Ihr wünscht euch eine üppige Lockenmähne, habt aber kurze Haare? Keine Sorge! Mit der richtigen Technik und den passenden Hilfsmitteln könnt ihr auch mit kurzem Haar eine beeindruckende Lockenpracht erzielen. Eine besonders schonende Methode, um Locken ins Haar zu zaubern, ist die Verwendung von Papilotten.
Papilotten sind Schaumstoffwickler, mit denen ihr euch Locken ins Haar zaubern könnt. Das Tolle daran: Ihr braucht weder viel Zeit noch Erfahrung. Ob zuckersüße Kringellöckchen oder softe Beach Waves - mit Papilotten könnt ihr euren Traum von einer üppigen Lockenpracht wahr werden lassen.
Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Französischen ("papillon" = Schmetterling) und bezeichnet in Bonbonpapier schmetterlingsförmig eingewickelte und einzeln verpackte Pralinen. Typisch ist die Flex-Variante, in deren Mitte sich ein biegsamer Draht befindet, der sich nach Belieben umknicken lässt und genug Halt gibt, damit die Papilotten nicht verrutschen. Längen und Breite variieren. Je breiter die Papilotten, umso größer werden die Locken.
Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie ihr mit Papilotten Locken in eure kurzen Haare zaubern könnt:
Wichtig: Die Haare müssen komplett trocken sein, bevor ihr die Papilotten aus dem Haar entfernt. Sind die Haare noch feucht sind, hängen sich die Locken schnell wieder aus und der Lockentraum ist futsch!
Papilotten bekommt ihr im Drogeriemarkt. Ihr könnt die mit Schaumstoff umwickelten Drahtstäbe aber auch ganz einfach zu Hause selber machen, zum Beispiel aus Zewa, Toilettenpapier oder Alufolie. Dafür einzelne Streifen herausschneiden, zu Papilotten einrollen und die Enden der Ersatz-Papilotten nach dem Aufwickeln der Haare einfach verknoten - und schon habt ihr perfekte Locken!
Locken klingen für dich verlockend? Du hast aber eher glattes Haar, träumst aber von kleinen Kringeln oder sommerlichen Beach-Waves? Mit der guten alten Dauerwelle lassen sich fast aus jedem Haar lockige Volumen-Mähnen zaubern. Man braucht nur das richtige Know-how - und einen kompetenten Friseur.
Eine Dauerwelle ist eine Verstärkung der eigenen Welle. Dabei wird mit chemischen Mitteln eine neue Struktur ins Haar gebracht und das Volumen gleichzeitig verstärkt. Der Profi spricht dabei vom sogenannten Öffnen von Brücken im Haar: Mit einer chemischen Dauerwellenflüssigkeit wird die Strukturen des Haares geöffnet und in eine neue Form gebracht. Ist die Form durch Wickler erreicht, werden die neuen Locken mit einem chemischen Mittel dauerhaft fixiert und stabilisiert.
Je nach Wunsch kann man dabei unterschiedlich große Locken wählen: Für die typischen Kringel-Locken im 80er-Jahre-Stil sind kleine Wickler am besten geeignet. Generell sollte das Haar auf jeden Fall gesund sein. Ansonsten ist eine Dauerwelle sowohl für Naturhaar als auch für gefärbtes Haar geeignet - es sollten lediglich zwei Wochen zwischen Färbung und Lockenlegen liegen. Vorsicht ist allerdings bei stark blondiertem Haar geboten, da es durch den Farbentzugsprozess schon stark beansprucht ist.
Bezüglich der Länge gilt: Ab zehn Zentimetern Länge kann man gut mit den Wicklern arbeiten. Oft locken Männer nur ihren Oberkopf und haben die Seiten kurz rasiert. Auch bei Männern sollten die Haare am Oberkopf für eine Dauerwelle mindestens zehn Zentimeter lang sein.
| Haartyp | Empfohlene Dauerwellenflüssigkeit |
|---|---|
| Dickes, störrisches Haar | Saure Dauerwelle |
| Feines, strapaziertes Haar | Kalte Welle |
Je nach Haartyp wird mit alkalischer oder saurer Dauerwellenflüssigkeit gearbeitet. Dabei ist eine saure Welle stärker, sie kann auch bei dickem und störrischem Haar angewendet werden und verwandelt die Haare innerhalb von 15 Minuten in eine Lockenpracht. Für feines, strapaziertes und vorbehandeltes bzw. gefärbtes Haar ist da eher die kalte Welle geeignet. Die kalte Welle ist schonender für das Haar und braucht daher auch längere Einwirkzeit und Wärme für die Enticklung, die bei modernen Entwicklerlotionen von alleine entsteht.
