Paula auf den Geschmack deutscher Literatur und hat sich gleich mit einem Haufen Reclambüchlein eingedeckt.
Vorläufiger Höhepunkt der jungen Karriere war allerdings das Kinodrama "Die Wolke". Hier übernahm sie die Rolle der Hannah, die sich gerade frisch verliebt hat, als es in einem nahe gelegenen Atomkraftwerk zum Super-Gau kommt - mit furchtbaren Folgen. Für ihr herausragendes Spiel der von ihrer Krankheit gezeichneten Hannah erhielt Paula den "New Faces Award 2006" als Beste Nachwuchsschauspielerin.
In "Die Wolke" übernahm sie die Rolle der Hannah, die sich inmitten einer Katastrophe wiederfindet. Für diese Rolle erhielt sie den "New Faces Award 2006" als Beste Nachwuchsschauspielerin.
Der Film "Die Wolke" schildert, wie es sich anfühlen könnte, wenn in Deutschland ein Super-GAU stattfindet. Gregor Schnitzler beschreibt einen deutschen Reaktorunfall aus der Teenagerperspektive. Sein packendes und emotionales Drama mit zwei starken Hauptdarstellern und vielen Funken Hoffnung zielt auf das Individuum, nicht auf die Gesellschaft.
Viele Kritiker lobten Kalenbergs Darstellung in "Die Wolke", hoben aber auch hervor, dass die Liebesgeschichte von dem eigentlichen Drama ablenke. Trotzdem hinterlässt der Film einen starken Eindruck, insbesondere in den ersten 40 Minuten, wenn Angst und Panik um sich greifen.
Bevor die Wahl-Berlinerin für "Krabat" vor der Kamera stand, konnte man sie als schwangere Carla in "Was am Ende zählt" bewundern. Sie selbst nannte den Film einen "Schwangerschaftsstreifen", in dem auch "ein unfassbar süßes Baby, Tränen, ein Junkie und ein Kreuzberger Partyhausboot tragende Rollen spielen".
In "Systemfehler - Wenn Inge tanzt" bekam sie den Zugang zu der überengagierten Filmfigur, da sie auch selbst schon immer sozial engagiert war: "Ich war Schülersprecherin, in einer Umweltgruppe und ständig auf irgendwelchen Demos".
Auch heute ist Paula gesellschaftspolitisch noch immer sehr aktiv: Ihr Gesicht erschien in einer ''Greenpeace''-Kampagne und auf ihrer Homepage forderte sie zum Spenden für das letzte Bielefelder Mädchenhaus auf, dessen Schirmherrin sie seit 2007 ist. Paula Kalenberg macht also mehr, als nur auf dem roten Teppich zu glänzen und weiß, was im Leben wirklich wichtig ist.
Im Jahr 2023 blieb es ziemlich ruhig um die Schauspielerin. Zuletzt feierte sie mit der Comedyserie "Last X-Mas" Erfolge, die im Dezember 2022 zu sehen war - als Hauptdarstellerin Nathalie, die überraschend von ihrem Verlobten verlassen wird und unter Zeitdruck einen Ersatzmann sucht, um vor ihrer Familie nicht als enttäuschender Single dazustehen.
In "Systemfehler - Wenn Inge tanzt" überzeugt Paula Kalenberg als Inge. Doch dafür entschädigt jede Szene mit Jürgen Tarrach als genervter Hausmeister vollkommen.
Wer deutsche Produktionen wie "Krabat" oder auch "Die Welle" kennt, vermag es schnell bekannte Gesichter zu erblicken. Jedoch vermag es keine weite Kleidung oder auch das Haartuch bei Inge-Darstellerin Paula Kalenberg zu verbergen, wie hübsch sie eigentlich ist. Etwas, dass im Film auch Max nicht lange entgeht.
Die Antwort lautet ganz klar: Mit amüsanten Szenen, welche die sympathischen Jungschauspieler gekonnt rüber bringen, aber vor allem mit der Musik. "Wenn Inge tanzt", aber auch der Song "Konsum" erweisen sich als echte Ohrwürmer. Kein Wunder also, dass es den Soundtrack zum Film in zwei Varianten gibt.
Beim Thema Musik muss natürlich noch erwähnt werden, dass vor allem Fans der deutschen Band Madsen den Film nicht verpassen sollten. Immerhin haben die Jungs einen kurzen Auftritt und steuern sogar eine kurze Konzertszene bei.
Eines ist bei diesem Film von Anfang an klar: Nichts ist offensichtlicher als das Ende. Aber da der Weg das Ziel ist und jener durchaus starke und vor allem amüsante Momente aufweist, vermag diese Tatsache nicht wirklich zu stören.
Auf Instagram erfreut sie ihre Fans gerne mit Schnappschüssen aus ihrem Leben und dabei ist auch das ein oder andere Throwback-Bild zu sehen.
In ihrem Post sinniert Paula Kalenberg zurück an die unbeschwerte Kindheit, die auf den Fotos zu sehen ist.
Paulas Mutter war mit 21 Jahren selbst sehr jung, als Paula geboren wurde. Der Gedanke daran verhalf Paula, sich optimal in die Rolle einer jungen Mutter hineinzuversetzen. Generell hilft es der Schauspielerin, die keine Schauspielschule besucht hat, Parallelen zwischen sich und einer Filmfigur zu finden. Dadurch kann sie die Rollen besser verkörpern.
