Körperhaare sind für viele Menschen ein Graus. Wer sich einen glatten Körper wünscht, rasiert, zupft und cremt, bis alles seidig glatt ist. Manche täglich, andere einmal die Woche - mit Rasierer, Wachsstreifen, Pinzette. Auch Epilierer gehen lästiger Körperbehaarung an den Kragen. Doch sie haben den Ruf, schmerzhaft zu sein. COMPUTER BILD hat es ausprobiert und klärt, welche Epilierer am besten in der Lage sind, für glatte Haut zu sorgen.
Viele Pinzetten, die sich schnell auf einer Rolle drehen: So funktionieren Epilierer. Sie ziehen Körperhaare samt Wurzel heraus und sollen so für eine lange haarfreie Zeit sorgen.
Ein Epilierer gleitet wie ein Rasierer von Hand langsam über die Haut. Er arbeitet mit Pinzetten, die die Haare inklusive Wurzel aus der Haut zupfen. Die Pinzetten sind auf einer Rolle angeordnet, die sich schnell dreht.
Der Epilierer Panasonic ES-EY30 fällt durch seine besondere Bauform auf: zwei Epilierrollen nebeneinander! Die bringen vor allem beim Epilieren der Beinpartie Vorteile. So lassen sich viele Haare auf einmal erwischen, die Prozedur lässt sich so beschleunigen. Dabei hilft auch das helle Arbeitslicht. Panasonic liefert in unserem Set neben dem Aufbewahrungsbeutel einen Massageaufsatz mit, außerdem eine Abdeckung, die die eine der beiden Rollen abschließt. Gedacht ist das für das Epilieren etwa der Achseln oder in der Bikinizone. In der Praxis bringt die klobige Form des Epilierkopfs an diesen Körperstellen jedoch Nachteile gegenüber schlankeren, einreihigen Modellen.
Der Epilierer lässt sich in drei Stufen schalten, wobei er in der höchsten ordentlich Lärm macht: Mit 25,5 Sone (respektive 75,6 dB) gehört das Gerät zu den lautesten Epilierern im Test. Die schlanke Form des Griffs gefällt, nur ist der Knopf zum Lösen des Epilierkopfs unglücklich am Griffende platziert: Einmal löste er sich ungewollt während des Epiliervorgangs. Preis: 80 Euro.
Der Panasonic ES-EY70A-G503 ist ein vielseitiger Epilierer, der für verschiedene Anwendungsbereiche wie Achseln, Beine und den Intimbereich geeignet ist. Mit seinen 60 Pinzetten sorgt er für eine gründliche Haarentfernung und hinterlässt eine glatte Haut. Dank der Nass- und Trockenanwendung können Sie den Epilierer flexibel einsetzen, je nach Ihren persönlichen Vorlieben.
Der Epilierer kommt mit mehreren Aufsätzen, darunter ein Achseln- und Bikinizone-Aufsatz, ein Kammaufsatz, ein Rasieraufsatz, ein Trimmeraufsatz und ein Pediküreaufsatz. Diese Vielfalt an Aufsätzen ermöglicht es Ihnen, den Epilierer an Ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen und verschiedene Körperbereiche effektiv zu behandeln.
Das Ziel für alle, die einen Epilierer nutzen, ist klar: Er soll möglichst effizient und schmerzfrei für glatte Haut ohne Stoppel sorgen. Im Test haben wir folgende Punkte überprüft:
In wie vielen unterschiedlichen Geschwindigkeitsstufen lässt sich das Gerät regeln? Und zeigt der Epilierer den Akkustatus an? Auch haben wir in der Lautheitsbox die Geräuschentwicklung überprüft, denn die Haarentferner machen teils ordentlich Lärm. Wir checkten den Lieferumfang. Wie viele und welche Aufsätze sind dabei? Gehören eine vernünftige Reinigungsbürste und eine Aufbewahrungstasche dazu?
Ihre Kerndisziplin mussten die Epilierer an verschiedenen Körperstellen unter Beweis stellen - am Unterschenkel, der Achsel und in der Bikinizone. Wie groß das subjektive Schmerzempfinden an diesen Körperstellen war, haben wir ebenfalls bewertet, wobei hier eine erfahrene Epiliererin die Bewertung vorgenommen hat.
Die Aufladezeit haben wir mit unseren Instrumenten im Testlabor ermittelt. Uns interessiert, wie lang die Epilierer durchhalten, bis ihr Akku geladen werden muss. Das messen wir in der Praxis, indem wir die Epilierer in realer Nutzung entleeren.
Im Test schauten wir uns an, ob die Bedienungsanleitung alles Nötige erklärt. Bei der Handhabung kam es auf ein geringes Gerätegewicht, eine ergonomische Form samt strategischer Platzierung der Tasten und Bedienknöpfe an. Ein Arbeitslicht, das Haare sichtbar macht, war hier ebenfalls wichtig. Wie einfach die Reinigung mit Bürste und/oder Wasser gelingt, haben wir auch ausprobiert. Dann ging es für wasserfeste Modelle im Spritzwasser-Test unter die Dusche.
Wer zum ersten Mal epiliert (und vorher auch noch keine Erfahrung mit Waxing & Co. gemacht hat), wird vermutlich jeden Epilierer als schmerzhaft bewerten. Denn letztendlich werden die Haare an der Wurzel gepackt und per Pinzette gezogen. Angenehm ist das wohl für niemanden. Die gute Nachricht ist: Der Schmerz lässt mit jeder Anwendung nach. Und es gibt verschiedene Strategien.
Das Funktionsprinzip der Massageabdeckung: Die spitzen Steinchen am Rand des Aufsatzes lenken vom Schmerz der Pinzetten ab.
Die besten Epilierergebnisse im Test erzielten Testsieger Braun Silk-épil 9 flex sowie Panasonic ES-EY30 und Braun Silk-épil 9. Alle drei erfassten fast jedes Haar, über das sie gleiten, sodass sie beim Entfernen kurzen Prozess machen. An den Beinen lagen Panasonic und das Braun-9-flex-Modell vorn, an den Achseln der Silk-épil 9 flex, in der Bikinizone jedoch machte sich der Silk-épil 9, den wir noch in der älteren Bauweise getestet haben, durch seine Formgebung in Verbindung mit der Standard-Abdeckkappe gut.
Allen Epilierern liegt eine Bürste bei. Am besten funktioniert die Reinigung, wenn man die jeweilige Abdeckung abnimmt, um die Epilierrolle freizulegen und von allen Seiten zu erfassen.
Wasserdichte Modelle lassen sich zudem unterm Wasserhahn reinigen.
Und wie lange hält das Ergebnis? Das hängt ganz vom individuellen Haarwuchs ab. Da im Gegensatz zur Rasur bei der Epilation das Haar nicht nur an der Oberfläche abgeschnitten, sondern samt Wurzel herausgelöst wird, hält das glatte Ergebnis aber im Vergleich länger an, denn es muss sich ja erst eine neue Haarwurzel bilden. Im Falle der Testerin genügt einmal wöchentliches Epilieren.
Viele Akkugeräte sind zudem wasserdicht und kommen auch in der Badewanne oder unter der Dusche zum Einsatz. Theoretisch kann man überall epilieren - außer auf dem Kopf, auf Schleimhäuten oder verletzter Haut. Am besten eignet sich diese Methode der Haarentfernung allerdings für Arme und Beine.
Einige Geräte bieten spezielle Aufsätze für diese Zonen, die einen Teil des Epilierkopfs abdecken, sodass weniger Haare auf einmal ausgerupft werden.
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