Lockenwickler sind zylinderförmige Rollen, die in den unterschiedlichsten Größen und Materialien daherkommen. Somit findest sich für jede Haarlänge, jede Haarstruktur und die gewünschte Lockenform die richtigen Lockenwickler.
Bei Papilotten handelt es sich um weiche Schaumwickler, die sich flexibel formen lassen. Du wickelst dein handtuchfeuchtes Haar Strähne für Strähne auf, drückst dann mit den Fingern die zwei Enden der Papilotte zusammen oder verknotest diese und ziehst die Papilotte wieder raus, sobald die Haare trocken sind. Je schlanker die Papilotte, umso lockiger das Ergebnis. Je nachdem welche Größe du wählst, eignen sich die Papilotten für große Locken oder kleine Korkenzieherlocken. Mit besonders dünnen Papilotten lassen sich übrigens auch in kurze Haare Locken zaubern.
Klettwickler, oder auch Haftwickler, halten im Haar wie von selbst. Das vereinfacht das Lockenwickler-Styling extrem. Außerdem ermöglicht der haftende Überzug der Wickler es, dass sie selbst in trockenem Haar benutzt werden können. Sie sind besonders praktisch, um nach einem Blowout Strähne für Strähne aufzuwickeln, damit die Haare auskühlen können. So hält Volumen und Schwung gleich viel länger.
Mit einer Samtschicht überzogene Aluwickler sind besonders vielversprechend für langanhaltende Locken. Die Löcher im Wickler sorgen dafür, dass die Luft beim Trocknen wunderbar zirkulieren kann. Fixieren kannst du die Lockenwickler ganz einfach mit ein paar Haarnadeln. Wer sich große Locken mit langem Halt wünscht, ist mit den Samtwicklern bestens bedient.
Wer sich eine Dauerwelle selber machen möchte, der benötigt die passenden Dauerwellenwickler. Sie bestehen aus Hartgummi und werden mit Gummibändern fixiert. In Kombination mit einem chemischen Treatment entstehen so Locken, von denen du mehrere Monate etwas hast.
Bestimmt kennst du noch Drahtlockenwickler, oder? Diese sind mittlerweile aber extrem veraltet, was vor allem auch an ihrem nicht vorhandenen Tragekomfort liegt. Wer besonders empfindlich ist oder sogar mit den Lockenwicklern schlafen möchte, um am nächsten Morgen mit einer wahrhaftigen Lockenpracht aufzuwachen, der sollte sich am besten weiche Schwammlockenwickler zulegen. Dank der praktischen Halterung bleibt die Strähne auch tatsächlich fixiert. Wenn es doch mal schnell gehen muss, eignen sich diese Wickler auch hervorragend zum Föhnen.
Locken wie vom Friseur gibt’s mit Heizwicklern. Die aufheizbaren Wickler sind in zehn Minuten fertig und bieten dank integriertem Wachskern anhaltende Wärme. Die spezielle Beschichtung an den Enden sorgt dafür, dass diese kühl bleiben, und erleichtert somit das Eindrehen der Lockenwickler. Verwendet werden sie in trockenem Haar. Sobald die Warmwickler abgekühlt sind, können sie nach und nach herausgenommen werden. Da hier mit Hitze gearbeitet wird, solltest du vorher unbedingt einen Hitzeschutz ins Haar geben.
Die Haarstruktur hängt vor allem von der individuellen Keratin-Schicht der Haare und dem jeweiligen Haarfollikel ab. Je ovaler der Haarfollikel, umso gekräuselter ist auch unser Haar. Bei der chemischen Dauerwelle werden hingegen die sogenannten Disulfidbrücken, das sind bestimmte Bestandteile des Keratins, aufgebrochen und anschließend gezwirbelt wieder miteinander verbunden.
Lockenwickler, die über Hitze arbeiten, brechen die sogenannten Hydrogenverbindungen des Haares auf, indem die Wärme dem Haar natürliche Öle und Proteine entzieht, was das Haar formbar macht. Lockenwickler, die ins nasse Haar gewickelt werden und dann lufttrocknen, wirken ähnlich. Hier machen wir uns die chemischen Strukturen des Wassers zunutze - denn auch das entzieht dem Haar natürliche Fette sowie Proteine und macht es kurzfristig formbarer.
Korkenzieher oder doch glamouröse Hollywood-Welle? Die Auswahl an Lockenwicklern ist inzwischen grenzenlos und bietet genau das Richtige für jeden Geschmack.