Nachdem sie die Schule beendet hatte und nach Berlin gezogen war, kam sie ins Grübeln. Will ich mein Leben lang Schauspielerin sein? Kann ich davon leben? Komme ich mit dem Druck zurecht, als Nachwuchshoffnung gehandelt zu werden? Also beschloss Paula, sich dem ganzen Trubel für ein halbes Jahr zu entziehen, ging nach Wales und arbeitete dort auf einem Biobauernhof mit heilpädagogischem Wohnheim.
Ludwig Trepte: Modern. Schick. Elegant. Immer gefärbte Haare. Immer gut gekleidet.
Paula Kalenberg: Meine Oma mütterlicherseits sieht auch sehr jung aus. Sie ist Anfang 60 und könnte als meine Mutter durchgehen.
Paula: Cevapcici und Palatschinken. Mein Vater stammt aus Kroatien, seine Eltern ließen sich in den Fünfzigerjahren im Ruhrgebiet nieder und eröffneten dort ein Balkanrestaurant. Da war die Rollenverteilung noch klar: Die Mutter kümmerte sich um die Kinder, machte den Haushalt und kochte deftig und reichlich.
Ludwig: Ich bezweifle, ob diese Klischee-Oma heute überhaupt noch so verbreitet ist. Ich habe sie jedenfalls nicht erlebt.
Paula: Es geht schon damit los, dass man - anders als früher - nur selten am selben Ort lebt wie die Großeltern. Wir sind dauernd umgezogen. So sieht man sich immer seltener und weiß immer weniger über den Alltag des anderen. Irgendwann wird man sich fremd.
Paula: Früher hatte man mit der älteren Generation einfach viel mehr zu tun. Die Familien wohnten nah beieinander, Kinder zogen nach der Schule nicht als Erstes in eine fremde Stadt.
Paula: Zumindest haben wir jetzt die Freiheit, darüber zu entscheiden, ob wir am Sonntag zur Oma fahren wollen oder nicht. Wir können gucken, mit wem wir klarkommen und mit wem wir etwas zu tun haben wollen. Wir stellen uns unsere Familie selber zusammen. Mich verbindet heute eher etwas mit meinen Wahlverwandtschaften.
Ludwig: Meine Oma väterlicherseits wäre so gewesen. Und ich gebe zu, es fehlt mir schon, dass ich sie nicht erleben durfte. Allein, um zu erfahren, wo man herkommt. Zu entdecken, welche Eigenschaften man von wem übernommen hat. Manchmal legt man Verhaltensweisen an den Tag, die einem fremd erscheinen. Da würde oft ein Blick auf seine Vorfahren helfen, um sich selbst besser zu verstehen.
Paula: Als Jugendlicher drängt man ja nach Rebellion und Radikalität. Man gibt sich oft aufsässig, obwohl dahinter eigentlich nur Unsicherheit steckt. Da wäre es schön, jemanden zu haben, der darauf nicht genervt, sondern verständnisvoll reagiert. Der mir Trost spendet, wenn ich mal wieder gar nicht weiter weiß, und der mir mit der Gelassenheit des Alters entgegentritt, indem er sagt: »Kenn ich, hab ich auch schon erlebt, ist alles halb so wild.«
Paula: Ja. Obwohl die Qualitäten des Alters gerade überhaupt nicht im Trend liegen. Im Vergleich zu früher hat sich ja nicht nur unsere Generation verändert, auch die Alten streben plötzlich nach ewiger Jugend. 70-Jährige führen sich wie 25-Jährige auf. Dabei ist das Schöne an älteren Menschen doch ihre Weisheit, ihr Nicht-mehr-getrieben-Sein. Dass sie etwas zu erzählen haben und einem durch ihre Lebens-erfahrung etwas weitergeben können.
Paula: Eine Frau, die ich als Kind vielleicht ein, zwei Mal getroffen habe. Mit der ich mich nicht einmal verständigen konnte, weil ich ihre Sprache nicht sprach. Das war meine Uroma in Kroatien. Obwohl ich sie kaum kannte, schwebt sie immer wie ein Phantom über mir und ist für mich viel mehr ein Vorbild als meine Oma.
Paula: Sie stand für alles, was ich bewunderte. Sie war kämpferisch, mutig, rebellisch, eigenständig und selbstbewusst. Sie hatte vorn einen Silberzahn und im Krieg, unglaublich, noch mit den Partisanen in den Bergen gekämpft. Als ich sie einmal in ihrem Dorf besuchte, reckte sie zum Abschied die Partisanenfaust. Das sind natürlich Geschichten, aus denen sich wunderbar Helden kreieren lassen.
Ludwig: Mich hat mein Vater geprägt. Der könnte vom Alter her beinahe mein Opa sein und hat natürlich auch viel erlebt und zu erzählen. Er nahm mich oft mit auf Reisen. Durch ihn lernte ich die Welt kennen. Und er brachte mir ein Buch nahe, das er selbst früher schon gelesen hat und aus dem er mir später vorlas. Mein Urgroßvater und ich von James Krüss. Das nehme ich sogar heute noch manchmal zur Hand, denn es steckt voller Weisheiten.
Ludwig: Man sollte alles, was man sagt, auch verstehen, sonst ist es ratsamer zu schweigen.
Abschließend lässt sich sagen, dass Paula Kalenberg nicht nur eine talentierte Schauspielerin ist, sondern auch eine Frau, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist und sich aktiv für wichtige Themen einsetzt.
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