Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das viele Frauen betrifft, insbesondere im Alter. Bis zu 40 Prozent der Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens Anzeichen von hormonell erblich bedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie). In diesem Artikel werden die Ursachen für Haarausfall bei Frauen über 70 untersucht und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man ihn stoppen kann.
Der Haarzyklus ist ein natürlicher Prozess, der dafür sorgt, dass das Haar auf dem Kopf ständig erneuert wird. Dieser Zyklus besteht aus drei Phasen:
Mit dem Ende der letzten Phase beginnt der Haarzyklus erneut. Er ist jedoch nicht bei allen Haaren synchronisiert, was bedeutet, dass sich die Haare auf dem Kopf in verschiedenen Stadien des Zyklus befinden können.
Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Haarausfall, die wiederum auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sind:
Viele Frauen blicken besorgt in den Spiegel und fragen sich, warum es zu ihrem Haarausfall kommt. Ob Stress, Hormone, erbliche Faktoren oder Erkrankungen - die Gründe sind vielfältig.
In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, während die Androgene (männliche Sexualhormone wie Testosteron) auf einem ähnlichen Niveau bleiben. Dadurch entsteht ein hormonelles Ungleichgewicht. Oft ist dieses aber nicht allein für den Haarausfall verantwortlich, sondern die eigentliche Ursache für den vermehrten Haarausfall liegt in einer genetischen Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon DHT (Dihydrotestosteron). Fachleute sprechen in diesem Fall von dem hormonell-erblich bedingten Haarausfall.
Bei Betroffenen lichtet sich meist das Haar am Scheitel, der dadurch immer breiter wird. Auch in seiner Gesamtheit erscheint das Haar dünner und an einigen Stellen zeigt sich die Kopfhaut. Da die Wechseljahre für viele Frauen ohnehin eine herausfordernde Phase sind, empfinden sie den Haarverlust oft als weitere emotionale Belastung.
Unabhängig vom Geschlecht leiden 90 Prozent aller Betroffenen unter erblichem oder anlagebedingtem Haarausfall. Hatten die Mutter und/oder die Großmutter ebenfalls Haarausfall? Ja, dann ist diese Ursache wahrscheinlich.
Stress und Hektik bestimmen oft unseren Alltag. Zeitdruck, ständige Erreichbarkeit und viel zu volle Terminkalender führen auf Dauer bei manchen zu psychischen und physischen Beeinträchtigungen. Eine Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen kann den Haarausfall fördern. Besonders Eisen, Zink, Biotin (Vitamin B7), Vitamin A, Vitamin E und Vitamin C sind wichtig für gesunde Haare.
Zusätzliche mögliche Gründe für den Haarverlust sind zum Beispiel entzündliche oder chronische Erkrankungen, Fehlfunktionen der Schilddrüse, manche Medikamente oder Essstörungen. In nahezu allen Fällen ist es ratsam, sich ärztlichen Rat einzuholen, um gemeinsam über eine geeignete Therapie zu entscheiden.
Haarausfall bei Frauen in den Wechseljahren lässt sich aber behandeln. Wenden Sie sich zuerst an Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt. Die Fachleute können Sie bei Wechseljahrbeschwerden wie Haarausfall am besten beraten, die Ursachen herausfinden und Ihnen optimale Therapien vorschlagen.
Arzt oder Ärztin haben verschiedene Möglichkeiten, Haarausfall in den Wechseljahren zu behandeln. Was wirklich hilft, ist individuell verschieden.
Es gibt einige Hausmittel, pflanzliche Alternativen oder Möglichkeiten der komplementären und Alternativmedizin, um Haarausfall in den Wechseljahren zu lindern. Die meisten dieser Methoden sind wissenschaftlich jedoch nicht belegt. Wenden Sie sie daher nur in Absprache mit Arzt oder Ärztin und/oder lediglich ergänzend zu einer klassischen Therapie an.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Haarausfall bei Frauen zu behandeln. Die Wahl der Therapie hängt stets von der Ursache ab. Wichtig ist es immer, zu kontrollieren, ob Deine Nährstoffversorgung ausreichend ist. Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss über eventuell fehlende Nährstoffmengen im Körper. Liegt ein Vitaminmangel (zum Beispiel Selen- oder Vitamin-D-Mangel) oder eine zu geringe Konzentration an Spurenelementen (wie Eisen oder Zink) vor, solltest Du den Nährstoffmangel ausgleichen. Eine Ernährungsumstellung kann dabei unterstützen, den Haarverlust einzudämmen.
| Behandlungsmethode | Wirkungsweise | Hinweise |
|---|---|---|
| Minoxidil | Weitet die Blutgefäße und fördert die Durchblutung der Kopfhaut | Kann Nebenwirkungen wie Hautreizungen verursachen |
| Priorin® Kapseln | Stärken die Haarwurzel mit Mikronährstoffen von innen | Natürliche Inhaltsstoffe, Langzeitanwendung möglich |
| Haartransplantation | Verpflanzt Haare von anderen Körperstellen auf kahle Stellen | Geeignet bei bereits gestopptem Haarausfall |
| Hormonersatztherapie | Gleicht den Hormonhaushalt aus | Hilft bei Wechseljahrbeschwerden und Haarausfall |
| Supplemente (Selen, Zink, Eisen, Vitamin B12) | Unterstützen die hormonelle Therapie | Ergänzend zur Hormonersatztherapie |
Es mag schwerfallen, aber bring für die Behandlung Geduld mit. Das Tempo des Haarwachstums gibt vor, wann Du Effekte bemerkst. Auch, wenn verstärkter Haarverlust sehr belastend sein kann und es einige Zeit beansprucht, bis Verbesserungen durch die Anwendung geeigneter Mittel sichtbar werden: Probier, dem Problem mit einer entspannten Haltung zu begegnen.
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