Wer kürzere Haare hat, greift lieber zu breiteren Wicklern. Die verleihen dem Haar mehr Volumen, Griffigkeit und Glanz. Zudem lassen sich hier größere Haarpartien gleichzeitig verarbeiten, sodass die Frisur im - wortwörtlich - Handumdrehen fertig ist. Klettwickler halten in kurzem Haar übrigens besser, als in langem. Auch schmale Papilotten eignen sich, um definierte Locken in kurze Haare zu bringen.
Für schulterlange oder mittellange Haare empfehlen sich mittelgroße Lockenwickler. Ob Samtwickler oder Heizwickler bleibt dir überlassen.
Bei langen Haaren greifst du am besten zu Lockenwicklern, die du zusätzlich mit einer Haarnadel fixierst. Aufgrund der Schwere des Haares können Klettwickler nicht gut im Haar halten.
Definierte Korkenzieherlocken gelingen am besten mit Papilotten oder sehr kleinen Wicklern.
Große Locken oder sanfte Wellen gelingen dagegen mit sehr großen Wicklern. Je größer der Wickler, desto sanfter ist die entstehende Locke. Sie eignen sich auch besonders gut, um Schwung in einen langen Pony zu bringen. Für definierte Locken sind mittelgroße Samtwickler oder Klettwickler geeignet.
Du möchtest dir eine schöne Locken-Frisur mit Lockenwicklern zaubern und wünschst dir dabei besonders viel Volumen? Dann kommt es vor allem auf eines an: Wie du die Wickler ins Haar drehst. Die richtige Technik ist nämlich mindestens genauso wichtig wie die Auswahl des Lockenwicklers. Dann teilst du jede Seite nochmal in eine vordere, mittlere und hintere Partie ein. Die kannst du mit einem kleinen lockeren Haargummi oder einem Clip fixieren.
Je nachdem, ob du dünne oder dicke Haare hast, kannst du dann jede einzelne Partie nochmal in zwei oder auch mehr Strähnen teilen.
Tipp: Wenn die Locken besonders definiert und lange halten sollen, sprühe jede einzelne Strähne nach dem Entfernen der Wickler mit Haarspray ein. Wenn du mit Hitzeprodukten arbeitest, solltest du heiße Lockenwickler nicht länger als 15 Minuten pro Strähne in den Haaren behalten. Allerdings ist dies nur ein Richtwert und hängt von der individuellen Beschaffenheit deiner Haare sowie der Hitzewirkung des Geräts ab. Taste dich hier lieber sachte vor und überprüfe bei den ersten paar Strähnen, ob sich schon nach zehn Minuten eine Locke geformt hat.
Lass die Locken anschließend ein paar Minuten auskühlen und trage dann für optimalen Halt etwas Haarspray aus 20 Zentimetern Entfernung auf.
Wie lange die Locke hält, hängt wiederum von der natürlichen, individuellen Haarstruktur ab. Allgemein gilt dabei: Je glatter das Haar im Naturzustand, umso schneller hängen sich auch die gewünschten Locken leider wieder aus. Locken, die mit Heizwicklern kreiert wurden, werden eine längere Zeit schön definiert bleiben. Auch, wenn du Wickler ins feuchte Haare eindrehst und und dieses trocken föhnst, werden die entstandenen Locken länger halten. Mit Styling-Produkten wie Schaumfestiger oder einer Blowout-Creme, kannst du dafür sorgen, dass die Locken länger halten. Haarspray hält die Lockenwickler-Frisur ebenfalls in Form.
Übermäßige Hitze entzieht Haut und Haaren natürliche Öle, Fette und Proteine. Das gilt sowohl für Lockenwickler als auch für direkte Sonneneinstrahlung und heißes Föhnen. Wer seine Haare besonders häufig mit Hitze stylt und formt, riskiert, dass die schützende Keratinschicht aufbricht, was das Haar langfristig trocken, spröde und auch brüchig macht.
All jene, die ihre Mähne mit Heizwicklern locken wollen, sollten daher zu Hitzeschutzprodukten greifen oder ihre Haare mit klassischen Lockenwicklern ganz ohne Hitze ein bisschen fülliger erscheinen lassen. Hitzeschutzprodukte legen sich um das Haar und wirken dabei wie ein Schutzmantel, der die wichtige Feuchtigkeit im Inneren behält. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten, denn die meisten Produkte verpuffen bei Hitzeeinwirkung über 220 Grad Celsius und können dann leider keinen ausreichenden Schutz mehr bieten.
Lockenwickler, die du ins nasse Haar einarbeitest, sind im Vergleich deutlich schonender. Auch das einmalige Haare föhnen ist immer noch besser, also Strähne für Strähne mit einem Glätteisen oder Lockenstab zu bearbeiten.
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